Mittagessen-"Reste" im Kindergarten

Hallo ihr Lieben!

Die Überschrift sagt es ja bereits: es geht um's Mittagessen im Kindergarten.

Ich schreibe hier, weil wir uns im Elternrat total uneinig sind, wie wir mit folgender Situation umgehen sollen!

Es ist bereits mehrfach aufgefallen, dass die Kinder vom Nachtisch nur die Hälfte bekommen, vor allem wenn es einmal die Woche frischen, leckeren Kuchen gibt. Also jedes Kind - im U3 sowie Ü3 Bereich - erhält nur ein halbes Stück Gebäck.

Die anderen Hälften werden auf einem Teller "gesammelt" und sollen nach dem Mittagsschlaf verteilt werden.

Dies war noch NIE der Fall. Es gibt Nachmittags immer Obst. Auch heute wieder.

Auch heute wieder...der Kuchen stand in der Küche und die Erzieherinnen haben sich munter bedient, eine packte dann schließlich ein paar Stücke in ihre Tupperbox ein...

Auch beim Mittagessen an sich, also bei der Hauptspeise, verläuft es ähnlich: es wird nicht das ganze Essen in die Gruppen gegeben. Es verbleibt IMMER ein ziemlich großer Rest unangetastet in der Küche. Die Erzieherinnen meinen, das ist die Nachschlag-Portion. Warum werden die nicht gleich in die Schüsseln verteilt? Wenn es angetastet wäre, dann müsste es laut dem Hygieneplan in der Einrichtung weggeschmissen werden.

Essen wegschmeißen ist ein no-go, da sind wir uns wohl alle einig!

Aber jeden Tag nimmt eine andere Erzieherin diese Nachschlag-Portion mit nach Hause. Und davon können locker 2 Erwachsene und 2 Kinder satt werden.

Direkt nachgefragt habe ich bereits, da ich niemanden beschuldigen möchte. Aber die angesprochenen Erzieherinnen haben alle gesagt, dass dies die Reste sind und sie nicht extra was bestellt (und BEZAHLT) haben.

Es geht hier natürlich um's Geld. Und auch irgendwie um's Prinzip.

Ich bin weder knauserig noch eine Prinzipienreiterin!

Aber wir bezahlen pro gegessene Mahlzeit 3€ pro Person. Das sind in der Woche 15€, im Monat 60€, hat man ein zweites Kind 120€.

Einerseits prima wenn ein Abnehmer für das restliche Essen gefunden wird. Aber das gleich mit einzukalkulieren und einen großen Teil des Essens nicht herauszugeben ist nicht fair. Ebenso den Kuchen bzw. Nachtisch.

Ich gönne jeder Erzieherin wirklich von Herzen ein Stück Kuchen das übrig geblieben ist. Aber von vornherein den Kindern nur ein halbes Stück geben? Das ist in meinen Augen auch nicht fair.

Nur was tun? Wir sind uns alle einig, dass es nicht fair ist. Andererseits gönnen wir es den Erzieherinnen ja auch, obwohl die Kinder Vorrang haben, immerhin wird für das Essen bezahlt.

Wir sind uns gerade absolut uneinig wie und ob und bei wem wir dieses Thema ansprechen sollen!
Vielleicht hat eine von euch einen guten Input-Punkt?

Danke im voraus, Marie. #blume

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Hallo

ich frag mich woher du diese ganzen Infos hast!

Spazierst du in der Küche rum, wenn du dein Kind ab holst?

Woher weisst du das mit dem Kuchen und den Nachschlagportionen?

Wie definierst du ein halbes Stück Kuchen? Woher weisst du, dass es zum Nachtisch nur die Hälfte gibt?!

Lg

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ch frag mich woher du diese ganzen Infos hast!

Spazierst du in der Küche rum, wenn du dein Kind ab holst?

Woher weisst du das mit dem Kuchen und den Nachschlagportionen?

>>> Im Rahmen der Qualitätssicherung wurde der Elternbeirat eingeladen, an verschiedenen Tagen zu hospitieren.
Unsere Einrichtung befindet sich zur Zeit in der Revertifizierungsphase für ein vom Bund unterstütztes und gefördertes Programm/Projekt.

Zusätzlich dazu gibt es Änderungen in der Konzeption!

In den dreimal viermal stattfindenden Ratssitzungen wurden wir also vom Träger und Vorstand eingeladen, uns die Umsetzung direkt vor Ort anzusehen.

Und nach langer Beratung unsererseits haben wir als Elternbeirat gesagt: ja, gerne!

Und so haben sechs Eltern an unterschiedlichen Tagen in größeren Abständen für einen Vormittag die Einrichtung besucht.

Und ja; natürlich waren wir da auch in der Küche und haben die von mir oben beschriebenen Punkte "live" miterlebt.

Wie definierst du ein halbes Stück Kuchen? Woher weisst du, dass es zum Nachtisch nur die Hälfte gibt?!
>>> Jetzt mal ehrlich?! Vor dir liegt ein Stück Blechkuchen mit den Maßen 8 cm Länge (und 4 cm Breite), wo ist denn für DICH da die Hälfte?! Bestimmt auch in der Mitte oder??????

Ich danke natürlich auch dir dafür, dass du dir Zeit genommen hast, mir zu Antworten. Allerdings konnte ich in deiner Antwort leider keinen Lösungsvorschlag erkennen.

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Hallo,

ich finde es ganz schön dreist, wenn sich Erzieher sogar unter den Augen der Hospitierenden ihre Dosen füllen (ihr werdet euch ja nicht angeschlichen haben #cool). Dieses Vorgehen empfinde ich persönlich als Diebstahl.

Natürlich müssen Wege gefunden werden, damit kein Essen weggeworfen werden muss. Z. B. tatsächlich nur die Hälfte Kuchen ordern, den zum Nachtisch restlos ausgeben und dann am Nachmittag eben das Obst verteilen.

Das Mittagessen würde ich komplett auf die Gruppen verteilen und dort auch rausstellen. Den Kindern kann man ja dennoch erst einmal kleine Portionen ausgeben. Sie sehen das Essen stehen und wissen, dass nachgeholt werden kann. Gerade bei jüngeren Kindern würde ich nicht automatisch erwarten, dass sie um einen Nachschlag bitten, wenn sie nicht sehen, dass da noch Essen ist.

Wenn dauerhaft zu viel übrig bleibt, würde ich die Portionsgrößen verkleinern. Auf jeden Fall würde ich das "Abzweigen" unterbinden. Alternativ bezahlen die Erzieher ihr Essen. Das könnte natürlich dann zur Folge haben, dass die Tupperdosen nicht verschwinden, sondern größer werden.

Viele Grüße

Heike

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Hallo,

aber die Kinder werden doch satt, oder? Von daher finde ich das jetzt nicht so dramatisch und würde nichts weiter unternehmen.

Was würdest du denn fair finden? Die Portionen vorher genau einteilen und die Reste eines jeden Kindes separat beim Abholen mitgeben? Oder sollten die Eltern die Reste reihum bekommen?

Viele Grüße,
lilavogel

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Ich weiß nicht, den Kindern wird vorher Essen weggenommen, was die Eltern für ihre Kinder gekauft haben. Das essen die Erzieher. Findest du das fair? Mal ganz abgesehen davon, dass es natürlich Diebstahl ist.

Also:
Du kaufst deinem Kind 1 Kugel Eis. Dann komme ich, klaue ihm die Hälfte und sage ihm, dass er davon auch satt wird. Das würdest du echt ok finden? Und du würdest das jede Woche wieder mitmachen?

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Hallo!

Ja, ich glaube schon, das der Großteil der Kinder satt wird. Ich hoffe es zumindest! ;-)

Nein, natürlich möchte ich nicht Essenreste mitnehmen.
Aber zum einen würde ich es fair finden wenn den Kindern der zurückgestellte Nachtisch auch wirklich angeboten würde! Allerdings ist dies nicht der Fall, es gibt Obstrunden. (Ich möchte an dieser Stelle bitte nicht über pro und contra Kuchen/Nachtisch vs. Obst sprechen #hicks)

Also du würdest nichts unternehmen...
Jetzt gebe ich dir ein Argument von einer anderen Mutter aus dem Elternrat: die Eltern bezahlen für eine komplette Mahlzeit. Der Anbieter hat "komplette Mahlzeit" sogar definiert! Soundsoviel Gramm stehen jedem Kind zu; das ist vertraglich geregelt und dafür zahlen die Eltern 3€. Die Kinder bekommen die Hälfte, aber die Eltern zahlen trotzdem noch 3€ und nicht 1.50€.

Und auch wenn die Kinder satt werden, hier ist es wohl eine Frage des Prinzips.

Danke für deine Antwort! :-)

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Ich habe mal (nur im Rahmen eines Praktikums) in einer größeren Kita gearbeitet. Dort war es so:

Die Küche hat natürlich immer "reichlich" gekocht. Es sollte ja kein Kind verhungern. Für die Erzieher, o.ä. wurde mitgekocht, wenn sie auch bezahlt hatten - ansonsten durften sie das Essen zwar ausgeben, aber nicht anrühren. Und ja, daran wurde sich penibel genau gehalten. Etwas anderes wäre Diebstahl.
Also es war bei uns damals sogar absolut verboten den tatsächlichen "Rest" zu essen. Das MUSSTE zurück in die Küche. Wer nicht bezahlt hatte, durfte nichtmal probieren.
Besprich es doch mal im Elternbeirat. Vielleicht kann man das über den direkten Weg machen, ohne gleich die Leitung einzuschalten.

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Hallo!

Wir sind ja der Elternbeirat. ;-)
Vielleicht ist das nicht so deutlich geworden. Aber derzeit sind wir uns total uneinig ob wir das Thema überhaupt ansprechen sollen.

Es gibt verschiedene Meinungen.

Einige meinen, schon allein aus Prinzip sollte man handeln.
Andere finden ebenfalls, dass es Diebstahl ist.

Und wieder andere finden es an sich nicht so schlimm.

Ich bzw. wir hatten gehofft mit den hier gegebenen Antworten auf konstruktive neue Lösungsansätze zu kommen. :-)

Ich allerdings kenne es so wie du:
Ich arbeite in einem privaten Pflegeheim. Am Essen haben wir - es sei denn wir haben es bezahlt - nichts zu suchen. Alles muss zurück in die Küche. Und die Damen die das Essen ausgeben wissen dies und achten auch darauf.

Und das finde ich auch ok. Ich bin ja nicht auf der Arbeit um zu essen, schon gar nicht auf Kosten anderer.

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Hallo,
In der kita in der ich gearbeitet habe und wo essen vom caterer kam haben wir weniger bestellt. So dass nicht zwei komplette Portionen über bleiben.
Spart Geld, dass man entweder für eine backAction sammeln kann oder was an die Eltern durchbrechnet wird.
Wenn jeden tag etwas mitgeht müssen die Erzieher meiner Meinung dafür bezahlen.
Wenn mal was übrig ist prima aber jeden tag mit Vorsatz finde ich dreist.
LG

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Huhu,
bei uns ist die Situation bisschen anders, da bei uns vor Ort frisch gekocht wird, der Preis ist allerdings identisch. Und hier wird es so gemacht, dass erstmal gaaaaanz kleine Portionen auf die Teller kommen und dann nachgefasst wird und die "Notreserve", falls mal wesentlich mehr gegessen wird als üblich, auch warmgehalten in der Küche verbleibt. Was mit dem Essen passiert, das nicht gegessen wird, aber das hygienisch noch einwandfrei ist? Hab ich mich noch nie gefragt ;). Wäre mir auch wirklich egal, solange Sohnemann satt wird.
Beim Kuchen würde ich mich sogar freuen, wenn nur die Hälfte gegeben wird, da mein Sohn Kuchen immer aufessen würde, auch wenn er nicht mehr hungrig ist.
Vielleicht sind der Grund für mehr Reste auch Kinder, deren Essen nicht abbestellt wurde?

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Hallo und danke für deine Antwort.

Nein, nicht abgestellte Essen sind nicht der Grund.

Hier muss jeden morgen die genaue Personenzahl angegeben werden. Und wer sein Kind bis 8 Uhr nicht ab- oder angemeldet hat, der bekommt auch kein Essen bestellt und in Rechnung gestellt.
So sollen zuviele Reste ja vermieden werden.

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Ach und noch was:
Hätten wir nicht hospitiert und die Dinge selbst miterlebt (6 Eltern an 6 verschiedenen zeitlich auseinander liegenden Vormittagen), dann wäre es uns selbstverständlich auch egal. So nach dem Motto "was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß". ;-)

Aber wir wissen es jetzt ja nunmal.

Bald steht eine Feedback-Runde auf der Tagesordnung. Ich als Vorsitzende der Elternvertretung möchte "diese Sache" vorher geklärt haben, sonst wird die Feedback-Runde nicht effizient genutzt werden können: für andere wichtige Punkte....:-)

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Hallo,

ich würde mich auch ärgern. Reste essen ist ok, aber bewusst zurück halten und den Kindern nur die Hälfte geben vom bezahlten Ganzen ist Diebstahl.

Nur wirst du nicht viel ausrichten können. Es sei denn, du kannst das Vorgehen stichfest beweisen. Ansonsten gilt "in dubio pro reo", im Zweifel für den Angeklagten. Die Erzieher werden es kaum zugeben und ihr seid nicht den ganzen Tag vor Ort.

Habt ihr die Beweise, würde ich ganz klar zur Leitung, bzw. zum Träger gehen. Eher zum Träger, denn die Leiterin wird sicher wissen was da läuft und ihre Schäfchen Decken.

Habt ihr keine, würde ich Erzieher und Leitung ansprechen, sagen was euer Verdacht ist und klar sagen, dass ihr das Vorgehen weiter beobachtet.

LG
Michaela

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Guten Morgen liebe Michaela! #liebdrueck

Beweise in dem Sinne gibt es: wir haben es halt gesehen. Und zumindest ich habe die Erzieherinnen angesprochen, ich glaube, denen ist das gar nicht genau bewusst.

Ich hätte vielleicht schon gedacht, dass man mit dem Speise-Anbieter redet, vielleicht kann der ja etwas an der Portionsgröße ändern? Aber ich glaube, das steht zu keinem Nutzen. Das volle Geld müssten wir dann bestimmt auch bezahlen, der Mann möchte und soll ja auch sein Geld verdienen.

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Ich finde das eine absolute Frechheit.

Ich würde erwarten, dass der restliche halbe Kuchen demjenigen mit heim gegeben wird, der ihn auch bezahlt hat.......... dem Kind in der Brotdose.

Verfressene Erzieherinnen, die so kalkulieren sind ja wohl die Krönung.

Wenn soviel essen "übrig" bleibt, dann kann man ja wohl eine weniger bestellen und anders aufteilen........ so wird es für jedes Kind ein paar Cent günstiger.

Bei uns im Kindergarten essen die Erzieherinnen mit, es wird aber entsprechend mehr bestellt.

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Es ist in den meisten Kitas nicht erlaubt, Essen mitzugeben!

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Und warum?

Wenn die Kinder ihr Frühstück nicht komplett aufessen, wird es ja auch wieder mit heim gegeben. Das war ja dann auch im Kindergarten auf dem Teller...... zumindest bei uns ist es so.

Besser wäre natürlich, es wird so kalkuliert dass eben nicht ne halbe Platte Kuchen übrig bleibt. Außerdem könnte man Kuchen auch am nächsten Tag nochmal verteilen.

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Nur so eine Idee ins Unreine: Vielleicht könntet ihr (ohne Erwähnung, dass es von den Erzieherinnen gegessen oder mitngeommen wird) bei der Leitung berichten, dass euch während der Hospitation aufgefallen ist, dass relativ viel Essen übrigbleibt, besonders quasi immer die Hälfte vom Nachtisch/Kuchen. Und dass ihr deshalb vorschlagen möchtet, die bestellten Rationen zu verkleinern und den Betrag entsprechend anzupassen? Das müsste letztlich natürlich in Verhandlung mit dem Anbieter passieren. Die Leitung könnte auf eure Anregung hin zunächst mal auf die Essensmengen achten. Vielleicht ändert sich dadurch schon etwas an den vertilgten Mengen...?

Ansonsten stimme ich dir zu, dass die Situation schwierig ist. Ich finde es allerdings auch völlig falsch, wenn regelmäßig und von vornherein Essen den Kindern nicht angeboten, sondern von den Erzieherinn verwendet wird.

LG
bluemerle

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Hallo,

da Ihr im Rahmen der Qualitätssicherung vorort ward und sicherlich zu den folgenden Sitzungen auch einen Bericht vorlegen werdet, würde ich in diesem u.a. schreiben, dass offensichtlich zu viel Essen bestellt wird, da jeden Tag große Mengen übrig bleiben, und Ihr anregt, insgesamt weniger Essen zu betsllen bzw. die Portionsgrößen zu ändern.

Bei uns werden, so viel ich weiß, nur für 75% der Mittagskinder Essen bestellt, ist aber ausreichend für alle. Die Kosten werden dann eben entsprechend aufgeteilt.

Wohin die Reste verschwinden, würde ich erstmal gar nicht erwähnen.

Ich gehe allerdings davon aus, dass alle Kinder immer satt werden (und ich denke auch nicht, dass kleine Kinder zum Nachtisch beispielsweise ein ganzes Stück Blechkuchen essen müssen; die Hälfte ist in meinen Augen durchaus ausreichend ;-) ).

LG

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Oh das ist ein immer wieder vorkommendes Problem in Kitas, ich habe das schon einige male in der einen oder anderen Form mitbekommen.
Bei uns wird frisch gekocht und auch die Erzieher essen mit, müssen sich aber halt bis Uhrzeit X eingetragen haben und natürlich bezahlen. Sind am Ende des Tages Reste da dürfen die auch gerne mitgenommen werden, aber auch nicht umsonst.
Kuchen und co. wird natürlich komplett raus gegeben, es würde mir im Traum nicht einfallen da die Hälfte zurück zu halten, der ist für die Kinder.

Ich würde bei der Leitung einen Termin machen, so etwas geht nicht.