Stillen raubt die Nerven

Hallo liebe Mamis und Papis,
ich brauche ganz ganz dringend Rat und hoffe irgendwer kann mir vllt weiterhelfen. Mein Sohn ist am Samstag 16 Wochen alt und wird voll gestillt. Er ist ein kräftiges Kind mit 65cm und 7500 Gramm. Leider haben wir immer wieder ein paar stillprobleme gehabt, die uns das Leben erschwert haben. Vor ca einen Monat entschloss sich Noah nicht mehr an der Brust zu trinken, die viel mehr produziert. Er schrie jedes Mal und meine andere Brust schaffte ihn nicht zu sättigen. Er wollte partout nicht an die „bessere“ Brust, saugte aber direkt an der schlechteren. Ich konnte machen was ich wollte. Ab und an konnte ich ihn austricksen. Irgendwann hat der osteopath herausgefunden, dass er drei Wirbel blockiert hatte. Das Problem schien sich danach zu wandeln. Anfangs trank er wieder an beiden Seiten, doch ganz schnell hatte er ein neues Problem... nun schreit er immer wenn er trinken soll. Ich gehe extra mit ihm ins abgedunkelte Schlafzimmer... wenn er trinken soll, schreit er in 90% der Fälle wie am Spieß Und macht sich steif. Ich kann ihn versuchen mit dem Nucki zu locken. Das heißt ich gebe ihm den Nucki zur Beruhigung und wenn er dann entspannt ist, ziehe ich den Nucki raus und versuche die Brust hinein zu schieben, das klappt aber nicht immer und dann geht das ganze von vorne los. Er bringt mich an den Rand der Verzweiflung. Kennt das einer von euch? Habt ihr einen Rat?

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Hast du schon in Erwägung gezogen auf Formula umzusteigen? Ich finde das hört sich total anstrengend und nicht schön für alle Beteiligten an. Ist ja ein anhaltender Stressfaktor. Vielleicht ist dein kleiner frustriert, wird ggf. nicht satt und ist daher sauer. Hast du schon zugefüttert? Vielleicht gefällt es ihm besser an der Flasche zu trinken oder fällt ihm leichter. Wäre ja ein Versuch wert. 4 Monate hast du ja schon gestillt, das ist doch top.

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Die Flasche akzeptiert er leider nicht. Ich probiere es jeden Tag (auch bei Papa etc. Trinkt er nicht). Wir haben alle Flaschen und setzen ihn extra vor uns hin. Wir haben es mit pre als auch mit Muttermilch probiert. Satt wird er definitiv, da ich sehr viel Milch habe und wenn er einmal dran ist,, dann klappt es auch

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Ich kenne das sehr gut . Wir hatten such nie eine entspannte stillbeziehunng. Immer wieder lange Phasen der Brustverweigerung und viel Geschrei. In fremder Umgebung konnte ich von Beginn bis Ende des stillens ( bri uns ca 9 Monate) nie stillen. Extrem stressig war das für mich. Nachts ging es grundsätzlich besser.Das war ein kleiner Trost.imner viel ausprobieren . Das mit dem Schnuller zum locken kenn ich sehr gut. Musste ich an jeder Brust 3-5xwiederholen das Manöver. Am Ende hat er sich selber abgestillt und zwar nachdem wir ihm die erste Flasche angeboten haben(ich nicht arbeiten gegangen). Ich wollte noch weiterstillen und abpumpen ,aber er hat die Flasche so deutlich bevorzugt das es mich überzeugt hat. Ich weiß nun nicht ob so ein "Kampf" öfter vorkommt. Ich denke insgesamt es hat sich gelohnt und trotzdem...das nächste werde ich schneller abstillen wenn es wieder so lange so unharmonisch läuft. Ich hab erst im Nachhinein bemerkt wie stark die Belastung psychisch war.

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Du glaubst gar nicht wie gut es tut zu lesen, dass es anderen auch so erging. Noah nimmt die Flasche leider nicht. Wir haben echt schon alles probiert. Wenn er einmal an der Brust ist, dann trinkt er auch... aber das anlegen ist so schwierig. Und während der Mahlzeit wechseln ist auch nicht drin..: dann fängt es wieder neu an. Die Stillberaterin meinte, dass er vllt dann keinen Hunger hätte. Komisch ist aber, dass er, wenn ich ihn an die Brust bekommen habe, sehr viel trinkt und vorher auch Anzeichen für Hunger macht. Manchmal, was aber super selten vorkommt, trinkt er auch direkt... aber das ist wirklich die Ausnahme. Ich kann ihn auch nirgends stillen (vor zwei Monaten hat das noch ohne Probleme geklappt)... schrecklich

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Was sagt deine Hebamme /Stillberaterin?
Hast du die "bessere Brust" vor den Stillen mal ausgestrichen oder etwas abgepumpt?

Es kommt sehr häufig vor, dass die Kleinen mit viel Milch in ersten Moment überfordert sind. Ich würde auch andere Anlegetechniken probieren und eventuell nochmal den Osteopath aufsuchen.

Wenn gar nichts geht kannst du immer noch abpumpen oder Pre geben.

Grüße, junalia

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Das war auch mein Gedanke beim Lesen.

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Ich habe dahingehend schon alles probiert. Das ausreichen bzw abpumpen bringt nichts. Das Problem bleibt :/ meine Stillberaterin meinte sie kennt das mit dem Schnuller locken nicht und er würde seine Grenzen testen oder keinen Hunger haben. Von beidem bin ich nicht überzeugt. Denn Noah macht das Verhalten auch, wenn fünf Stunden zwischen den Mahlzeiten liegen.

Ich würde ihm ja gerne die Flasche geben, aber er nimmt sie nicht

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Hast du eine stillberaterin oder kann deine Hebamme dir helfen?
Ich hatte bei meinem Sohn zu viel (!) Milch, die noch dazu zu schnell und in großen Mengen kam.
Das hat dasselbe Verhalten ausgelöst.
Da er ein Frühchen war, habe ich lange abgepumpt und mit Flasche gefüttert.. das ging immer, aber das ist auf Dauer sehr anstrengend. Du könntest mal versuchen vor dem stillen die Brüste etwas auszustreichen. Und ggf noch ein Stillhütchen aufsetzen, das bremst falls die Milch zu schnell in den Mund schiesst... Man muss das eine Weile machen.. danach besserte es sich! Ich habe danach dann endlich ein Jahr lang problemlos gestillt , es hat sich also gelohnt es durchzustehen. 😊
Alles Gute 🍀

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Vielen lieben Dank :) stillhütchen habe ich anfangs genommen... jetzt nicht mehr und Noah macht nicht ansatzweise den Mund auf beim stillhütchen... die Flasche nimmt er auch nicht. Er hat sie nach der Geburt genommen und jetzt nicht mehr 🙈

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Es kann nur besser werden 🙈 versuch es auf jeden Fall mal mit ausstreichen. Und ich drücke dir die Daumen dass es wieder klappt 😊🍀

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Was bedeutet „wenn er trinken soll“?

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Mein Sohn hat auch eine Brust bevorzugt und nach langen hin und her habe ich ihn nur noch mit einer Brust gestillt. Damit die anderen Brust keine Probleme mehr macht habe ich diese beim stillen gekühlt und nur gegeben wenn sie mal etwas gespannt war und ich zu faul zum ausstreichen. Es hat wunderbar funktioniert und es war entspannt.

Meine Tochter jetzt trinkt zwar aus beiden aber ich biete ihr die bessere Brust öfter an weil an der anderen auch mal zeckt wenn es ihr nicht schnell genug geht.

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