Kindergarten lehnt nach einem 3/4 Jahr unseren Sohn ab

Hallo an alle,

möchte hier mal schildern, was uns passiert ist. Unser Sohn kam letztes Jahr mit gerade 3 Jahren in den KG. Er fiel gleich auf, da er ziemlich ziellos und unkonzentriert war. Nach einiger Zeit konnte er sich nicht anders ausdrücken, und ärgerte und trat seine Mitkameraden. Somit wurde er schnell zum Außenseiter, und hat sich extrem gegen den KG gewehrt. Man hat ihn wohl versucht einzugliedern, aber erst nachdem er besser sprechen konnte, wurde die Situation merklich angenehmer. Ich war recht froh, dass es jetzt besser wurde und bat die Leiterin um ein neues Gespräch, in der Hoffnung dass sie ihre Meinung hinsichtlich Luca geändert hätte. Leider war das nicht so, sie meinte, er müsse wohl in Zukunft eine kleinere Gruppe haben, wo auch mehr Erzieherinnen zur Verfügung stünden. Also, soll er nicht dort bleiben, weil sie mit ihm keine 1 zu 1 Betreuung ableisten könne. #kratz

Meiner Meinung nach braucht sie keine 1 zu 1 Betreuung leisten. Vielmehr habe ich das Gefühl, dass gewisse andere Leute mit ihren KIndern Vorrang haben. :-( Wenn Luca mit kleineren Kindern spielt, ist er sehr umgänglich und nicht grob oder unberechenbar. Er braucht eben Abstand von anderen Kindern, die so ähnlich sind wie er. Aber sowas kann der KIndergarten wohl nicht einrichten.

Welche Rechte habe ich eigentlich? Muss ich dem Folge leisten, was mir geraten wird? Und an wen wende ich mich letztendlich, um einen neuen Platz zu erhalten?
An den hiesigen KG will ich mich nicht wenden, wer weiß, was die dann weiterverbreitet.

Schöne Grüße und Danke schon mal.

Herbstrot

hallöchen...

Ich muss sagen das es bei Deiner Erzählung dem KiGa doch an Geschultem Personal fehlt, seit wann werdern den Kinder auf grund dessen einfach abgelehnt??

Erkundige Dich mal bei der Stadt / Ort wo Du wohnst nach anderen KiGa oder schau in den Gelben seiten nach!!

Wenn ein anderer KiGa platz zur Verfügung hat wird man in der regel Dein kind zum Nächst möglichsten Termin aufnehmen.

Wenn der KiGa deinen Luca aufnehmen, sprich mit den Erzieher/in und erklär Ihnen Deine Lage die meisten Sozialpädagogen wissen wie man in diesen fall handelt.

Ich bin selbst Sozialpädagogin und von meiner seite her würde ich Dir raten Deinen Sohn aus den KiGa zu nehmen und einen anderen suchen , da nach Deiner Erzählung die Erzieher nicht auf die Probleme die dort bestehen genug eingehen sondern Dich und Ihn im gegenzug ablehnen.

***Viele haben den Beruf-leider verfehlt****

Mit grüssen

Hallo.

Die Erzieherin ist im Unrecht.

ABER!

Warum hat dein Sohn so ein schlechtes Sozialverhalten und so wenig Selbstbewußtsein?
Da mußt Du als Mutter anfangen und nicht hoffen daß der Kiga alle Probleme löst.

Meine Meinung.

LG Tweety

Hallo Herbstrot,

ich bin selbst Erzieherin und Leitung eines Kindergartens.

Um die ganze Sache zu verstehen und Urteile abzugeben, müssten wir erst einmal mehr Informationen haben oder deinen Sohn kennenlernen.
Ich finde also die Bemerkungen von meinen zwei Vorrednerinnen etwas unangebracht. #kratz

So, wenn du meine fachliche Meinung hören willst:
Ich weiß nicht, wie sich dein Sohn verhält, aber ich habe auch schon vielen Eltern geraten, ihre Kinder in einen Kindergarten mit kleineren Gruppen zu geben, z.B. in einen Sprachkindergarten.
Das habe ich nicht getan, um die Eltern zu ärgern oder weil ich das Kind nicht leiden kann, sondern weil ich möchte, dass jedem Kind die bestmöglichste Förderung zusteht!
Und ich kann als Erzieherin und somit qualifizierte Fachkraft auch gut einschätzen, wo gewisse Defizite bei den Kindern vorliegen, und muss sogar, wenn ich meine Aufgabe ernst nehme, den Eltern einen fachlichen Rat, z.B. für eine spezielle Einrichtung, geben.

Das sind dann nämlich Einrichtungen für Kinder im Vorschulalter, in denen die Kinder speziell gefördert werden und weniger Kinder mit mehr Personal zur Verfügung steht.
Meist haben diese Einrichtungen (zumindest bei uns in Bayern) zwischen 8 - 15 Kinder mit 2-3 Pädagoginnen (Sozialpädagoginnen, Erzieherinnen, Heilpädagoginnen), d.h. es bleibt viel Zeit, um sich um jedes einzelne Kind intensiv zu kümmern und es zu fördern.
Eine Erzieherin in einem Kindergarten hat in der Regel 25 Kinder, da ist dies in dieser intensiven Form überhaupt nicht möglich.
Wenn ein Kind altergemäß entwickelt ist, ist dies einigermaßen in Ordnung, aber sobald ein Kind Defizite hat oder auffällig ist, ist es nun mal in einem "speziellen" Kindergarten besser aufgehoben.
Eigentlich wäre da jedes Kind besser aufgehoben, da eine intensivere Einzelbetreuung schön wäre, aber leider ist das nun mal nicht so (25 Kinder in einer Gruppe + 1 Fachkraft + 1 Ergänzungskraft :-[)
Das mal vorneweg! :-D

Wie schaut es denn nun genau mit deinem Sohn aus? Du schreibst einige Sätze, die mich aufhören lassen, z.B.
"Er fiel gleich auf, da er ziemlich ziellos und unkonzentriert war",
"aber erst nachdem er besser sprechen konnte",
"Er braucht eben Abstand von anderen Kindern, die so ähnlich sind wie er."

Wie ist dein Sohn denn? Wo genau gibt es die Probleme im Kindergarten? Hat er Probleme mit anderen Kindern, mit Gleichaltrigen? Mit der Sprache? Mit Konzentration und Aufmerksamkeit?

Aber keine Sorge, du musst nicht tun, was dir die Erzieherin rät, schließlich entscheiden die Eltern, was mit ihren Kindern passiert.

Aber sieh es einfach mal so:
Vielleicht will die Erzieherin deinen Sohn nicht aus dem Kindergarten ekeln, sondern möchte einfach, dass er die bestmögliche Förderung bekommt.
Als qualifizierte Fachkraft müsste sie den Entwicklungsstand deines Sohnes auch sehr gut einschätzen können...

Ich weiß nicht, ob es so ist, da ich, wie bereits gesagt, weder die Erzieherin noch deinen Sohn kennen, aber vielleicht verstehst du jetzt die Seite einer Erzieherin besser!

Gruß,
Silke

Hallo Herbstrot,
die ersten beiden Beiträge erachte auch ich als unqualifiziert.
Ich arbeite in einem Kiga, der in der glücklichen Lage ist, integrativ zu arbeiten.
Habe ich also ein Kind, das sich in meinen Augen, nicht altersgerecht verhält, rede ich mit den Eltern und lasse dieses Kind von einer unserer HeilpädagogInnen "anschauen".
Wird eine Auffälligkeit seitens der HP "festgestellt", rede ich erneut mit den Eltern, manchmal auch mit der HP zusammen, und schlage ihnen einen weiteren Weg vor.
z.B.: (je nachdem)
- Ergotherapie
- Sprachtherapie
- weitere Untersuchungen in anderen Institutionen (Perlzerhaken, Werner-Otto Institut)
Und die schwerste Arbeit hierbei ist, den Eltern ihre Ängste zu nehmen und sie zu unterstützen.
Manchmal entwickelt sich so (im Laufe des Kigajahres) aus einem Regelkind ein Integrationskind und wechselt dann zum August die Gruppe.
Momentan habe ich mehrere Fördermaßnahmen in der Gruppe, REGELGRUPPE!!! und regelmäßig kommt die HP zu mir um mit diesen Kindern zu arbeiten.
Das ist anstrengend, da meine Gruppe voll ist.
Trotzdem liebe ich diesen Beruf, muß aber zugeben, dass ich Mittags oft völligst erledigt bin.
Mein Vorschlag ist, geh zum Kinderarzt und lasse dich beraten, wo du dein Kind "testen" lassen kannst.

Deine Schilderung ist ja auch sehr kurz, wurde dir erklärt um was für Defizite es sich handelt und hast du Beobachtungsbögen einsehen können??

lg Tanja

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