Libidoverlust seit der Geburt

Hallo Zusammen,

meine Partnerin und ich haben einen einjährigen Sohn und ich habe seit der Geburt unseres kleinen das Problem das meine Partnerin kein körperliches Interesse an meiner Person zeigt.

Wir haben mittlerweile schon einiges probiert. Sie hat von Pille auf Verhütungsring umgestellt, ich gehe regelmäßig mit dem kleinen spazieren, unterstütze Sie im Haushalt und versuche Sie nicht unter Druck zu setzen. Klar ist der kleine Anstrengend, bekommt Zähne, wächst, verarbeitet Eindrücke und hängt einem den ganzen Tag am allerwertesten und dann kommt Abends noch der Partner und will auch körperliche Nähe. Das man da manchmal seine Ruhe will und keinen Bock als Frau hat, verstehe ich. Aber das ganze geht jetzt schon 1 Jahr!

Meine Partnerin lässt halt wirklich keine körperliche Nähe mehr zu oder zeigt körperliches Interesse an meiner Person.

Wir haben schon einige persönliche Gespräche hinter uns. Mal mit Kritik, mal Verständnisvoll, mal indem ich Ihr erzähle wie ich mich fühle oder ein anderes mal das ich aktiv nachfrage wie es Ihr dabei geht, was Sie fühlt oder wo Sie uns in 1-2 Jahren sieht. Auf die Fragen geht Sie nicht ein und sagt nichts dazu. Hält sich bedeckt und hört mir nur zu.

Es kommt ehrlich gesagt nicht viel dabei rum. Sie meint immer nur es liegt nicht an mir. Sie weiß es selber nicht. Ihr fehlt die Lust - Sie weiß es selber nicht.

Mittlerweile hat Sie den Verhütungsring seit einigen Wochen abgesetzt in der Hoffnung das die Lust nach Nähe wieder kommt. Klar dauert so eine Umstellung und das geht nicht von heute auf Morgen, aber ich verliere langsam die Hoffnung das wir je nochmal zueinander finden. Eine wirklich Erklärung für den Libidoverlust hat Sie nicht. Sie redet mittlerweile auch echt ungern darüber obwohl es für mich halt ein sehr wichtiges Thema ist was mich beschäftigt und auch emotional sehr runterzieht.

Ich als Mann bin mittlerweile echt verzweifelt, weil ich nicht mehr weiß wie das ganze weitergehen soll.

Es zerrt an den Nerven, die Distanz zwischeneinander wird immer Größen, man ist für keine Ausrede verlegen um körperliche Nähe zu umgehen. Sicherlich nicht böswillig oder mit Absicht aber mir als Mann fehlt das Zwischenmenschliche :-(

Komme mir mittlerweile blöd vor die Hormone meiner Frau in Frage zustellen, aber Sie war halt vor der Schwangerschaft wirklich das komplette Gegenteil. Sie hatte gern Sex und war sehr an körperlicher Nähe interessiert.

Wart Ihr vllt. mal in einer ähnlichen Situation und könnt berichten wie Ihr das ganze in die richtige Richtung gelenkt habt?

Ich bin mittlerweile in einem Alter wo mir Zukunft sehr wichtig ist. Ich will nicht irgendwann in 1-2 Jahren das ganze beenden und wieder neu Anfangen. Es ist momentan echt eine belastende Situation.

Viele Grüße

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Stillt sie denn noch?
Nach einer Geburt braucht es genauso lange bis der Körper sich wieder umgestellt hat wie vor der Schwangerschaft. Das kann gut Mal 1 bis 1,5 Jahre dauern...
Wenn sie stillt wird sie weniger Lust empfinden das sind nunmehr die Hormone.
Mal die Hormon checken lassen? Schilddrüse?

Setzt euch nicht unter Druck das ist nach so einer Geburt bei vielen paaren so...lg

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Hey,

ich kann dir keinen Tipp geben, weil ich genau in derselben Situation feststecke, aber auf der anderen Seite im Boot sitze.

Unsere Tochter ist jetzt ein halbes Jahr alt und es ist mein Mann, der kein Interesse an jeglicher Art von Zärtlichkeit zeigt. Ich würde so gerne auch ihm wieder richtig nah sein, aber er verweigert es. Auch er mag solche Gespräche mittlerweile nicht mehr, auch er hat eigentlich keine richtigen Worte für das Warum, außer dass es nicht an mir liegt sondern am Stress und er dadurch einfach überhaupt keine Lust empfindet. Wir hatten vor der Geburt schon ein halbes Jahr keinen Sex mehr, jetzt ein weiteres.. es deprimiert mich und fehlt mir in unserer Ehe sehr.

Jeder Versuch wird abgelehnt. Ich kann es teilweise nachvollziehen, unsere Tochter ist wirklich ein besonders anstrengendes Kind, hängt mir immerzu am Rockzipfel, lässt sich nicht mal von ihren Großeltern oder sonstigen Leuten fremdbetreuen, da nur Mama geht, sie schreit viel, sie schläft wenig, aber grundsätzlich kümmere ich mich eben die meiste Zeit um sie und ich würde das körperlich und mental hinkriegen, im Gegenteil es würde mir sogar neue Kraft geben, wenn mein Mann und ich abends mal nur Zeit für uns genießen könnten, ohne dass wir direkt auf der Couch eingeschlafen. Ich frage mich mittlerweile oft, wo das hinführen soll. Eine Lösung habe ich nicht.

Mittlerweile haben wir immer öfter Knatsch. Jeder ist angespannt aus verschiedenen Gründen und zueinander finden wir nicht. Wir verhüten nicht, da wir uns ein zweites Kind wünschen (auch er), aber er ist ja wirklich lustig, ohne Sex, wie soll das bitte funktionieren?! Ich stille noch voll. Also, zumindest bei mir, liegt es nicht an den Hormonen. Aber vielleicht bin ich da auch nicht maßgeblich sondern eher die Ausnahme, keine Ahnung.

Wie du siehst, mir geht es ähnlich und ich habe leider auch keine Lösung parat. Bisher haben wir einfach keine gefunden. Es wird mit der Zeit nur immer schwieriger und frustrierender.

Lieben Gruß

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Mir geht es genau so. Wenn man die vereinzelten Stunden Abends miteinander nutzen würde - körperliche Nähe zulässt, würde ich wahrscheinlich ebenso positive Kraft darauß ziehen um in anderen Situationen souveräner zu reagieren.

Ich weiß nicht wie es dir geht oder euch, aber mich deprimiert das ganze mittlerweile so das es mich emotional manchmal echt runterzieht. Es ist nicht immer der Fall und ich versuche wirklich klaren Kopf zu behalten aber das ganze staut sich bei mir immer dermaßen an bis man einfach mal keine Lust mehr hat.

Zwischen uns ist mittlerweile so eine große Distanz entstanden, das es für mich wirklich schwer vorstellbar ist selber wieder Nähe/Interesse körperlich an Ihr zuzulassen!? Klingt komisch obwohl ich derjenige bin der körperliche Nähe einfordert.

Stillen tut Sie nicht und auch das Verständnis dafür das ich aktuell nicht die erste Geige spiele und jetzt andere Dinge ganz klar Zeit inanspruch nehmen ist mir durchaus bewusst. Ich versuche mich schon in die Situation von Ihr hinein zu versetzen aber ich habe irgendwie körperlich und gefühlstechnisch keinen Einfluss mehr auf Sie.

Vereinzelt kommt auch mal ein ich liebe dich oder eine Verlinkung auf einen süßen Spruch aber das ist wirklich selten und hat wenig mit der Realität zu tun.

Ich empfinde den Stress für Sie mit Kind nicht so groß, weil halt jegliche Unterstützung vorhanden ist. Klar zerrt das Kind an den Nerven und hängt einem ständig am Arsch, bekommt Zähne und wächst! Ich möchte das ganze wirklich nicht kleinreden weil das sicherlich sehr anstrengend ist, aber da kommt doch Abends ein Partner mit etwas anderen doch gerade mal Recht oder empfinde ich das falsch? Klar nicht jeden Abend aber so ab und an?

Meine Wahrnehmung ist mittlerweile eine ganz andere und ich habe jeden Tag die Hoffnung das sich mal das Blatt wendet....

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Der erste Absatz könnte von mir sein. Genau dasselbe denke ich ständig. Für mich wäre das ein Moment, in dem ich mal Abschalten könnte, mal loslassen und vor allem auch mal für ein paar Minuten wegkommen vom Mama Dasein. Ich liebe es, Mama zu sein und ich liebe unsere Kleine abgöttisch, aber ich liebe auch meinen Mann und wäre froh, wenn ich mal wieder auch einfach nur Frau und Partnerin sein könnte und nicht immer nur 24/7 Mutter und Hausfrau. Auch mir würde es Kraft geben. Kraft, die aktuell immer mehr schwindet und von der ich mich oft frage, woher ich die überhaupt noch nehme.
Nur wir ticken da leider so verschieden. Ich brauche Zärtlichkeiten, um mal abzuschalten, um mal nicht denken zu müssen, sondern einfach nur zu fühlen. Er braucht einen freien Kopf, um es zulassen zu können und überhaupt irgendeine Lust zu empfinden. Es ist eine Krux, wir drehen uns nur im Kreis und entfernen uns doch voneinander.

Mich deprimiert es auch sehr. Meinen Mann.. hmm, aus den Gesprächen zu urteilen eher nicht so. Für ihn ist es eben einfach eine Phase, die irgendwann besser wird. Ich frage mich nur, wann? Wir haben jetzt ein Kind, wir bauen aktuell ein Haus, er macht sich im neuen Jahr selbstständig.. wann bitte glaubt er, dass der Stress weniger wird und er wieder mehr Zeit für und Lust auf unsere Partnerschaft hat? Der Stress wird bleiben. Er wird sich verändern, aber er wird bleiben. Wie gesagt, natürlich gibt es Durststrecken und auch mal Wochen/Monate voller Anziehung, aber momentan stehe ich irgendwo in der Wüste und habe kaum mehr noch Wasser, um den richtigen Weg zu erkennen.

Ebenso wie dich zieht es mich mental ziemlich runter. Es macht mich fertig. Traurig und wütend zugleich. Teilweise habe ich Verständnis, teilweise auch einfach gar nicht mehr. Es ist verletztend, nicht mehr gesehen und eher als selbstverständlich wahrgenommen zu werden. Er fasst mich nicht an, er schaut mich nicht an. Und mal unter uns: mir geht es nicht ausschließlich um Sex. Mir geht es vor allem um die kleinen Dinge. Mal eine Umarmung - einfach so. Mal ein Kuss - einfach so. Einfach mal eng auf der Couch kuscheln, vielleicht einfach ein bisschen heiß machen, es muss ja nicht immer zum Akt kommen. Jegliche Art der Zuneigung muss ich schon fast einfordern. Wenn sich mal wieder das Fass gefüllt hat, weine ich. Dann weine ich mir hier alles von der Seele. Bis zum nächsten Mal.

Nimmt sie denn die Unterstützung, die sie für das Kind hat, auch in Anspruch? Könnt ihr das Kind für ein paar Stunden abgeben? Falls ja, vielleicht könnt ihr sowas wie Dates einführen? Alle zwei Wochen am Wochenende einen Abend (oder Nachmittag oder Morgen) nur für euch. Ihr unternehmt was zusammen, geht frühstücken oder Essen, geht an eure Lieblingsplätze, in die Therme, macht einen ausgiebigen Spaziergang oder nehmt zu Hause ein Bad und schaut euch euren Lieblingsfilm an. Einfach, damit ihr wieder näher zueinander findet und diese unüberwindbare Distanz schwindet. Erst danach wirst auch du wieder mehr Anziehung für sie verspüren. Vielleicht wäre das eine Option, die du man für euch als Paar ansprechen könntest.

Also ich wäre froh, wenn mein Partner mich abends mal auf andere Gedanken bringen würde. Und wie du schon sagtest, nicht täglich, aber eben gelegentlich. Dass er überhaupt Interesse an mir zeigt. Aber aktuell ist es hier nur Wunschdenken. Leider. Die Hoffnung hält mich momentan, aber auch die schwindet immer mehr.

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Was hältst du davon, wenn du das Thema einfach mal ganz ruhen lässt? Ich weiß es ist schwer, aber versuche es mal.😊
Mach dich mal ein bisschen rarr. Wenn ich täglich ein Steak präsentiert bekommen würde, dann esse ich es irgendwann nicht mehr. Verstehst du, was ich meine?

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Hy,

ich bin so eine Frau die sich verhalten hat wie deine Frau.

Vor meinen Kindern war ich sehr selbstbestimmend und auch mein Mann, wir waren sehr spontan und beide haben gemacht (vorallem ich) was wir wollten - ganzer Sonntag im Bett, warum nicht -

Meine Kinder sind Wunschkinder (sehr eng vom alter beieinander) und ich liebe meinen Mann von ganzen Herzen.
Und ich wusste, dass mein Leben sich ändern wird, aber mit bestimmten Problemen hatte ich nicht gerechnet.

Auf einmal ist da ein Menschlein da, dass man mehr als sein Leben liebt. Aber dieses Menschlein stellt Dein Leben auf dem Kopf -nichts mehr mit selbstbestimmend für MICH , sondern das Baby bestimmt. Wann es essen will, wann es schlafen will, wann es... Verstehst du auf was ich hinaus will?

Ich habe von meinem Mann jede Unterstützung erhalten, jede, und bekomme diese nach vielen Jahren immer nocht. Daran lag es bei mir nicht, sondern das ich soviel Energie für die Wesen gegeben habe, dass ich die wenige Zeit, die mir bleib für MICH WOLLTE - also meinen Körper ( ich stillte, konnte kaum alleine aus das Klo, duschen, Kaffee trinken, ständig ein Kind im Tragetuch an mir kleben) und auch meinen Kopf ( Buch lesen, Gedanken nachhängen, Nachrichten lesen) und mir war die köprerliche nähe von meinem Mann einfach zu viel.

Ich wollte nicht in den Arm genommen werden, wollte keinen Kuss und schon gar keinen regeläßigen Geschlechtsverkehr - Und dabei liebt und liebe ich meinen Mann.

Ich hab ihm da damlas wirklich weg getan -aber ich konnte nicht aus meiner Haut und konnte auch nichtmal sagen WARUM. Viele Jahre später kann ich das jetzt in Worte fassen.

Was habe ich getan: Ich habe mir verboten auf so Mütter/ Kinder treffen zu gehen, so PEKIP und Kinderturnen ( wo nur die Kinder besprochen wurden bzgl. Stuhlgang, Beikost, Zahnen, ..) - Ich bin in der Zeit mit Freundinnen zu Kaffee und 15 min meiner Zeit war für Kinderthemen reserviert und der REST war Gespräche über mich, über meine Freundinnen, über Politik und über Gott und die Welt -- ich musste mich aus diesem "nur Mama sein" befreien - daher bin ich sehr früh wieder arbeiten gegangen. Nur ein paar Stunden für meinen Kopf (eigentlich wollte ich 3 Jahre Erziehungszeit nehmen) --- das hat mir sehr geholfen, aber ich habe auch sehr schnell gemerkt, dass es daran liegt. Habe auch sehr schnell mein Hobby wieder aufgenommen-

Hätte man mir das vor der Geburts gesagt, dann hätte ich jedem einen Vogel gezeigt -

Was hat mein Mann gemacht: er hat mich nicht unter Druck gesetzt, mich weiter unterstützt , mich nicht als Mama gesehen sondern auch als Frau - das waren so Kleinigkeiten ( Deine Haare hast du heute schön, die Hose steht dir gut, ...) Einfach so banale Dinge, dann mal eine schöne Blume mitgebracht -- er hat mich als Frau wertgeschätzt.

Irgendwann habe ich dann wieder Nähe zugelassen -- merke aber heute noch ( Kinder auf der weiterführenden Schule) das ich manchmal da zurück rutsche, wenn sich alles nur um die Kinder dreht.

Ich liebe meine Kinder, meinen Mann und ich liebe auch mich -- wir haben für uns einen guten Weg gefunden.

Ob das bei deiner Fra auch das Problem ist, kann ich nicht beurteilen -- aber vielleicht erkennst Du sie ja in meinen Schilderungen wieder.
Keine Frau kann vorab sagen, wie sie mit der Mutterolle zurecht kommt.

Alles gute für Euch

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Das ist bei mir genauso mit den Umarmungen und speziell Küssen! Er tut mir so leid dabei, aber wenn er mich in den Arm nimmt und richtig küssen will, blocke ich sofort ab! Ganz seltsam zu beschreiben. WARUM... es fühlt sich in dem Moment wie eine nicht gewollte Invasion an, dabei liebe ich ihn über alles und er versucht es ja schon kaum, er ist da sehr zurückhaltend. Vielleicht würde es helfen, wenn er hartnäckiger wäre (natürlich auf liebevolle Weise). Das muss auch hormonell bedingt sein, ich habe das von vielen Müttern gehört.

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Es fühlt sich momentan an als würde ich mit dem Rücken zur Wand stehen was meine Beziehung betrifft. Ich selbst erwische mich immer wieder dabei, das spät Abends das Fass von Geduld und Verständnis regelmäßig überläuft in dem ich wirklich unbewusst in Situation gerate, wo ich angepisst reagiere und sauer bin.

Ich weiß nicht ob das alles normal ist wenn man ein Baby in dem Alter hat. Klar kann man das nicht pauschalisieren, aber es fällt echt schwer die Hoffnung aufrecht zu erhalten das sich die ganze Thematik wieder zum positiven wandelt.

Ich finde es wirklich absurd das die Ansichten von Frau in der Mutterrolle und dem Mann der arbeiten geht teilweise soweit auseinander gehen und man sich so in die Haare bekommt. Das hat für mich auch nichts mehr mit Verständnis für den Partner zutun.

Ich kann es irgendwie halt nicht nachvollziehen warum eine Frau die den ganzen Tag das Kind am Arschkleben hat, ab und zu nicht mal Lust auf seinen Partner, Sex, Küssen und vieles mehr hat. Einfach sich mal fallen lassen, mit dem Kopf, Gefühlen woanders sein und sich mal wieder als Frau fühlen und nicht nur als Mama.

Bin mal gespannt wie die nächsten 2-3 Monate verlaufen ...

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"Ich kann es irgendwie halt nicht nachvollziehen warum eine Frau die den ganzen Tag das Kind am Arschkleben hat, ab und zu nicht mal Lust auf seinen Partner, Sex, Küssen und vieles mehr hat. Einfach sich mal fallen lassen, mit dem Kopf, Gefühlen woanders sein und sich mal wieder als Frau fühlen und nicht nur als Mama."

Sie wird einfach müde sein.
Nicht müde im Sinne von" zu wenig Schlaf" (wobei das sicher auch), sondern müde vom funktionieren. Momentan muss sie die Bedürfnisse eines anderen Menschen decken und gleichzeitig auch irgendwie ihre. Wenn sie sich dann auch noch um deine kümmern muss, ist ihr das zu viel.

Grundsätzlich ist das aber bei den meisten Erstlingsmamas so 😉 keine Seltenheit. Mir ging es nicht anders. Gebessert hat sich das Thema bei mir als ich abstillte und die Kleine mal besser schlief. Aber das dauerte rund 1,5 Jahre. Meinen Mann hat das zum Glück nicht sonderlich gestört, ab und zu kam mal ein Satz, aber dadurch ich generell nichts totschweige, sondern immer abkläre, gabs keine Missverständnisse und er konnte es verstehen und akzeptieren.

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Mir geht es so wie Deiner Frau, ausser dass unser Kind erst drei Monate alt ist. Woran genau es liegt, überlege ich selber schon, denn mein Mann meinte neulich ganz vorsichtig, ob wir es denn bald wieder mit dem Sex versuchen sollten. Jetzt ist ja alles verheilt und mir geht es an sich sehr gut.

Ich habe aber auch so gar keine Lust! Wenn man den ganzen Tag so ein süsses Baby auf sich liegen hat und stillt und sich kümmert, ist der Bedarf an Nähe mehr als gedeckt. Ich bin immer froh, wenn ich dann ein paar Stunden abends für mich habe! Da will ich ganz allein im Bett liegen und emails schreiben, was fernsehen oder lesen.

Hab auch überhaupt nicht das Gefühl, dass mir was fehlt, ehrlich gesagt. So, als wäre der Lust-Schalter einfach auf AUS. Damit mein Mann und ich aber wieder zurück zu einem gesunden Sexleben finden, werde ich mich doch aufraffen und ein paar romantische Stunden einlegen... wann? Ja, das ist ne gute Frage, allzu lange sollte ich nicht warten, sonst entfernt sich meine Libido noch weiter 😬

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Bei mir war das auch so. Besonders nach dem zweiten Kind.
Ich war genervt wenn ich schon ahnte das mein Mann wahrscheinlich im Wohnzimmer auf mich wartet und wenn ich ihn ablitzen lasse, sauer/enttäuscht sein wird.
Was bei uns geholfen hat war die Zeit, reden und einfach mal kuscheln. Man kann ja auch anders anfangen Nähe wieder aufzubauen zwischendurch mal eine Umarmung, Händchen halten, einfach so kleine Dinge ohne Hintergedanken. Ich war zu der Zeit dauernd wütend auf meinen Mann, weil ich fand er sehe die Arbeit nicht, unterstütze mich nicht genug etc. Im Nachhinein wahrscheinlich zu unrecht, aber wenn man dauernd wütend ist, dann mag man abends nicht unbedingt Sex haben.

Hier ist es jetzt wieder alles gut, aber es hat seine Zeit gedauert.
LG

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Nimm es mir nicht persönlich, aber das ist schon etwas absurd das man wütend ist, wenn der Partner den man liebt die nähe sucht, weil einem der Partner auf körperliche Ebene fehlt.

Ich finde es schade das man als Mann immer das Verständnis aufbringen muss, weil die Situation ja nicht zu ändern sei. Ich weiß nicht warum, aber es gibt soviele Frauen die können es auch. Es ist halt auch eine Sache der Einstellung oder des Willens.

Wenn man einfach Stur seinen Stiefel durchzieht und immer dicht man ist das nicht gerade zielführend für die Beziehung ... verstehe ich langsam echt nicht mehr .. aber ich denke alles muss man nicht verstehen.

Klar sollte man Rücksicht nehmen, es ist Stressig mit Kind, man fühlt sich ausgelaugt, das Kind hängt einem den ganzen Tag am Körper und Abends möchte man seine Ruhe für sich ... das ist alles legitim und nachvollziehbar, aber man kann das nicht strikt Monate lang durchziehen.

Mich wundert es manchmal nicht, das manche Männer einen Strich darunter machen und die Beziehung beenden ... wie sollen den Gefühle erhalten bleiben wenn manche Frauen teilweise so eiskalt sind?

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