Kichlicher oder Städtischer Kindergarten? Kirchlicher besser???

Hallo,

meine kleine wird jetzt zwar erst zwei, aber man muss sich ja früh genug anmelden.

Seit gestern wissen wir, dass wir ab September in einer neuen Stadt wohnen werden. Es ist eine kleine Stadt (ca. 3000 Einwohner), hat aber zwei Kindergärten.

Einmal einen Katholischen mit 3 Gruppen je 25 Kinder und insgesamt 5 Erzieherinnen und einen Städtischen mit 2 Gruppen je 25 Kinder und 4 Erzieherinnen.
Ich bin der Meinung wir sollten unsere kleine am Städtischen anmelden, da dort mehr Personal für weniger Kinder ist. Mein Mann ist der Meinung ein Kirchlicher Kindergarten ist besser geführt als ein Städtischer. Er kommt aufgrund seiner Arbeit sowohl mit Kirchlichen als auch mit Kommunalen Einrichtungen (Altenheime) in Kontakt und da kommt es ihm so vor als ob Kirchliche Einrichtungen generell besser, sozialer und fürsorglicher sind.

Ist das auch bei Kindergärten der Fall?
Hat jemand Erfahrungen gemacht?


Wir werden uns auf jeden Fall beide Kindergärten angucken.

Vielen Dank,
Marion mit Tabea (2 Jahre) und Timon (8 Wochen)

Wenn ihr evangelisch seid,würde ich sie im Städtischen Kiga anmelden,ansonsten würde ich mir beide anschauen.
Ich wollte auch nicht,das mein Sohn in einen kirchlichen Kiga geht,aber wir sind dann umgezogen und direkt gegenüber von uns ist ein evang.Kiga und ich bin sehr zufrieden.Die Kinder gehen 1-2 mal im Monat in die Kirche.Meinem Sohn gefällt es,da es immer sehr kindgerecht gemacht wird.

Also generell würde ich nicht sagen,das kirchliche Kiga besser sind oder städtische.Man muss sichbeides ansehen,das Konzept und dann entscheiden.Von vorne herein kann man das nicht sagen.
lg Julia

hallo,

also kirchliche sind nicht automatisch "besser".

bei uns in der stadt gab es bei einem kirchlichen vor einiger sogar einen üblen skandal, weil die leute da so drauf waren, daß sie den kindern zur strafe die stofftiere wegnahmen, sie sogar alleine einsperrten, das dazu.


jedefalls finde ich es nur wichtig, welche erziehungsvorstellungen in einem kiga vertreten werden,
ob offene oder geschlossene gruppen, ob zwänge oder nicht usw., selbst der betreuerschlüssel ist nicht alles.



lg
ayshe

Wäre schön, wenn kirchliche Kindergärten automatisch besser wären, aber da kann es genauso inkompetente Erzieherinnen oder Querelen des Personals untereinander oder was-auch-immer geben wie im städtischen Kindergarten.

(bei uns ist der uralte, kirchliche KiGa viiiel besser, da gehen auch die "Großkopferten" rein. "Zugroaßte" und "sowas" muß dann in den nagelneuen, hellen , schönen gemeindlichen KiGa (Träger: rotes Kreuz, die KiGa Leitungen wechseln wie im Taubenschlag...)

ich würde mir beide KiGas anschauen: was ist für eine Atmosphäre bei Bringen und beim Abholen ?
Die jeweilige Elternvertretung kannste knicken, das wird dann bei Dir eh anders sein.
Welche Flexibilität wird angeboten ?
Kommen Erstklässler manchmal noch gerne in ihren KiGa zu Besuch ?
Was geben denn die Lehrerinnen von Erstklässlern für Hinweise über die Entwicklungen von Kindern der beiden KiGa´s ?

---------#

Wir sind in Bayern und unser Kinder sollten eine eher humanistische, konservative, christliche Erziehung bekommen. aus dieser Sicht war es uns Recht, dass im kirchlichen KiGa Werte wie "höflich sein", Schuhe und Kleidung an die Haken ordentlich hinhängen, AUCH mal was lernen (Gedicht, Lied, Vaterunser), etc. wichtig waren und gelebt wurden.

Der Rotkreuz KiGa hat nichtmal nen St.MartinsUmzug gemacht und wollte auch nicht, dass die Kinder sich dem Umzug des kirchlichen KiGas anschließen, weil danach das Geld für Glühweinverkauf dem kirchlichen KiGa zugute kam.

Also : echte krasse Konkurrenz, die jetzt nach stärker wurde, da jedes Kind und jede Stunde Anwesenheit zählt.



Viel Erfolg bei der Wahl und viel Erfolg, dass das Kind dann auch dort genommen wird.
(wir wurden damals - als "Zugroaßte" - abgelehnt, aber ich habe gekämpft und es ist uns gelungen, unseren Großen im Wunsch KiGa unterzubringen)


K.

Ein klares Bild über die Qualität der Einrichtungen kann man sich nur machen, wenn man sie sich angesehen hat und mit den Erzieherinnen vor Ort gesprochen hat.

wichtig sind nicht nur die Gruppenstärke, Personalverteilung, räumliche Ausstattung, sondern auch, nach welchem Konzept die Einrichtung arbeit. Und vor allem, ob sich Dein Kind dort wohl fühlt und ob Du das Gefühl hast, dass die Erzieherinnen einen guten Zugang zu Deinem Kind haben.

Wir haben in unserem Einzugsbereich einen städtischen und einen katholischen Kiga, und beide arbeiten total gegensätzlich.
Ich habe mir den kath. angesehen - und war geschockt. Dann den städt. - und war begeistert! Nun geht mein Sohn in den städtischen, ich bin immer noch im grossen und ganzen sehr zufrieden, wenn auch es einige Sachen gibt, die mir nicht ganz gefallen. Aber das wird es wohl kaum geben, dass einem einfach alles gefällt. Andere Leute in der Nachbarschaft haben sich für den kath. Kiga entschieden und finden das, was mit den Kindern dort gemacht wird, auch gut, obwohl es mich stören würde. So unterschiedlich können die Erwartungen an die Einrichtungen sein und vor allem sind auch die Bedürfnisse der Kinder unterschiedlich.

Am besten vereinbarst Du mit beiden Einrichtungsleiterinnen Termine, wo Du zusammen mit Deiner Tochter hingehen und Dir einen Eindruck verschaffen kannst.

Liebe Grüsse Extremi

Hallo Marion,

meine Kinder sind beide in einem städtischen Kiga (die überwiegen bei uns) und bin immer noch sehr begeistert.
Es werden natürlich dort Werte vermittelt (Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Ordnungssinn...), es wird Wissen vermittelt nach einem vernünftigen Konzept (unser Kiga nimmt an der Bildungsoffensive teil, arbeitete aber schon vorher entsprechend dieser "neu erfundenen" Richtlinien), die Kinder werden individuell gefördert. Es herrscht eine offene, freundliche und auch sehr liebevolle Atmosphäre im Haus. Die Gruppen sind relativ klein.
Wir haben auch eine großen Garten mit gepflegten Spielanlagen. Die Kinder sind viel draußen, gehen auch oft in den Wald. Ab und an gibt es Tierparkbesuche, Kino... Jedes Jahr ist ein Kinderfest im Sommer, Martinsumzug im Winter, Erntedankfest, es werden Weihnachten und Ostern gefeiert...
Wenn ihr eine kirchliche Erziehung wünscht, dann ist die Entscheidung klar, falls nicht, dann würde ich bei gleicher Qualität der Einrichtungen den städtischen bevorzugen, da dort mehr Personal pro Kind vorhanden ist.

LG, Heike

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