Vegetarischer Mittagsbrei

Hallo ihr lieben,

Wir haben vor ca. 3 Wochen mit Beikost gestartet. Bisher haben wir nur Gemüse pur probiert und heute das erste Mal Kürbis mit Kartoffeln. Das lief super. Wenn das diese Woche weiter gut läuft, würden wir gerne nächste Woche mal Fleisch probieren. Ich hab allerdings schon öfter gelesen, das 2-3 mal die Woche Fleisch völlig ausreichend ist und da ich mich selber vegetarische ernähre, möchte ich auch gerne nicht so viel Fleisch füttern. Wir hatten daher geplant, das Fleisch in Eiswürfelbehälter zu geben und einzufrieren, so dass man ab und zu einfach einen Würfel zum Brei geben kann.
Meine Frage ist nun, wenn ich jetzt einen Kartoffel-Gemüse-Brei ohne Fleisch füttern möchte, soll da dann noch irgendwas anderes dazu? Haferflocken oder Hirseflocken wegen Eisen? Das wären dann aber ja doppelt Kohlenhydrate... Ich esse ja auch kein Getreide zu Kartoffeln... Oder reicht auch nur Gemüse und Kartoffeln? Dann müsste ich aber ja unterschiedliche Portionsgrößen einfrieren, je nachdem, ob ich Fleisch dazu tun möchte, oder nicht?
Mach ich mir das zu kompliziert? Ich bin verwirrt 🙈
Wie macht ihr das?

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Hallo,

wenn du selbst kochst, und 2-3x in der Woche Fleisch zum Mittagsbrei fütterst, brauchst du nicht extra an den restlichen Tagen Getreide in den Mittagsbrei rühren. Siehe auch hier:

"Um eine ausreichende Versorgung mit Eisen und Zink zu gewährleisten, sollte dem Baby regelmäßig (in etwa 2-bis 3-mal pro Woche jeweils ca. 30g - sind ca. 2 "Eiswürfel") mageres Fleisch angeboten werden."

Dadurch erreichst du eine ausreichende Versorgung in der Woche (ich nehme an, du fütterst Rindfleisch und nicht Huhn, dann müsstest du öfter Fleisch geben). Gläschenkost sähe komplett anders aus, da ist zu wenig Fleischanteil drin und du müsstest 5-6x/Woche Fleischmenüs füttern um auf den selben "Wert" zu kommen wie selbtgekocht.

Wenn du Gemüsebrei mit Kartoffeln einfrierst, kann sich die Konsistenz beim Auftauen verändern. Es hilft z.B., wenn die Kartoffeln nur mit der Gabel zerdrückt werden statt ganz püriert. Musst du ausprobieren. Das Öl natürlich auch erst nach dem Auftauen dazu.

Sonst fällt mir grad nichts ein, frag gerne nach.

LG

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Ja, ich koche selber. Die letzten beiden Tage hab ich die Kartoffeln in die Kartoffelpresse getan. Werd mal ausprobieren, wie sich das dann beim einfrieren verhält.
Für den Start wollten wir jetzt eigentlich Huhn nehmen, weil ich gelesen habe, dass das leichter verdaulich ist als Rind. Dann lieber 3-4x die Woche? Wenn Huhn gut läuft, probieren wir dann mal Rind.
Danke für deine Tipps 🙂

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Hallo,

ja, Hühnerfleisch hat nur einen halb so hohen Eisengehalt wie Rindfleisch. :-) Zum Gewöhnen wirst du es bestimmt eh öfter als 2x hintereinander geben... Aber ihr macht das (ausschließlich Huhn) ja auch nicht auf Dauer das gesamte erste Lebensjahr über, ich wechsle ebenfalls zwischen Rind und Huhn (und Fisch) nach Belieben. Wichtig: Vitamin C Quelle dazu oder hinterher (wir geben Obst etwas hinterher).

Und sonst, was die weiteren Breie anbelangt (Getreide-Obst/Milch-Getreide): Hirse hat (je nach Quelle) einen noch deutlich höheren Eisengehalt als Hafer. Oder das bereits genannte Mandelmus zum Frühstück auf’s Brot... hat bei euch ja noch Zeit, und bestimmt weißt du das eh schon als Vegetarier :-), wollt‘s trotzdem erwähnt haben.

Linsen wären natürlich super geeignet für ein vegetarisches Mittagessen, das bekommt unseres seit sich die Beikost gut etabliert hat (ca. 8. Monat, haben erst Beginn 7. Monat angefangen) einmal die Woche (wir essen die eh wöchentlich). Wir haben keine Probleme mit Blähungen festgestellt.

LG

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Ich kenne es so, dass beim vegetarischen Brei statt Fleisch einfach Haferflocken dazu kommen.
Habe ich bisher auch so gemacht, da Fleisch bisher auf wenig Gegenliebe gestoßen ist. Aber Gemüsebrei ist eh schwierig momentan.🙈

Über die doppelten Kohlenhydrate habe ich mir keine Gedanken gemacht. Einerseits weil alle Rezepte so aufgebaut sind, andererseits weil Baby sein ja echt anstrengend ist und die ja ne Menge Energie benötigen😄
Er ist auch nie gleich viel, sodass Portionsgrößen hier auch ziemlich irrelevant sind.

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Dann werde ich das mit den Haferflocken wohl auch so machen.
Meine Bedenken mit den doppelten Kohlenhydraten waren jetzt auch nicht unbedingt, dass die Babys dann zu dick werden. Das ist eher so, dass mir das einfach so vorkommt, als ob das "nicht passt". Aber da bin ich vielleicht auch komisch, ich finde es auch ganz furchtbar, wenn mein Mann sich Nudeln in einen Eintopf schmeißt, in dem schon Kartoffelstücke drin sind 😅
Danke für deine Antwort.

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Unsere Maus hat in der ganzen breizeit vielleicht 5 mal brei bekommen.

Ich habe viel mit Haferflocken, Couscous, bulgur, Buchweizen usw gemacht aber ABSTATT Kartoffeln 🤷‍♀️
Meiner Ansicht nach ist Gemüse wichtig und der Rest Sättigung und Nährstoffen
Immer Kartoffeln fände ich auch langweilig und auch ernährungstechnisch nicht sinnvoll

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Nee, klar sollen meine Kinder auch mal Bulgur, Reis, Hirse etc. essen und nicht immer nur Kartoffeln. Aber Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Brei ist ja der "Klassiker" und ich hab mich halt gefragt, wie ich das am besten auf Vorrat kochen und trotzdem flexibel mit oder ohne Fleisch füttern kann.
Aber danke für die Anregungen 🙂

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Dann Fleisch in Eiswürfel einfrieren und nach Bedarf dazu tun.
Kartoffeln eignen sich leider nicht wirklich zum einfrieren... deswegen hab ich halt viel mit Getreide gemacht und kartoffel eben, wenn wir selbst auch welche gegessen haben. 😉

Wir sind aber auch sehr schnell beim familuentusch gelandet 😆

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Ich kenne es so, dass man 2 Mal die Woche Fleisch oder Fisch gibt. Wenn vegetarisch dann die Haferflocken 2mal die Woche dazu. Aber dann muss noch Mandelmuss oder Tahin dazu.

Ich finde es aber auch blöd, weil man dann 3x Getreide am Tag hat.

Weißt du ab wann man Linsen geben darf?

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Wenn das Getreide unterschiedlich ist, ist das nicht schlimm. Z.b. morgens Haferflocken, mittags dinkelbulgur und abends Hirse oder so, dann geht das schon.

Linsen würde ich nur geben und dann auch vorsichtig testen, wenn keinerlei Probleme mit Blähungen bestehen.

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Hi. Der deutsche Breifahrplan gehört zu den schlechtesten der Welt, ist mittlerweile völlig überholt und dient, wenn überhaupt, zur Orientierung für Leute, die keine Ahnung von Ernährung haben.
Wenn du dich selber vegetarisch ernährst, dann weißt du ja auch, welche Lebensmittel welche Nährstoffe enthalten. Die kannst du dann pürieren, wenn du Brei gibst, und deinen Kindern anbieten. So lange sie im ersten Lebensjahr noch Milch (egal ob pre oder Mumi) bekommen, wird ihr Bedarf an Nährstoffen abgedeckt.

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Hi

aus ehrlichem Interesse: welcher "Breifahrplan" ist denn viel besser als der deutsche? :-) Über China hab ich gelesen, dass viele Kinder noch mit einem Jahr nur Flasche bekommen und halt viel Reis mit geringer Nährstoffdichte... Mexiko sehr viel Milch und gesüßte Getränke.

Nur sagen: wenn du dich selbst gesund ernährst, weißt du automatisch wie du dein Kind an Beikost heranführst, finde ich persönlich unzureichend.

LG

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Naja, das finde ich aber schon ein bisschen schwierig. Ich esse zum Beispiel sehr viele Hülsenfrüchte, dass würde ich aber denn Kindern zum Anfang nicht unbedingt geben... Auch Soja ist ja für Kinder nicht gut (esse ich jetzt auch nicht sooo viel, aber manchmal eben schon)
Aber im großen und ganzen macht es wahrscheinlich schon Sinn, sich an der eigenen Ernährung zu orientieren, sofern man sich selber gesund und ausgewogen ernährt...
Bisher bekommen sie ja fast nur Milch, haben ja gerade erst angefangen. Ich hab trotzdem immer ein bisschen Sorge, ob sie genug Eisen bekommen, bin ja Vegetarier und nach der Geburt war mein HB-wert bei 5, irgendwas... Bei der Nachuntersuchung war er dann wieder ok, aber hab das trotzdem ich immer irgendwie im Kopf.

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Ich habe immer Hirseflocken dazu gegeben. Wird so auch in meinen Beikostratgebern empfohlen.

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