Aktivitäten nach dem Kindergarten (Sport, Spielverabredung)

Hallo,

wie oft in der Woche haben eure Kindergartenkinder noch Aktivitäten nach dem Kindergarten? Also z.B. Sportverein oder Spielverabredung?

Im Elterngespräch mit dem Kindergarten wurde bei uns zum wiederholten Male darauf hingewiesen, das wir doch da mehr machen sollten um das Sozialverhalten zu fördern.
Unsere Tochter (5) verabredet sich eher sporadisch zum Spielen nachmittags (wenig, ca 1 mal im Monat). Ich finde das völlig okay, denn schliesslich hat sie ja den ganzen Tag viele Kinder um sich. So ein Kindergartentag ist ja auch anstrengend.
Einen Sportverein besucht sie bislang nicht, da es bei uns am Ort nur ein äußerst eingeschränktes Angebot für Kinder in ihrem Alter gibt (Kinderturnen, ab 14 Uhr - das ist zeitlich nicht machbar, da ist sie noch im Kindergarten). Für die Dinge, von denen sie äußert, das sie sie tun möchte, wird sie noch 5 Jahre warten müssen.
Wie ist das bei euch?
LG N.

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Meine geht in die nachmittagsgruppe von 13 bis 17.00 Uhr. Da ist nichts mit noch Treffen oder so drin. Vormittags gehen wir ab und zu zum spielplatz oder Laufrad fahren oder einkaufen. Gekegenlich mal mit anderen treffen. Sportangebote gab es vor corona nur nachmittags und davon sind über die Hälfte noch nicht mal wieder angefangen worden und jetzt in Stufe gelb wieder ausgesetzt, was nicht draußen passiert. Also wäre nur fussball im Angebot und da werden keine Mädels genommen.

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Bei euch werden keine Mädchen beim Fußball genommen? Wow, dass nenn ich mal fortschrittlich! 😢

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Jein. Erst ab der 1. Klasse
Kindergarten noch nicht.

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wenn ein Kind bis 16h im KiGa ist, wird das anders sein, als wenn eins jeden Tag um 12.30h heimkommt.

Meine Kids waren schon um 12.30h zuhause, hatten 1x die Woche Turnen und ab 5J zusätzlich noch 1x was anders.
Verabredungen gabs jede Woche einmal irgendwo: entweder als Anhängsel bei mir, weil ich zum Kaffee verabredet war bei meiner Freundin, die auch Kinder hat oder eben alleine mit Kindegartenfreunden.

Aber ja: einmal im Monat eine Verabredung und sonst nix "organisiertes" zu machen halte ich für wenig. Abgesehen davon, dass Sport treiben ja auch gesund ist, weshalb mir das Kinderturnen immer sehr wichtig war. (Gleichgewichtssinn/Miteinander usw...)

Übrigens: sie hat den ganzen Tag Kinder um sich herum, wie eine Kassiererin "Menschen" um sich rum hat. -- Pflichtinteraktion aber das hat nichts mit "Freuddschaft und Sozialpflege" zu tun -- da mag die Erzieherin vielleicht ein klein wenig Recht haben...

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Hallo. Die Mitarbeiter vom kiga meines Sohnes sind froh, wenn sie hören das man sich zu Hause verbarrikadiert. (Wegen der aktuellen Situation)

Davon ab, mein Sohn möchte im Moment keinem Sport nachgehen. Wir hatten mal einen schnupperkurs, doch die Action dort hat ihn irgendwie ein wenig schockiert. Dafür besuchen wir täglich den Spielplatz, und er trifft sich mit Freunden. Das genügt ihm vorerst. Ich würde mich da auch immer an die Bedürfnisse des Kindes richten.

Lg

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Hi,

mein Sohn ist 5 und hatte bisher 1x die Woche turnen, jetzt hatte er gestern noch die erste Schnupperstunde in Karate, hat ihm gefallen.
Also wird er 2 Termine die Woche haben. Alle 2 Wochen, manchmal auch wöchentlich hat er eine Spielverabredung ca. Entweder bei uns oder bei seinem Freund.
Die Kinder werden dann direkt vom Kiga mitgenommen.

Ich finde es ist schon noch Mal ein Unterschied, ob nur Kindergarten oder auch Sportverein. Und wenn der Kiga findet, dass deine Tochter da Defizite hat, würde ich das nicht so lapidar wegwischen.

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Du machst das so wie du es für richtig hälst.
Gerade wenn deine Tochter den ganzen Tag im Kiga ist und du das Gefühl hast, ihr tut die Ruhe zu Hause danach gut, dann ist das so.
Bei meiner Grossen waren Spielbesuche auch eher sporadisch bis kurz vor den Sommerferien dieses Jahr, sie kam dieses Jahr in die Schule. Die letzten 1-2 Kigamonate hatte sie fast täglich Besuch oder besuchte noch Freunde.
An Aktivitäten hatten wir bis Corona nur Schwimmen (samstags) und Turnen bei ihr.
Mein Kleiner (4,5 Jahre) hat nach nem langen Kigatag überhaupt keinen Bedarf an noch mehr Action. Der ist total zufrieden mit Ruhe, Spiel, Essen und Mama. Er hat ja dann schon über 8 STd mit Freunden gespielt und war fast den ganzen Tag draussen. Turnen oder Schwimmen würde ihm gut tun, ist aber im Moment (auch wegen Corona) nicht drin. Zum Schwimmen möcht ich ihn nächstes Jahr irgendwann wieder.
Spielverabredungen hat er auch nur sehr sehr sporadisch.

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Wow - ihr seid ja schnell mit euren Antworten !

Ich sehe, die Meinungen sind da sehr gemischt.
Ich versuche mal, meine Rückmeldungen zusammenzufassen.

Die Defizite, die der Kindergarten sieht, wische ich keinesfalls einfach so weg. Ich mache mir sogar sehr viele Gedanken, finde aber einiges, was der Kindergarten mir sagt, widersprüchlich.
Z.B.: unsere Tochter hätte Probleme in der grossen Gruppe; wenn sie mit ein oder zwei Kindern einzeln spielt, wäre alles okay. Der Ratschlag ist, mehr Verabredungen (mit einzelnen! Kindern) nachmittags zu treffen. Wie soll das das Problem lösen? Verstehe ich nicht. Ich bin aber auch keine Erzieherin - wenn mir das jemand erklären kann, wäre ich dankbar. Ach so: und das Problem ist nicht, das sie zu schüchtern ist in der großen Gruppe sondern zu dominant.
Weiteres Beispiel: sie hat einen sehr großen Wortschatz und benutzt Wörter, die die anderen Kinder gar nicht kennen / verstehen. Das wurde vom Kindergarten kritisiert!! Häh???

Unsere Tochter äußert durchaus, das sie Dinge tun möchte (z.B. eine spezielle Ball Sportart lernen). Wir wollen das auch gerne ermöglichen - es wird aber erst für Kinder ab 10 angeboten. Ja, sicher könnte ich in Nachbarorten nach Möglichkeiten schauen. Aber es ist mir wichtig, das sie später auch alleine dort hingehen kann und nicht immer gefahren werden muss.
Ich finde Sport prinzipiell wichtig - wenn aber das Turnen zu einer Uhrzeit angeboten wird, die einfach nicht machbar ist, geht es eben nicht. Ich habe jetzt erfahren, das es eine weitere Gruppe für Kinder ab 6 gibt, da würde die Uhrzeit passen. Ob sie da schon mitmachen darf, kläre ich gerade.
Den Punkt "sie hat im Kindergarten Kinder um sich, das ist aber Pflichtprogramm" sehe ich etwas anders. Es gibt 20 Kinder in ihrer Gruppe, da kann sie durchaus entscheiden, mit wem sie spielt und mit wem nicht. Sind sie auf dem Spielplatz des Kindergartens, hat sie sogar noch mehr Auswahl, da mischen sich die Gruppen.

Lieben Dank euch schon mal.
Und bitte gerne noch weitere Meinungen!!

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Meine Tochter geht bis 13 Uhr in den Kiga, ist 5 Jahre alt. Nachmittags ca 1 mal pro Woche Spielbesuch, manchmal auch gar nicht. 1 x pro Woche Tennis und 1 x pro Woche tanzen. Im Moment noch Schwimmkurs 1 x pro Woche. Im Winter fällt Tennis weg. Für uns passt es so.

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Meine 3 Kita-Kinder (5, 3 und 1,5) brauchen nach dem Kiga Ruhe. Wir machen es uns daheim gemütlich. Verabredungen/Sportvereine wären definitiv zu viel.
Unser Großer (11) war/ist da ein anderes Kaliber 😅. Der kann von Action nicht genug bekommen 🙈 und schafft neben seiner Ganztagsschule noch 1x Parcour und 3x/Karate pro Woche 😅

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Ich finde, das kommt immer sehr darauf an, wann das Kind aus der Kita nach Hause kommt.
Meine Tochter ist letzten Monat 5 Jahre alt geworden. Sie kommt meist gegen 14 Uhr nach Hause (hat einen 15 Uhr Platz).
1x die Woche geht sie zum Turnen. Also nicht Eltern-Kind, das war ihr zu langweilig, eher in Richtung Leistungsturnen.
Dann hat sie alle 2 Wochen Musikgruppe, die wird hier vom Jugendorchester aus dem Dorf angeboten.
Sie ist sehr beliebt und ich werde fast täglich gefragt, ob sie zum Spielen kommen möchte oder jemand zu uns zum Spielen kommt.

Deine Tochter erinnert mich aber eher an meinen Sohn. Der wird in 10 Tagen 8 Jahre alt. In der Kita hat er auch besser mit ein oder zwei Kindern gespielt und nicht mit der großen Gruppe mit allen zusammen. Er meinte, dass ist ihm manchmal einfach zu laut, zu viel, zu wild... dabei ist er selbst nicht der ruhigste.
Wir haben uns dann einfach immer wieder einzelnd mit Kindern aus seiner Gruppe verabredet. So kristallisieren sich dann ja auch Freundschaften raus und sie haben oft am nächsten Tag in der Kita ihr Spiel von Vortag weitergespielt.
Er ist in dem Alter 1x die Woche zum Fußball gegangen. Ich dachte auch, dass ihm die Gruppendynamik bestimmt gut tun würde. Es hat ihm auch gefallen.
Zum Eintritt in die Schule hat er dann aber aufgehört, weil der Ton unter den Kindern sehr ruppig wurde.
Er ist nun 1x die Woche beim Karate und 1x die Woche bei den Pfadfindern. Letzteres findet er übrigens total toll und ich wäre als Kind bestimmt auch sehr gerne hingegangen, wenn ich das jetzt so sehe.

Also ich finde, es kommt auch sehr aufs Kind an. Einmal irgendwas sportliches die Woche finde ich ganz gut. Sie lernen zuhören, mitmachen, anstellen an der Schlange usw. Das ist bei manchen Kindern auch nicht selbstverständlich.

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