Warum sind alle gegen Hausfrauen?

Hallo :)
Ich habe einen jetzt 5 jährigen Sohn und bin Hausfrau. Erzähl ich das Freunden oder Familie wird immer komisch reagiert.
Warum ist das so?
Zu meiner Situation:
Mein Partner ist Soldat und höchstens am Wochenende und im Urlaub zu Hause. Ich habe nur im Notfall Unterstützung bei der Betreuung. Also keine Omas oder opas die aufpassen können. ich kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in meinem erlernten Beruf arbeiten. Und habe nun entschieden halt zu Hause zu bleiben. Wenn es sich mit der Zeit ergibt, würde ich gerne einen Minijob machen.
Also warum muss man sich so dermaßen rechtfertigen wenn man nicht arbeiten gehen muss und dann auch nicht möchte?

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Hey,

du wirst immer jemanden finden der etwas zu kritisieren hat. Egal ob du lange zu Hause bist oder das Kind mit einem Jahr in die Kita gibst.
Bei manchem ist es vielleicht auch Neid.

Zahlt ihr in eine private Rentenversicherung für dich ein ?? DAS ist, für mich, der wichtigste Faktor. Den Rest muss jeder selbst wissen.

LG
Tanja

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Das kann dir doch egal sein was andere sagen. Wenn es für dich so passt ist doch alles bestens. Für mich wäre es, da bin ich ehrlich, unvorstellbar jahrelang daheim zu bleiben. Ich war bisher immer froh nach einem Jahr wieder arbeiten zu gehen. Aber das ist meine persönliche Meinung, wie andere das handhaben geht mich doch nichts an.

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Ja danke. Eben genau darum geht es mir. Bei anderen mischt sich kein anderer ein. Jeder macht das Beste aus seiner Situation und entscheidet dann für sich, was er für richtig hält :D
Fang ich an zu arbeiten, freuen sich alle für mich. Will ich das nicht mehr weil es für mich nicht passt, kommen halt fragen oder noch besser... Entsetzte blicke.

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Siehst du bei mir ist es umgekehrt. Mich schauen alle entsetzt an weil ich nach nem Jahr wieder mit 90% gearbeitet habe 🤷🏼‍♀️. Aber man lernt sich im Laufe der Zeit ein dickeres Fell zuzulegen und auf die Meinung anderer zu pfeifen, ich jedenfalls. Du wirst immer wieder Menschen begegnen die glauben anderen ungefragt Ratschläge geben zu müssen, weil sie glauben der eigene Weg sei der einzig richtige. Tu das was du für dich richtig empfindest.

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Hier im Dorf bin ich fast ein Exot mit 3 vollen Arbeitstagen und Weiterbildung nebenher (faktisch Vollzeit), Mann auch Vollzeit. Es sind also sicher nicht alle gegen Hausfrauen, auch arbeitstätige Frauen bekommen Gegenwind und das nicht zu knapp. Aber da ich hinter dem stehe, was ich mache, juckt mich Kritik nicht und wird auch selten angebracht. Zudem weiss ich, dass ich im Trennungsfall oder Todesfall meines Mannes mein Leben stemmen kann ohne ein Sozialfall zu werden, daher kann eigentlich niemand etwas gegen mein Lebensmodell anbringen, was mich verunsichert.
Also sei überzeugt von dem, was du tust, denn es ist alleine eure Entscheidung. Aber mit normalen Diskussionen über Vor- und Nachteile sollte man schon umgehen können, denn die gibt es beide, für alle Familienmodelle.

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Ich bin absolut nicht gegen Hausfrauen!
ABER
In meinem Umfeld sind es eben genau diese Frauen die im Falle von uns unterstützt werden müssen.
Zahlt dein Mann die gleichen Rentenbeiträge in Dein Rentenkonto wie als wärst Du berufstätig?
Nein?
Da wirst Su im Alter aber kaum überleben können also musst Du unterstützt werden von der Allgemeinheit.
Lässt sich Dein Mann plötzlich scheiden und lässt Dich sitzen,kannst Du gleich von 0 auf 100% für Dich und Deine Kinder sehr gut sorgen oder musst Du unterstützt werden?
Gleichen bei Tod des Ernährers.
So ein Leben muss man sich eben auch leisten können!
Gerade jetzt bei Corona sind es genau die Familie die um mich bei Kurzarbeit am meisten jammern es reicht nicht zum Leben....
Für mich und meinen Mann undenkbar so zu leben....
Für meine Kinder wollte ich nie so ein Vorleben der klassischen Rollenverteilung,meine Zwei großen Söhne haben dies mitgenommen und sind sehr emanzipierte Partner,der eine hält seiner Frau den Rücken frei um seine Frau studieren zu lassen und der weitere Sohn hat wie seine ( trotz Führungsposition,ja dies geht,man muss eben wollen) und wie seine Frau auf 60% reduziert.
Rolle Partner und diese klassischen Diskussionen von vielen hier bei Urbia...er räumt sein Socken nicht weg,es bleibt alles an mir hängen,er meint ich räume zu wenig aus und und und 🙈🙈🙄🙄🤦🏻‍♀️🤦🏻‍♀️
Gab und gibt es hier nicht.
Meine Tochter hat sich für die Hausfrau entschieden( aber Ihr Mann) da beide ein behinderter Kind bekommen haben,aber es werden weiter Rentenbeiträge voll eingezahlt und er ist rundum versichert.
Auch sucht er sich keinen Minijob( der für die Katz ist) sondern bildet sich weiter fort und bleibt am Ball um in ca 4 Jahren beruflich einzusteigen und da werden beide auf 70% reduzieren.

Hausfrau= perfekt nur bitte auch eigenverantwortlich finanzieren in Fall von....

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Mütter haben einen schweren Stand. Gefühlt muss jede sich rechtfertigen. Die eine weil sie ihr Kind zu früh und zu lange in Betreuung gibt, die andere weil sie das nicht tut, sich abhängig macht und evtl im Alter nicht ausreichend versorgt ist.
Außerdem sind sie zu streng bzw. zu lax mit den Kindern und alle anderen Kinder sind besser erzogen 🤪
Ich versuche das rechtfertigen zu lassen. Ist schwer aber ich mag das nicht mehr.

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Und wo sind die Männer in Deinem Weltbild?

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Die bekommen in meinem Umfeld deutlich seltener Kritik zu hören. Als ob die Frauen allein entschieden haben wie die Familie lebt 🤷‍♀️

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Weil sich alle aufregen sobald man anderes ist oder es anders macht. Manche regen sich auf weil man das Kind viel zu früh in die Betreuung gibt die anderen weil man das Kind erst mit 3.5 in den kiga schickt.
Mir ist es inzwischen so was von egal was andere sagen, ich mach was für mich richtig ist. Gestern hab ich am spielplatz, weil gerade über das Thema wieder arbeiten anfangen gesprochen wurde, erzahlt das ich meinen Minijob zum Ende der Elternzeit im April gekündigt habe, habe ich die Antwort erhalten, auch ich wusste gar nicht das du gearbeitet hast. Hab mit 1 Jahr angefangen 2x im Monat auszuhelfen und dazwischen dann sogar 2x pro Woche.

Für euch muss es passen, nicht nur finanziell.
Ich hätte nicht arbeiten können wenn ich nicht meine Schwiegermutter im Haus hätte.
Möchte auch gerne wieder stundenweise arbeiten, wenn die kleine an Herbst in den Kindergarten geht.
Hab sogar eine Stelle für 1x wöchentlich ein paar Stunden in Aussicht und das nur 3 km entfernt.
Betreuung in der Krippe kam für uns nicht in Frage.
Ich hab mir eine schöne Summe wegsparen können und Zahl auch weiterhin in eine Lebensversicherung ein.
Das sollte im Rentenalter dann eigentlich auch ausreichen.
Hab zudem (den Luxus) monatlich Geld von der Sonne zu bekommen, meine PV war mit Eintritt in den muschutz damals abbezahlt und dieser verdienst entspricht in meiner Gegend fast einem halbtagsjob.

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vllt kommt es dir nur so vor?

Fühlst du dich denn Unwohl dabei zuhause zu sein?

Ich bin auch Hausfrau, das schon immer, ich habe keine abgeschlossene Berufsausbildung, weil ich einfach nicht weiss was...ich bin im Herzen einfach Mutter und Hausfrau und dabei fühl ich mich am wohlsten.

Ja manche reagieren vllt "komisch" ich kann das spüren, aber ich glaube auch das es viele eben einfach komisch finden weil sie es sich selbst nicht vorstellen können das man damit glücklich sein kann oder weil sie garnicht wissen das das ebenfalls viel arbeit ist.
Natürlich ist es entlastend wenn die Kids dann im Kiga/Schule sind...aber in meinem Fall zb sind das nur 4 std weil ich den rest eben selbst betreue/betreuen will! und auch meine Kinder lieber Freizeit haben statt Ganztags mit anderen zusammen zu sein (die man sich ja dabei auch nicht aussuchen kann)...sie hätten die Wahl, die bieten hier schöne Aktivitäten an....aber letzlich wäre das eben Pflicht jeden Tag und das ist für Freigeistert immer etwas Stressig...ich selbst mag auch nicht diesen Druck, war auch als Kind kein vereinstyp...hatte keine festen Hobbys weil mich das gestresst hat immer genau DANN hin zu müssen.
Geld verdienen ist was tolles und man ist natülrich auch in gewisserweise darauf angewiesen, aber solang ich nicht vom Staat lebe und mir auf deren Kosten ein schönes Leben mache (wobei "schönes leben" da ja definitionssache ist, wir hatten es mal in meiner Elternzeit, brauch ich nicht wieder) sehe ich keinen Grund wieso ich etwas tun soll was mich zerreisst.
Es gibt doch so einen schönen Spruch..." Arbeite was du liebst und du gehst nie wieder arbeiten" oder so ähnlich :D nur muss man das natürlich auch erstmal finden (bzw mein Job den ich liebe bringt mir halt kein Geld ;) )

ich bin wie ich bin und wer mich so nicht mag oder akzeptiert ist mir sowieso egal.

Es gibt eine tolle Weisheit von Buddha die ich vor kurzem entdeckt habe, die lebe ich quasi!

Ein Geschenk das man nicht annimmt gehört einem nicht und so behandle ich auch Dinge die jmd zu mir oder über mich sagt als "Geschenk" das ich nicht annehme, ganz einfach :)

Ich bin stolz auf das was ich tue und das strahle ich mittlerweile auch aus...früher hab ich mich dafür tatsächlich ne weile geschämt, weil es eben nicht gut angesehen ist das man sich eben lieber und Haus und Kind kümmert statt Geld zu verdienen, aber es ist mir egal geworden denn ICH muss mit meinem Leben und mir Zufrieden sein, nicht andere :)

LG

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Und wer ernährt Dich?
Wir arbeiten beide sehr erfolgreich und unsere Kinder waren nicht einmal im Kindergarten weil wir es UNS so eingerichtet haben....

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Dazu muss man aber auch die Möglichkeiten haben, ich kann meinen Kunden schlecht sagen "bitte kommen sie nur noch nachts, mein Mann und ich haben uns das jetzt so eingerichtet"

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Tatsächlich ist es so, dass man sich nur angegriffen fühlt wenn man weiß dass da ein Fünkchen Wahrheit dabei ist ;-).
Zu mir: Ich habe nichts gegen die einzelne Hausfrau. Das ist dann ja auch für mich Katja und Simone und Laura und nicht "eine Hausfrau". Ob ich jemanden mag oder nicht hängt ja nicht von deren Beruf ab.
Gegen den "Beruf" Hausfrau habe ich aber tatsächlich etwas, und das liegt ganz einfach daran dass man enorm von der Gesellschaft geprägt wird in der man lebt. So war es eben im Nationalsozialismus normal dass Juden nicht lebenswert sind. Und 1960 dass alle Frauen zuhause bleiben und die Männer arbeiten gehen. Und 1700 dass man seine Cousins heiratet. Dinge, die aus heutiger Sicht absurd sind. Aber eben damals normal und gesellschaftsfähig.

Und ja, dann bin ehrlich: ich möchte nicht, dass mein Sohn in einer Welt aufwächst, in alle Muttis sich um die Kinder kümmern und die Väter arbeiten gehen. Ich alleine kann ihm bestimmte gesellschaftliche Werte aber nicht vermitteln. Dafür braucht es eben die Gesellschaft, wie der Name schon sagt. Damit mein Sohn ganz normal in Elternzeit gehen kann und Teilzeit arbeiten und Kinderkranktage nehmen und Arzttermine vereinbaren und Kindergeburtstage planen kann. Und dafür dass das eben normal und gesellschaftlich akzeptiert ist braucht es viele Vorbilder für eine gleichberechtigte Partnerschaft, in Beruf, Familie und Haushalt. Und dieses Vorbild ist eine Hausfrau eben nicht.

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Sicher ist es aber auch eine gute Vorbildfunktion sich ausgiebig um seine Kinder zu kümmern, wenn man es sich finanziell leisten kann es nicht soviel frembetreuen lassen zu müssen. Davon trägt das Kind am meisten Früchte. Gleichberechtigung kann man trotzdem üben, keiner verbietet dem Papa auch was im Haushalt zu machen oder Elternzeit zu nehmen.
Heißt jetzt nicht, dass ich deine Antwort schlecht finde, im Gegenteil. Aber trotzdem zu einseitig betrachtet

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Kümmern können sich aber nicht nur Hausfrauen....

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Ich glaube tief im Innern sind die einfach neidisch :)
Ich finde es nicht schlimm!
Ich hab zwar eine Freundin, die ist auch Hausfrau und nervt unheimlich... Aber NICHT weil sie Hausfrau ist , sondern weil sie ihre Zwillinge quasi grundlos schon mit 2 in den Kiga geschickt hat , obwohl sie daheim war, die bis heute (3) nach dem Kiga erstmal schlafen bis 15 Uhr und sie dann immer noch tut, als wäre sie der gestressteste und geforderste Mensch der Welt, kriegt es aber nicht mal auf die Reihe den Kindern auf Mittag was zu kochen. DAS nervt mich. Die Tatsache Hausfrau zu sein an sich nicht. Allerdings würde ich dann sehr dafür sorgen, dass ich mich privat für das Alter absichere.
Bei uns ist es so, dass ich zwei Kinder habe und seit das erste 1 Jahr alt war, arbeite ich geringfügig durch (auch direkt nach Ende MUtterschutz des Kindes 2 wieder), kann das aber nun zu Hause machen. Hausfrau und Mutter ist eigentlich auch total ausfüllend für mich, doch trotzdem werde ich irgendwann wieder mehr arbeiten, hab auch ne höhere Bildung. ABER solange meine Kinder noch keine selbstständigen Teenies sind, werd ich mittags mit einem warmen MIttagessen auf sie warten, wenn sie von der Schule kommen. Eher arbeite ich morgens oder spätabends. Also im Herzen bin ich dann doch mehr Mutter und Hausfrau :)
Hör nicht drauf, was andere sagen oder denken, sicherlich bist du ne tolle Mama! Und das zählt!

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Du hast aber schon den Unterschied zu dir bemerkt oder?
Sie hat aktuell keinen Beruf in welchem sie arbeiten kann.
Je älter wie wird, umso schwieriger wird es mit Umschulung/Weiterbildung etc.
Kommt es zur Trennung, steht sie extrem schlecht da. Rentenansprüche - auch schlecht.

Deshalb erschließt sich mir gerade nicht, warum andere sie beneiden sollten.

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Schlichtweg weil sie es sich offenbar leisten kann finanziell! Das war der einzige Grund.
Kindererziehungszeiten bekommt sie 10 Jahre gutgeschrieben, sie muss es nur beantragen. Bis zur Rente Hausfrau wird wohl nicht gehen, aber so lange das Kind so klein ist, finde ich da nichts verwerfliches dran

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