Übertragenes Probelm?

Hallo,
ich habe meinen Mann vor 9 Jahren kennengelernt. Er hatte damals große Schwierigkeiten eine Errektion zu bekommen, weil er gehemmt war und Angst hatte. Mir hat er mal gesagt, dass es Leistungsdruck sei.
Gleichzeitig hat er einen sehr kleinen Penis, was mich zu Beginn der Partnerschaft nicht sehr gestört hat. Er hat dann eine Therapie gemacht und konnte dann eine Errektion bekommen. Es war aber nie so, dass er die Errektion lange halten konnte. Wenn sein Penis erschlafft, war es das dann auch.
Mittlerweile haben wir so gut wie gar keinen Sex mehr. Ich habe viel darüber nachgedacht. Mittelwelle denke ich bei den wenigen Male Sex nur noch darüber nach, ob er jetzt eine Errektion bekommt oder nicht. Und wenn er sie bekommt, dass es schnell zum Verkehr kommt, da er sie nicht lange halten kann. Ich bin unglücklich mit der Situation. Sex hat für mich nichts mehr mit „loslassen und genießen“ zu tun. Dazu kommt noch, dass er nie von sich aus auf mich zugeht und Interesse an Sex bekundet.
Gibt es Menschen die einfach keine Lust empfinden? Warum kann er keine Errektion aufrecht erhalten? Warum erschlafft sein Penis zu schnell? Denkt ihr, dass das eine medizinische Ursache haben kann?

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Wie alt ist denn dein Mann? Und war er schon mal beim Urologen mit seinem Problem?
Ich denke wegen seines Problems hat er keine Lust auf Sex - weil er sicher fühlt, dass es dir damit nicht gut geht.

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Das Problem besteht schon immer. Aktuell ist er 49 Jahre alt. Beim Urologen war er noch nie. Ich vermute, weil das Thema für ihn schambesetzt ist, was ich verstehen kann.

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Mein Mann hat dieses Problem auch mit ca. 45 Jahren bekommen. Er ist damals zum Urologen gegangen, der ihm sehr weiterhalf.
Er erklärte es ihm fachlich kompetent und auch einfühlsam.
Mein Mann sagte zu mir, das es die schlimmste Diagnose und die schlimmste Situation ist, in die ein Mann geraten kann. Man(n) fühlt sich minderwertig, nicht mehr "Manns genug".
Er sah in der Stadt plötzlich nur noch hoch trainierte, vor Potenz strahlende Männer und hätte mit Jedem sofort getauscht, egal welcher Schicht dieser Mann entsprach, Hauptsache er hätte seine Potenz wieder. Das waren seine ehrlichen Gedanken damals.
Er dachte: jetzt, mit Mitte 40, ist alles vorbei...

Nun ja, der Urologe half ihm sehr weiter. Er gab ihm Tabletten und andere Mittel und mein Mann lernte, seine Krankheit zu akzeptieren.
Ich, als Partnerin, versuchte auch, den Druck raus zu nehmen.
Und, was soll ich sagen? Wir haben tollen Sex!
Die Sache hat auch gute Seiten. War er in jungen Jahren kaum zu bremsen, hat er jetzt mehr Zeit, um sich auf mich zu konzentrieren.
Der Sex ist gefühlvoll und dauert lange. Früher war das oft schnell vorbei, jetzt haben wir lange und intensiv Sex.
Die Tabletten braucht er kaum noch. Er hat die Krankheit akzeptiert und dadurch keinen psychischen Druck mehr. Der Druck wird nämlich unterschätzt. Natürlich ist das nicht nur rein die Psyche, das ist schon körperlich nachweislich messbar - aber wenn Leistungsdruck dazu kommt, geht einfach gar nichts mehr.
Ich würde deinem Mann dringend raten, zum Urologen zu gehen. Er ist nicht alleine, es gibt ganz viele betroffene Männer.
Und du, als Partnerin, nehme den Druck raus...Unzufriedenheit deinerseits ist Gift in eurer Situation. Glaube mir, die Geduld lohnt sich!
Wir haben heute den erfüllendsten Sex unseres Lebens.

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Wir halten fest:

- Dein Mann hat einen sehr kleinen Penis.
- Dein Mann hat Schwierigkeiten eine Erektion zu bekommen.
- Dein Mann hat Schwierigkeiten eine Erektion zu halten.

Und jetzt stellt sich die Frage, warum er kein Interesse an Sex bekundet...

Ernsthaft: Schon bei _einem_ dieser Probleme würde mir leicht die Lust auf Sex vergehen, das ist doch nicht erstaunlich. Ein Zwerg hat auch weniger Lust auf Basketball und ein Riese keine auf Geräteturnen.

Zuerst sollte man medizinische Gründe abklären. Wichtiger erscheint mir aber noch, dass beide mal überlegt, wie man im Bett auch ohne Schwanz Spass haben kann und solange man Mund und Hände und Haut hat, gibt es da eine Menge Möglichkeiten -- nutzt das aus und lasst die Erektion beiseite, _beide_ und habt einfach Spaß.

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Ich habe das Gefühl Euer ganzes Sexleben dreht sich nur noch um seine Erektion, das setzt Dich unter Druck und vor allem ihn.
Da gibt es so viele Möglichkeiten des Vorspiels, Massagen, Oral, Toys usw., das den Druck raus nimmt und beide in Stimmung bringt, zumindest hättest Du dann einen Orgasmus, was sicher schon viel vom Druck raus nimmt und ihm sicher auch die Bestätigung schenkt, Dich zum Orgasmus gebracht zu haben.
Habt Ihr denn ein Vorspiel und wenn ja wie sieht das aus?

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Er ist schon total bemüht irgendwie. Auf Oral steht er nicht. Anal mögen wir beide nicht. Ich würde gerne mal wieder oral befriedigt werden - er findet das ekelig. Das muss ich wohl akzeptieren. Mit Toys fühlt er sich unbeholfen hat er mal gesagt. Ich habe dann selbst mal Toys angeschafft und wir haben es einige Male versucht. Aber Interesse aus seiner Sicht besteht nicht.
Und ja, es dreht sich alles um seine Errektion. Natürlich hätte ich es gerne anders. Vor ihm hatte ich immer ein erfülltes Sexleben. Aber ich merke selbst wie sehr mich das stört. Und meine Vermutung ist, dass ihn das auch stört. Er hat aber nicht den Mut das Thema anzugehen. Ich will mich nicht in die Opferrolle begeben, aber mein Leidensdruck ist groß. Es kann doch nicht sein, dass mich sein Errektionsproblem dazu führt, dass ich nur noch daran denke. Das ist so schade.

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