Abpumpmamis - wie kommt ihr nachts mit der Doppelbelastung zurecht?

Leider klappt es bei mir mit dem Stillen nicht - trotz der Hilfe mehrerer Stillberaterinnen & Co, so dass ich nun abpumpe.

Zur Zeit klappt das nachts noch ganz gut (bin natürlich auch sehr müde, aber es ist noch ok), da ich "nur" abpumpe und mein Freund sich um den Kleinen kümmert, wenn er schreit und ihm dann die Flasche gibt.

Dies geht aber nur noch etwas über eine Woche, da mein Freund dann wieder anfängt zu arbeiten udn seinen Schlaf braucht.

Nun habe ich keine Ahnung, wie ich es anschliessend allein hinbekommen soll. Alle 2-3 Stunden abpumpen (was mit allem drum und dran jeweils ca. 1 Stunde in Anspruch nimmt) plus füttern, was bei unserem Zwerg jeweils auch bis zu 2 Stunden dauern kann.

Da bekomme ich doch gar keinen Schlaf mehr!? #gaehn#schock
Wie macht ihr das???

Kürzer oder weniger oft abpumpen geht auch nicht, da ich schon so lange nicht genug Milch für unseren Fresssack habe (er trinkt täglich ca. 800 ml bei einem Alter von 2 Wochen #schwitz) und ich versuch irgendwie auf die Hälfte Muttermilch zu kommen (400 ml), was laut Hebamme sein sollte. Und ich pumpe auch schon doppelseitig mit einer guten Pumpe

#danke für eure Antworten!!
Belinda & Felix *19.04.07


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Hallo Belinda,

ich bin seit Monaten eine Abpump-Mutti. Du hast jetzt noch etwas über eine Woche Zeit. Versuche Deine Milchmenge zu steigern, damit Du nur am Tag pumpen musst und nicht mehr nachts. Ich würde sagen, Du pumpst jetzt mal 3-4 Tage alle 1,5 -2 Stunden. Dann müsstest Du automatisch mehr Milch haben. Das ist zwar echt anstrengend, aber es lohnt sich echt. Am Anfang darst Du Dich auch nicht wundern, wenn Du wenig Milch abgepumpt kriegst, das ist durch die kurze Pumpzeit so. Das ändert sich nach den Tagen, da siehst Du dann das Ergebnis. Ich habe das immer gemacht, wenn ich gesehen haben, das die Milchmenge nicht mehr ausreicht. Ich habe danach im Durchschnitt 5-6 mal am Tag gepumpt. Das hat meistens gereicht. Früh hast Du dann auch viel mehr Milch, weil sich die Milch ja über Nacht sammelt. Vielleicht hast Du die Milch auch nicht komplett aus der Brust gepumpt. Meist löst sich der Reflex ja am Anfang und zum Schluss löst er sich dann auch noch mal. Hol Dir aus der Apotheke den Weleda Milchbildungstee und das Milchbildungsöl. Das ist echt super und ist sehr unterstützend.

Achso, ein guter Tip noch : Sollte der Reflex sich mal nicht lösen, dann kannst Du Deine Brustwarze auch mal kurz zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und dran zwirbeln. Da löst sich der Reflex auch. So mache ich das jedenfalls und das wirkt echt gut, da kommt dann nochmal der letzte Tropfen (meistens nochmal 50 ml) Milch raus.

Falls Du noch ein bisschen Rat brauchst kannst Du mich gerne per VK anschreiben.

Lg und gutes gelingen.

Martina

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Hallo Belinda,

ich kann mich Martina in etwa anschließen. Versuche einfach, die Milchmenge zu steigern, ohne Dir dabei allzuviel Druck zu machen. Ich weiß nicht, was Du schon alles versuchst, hier vielleicht noch mal ein paar Tipps aus meinen Abpumpmonaten:

Wie schon gesagt, am Tag alle zwei Stunden pumpen. Ich habe alle vier Stunden die elektrische Pumpe benutzt und alle zwei Stunden die Avent-Handpumpe. Die hat so ein Massagekissen, was meiner Meinung nach die Milchbildung angeregt hat. Vor dem Pumpen die Brust schön anwärmen (Kirschkernkissen) und danach Stillöl einmassieren.

Viel trinken, mindestens 3 l am Tag. Stilltee auch, allerdings nicht mehr als zwei Tassen, sonst kann er gegenteilig wirken. Malzbier und alkfreies Weizen haben bei mir gut angeschlagen.

Trag Dein Baby vor dem Bauch (Tragetuch) und nimm es nachts mit in Dein Bett. Dadurch wird die Prolaktinausschüttung angekurbelt.

Frag mal Deine Hebi nach homöopathischen Mitteln. Phytolacca D 12 soll z.B. milchbildend wirken, da gibt es aber sicher noch mehr. Lass Dich nicht abwimmeln, Du hast während der gesamten Stillzeit Anspruch auf Hebammen-Betreuung! Ich habe zusätzlich Bockshornkleesamen eingenommen (gibts in der Apo), das hat sich sensationell auf die Milchmenge ausgewirkt.

So genug #bla, ich will gern noch Deine Frage beantworten:

Ich habe nachts nur 1 x abgepumpt, weil ich sonst auch nicht mehr zum Schlafen gekommen wäre. Mein Kleiner hatte immer so gegen 4.00 Uhr Hunger, also bin ich kurz nach drei raus, habe abgepumpt und das Fläschchen gleich mit vorbereitet. Dann gefüttert und wieder ab in die Heia. Alles in allem gings so einigermaßen entspannt. Ganz zu Anfang habe ich sogar gleichzeitig gefüttert und gepumpt (Zwerg auch dem Schoß bei leicht angewinkelten Beinen und das Doppelpumpenset mit dem anderen Unterarm gehalten...#schwitz) Das ging aber nur 4 Wochen lang gut, dann wurde Luca zu groß und zu agil.

Gib noch nicht auf, wenn Deine Maus ein wenig mehr Rhythmus findet, wirst Du auch die Abpumperei besser in den Tages- und Nachtrhythmus eingliedern können.

Liebe Grüße

Annett + #baby Luca Gabriel (*20.12.2006)

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