Doppelmilchpumpe - lohnt sie sich zur Steigerung der Milchmenge?

Hallo liebe erfahrenen Pumperinnen ;-)

Ich stille aktuell mein 2. Kind. Sie ist 3 1/2 Monate alt und das Stillen klappte eigentlich bisher wirklich gut. Die junge Dame hatte nicht übermäßig nach der Geburt abgenommen und nahm schon im Krankenhaus langsam wieder zu. Geburtsgewicht hatte sie auch in einem passablen Zeitraum wieder erreicht. ABER : sie nimmt quälend langsam zu. In den letzten 4 Wochen waren es gerade mal 250gr. Dazu kommt, dass sie wirklich viel spuckt. Sie ist beim Gewicht auf der 3er Perzentile, Größe war bei der letzten Messung knapp unter der 50er. Sie hat aber genug nasse Windeln etc. und ist insgesamt sehr aufmerksam und lebhaft. Das haben mir die Hebammen bei der Stillberatung, die ich regelmäßig besuche, bestätigt.

Ich pumpe nun wieder ab und wollte ggf. nach Rücksprache mit dem Kinderarzt, bei dem ich die Tage Termin habe, die abgepumpte Milch dann noch zusätzlich füttern. Ich habe noch von meinem Sohn die Medela Swing. Da habe ich am falschen Ende gespart und ärgere mich jetzt darüber, dass ich ewig rumpömpeln muss. Außerdem krieg ich mit der Pumpe auch keine großen Mengen raus. Die Tage waren es einmal 90ml und ansonsten vielleicht ca. 70ml. Ich weiß, es ist nicht aussagekräftig, was die Brust wirklich produzieren kann. Aber Doppelpumpen sollen es ja anscheinend erlauben, die Menge zu steigern. Hat jemand von euch da einen Vergleich? Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich zum gewünschten Erfolg führt, und geschenkt sind die Dinger ja nicht...

Danke schonmal für eure Erfahrungen und einen schönen Abend :)

LG

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Du hast offensichtlich genug Milch. Das zeigt doch was die Stillberatung auch festgestellt hat. Dein Baby trinkt folglich genug. Inwiefern soll mehr Milch ins Baby zu kippen das ganze besser machen? Solange genug Milch da ist und das Baby nicht gerade eine Saugschwäche hat trinkt es ja soviel wie es braucht. Und dein Baby braucht dann offenbar nicht mehr. Weniger auf die Zahlen schauen und mehr auf den Allgemeinzustand. Wenn dein Baby mehr Milch wollte würde es diese bestellen.
Ich würde eher mit dem spucken schauen, dass eventuell Mal untersucht wird ob da was im Argen liegt. Stichwort Magenpförtnerenge. Sowas kann auch zu geringer Gewichtszunahme führen.
Für mich hört es sich wirklich nicht so an als ob die zu wenig trinkt. Eher dass das behalten Schwierigkeiten bereitet. (Da wird zufüttern nicht viel helfen) oder vielleicht nimmt sie einfach sehr langsam zu. Solche Babys soll es ja geben.

2

Mir erschließt sich nicht, warum du abpumpen willst und diese Milch per Flasche zufüttern willst anstatt einfach nochmal anzulegen. Du hast ja genug Milch.

Das Gewicht von Stillbabies steigt nicht gleichmäßig und darf auch mal stagnieren.

Ich würde mir diesen Stress nicht antun sondern den KiA eher auf Ursachenforschung bezüglich des Spuckens drängen.

Allerdings finde ich auch hier deine Beschreibung nicht besorgniserregend.

3

Guten Morgen,

Ich haben am Anfang doppelt abgepumpt und hatte zwischen 150 bis 200 ml Milch insgesamt.

Hab aber dann abgestillt und die Flasche gegeben. Meine Baby war auch eins was bis heute, sie ist 13.5 Monate , schlecht zunimmt.

Sie wiegt aktuell etwas über 8 Kilo. Aber ihr geht es gut und das ist die Hauptsache.

Ich kann dir nur raten Dein Baby anzulegen, zu dir den Stress nicht an mit abpumpen, Flasche geben , alles sterilisieren etc und mit dem abpumpen greifst du dann vielleicht in eurem stillrhytmus ein und hat's mehr Ärger wie vorher

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Ich pumpe ab, da mein Kleiner an der Brust kaum trinkt und immer nach 5 Min. einschläft.

Ich pumpe 4x täglich ab und komme pro Pumpen auf ca. 200ml, mal mehr, mal weniger. Das steigerte sich die letzten 5 Wichen kontinuierlich mit der Medela Symphonie. Ich hab die vom Frauenarzt auf Rezept bekommen und es kostet nichts weiter.

Der Kinderarzt kann dir auch ein Rezeptfrei ausstellen. Es geht da eigentlich nach dem Grund, weshalb du die Pumpe brauchst.

Durch das regelmäßige Abpumpen ist aber ein regelmäßiges Stillen nicht möglich. Da es bei dir mit dem Stillen gut klappt, würde ich das nicht durch regelmäßiges Pumpen durcheinander bringen.

Außerdem ist es echt aufwändig noch mit dem Reinigen und sterilisieren und man hängt halt an dem Gerät und kann sich nicht wirklich ums Baby kümmern.

Ich würde da eher noch Pre zufüttern, wenn der Bedarf tatsächlich besteht.

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Hallo,

Erstmal danke für eure Antworten! Ich hatte inzwischen den nächsten Termin beim Kinderarzt. Er sieht erstmal keinen Grund zur Sorge, da er ebenfalls der Ansicht ist, dass sie in einem guten Allgemeinzustand ist. Er meinte, ich könnte mal versuchen, ob sie nach dem Stillen noch abgepumpte Milch nimmt, da es wohl Babys gibt, die nicht unbedingt viel meckern, wenn sie grad so satt geworden sind, aber ggf. auch noch ein bisschen mehr trinken würden. Das habe ich dann gestern ausprobiert, aber allzu viel hat sie nicht genommen. Für ausreichend Milch sprechen ja eigentlich auch die üblichen 6-8 nassen Windeln am Tag sowie zwischen 3 und 5 Mal Stuhlgang.

Dass Pumpen viel zusätzliche Arbeit bedeutet, weiß ich - das habe ich auch schon bei meinem Sohn durch. Da habe ich irgendwann kapituliert. Ich werde dann wohl eher noch etwas abpumpen um eine kleine Notreserve einzufrieren und ansonsten das Baby häufiger anlegen.

LG und euch ein schönes Wochenende!

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