Was HĂ€nschen nicht lernt oder wie macht Ihr das?😅

hallo zusammen,

mich wĂŒrde mal interessieren ab wann Ihr bestimmte Dinge von Euren Kindern erwartet oder welche Dinge Euch ĂŒberhaupt und ab wann wichtig oder sowieso eher egal sind...
Sowas wie Höflichkeiten, Danke, Bitte, Mund zu beim Essen, sitzen bleiben beim und nach dem Essen, also Tischmanieren im allgemeinen, warten, wenn jemand anderes spricht bis dieser zu Ende gesprochen hat... so Umgangsformen halt.
Von Anfang an wie ZĂ€hneputzen und dann ist es ein Automatismus oder ab einem bestimmten Alter und ab heute machen wir es aber so und so oder allein durch Vorleben und dann kommt’s bei den Kindern automatisch?
Was sind Eure Erfahrungen, wie lÀuft das bei Euch?

Viele GrĂŒĂŸe
HannoverhÀsin

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Hallo, ich habe von Anfang an geschaut das er einen Augenblick lĂ€nger am Tisch sitzt als wie er fertig war. Heute ist er 3,5 jahre und er bleibt bis alle fertig sind, außer er ist total mĂŒde ,dann kann er schon aufstehen. Ich habe frĂŒh gezeigt wenn man was bekommt sagt man danke. Was will bitte. Man grĂŒĂŸt immer , wohnen im Dorf ,da grĂŒĂŸen wir uns alle wenn man sich trifft. Mittlerweile geht es automatisch. Klar gibt es auch Tage wo er mal danke vergisst,dann sage ich es.
Rituale haben wir direkt mit 3 Monaten eingefĂŒhrt, das Abendritusl, besteht so bis heute noch und er weiss
so wann muss er ins bad und wann ins bett.

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Von Anfang an.
Bei uns muss niemand am Tisch sitzen bleiben bis alle aufgegessen haben, das mussten wir als Kinder auch nicht und der Sinn erschließt sich mir nicht. Sie fragt aber bevor sie geht.
Ansonsten ist Bitte und Danke eigentlich schon so automatisch wie anschnallen im Auto geworden. Da lege ich aber auch wert darauf.
Was ich wichtig finde ist GrĂŒĂŸen. Wir leben in der Kleinstadt und da grĂŒĂŸt man viel, das erwarte ich auch von der Kleinen. Ein "Servus" muss wenigstens drin sein.
Aussprechen lassen, zuhören, denjenigen Anschauen mit dem man spricht, Helfen wenn Hilfe benötigt wird, z.b. Der Kranken Nachbarin die Post bringen oder beim einkaufen tragen helfen, RĂŒcksicht auf kleinere Kinder im Schwimmbad/Spielplatz etc... Ganz normales menschliches zusammenleben eben 😊

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Meine persönliche Richtschnur: Was bis 12 Jahren nicht "drin" ist, dass wird auch schwer zu lernen sein.

Meine Kinder sind 14 und 10 Jahre alt. Und ich bin manchmal, trotz meiner Konsequenz in diesen Dingen, sprachlos wie oft immer noch das "Danke" fehlt.
Und mit 14 Jahren scheint das mit dem ZĂ€hneputzen und Automatismus auch noch nicht so ganz......

Aber ich bleibe dran.

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Je nachdem ob Junge oder MÀdchen, könnte neben den ZÀhnputzautomatismus auch noch der Duschautomatismus hinzukommen.

Auch in dem Alter bleibt es noch an uns, das vorzuleben und die Kinder sachte darauf hinzuweisen.
Das mit dem ZĂ€hneputzautomatismus kenne ich hier, selten, aber es kommt vor. Duschautomatismus lĂ€uft glĂŒcklicherweise tatsĂ€chlich automatisch ab. Aber der LĂŒtte putzt immer schön 2x tĂ€glich ohne Aufforderung, oft putze ich auch nach.

Ansonsten lebe ich Freundlichkeit und Höflichkeit vor, wobei nicht jedes Kind durch nachahmen dieses lernt.

Meine Kinder kennen die Grundregeln und können die auch problemlos anwenden, dort wo es sein „muss“. In hĂ€uslicher Umgebung wird manchmal geschlurrt, aber da bin ich nicht anders. Allerdings sind meine such schon 15&9!

VG

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Das kommt drauf an worum es geht. Diese mega Disziplin die manche im Kiga erwarten mit dem Hintergrund dass das Kind sich das in der Arbeitswelt auch nicht aussuchen kann finde ich Banane. Ich muss keine 4jÀhrige auf die Arbeitswelt vorbereiten.
Auch muss kein 1 jĂ€hriges Kind zwanghaft mit der Gabel essen weil man das halt so macht. Meine 15 Monate alte Tochter isst noch viel mit den Fingern. Ist fĂŒr mich ok und ich bin sicher dass sie das mit 18 nicht mehr machen wird.

Ansonsten finde ich dass bei den meisten Dingen das Vorleben am Besten hilft. Wenn ich Bitte und Danke sage (nicht nur zu anderen sondern auch zum eigenen Kind) dann ĂŒbernehmen sie das automatisch.

Am Tisch sitzenbleiben mĂŒssen sie nicht. Machen sie aber gerne, insbesondere wenn Beusch da ist (dabei sind sie erst knapp 4 und 1 Jahr alt).

ZĂ€hneputzen wird gemacht und auch von den Kindern gefordert. Ist halt eine Gewohnheit die sich schnell eingebĂŒrgert hat wenn man mal damit begonnen hat. So wie Windeln wechseln und baden eben auch.

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Wir haben diese Dinge von Anfang an gefordert und erwarten diese auch einfach. Beim ZĂ€hne putzen erinnern wir natĂŒrlich oder machen es (meistens) ohnehin direkt zusammen.

Egal sein darf einem nichts, denn je spÀter man anfÀngt, ein "Muster" anzuerziehen, desto schwieriger wird es meiner Ansicht nach.

Wir erwarten aber z.B. nicht, dass das Kind bei Tisch sitzen bleibt, bis die Erwachsenen fertig sind. Das wÀre mir auch zu langweilig, wenn dann noch gelönt wird und das Kind hat Hummeln im Hintern und will los. Aber es muss z.B. akzeptiert werden, dass wir noch Essen und dabei unsere Ruhe haben möchten.

Automatisch kommt nicht so viel, denke ich. Es gibt Dinge, die man immer wieder erinnern muss, bis sie sich festigen. Ich glaube auch nicht, dass höfliche Kinder nur durch Vorleben automatisch entstehen.

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Also bei uns ist das so: die Kinder bleiben so lange am Tisch sitzen bis sie fertig sind, dann dĂŒrfen sie aufstehen. Sind die HĂ€nde evtl noch verschmiert, mĂŒssen sie die HĂ€nde saubermachen. Muss ich mittlerweile aber kaum noch dran erinnern. Kinder sind 3 und 5. Der Kleine muss meist HĂ€nde waschen, da er ab und zu noch mit den Fingern ist bzw halt der Mund etwas verschmiert ist, die Grosse ist auch nach dem Essen so gut wie sauber. Normal sitzen tun sie auch am Tisch. Hat sich ergeben ohne gross dran rumzuerziehen.
Bitte und Danke kommt bei uns automatisch. Ich/wir leben es vor, und die Kinder machen es nach. Ich halte nicht viel davon, solche Dinge Kindern gross aufzuzwingen. Genaus mit dem GrĂŒssen. Ich zwinge sie nicht dazu, grĂŒsse/verabschiede mich selbst ganz normal. So sehen sie wie man es macht.
Das mit dem nicht daswischen quatschen wenn sich jemand unterhÀlt klappt nicht immer, aber mein Gott, es sind kleine Kinder und keine funktionierenden kleinen Erwachsenen.
ZĂ€hneputzen klappt ganz gut, da hab ich nie nachgegeben, die Kids wissen, es wird morgens und abends geputzt, fertig.
Ich glaub nicht, dass man Kindern zu viel anerziehen braucht, sehr viel lernen sie durch Vorbild der Eltern.
Ich finde die Erwartungen an kleine Kinder sind oft viel zu hoch.
Und den Spruch "Was HÀnschen nicht lernt..." find ich einfach nur doof. Die Entwicklung der Kinder ist doch ein langer Prozess, und nur weil meine 5-JÀhrige z.B. ihr Zimmer noch nicht in Ordnung halten kann, oder nicht gern beim aufrÀumen hilft heisst das nicht, dass sie dies mit 12 auch noch nicht kann. Alles zu seiner Zeit :-)

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Hier geht das Kind ( noch nicht ganz 3 Jahre) zur (privaten) KiTa und da wird viel eingeĂŒbt und KiTa/Eltern ziehen an einem Strang. Wenn man zuhause Ă€hnliche Regeln hat, dann funktioniert es.

ZĂ€hneputzen haben wir ganz frĂŒh begonnen. In der Kita wird nach dem FrĂŒhstĂŒck geputzt, jeder darf zum Schluss seine ZahnbĂŒrste in den HolzstĂ€nder mit 10 Löchern fĂŒr ZahnbĂŒrsten einstecken. Die Kinder bestehen darauf!
Meiner ist jetzt „groß“ und hat eine eigene elektrische ZahnbĂŒrste wie Mama und Papa, die er ganz stolz benutzt.

„Mama, dabitteschön!“ und „Danke, Mama“ fallen hier ganz inflationĂ€r x mal am Tag von selbst seitdem das Kind in HalbsĂ€tzen sprechen kann. Liegt aber daran, dass es auch stĂ€ndig von den Erwachsenen verwendet wird. Egal ob Essen, GetrĂ€nk oder irgendwas angereicht oder angenommen wird.
Kind hat das als normale Alltagssprache verinnerlicht und schaut ganz blöd und verwirrt, wenn jemand „da hast du es!“ oder „gib her!“ sagt. 😊

Mit Besteck wird schon lÀnger gegessen.
Das bunte von Ikea war immer der Hit.
Jetzt mit 3 Jahren wĂŒrde ich kein Matschen und Schmieren mehr erlauben.

Sitzen bleiben gilt mindestens wĂ€hrend des eigenen Essens. Kind findet es toll, wenn alle am Tisch sitzen und verlangt das auch von Erwachsenen ( auch wenn mein Mann als Junggeselle lieber auf dem Sofa gegessen hat und manchmal „RĂŒckfĂ€lle erleidet“...).
Vorbild sein und sich selbst an die Regeln halten ist eben das Anstrengendste. đŸ€·â€â™€ïž

Hallo zur BegrĂŒĂŸung ist automatisch dabei.
TschĂŒss zum Abschied nur mit extra Erinnerung. 😌

Was noch ĂŒberhaupt nicht gut klappt, ist das geduldig sein und nicht dazwischen quatschen. Wird aber irgendwann auch kommen, da bin ich zuversichtlich.

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Von allem etwas...
Meine Zwillingsjungs werden im Herbst 5 und ich erwarte Höflichkeit, auf Kommandos ohne Bitte reagiere ich nicht, bei fehlendem GrĂŒĂŸen kommt es bisschen darauf an wen wir treffen, erwarte ich aber auch zunehmend.
Tischmanieren ist etwas schwierig weil mein Mann und ich da andere Vorstellungen haben, da ich ihn aber schlecht miterziehen kann versuche ich es durch betontes Vorleben mit wenigen Aufforderungen. Sitzen bleiben mĂŒssen sie noch nicht, aber sie mĂŒssen uns in Ruhe zu Ende essen und reden lassen und sollen nicht alle 5 Minuten fĂŒr einen Happen zurĂŒck kommen (wobei ich da beim jĂŒngeren Spargeltarzan nicht so streng bin).
Ausreden lassen... auch nicht leicht... ist mein BedĂŒrfnis ausgerechnet jetzt dieses GesprĂ€ch zu fĂŒhren wirklich viel mehr wert als das BedĂŒrfnis meines Sohnes mir nach dem doch recht langen Kindergartentag etwas fĂŒr ihn sehr wichtiges zu zeigen oder sagen? Wenn ja muss er warten. Wenn nein gehe ich erst auf ihn ein und erklĂ€re anschließend dass ich mich jetzt fertig unterhalten möchte. Ich nehme an mit zunehmenden Alter steigen VerstĂ€ndnis und WartefĂ€higkeit ( bzw sinkt dass BedĂŒrfnis den Tag mit mir zu teilen?)
ZĂ€hneputzen... einmal Abends grĂŒndlich ist Pflicht, morgens haben wir leider noch keine richtige Routine, daher werde ich jetzt das neue Kindergarten und damit Vorschuljahr dazu nutzen um eine feste Regel „fĂŒr große Kinder“ einzufĂŒhren.

Im großen und ganzen finde ich sind die beiden gut gelungen, leider habe ich noch keinen zuverlĂ€ssigen LautstĂ€rkeregler gefunden, die sind meistens 10 dB lauter als andere Kinder...

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Hölflichkeiten: wir als Eltern sind Vorbilder fĂŒr die Kinder. FĂŒr Kinder soll dieses Verhalten selbstverstĂ€ndlich sein. Meine Tochter soll selbst entscheiden, ob sie diese Werte fĂŒr wichtig erachtet und befolgt. Grausam finde ich immer die Situation: "sag Danke zu der Frau, die dir das XXXX geschenkt hat." Das Kind soll freiwillig Danke sagen. Nur so lernt es dies.

Essen: das gemeinsame Essen soll Spaß machen. Dabei ist es mir nicht wichtig, die korrekten Tischmanieren einzuhalten. Wenn das Kind mit dem Essen fertig ist, kann es aufsteigen, auch wenn die Anderen nicht fertig sind. Auch sprechen mit vollen Mund..es gibt Schlimmeres.

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Noch schlimmer finde ich eine erzwungene Entschuldigung. Auf eine einfach so dahingesagte Entschuldigung ohne es zu meinen kann ich selbst gut verzichten.

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