Unfall im Kindergarten

Hallo Ihr Lieben!

Brauch gerade mal eure Unterstützung. Am besten schildere ich was heute passiert ist.

Moritz war zum 3. Eingewöhnungstag im Kindergarten. Von 9-11 Uhr. Ich selber bin gegen 9:40 abgedüst. Moritz hat im Garten mit den anderen Kindern gespielt. Gegen 10:45 Uhr bin ich wieder im Kindergarten eingetroffen und gleich in den Außenbereich gegangen da ich vermutet habe Moritz spielt im Sandkasten. Ich komme raus, sehe nach rechts in den Garten, sehe eine Erzieherin und 5 Kinder. Gehe nach links in den Garten in Richtung Sandkasten. Dort sehe ich viele andere Kinder, um die Ecke 3 Erzieherinnen die die Kinder betreuen. Kein Moritz. Gehe wieder zurück, schaue dabei in den etwas tiefergelegten Teil des Gartens und endecke Moritz in der Nähe einer großen Netzschaukel. So ein Teil auf das mehrer Kinder gleichzeitig können, sieht aus wie ein Teller. Ich sehe, daß Moritz auf Grund von Gebüschen keine Möglichkeit hat an der schwingenden Schaukel vorbei zu kommen. Bevor ich STOPP rufen kann rennt er los, wird von der schwingen Schaukel (waren 4 Kinder drauf) erwischt und fliegt gut 2 Meter durch die Luft. Ich rannte sofort zu ihm. Konnte nicht sehen ober am Kopf oder am Rücken erfaßt wurde. Er hat geschrien, an der Lippe geblutet. Erst als ich wieder oben war kam eine Erzieherin dazu. Bin gleich ins Bad, habe versucht ihn zu beruhigen, sein Gesicht sauber gemacht und die Knochen abgetastet. Man gab uns zwei Kühlpads um den Kopf zu kühlen und den Hinweis wir sollen zum Arzt fahren. Ausserdem sagte man mir man habe Moritz 5x verboten zu der Schaukel zu gehen. Als meine Mutter ankam um uns zu Krankenhaus zu begleiten wurden wir gebeten die Kühlpads wieder abzugeben, die düfen das Haus nicht verlassen. Man gab uns zum weiter kühlen einen feuchten Waschlappen mit.

Im Krankenhaus wurde er Untersucht, bis auf blaue Flecken, und einen Brummschädel wurde nichts festgestellt. Der Arzt sagte, wenn er nicht anfängt sich zu übergeben hat er wohl auch kein Hirnerschütterung. Sollte sich sein Befinden verschlechtern sollen wir sofort wieder kommen.

Ich bin so sauer. Einfach stinke wütend!

Um die SCHWINGENDE Netzschaukel ist nicht genug Platz um sicher daran vorbeizukommen. Dicke Gebüsche versperren dann den Weg!

Was soll das heissen man habe ihm 5x verboten dort hinzugehen? Hätte eine Erzieherin diesen Bereich betreut, beobachtet oder was auch immer hätte sie gesehen das mein Sohn versucht dort wegzukommen, oder?

Heute Nachmittag rief jemand vom Kindergarten an um nach Moritz Befinden zu fragen. Die Dame sagte dann noch, man wüsste leider nicht ob er am Kopf oder Rücken getroffen wurde, da man durch das große Gebüsch nichts sehen konnte!

Was soll das? Wie soll ich reagieren?

Ich will das die Gebüsche entfernt werden, damit ausreichend Ausweichmöglichkeit um die schwingende Schaukel besteht. Oder die Schaukel muß dort entfernt werden!

Ich will wissen warum der Bereich nicht betreut wurde oder wird.

Wie würdet ihr mit der Situation umgehen?
An wen wende ich mich als übergeordnete Stelle der Kindergartenleitung? Es handelt sich um einen städt. integrativen Kindergarten!

Vielen Dank
rosaundblau

tja. schwere sache. grundsätzlich ist es wirklich so, daß dein kind am besten behütet ist, wenn du selber darauf aufpaßt. kindererzieherinnen können einfach wirklich nicht überall sein und gehen wirklich davon aus, daß ein kind nach verboten hört. das haben wir auch schon festgestellt - leider. aber nach wie vor ist es halt so, daß sie sich nicht um jedes kind einzelnt kümmern. ich würde mir die erzieherin schnappen und ihr meine meinung dazu sagen. schonungslos. aber helfen wird es dir unter dem strich nicht. wir haben zu hören bekommen, wenn wir halt eine einzelaufsicht benötigen, dann sollten wir eine tagesmutter beauftragen, die könnte dann genauer auf die besonderen bedürfnisse achten. und auch wenn ein kind verbotsschwierigkeiten hat wäre eine solche lösung sinnvoller, da es sonst nur schwierig wird für die gemeinschaft.... bla bla. ist echt nicht einfach. rede mit denen......

Ui, das ist mal heftig! Ich bin mir sicher, daß das bei uns im KiGa nicht vorkommen würde. Aber ich hab schon gemerkt, daß ich in der Hinsicht verwöhnt bin!

Ich an Deiner Stelle würde toben! Würde erstmal die Erzieherinnen und die Leiterin zur Schnecke machen! Dann würde ich mich natürlich an den Elternrat und den Kindergartenbeauftragten der Stadt wenden und wenn das alles nichts helfen würde die Presse oder auf anderen Wege die Öffentlichkeit einschalten! Sollte auch das nicht die gewünschte Resonanz hervorrufen, würde ich ernsthaft über einen Kindergartenwechsel nachdenken!

Das was mich auch schockiert, ist die Tatsache, daß es sich um einen integrativen KiGa handelt.

Tu mir bitte, bitte einen Gefallen und lass die Sache nicht auf sich beruhen. Ich bin mir sicher, Du wirst Dir dabei einige "Feinde" machen. Für mich ist das aber immernoch besser, als wenn beim nächsten Mal was schlimmeres passieren würde.

Ich wünsche Dir und Deinem Moritz alles Gute!

Liebe Grüße Katha

Tut mir Leid aber was du schreibst ist völiger Schwachsinn. Kein Wunder, dass es immer mehr Kinder gibt, die sich schwere Verletzungen bei leichten Stützen zu ziehen. Solche Übermuttis wie Du packen ihre Kinder in Watte und wundern sich, dass sie mtorisch nicht fit sind!!!
So ein Sturz ist bestimmt nicht nett und man könnte die Erzieherinnen darauf hinweisen, dass man schokiert war. Aber über solche Aktionen, wie du sie vorschlägst wird doch nur gelacht. Mach dich nicht lächerlich!!!

Man man man....

Bei den Antworten wird einem ja schlecht.
Was nützt es denn die Erz zur Schnecke zu machen????
Unfälle passieren überall,auch bei einer Tagesmutter oder bei den Eltern!!!!

Richtig ist,daß mindestens eine Erz.dort zu stehen hat oder aber es gleich für alle verboten wird,dort zu Schaukeln wenn Erziehermangel herrscht.

An deiner Stelle würde ich der Leiterin oder Erz. den Fall in Ruhe erklären und darauf hinweisen,daß die Büsche dort an der falschen Stelle stehen.
Biete deine Hilfe an,die Hecke zu entfernen bzw. zu schneiden.

Mein Kinder haben auch viele kleine Unfälle im Kiga,doch ich würde nie auf die Idee kommen,die Erz. zur Schnecke zu machen!!!Denn die sind auch nur Menschen!!!!

LG Sanny#katze

Klar haben Kinder im Kindergarten Unfälle. Aber so wie sie das schildert, steht die Schaukel an einer Stelle, an der sie nicht zu stehen hat. Kinder müssen die Möglichkeit haben gefahrlos dran vorbei zu kommen! Da gibt es sogar extra Auflagen für, an die man sich halten muß!

Das ist kein kleiner Unfall, sowas ist grob fahrlässig. Bei kleinen Unfällen wird man nicht zum Arzt geschickt und angerufen, wie es dem Kind geht! Ich darf gar nicht dran denken, was da einem Kind passieren kann, welches mit körperlichen und/oder geistigen Handicaps lebt.

Stell Dir mal vor, eins von den Mäusen wird ungünstig von der Schaukel im Genick getroffen?! Klar, sowas KANN vorkommen, aber so wie ich es verstanden hat, steht die Schaukel so, daß Unfälle provoziert werden!

Deshalb schrieb ich ja auch,daß min. eine Erz. dort hätte stehen müssen.Und sie soll in Ruhe mit den Erz. reden.

Ich wurde auch schon angerufen,daß mein Kind eine Platzwunde hat.Mußte auch zum Arzt.
Doch ich flippe doch da nicht so aus,und mache die Erz. nieder.

Mich hat nur die Art und Weise gestört,welche Ratschläge man hier gibt.

Weißt du wie viel Unfallquellen es in einem Kiga gibt?????Ich glaube nicht,daß du die alle zählen kannst!!!!

LG Sanny#katze

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Vielen Dank schon einmal für Eure Meinungen.

Moritz hat die ganze Nacht durchgeschlafen. Er schläft immer noch, daher werden wir heute wohl nicht noch einmal zum Arzt müssen.

In Euren Antworten konnte ich lesen, daß nicht klar war ob es sich um einen "kleinen" oder "großen" Unfall gehandelt hat.
Also, ein Unfall ist grundsätzlich sch..., aber wohl im Kindergarten nicht zu vermeiden. Allerdings sagte der Arzt im Krankenhaus, nachdem ich gefragt habe ob es eine Gehirnerschütterung geben könnte, bevor er sich um so einen Kleinkram kümmert, müssen wir erstmal sicherstellen das keine Wirbelbrüche !!! vorliegen. Die oftmals Folge solcher Unfälle sind! Und jetzt schreib ich es hier mal richtig aus.... das finde ich nicht groß oder klein, daß ist richtig SCHEISSE. An die möglichen Folgen will ich überhaupt nicht denken.

3 Erzieherinnen haben zum Zeitpunkt des Unfalls den Sandkasten beaufsichtigt und KEINE die Schaukel. Hier geht es nicht um Einzelbetreuung, dort spielten insgesamt 7 Kinder!

Ich möchte und werde den Vorfall im Kindergarten klären. Da ich aber immer noch sehr wütend bin und möglichst sachlich und ruhig bleiben möchte (wie ich es gestern auch war) werde ich den Vorfall erst nächste Woche Dienstag ansprechen. Nächsten Dienstag haben wir den 4. Eingewöhnungstag!

Bis dahin hat sich alles ein bisschen beruhigt und auch mein Mann ist dann wieder zu Hause.

Herzlichen Dank
rosaundblau

Hallo nochma,

Okay, Du hast Recht. Es klärt sich etwas mehr durch Deinen Zusatz.
Wenn da tatsächlich sieben Kinder waren, dann sollten drei Erzieherinnen durchaus in der Lage sein, die Situation im Griff zu haben. Zumal anscheinend fast alle Kinder an der Schaukel waren (drei (oder gar vier, ich weiß es nicht mehr) drauf und dein Sohn dahinter, da bleiben ja nur noch 2-3 für den Sandkasten).
Trotzdem finde ich das Hecke versetzen nach wie vor gut.
Und ja, Du hattest Recht damit, daß der Nachsatz ironisch gemeint war: Ich kann überfürsorgliche Eltern nicht verstehen. Sorry, wenn ich nun von meiner Erfahrung anfange, aber: Ich habe beruflich sehr viel mit Sicherheitsrichtlinien von Kinderspielzeug zu tun. Und die Regeln und Warn-Aufdrucke und Klagen, die es diesbezüglich gibt, die sind sehr lächerlich. Wie soll einem Kind beigebracht werden, wo welche Gefahren zu erwarten sind, wenn man alle Möglichkeiten, sich zu zwicken, zu stolpern, sich zu pieksen etc. vermeidet? Klar, es gibt sehr schlimme Unfälle mit Kindern. Und es ist wichtig, daß man Spielgeräte auch daraufhin absichert. Aber ein Restrisiko, das auch nicht durch Aufsicht beherrschbar ist, das wird es immer geben. Und das ist auch gut so. Wenn auch ab und an schmerzhaft.

Schön, daß es Deinem Sohn gut geht. Seh den positiven Effekt: Er weiß nun, welche Gefahr von der Schaukel ausgeht. Und das schon am dritten Eingewöhnungstag.

Viele Grüße und eine problemfreie Kindergartenzeit
der_nick

Huhu
ich kann dir mal meine erfahrung schildern und wie ich damit umgegangen bin!

Nic war auch gra ein paar wenige Woche im Kiga. Plätzlich kam morgens ein anruf! Ihr Sohn hat eine Platzwunde an der Stirn!
Ich zum Kiga und mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gefahren!
Bis auf die Platzwunde ist nichts passiert!

Es ist folgendes damals passiert:
er hat im nebenraum rumgetobt und ist mit dem kopf auf die heizung geknallt!

Dort war keine Erzieherin. Er ist in einer Familiengruppe (15 Kinder und 3 erzieherinnen)
Ich hab zu keiner Minute daran gedacht die Erzieherinnen dafür zur Schnecke zu machen!

Unfälle passieren und genau das selbe hätte mir hier auch zu Hause mit ihm passieren können!
Und genauso kann deinem sohn das auf dem spielplatz passiren!

Man kann von einem Kiga nicht erwarten das sie sich pausenlos um ein spielgerät oder um ein Kind kümmern! Das ist meine Meinung dazu!

Er hat nun eine sehr unschöne Narbe auf der Stirn die nie wieder weg gehen wird!
Trotzdem finde ich nach wie vor den Kiga super! Und die Erzieherinnen dort sind toll!

LG Nicole

vielleicht ist en erzieherinnen gar nicht klar gewesen, dass es dort so gefährlich ist. sprich es auf jeden fall an, erzähl, was er arzt gesagt hat und wie großes glück ihr habt, dass es nicht schlimmer ausgegangen ist. wenn es wirklich nur um die hecke geht sollte das doch kein problem sein und müsste v.a. auch im interesse des kigas sein.
also ein riesenaufstand ist sicher nicht sinnvoll, aber ruhig besprochen muss das ganze sicher werden.

gleichzeitig musst du dir klar machen, dass unfälle immer und schnell passieren können, wenn du pech hast direkt vor deinen augen.

in unserem kiga fiel ein bub mal von einer leiter und brach sich den arm. dei letern waren total fertig, v.a. weil sie darum gebeten hatten den buben nicht klettern zu lassen weil er es noch nicht so gut könne. kann den ärger auch verstehen, aber die kindergärtnerinnen können nicht immer alles sehen und es schon gar nicht kontrollieren, dass ein kind da nicht hin darf und ein anderes wieder das nicht machen soll. man hat aber darauf reagiert: wenn ein kind jetzt erwischt wird, wenn es etwa mit einem stofftier in der hand raufklettert ist es den ganzen tag für die leiter gesperrt.

im endeffekt sollte es ja schließlich auch darum gehen, dass kinder lernen selber gefahren einzuschätzen bzw. einfach aufmerksam sind und ihre umgebung beobachten.

Hallo,

mach doch den Vorschleg, dass der Schauckelbereich abgesperrt wird! Bei uns ist in ca.60cm Höhe eine Wimpelkette gespannt. Klappt wunderbar.


Gruß Ute

Ich kann verstehen dass du erstmal sauer bist.
Trotzdem lassen sich solche Unfälle nicht vermeiden. Die Erzieherinnen hätten neben dieser Schaukel stehen können und es hätte passieren können.
Davor ist keiner geschützt.
Auch dir als Mutter kann sowas passieren.
Sei froh dass es noch so glimpflich abgelaufen ist und auch dass die Erzieherinnen sich noch nach deinem Sohn erkundigt haben find ich sehr nett.

Das wird bestimmt leider Gottes nicht die letzte Beule gewesen sein die dein Sohn bekommt.

LG Kerstin

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