Mandeln? Raus oder verkleinern?

Hi an alle!

Wer hat Erfahrung zum Thema Mandeln verkleinern oder ganz entfernen?

Meine Große hat so große Mandeln, dass sie das Zäpfchen berühren.
Die HNO-Ärztin hat mir gesagt ich könnte sie sowohl verkleinern als auch ganz entfernen lassen.
Jetzt stehe ich vor dieser Entscheidung und habe aber keinerlei Hintergrundwissen zu diesem Thema.

Mir ist nur wichtig, dass meine Maus so wenig wie möglich belastet wird und ich weiß aber auch, dass die Mandeln wichtig sind.
Nur wenn die Mandeln verkleinert werden, kann es doch auch passieren, dass die irgendwann ganz raus müssen und die Arme dann zweimal eine Narkose bekäme, vom OP-Schock ganz zu schweigen.

Nun ja, vielleicht kann mir ja jemdand einen entscheidenen Tipp geben.

Liebe Grüße,
LinaG80

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Hallo!

Arbeite die HNO-Ärztin viel mit Kindern? Was sagt den dein KiA dazu?

Ich frage aus folgendem Grund; meine Tochter hat auch sehr große Mandeln. Der KiA sagt, dass ist normal bei Kinder die werden mit der Zeit alleine kleiner und der HNO-Arzt (der viel mit Kindern arbeitet) meinte letzte Woche auch, dass man dort nichts ändern muss, außer die sind ständig entzündet (ist bei meiner Tochter nicht der Fall).

Ich würde mir nochmal ne zweite Meinung einholen, bevor ich meine Tochter operieren lasse.

Welche Begründung hat die HNO-Ärztin denn genannt?

LG kanakilu

2

Hi Kanakilu,

Pia neigt leider zu Mandelentzündungen.
Meine Sorge ist, dass sie im Winter wieder eine Mandelentzündung bekommt und mit ihren ohnehin sehr großen Mandeln zu einem Notfall wird (wenn sie wegen der geschwollenen Mandeln keine Luft mehr bekommt).
Dazu kommt noch, dass sie durch die ständige Zäpfchenreizung sehr häufig erbricht.

Der Kinderarzt sagt, wir sollen 3 Monate warten (weil es bei Kindern normal sei, dass die Mandeln vergrößert sind), der erste HNO-Arzt war der gleichen Meinung wie die HNO-Ärztin.
Wie gesagt, ich möchte nur nicht, dass es im Winter einen Notfall gibt.

LG
LinaG80

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Hallo!

Wenn die Mandeln so groß sind, dass sie durch die Reizung sogar erbricht, ist es natürlich noch ne andere Sache. Das Problem hat meine Tochter nicht.

Unter diesen Umständen würde ich die Mandeln im Herbst entfernen lassen. Da sie eh schon öfter eine Mandelentzündung hatte, würde ich von einer Verkleinerung absehen, da mir das Risiko einer zweiten OP zu groß wäre.

LG kanakilu

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Hallo!
Bei meiner Maus mussten die Mandeln mit knapp 2 Jahren operiert werden, da sie ständig vergrößert waren und sie bei jedem Infekt nachts Atemaussetzer hatte.
Wir haben uns damals zusammen mit Kinderärztin, HNO-Ärztin und Kinderklinik (dort wurde die OP durchgeführt) zu einer Teilentfernung entschlossen. Hintergrund war, die Schutzfunktion, die die Mandel haben, zu einem gewissen Teil zu erhalten und ihr zudem mit knapp 2 Jahren keine "zu große" OP zuzumuten.
Bis heute (sie wird 6) hat sich die Entscheidung als richtig herausgestellt. Sie hat keinerlei Probleme mehr mit Mandelentzündungen, Luftnot etc. und obwohl der Restbestand ihrer Mandeln beim Blick in den Hals immer noch riesig ist scheint eine erneute OP in absehbarer Zeit nicht nötig.
Ich würde es wieder so machen.
Grüße,
hexlemami

6

Hallo,

bei meinem Sohn wurde letztes Jahr eine Lasertonsillotomie durchgeführt (Mandelverkleinerung), zusammen mit einer Polypenentfernung und setzen von Röhrchen in beide Ohren. Es wurde ambulant gemacht und wir konnten ihn dann mit nach Hause nehmen. Ich würde es immer wieder so machen. Es hat nur Vorteile für dien Kind.
Guck mal hier:Häufig besteht im Kindesalter neben einer Vergrößerung der Rachenmandeln auch eine starke Vergrößerung der Gaumenmandeln ("Mandeln"). Dies kann infolge einer teilweisen Verlegung des Rachens zu einer starken Nasenatmungsbehinderung und ausgeprägter Mundatmung führen. Bei gleichzeitigem Rückhalt / Aufstau von Schleim (ideales Bakterienreservoir) besteht ein anhaltender "Schnupfen", vergesellschaftet mit häufigen, beständigen Infekten der oberen und unteren Atemwege. Starkes Scharchen, eventuell auch mit Atemaussetzern (im Schlaf) ist ebenfalls Folge einer starken Vergrößerung der Gaumenmandeln. Oftmals kommt es bei den betroffenen Kindern zu Paukenergüssen (Sekretansammlungen im Mittelohr) mit Hörminderung und gehäuften Mittelohrentzündungen. Auch haben die Kinder häufig Schluckbeschwerden und wenig Appetit, was als Folge zu Gedeihstörungen führen kann. Bei längerem Bestehen dieser Probleme kann es auch zu Formveränderungen des Oberkiefers (spitzer Gaumen) kommen.
Wenn bei einem Kind eines oder mehrere der beschriebenen Symptome auftreten und bei der Untersuchung beim HNO-Arzt eine starke Vergrößerung der Gaumenmandeln festgestellt wird, ist je nach Ausprägung der Sypmtome eine operative Therapie notwendig. Die alleinige Entfernung der Rachenmandeln ("Polypenentfernung") ist in solchen Fällen nicht ausreichend. Die bis vor wenigen Jahren bei stark vergrößerten Gaumenmandeln empfohlenen und teilweise immer noch praktizierte komplette Entfernung der Gaumenmandeln ("Mandel-OP") ist nach aktueller wissenschaftlicher Einschätzung heute nicht mehr als optimale Behandlung einzustufen. Ind en allermeisten Fällen (Ausnahme: chronische Entzündung der Gaumenmandeln, im Kindesalter sehr selten!) ist die alleinige Verkleinerung der Gaumenmandeln, vorzugsweise mit dem Laser (Lasertonsillotomie), als optimale Behandlung anzusehen.
Mit der Lasertonsillotomie können die stark vergrößerten Gaumenmandeln so verkleinert werden, dass die durch die Vergrößerung entstandenen Probleme behoben werden. Die Funktion der "Rest-Gaumenmandeln" scheint nach heutigem Kenntnisstand erhalten zu beleiben. Als weitere Vorteile der Lasertonsillotomie sind die im Vergleich zur Gaumenmandelentfernung deutlich geringeren und kürzer anhaltenden Wundschmerzen. Der wichtigste Vorteil ist das äußerst geringe Nachblutungsrisiko, weshalb die Lasertonsillotomie in den allermeisten Fällen ambulant durchgeführt werden kann. Dagegen ist bei der Gaumenmandelentfernung wegen des hohen Nachblutungsrisikos immer noch eine stationäre Betreuung von ca. 7 Tagen notwendig.


Der einzige Schwachpunkt ist dass es nicht von den Kassen bezahlt wird:-(, wir mussten es selber bezahlen, aber das war es uns wert, weil es eben viele Vorteile hat wenn man die Mandeln zu einem Großteil noch hat.
Du kannst mich auch gerne noch anschreiben, wenn du Fragen hast;-)

LG Melli mit Luca (3) und Lenya (1)

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Hallo,
darf ich mal fragen, was diese ambulante OP gekostet hat wenn ihr diese selber zahlen musstet?
Liebe Grüße, Susanne.

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Hallo!

Also wenn deine Tochter selten oder nie mit Mandelentzündung,Bronchitis oder Angina zu tun hat ,dann würde ich sie nur verkleinern lassen!

Wenn sie allerdings ständig damit zu tun hat,dann raus damit...

Bei meinem Sohn wurden die Mandeln verkleinert,weil sie einfach nur zu groß waren und dadurch die atmung und das sprechen beeinflusst wurde...
Es ist auch weniger schmerzhaft wie raus machen...

Bei meiner Freundin ihrer tochter wurden sie raus gemacht weil sie ständig Bronchitis und zum schluß 2 mal Mandelentzündung hatte!
Sie hatte sehr heftige Schmerzen nach der Op...

Also mach es von ihren Krankheiten abhängig...

Meine HNO meinte immer es ist besser wenn er sie noch ein bisschen behält,denn sie haben ja ne schutzfunktion...

in diesem Sinne!
Alles liebe und gute!#liebdrueckKerstin mit Lukas(5) und Leon(19 Monate)

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Hallo Kerstin,

Sophia hat leider sehr viel mit Mandel- und Mittelohrentzündungen zu tun. Phasenweise hatte sie locker alle 6 Wochen einen solchen Infekt gehabt, so dass ich dachte bald durch zu drehen.

Danke nochmal für Deinen Rat! Ich werde auf jeden Fall versuchen Sophia so viel wie möglich von den Schmerzen abzulenken - die arme Maus.

Liebe Grüße,
Caroline mit Sophia (4) und Lena (20 Monate)

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