Ratlos und unsicher - Stillmahlzeiten

Hallo ich bin neu hier,

Ich habe Sorgen wegen meines Sohnes.

Einige Infos:
- ist jetzt 14 Wochen alt
- 07.08.20 geboren
- Geburtsgewicht 3650gr
- 14.10.2020 letztes Mal gewogen 6950gr
- Geburt: hatte seit dem zweiten Tag bis zu 10,4 % abgenommen anschliessend dazu noch fieber bekommen. Dritter Tag kam erst der Milcheinschuss. Musste laut Kontrolle einer Hebamme zugeschöppelt werden. Ist bis heute noch der Fall (jedoch vieles geändert, siehe Text unten) Klappt aber eigentlich ziemlich gut, habe nicht wirklich Bedenken dass er saugvewirrt ist.
- ich protokolliere Stillzeiten/Zufüttern, Schlafzeiten und Wickelzeiten seit Tag 1
- mein grösster Wunsch VOLLZUSTILLEN.


Meine Situation:
Seit dem 16.09.20 lief es ziemlich super, sodass ich am Tag von 06:00 morgens bis 20:00 Uhr 8-12x stillen und musste ihn jenach Situation nur 2 x zugefüttern..Wenn überhaupt. Sonst nur 1 Schoppen.

Nun seit dem 26.09.2020 hatte er den dritten Schub gehabt und seit dem läufts nicht mehr so rund.. genauergesagt wurden aus den 8-12 Stillmahlzeiten nur noch 4-5 x wenn überhaupt und aus dem zufüttern 3-4/5 Schoppen :(. Für mich persönlich riesen Änderung und nicht mehr gewohnt. Auch der Schlaf hat sich seither ziemlich geändert.. nun bleibt/kann er bis zu 2 Stunden am Tag wach sein/bleiben plus iwann schläft er ein für 2-3 Stunden und dann sehen die Stillmahlzeiten verkürzt und macht den Anschein dass er nicht wirklich hungrig ist noch angespannt wirkt. aus bei meinem Protokoll heraus erkenne ich den Unterschied dass ich seit einigen Tagen ab 06:00 bis ca. 18 Uhr es nur bis zur 2-3 mal ihn zu stillen bekomme und das wars?!

Windelsituation 4-5 nasse Windeln (auch wegen Zufüttern) Und wenn ich das Gefühl aus purer Unsicherheit bekomme, füttere ich zu das heisst er hat in 24h von mir 2 oder 3 mal gestillt bekommen und 2-3 Schoppen bis um Mitternacht.. ich mache mir echt Sorgen. Ich möchte echt gerne vollstillen, jedoch will ich nichts überstürzen weder irgendwie experimentieren. damit ist gemeint, ihn in einem Abstand von 6-8 Stunden nicht zu stillen wenn er nicht will.. denn ich versuche ihn wenn möglich auch bei Wachzeiten einfach anzulegen aber er will einfach nicht! Und ihn damit zu drängen geht alles nach hinten los, da es ihn nervt und er partou ablehnt und weint. Und wenn ich ihn danach beruhigt habe, ist er wieder zufrieden..

Gestriges/Heutiges Beispiel:
Am 15.10.20 ist er um 00:00 eingeschlafen davor hatte er einen Schoppen bekommen, da es wieder nicht geklappt hat mit Stillen, hat geschlafen bis 02:50 Uhr dann wieder versucht, wieder erfolglos, wieder Schoppen.. um 04:30 wieder aufgewacht und wieder dasselbe ... heute um 08:35 ENDLICH konnte ich meine Brüste leeren und da hat er super getrunken. War auch zufrieden haben gespielt etc. Um 11:30 bis 13:30 geschlafen.. 30-45‘ wieder versucht und wieder nichts bis 14:45 Uhr wieder versucht ging nicht. Danach einen Schoppen gegeben, da ich seeehr unsicher war dass er fast 7Stunden nichts getrunken hat.. 180ml leer getrunken. Seit 18:00 Uhr schläft er nun.. also bis jetzt 3 Schoppen und ein Mal gestillt :( ..


Ich fasse kurz zusammen,
6-8 Stunden nichts getrunken, kein Hungeranzeichen, 2-3 mal von der Brust mehrere Schoppen als seit dem 16.09.20.. bin echt ratlos. Hab auch schon den KiA angerufen aber mehr als mir zu sagen, dass wenn der allg. gesundheitszustand i.O. Und er zu nimmt (dank des Zufüttern auch) müsste ich mir keine Sorgen machen. Das ist nicht wirklich hilfreich. Klar bin ich überglücklich dass er zunimmt jedoch auch unglücklich dass er so wenig an meiner Brust ist und viel schläft und wenn der Moment da ist stillen zu können, will er nicht. Abpumpen ist auch unmöglich in den Tagesablauf mit einzubringen. Ich bin alleine Zuhause, schmeisse den ganzen Haushalt, koche etc. Ihn vom Tragetuch abzulegen.. kann ich vergessen nach 30 Minuten wacht er wieder auf. Ich weiss echt nicht mehr was ich noch tun kann. Hoffe auf guten Rat und Antwort.. danke schon Mal im Voraus...

Liebe Grüsse

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Hi. Was genau bedeutet denn, wenn du sagst, dass das Stillen nicht geklappt hat? Dockt er nicht richtig an? Hörst du ihn nicht schlucken? Liegt es an der Milchmenge?
Hast du die Möglichkeit, eine Stillberaterin zu kontaktieren? Das wäre meine erste Anlaufstelle.
Der Teufelskreis ist halt, je mehr du zufütterst, desto weniger Milch produzierst du. Deswegen würde ich ihn sehr oft anlegen, und wenn er nur an der Brustwarze nuckelt. Das setzt Hormone frei, die zur Milchproduktion führen.

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Und Stress reduziert auch die Milchmenge. Das du ein Protokoll führst, ist jetzt in dem Moment sinnvoll, aber wenn dich das zu sehr stresst, würde ich es erstmal unterbrechen.

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wenn es klappt dann hör ich ihn sehr gut schlucken und achte auch auf sein Ohr der sich bewegt..

Mit der Milchmenge kann ich nicht pauschal sagen, wenn der MSR eintrifft dann kam auch schon Mal zu viel raus, dass es aus seinem Mund rausfliesst, und eben manchmal hör ich ihn vielleicht 4-5 Mal schlucken und das wars auch wieder, solche Momente die dann so passierten, schien er zufrieden gewesen zu sein. Zurzeit trinkt er aus der rechten Brust jedoch biete ich ihm IMMER die linke an, doch daraus trinkt er auch nur ne Minute.

Ich habe noch eine Stillberaterin beiseite, doch kann Sie nicht immer Zeit für mich haben. Demnächst ist es die letzte Sitzung mit ihr, da 3 Sitzungen kostenlos von der Krankenkasse übernommen werden. Danach bin ich auf mich alleine gestellt (was auch so kommen muss). dies vor “kurzem“ so an genauergesagt seit dem 3. Schub und vom Datum her der 26.09.20. läuft nicht mehr so gut wie davor.

Und ja ich möchte ihn so gerne so oft anlegen wenn die Möglichkeit da ist. Jedoch dockt er immer wieder ab und an wieder ab und an und das 30-45 lang geht das. Irgendwann hat er kein Bock mehr da der MSR auch spät einsetzt.. ja du hast recht mit dem Stress, dass kommt danach wenns eben nicht geklappt hat.

Mit dem Zuschöppeln stimme ich dir ebenso zu dass es dazuführen kann dass die Milch zurückgehen kann. Jedoch habe ich jeden Morgen pralle Brust, welche er dann aber auch leer trinkt.

Danke

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Du sollst stillen wann das Kind will, nicht "wann es Zeit ist". Je mehr du zufütterst, desto mehr wird er die Brust ablehnen, so einfach ist das. Gerade in diesem Alter, wo sie öfters Bruststreiks machen.

Um jetzt die Milchmenge wieder zu erhöhen, würde ich tatsächlich eine Weile abpumpen, der Haushalt kann auch mal warten. Und such dir eine gute Stillberaterin.

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Auch wenn er 6-8 Stunden nichts getrunken hat ? (Tagsüber) ist das normal

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Viele trinken irgendwann mehr in der Nacht als am Tag, da die Welt interessanter wird. Dann würde ich tags eben abpumpen. Die Abstände und die Dauer der Mahlzeiten ändern sich immer wieder.

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Du meinst wohl, dass dein Kind 11 Wochen alt ist. Meins ist Tage zuvor geboren und ist keine 11 Wochen alt. 🙄

Zu deinen Fragen. Ich würde mir ehrlich gesagt null Gedanken machen. Dein Kind hat beachtlich zugenommen. Meine wiegt 5 kg. 🤔👀
Du machst alles richtig. Ich würde an deiner Stelle mal dieses Protokollieren aufhören... Das stresst doch ungemein oder?.
Ab nun instinktiv handeln. Du machst dann schon genau das Richtige.

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Sorry, Geburtstag ist 08.07*

Muss ich in dem Fall lernen damit aufzuhören, fällt mir schwer da ich als Kleinkindererzieherin arbeite. Vielen dank für die Ermutigung. Leider konnte ich ihn in 24h nur 1mal an die Brust kriegen und der Rest waren es Zufüttern.

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Sag nicht "leider". Einmal ist besser als kein Mal!!
Ich würde an Diener Stelle mit den Protokollem echt aufhören.

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Hey,

also erstmal ist da ein Rechenfehler, meine Tochter ist am 23.7. geboren und 12 Wochen alt .... 😉

Könnte es sein, dass ihr eine Saugverwirrung habt? Trinken aus der Flasche ist natürlich leichter als an der Brust. Es gibt da so Brusternährungssets, such da mal nach. Und um die Milchproduktion anzuregen solltest du ihn viiiiel anlegen. Hab jetzt nicht genau verstanden, wie häufig du anlegst.

Und es gibt eine tolle Stillgruppe auf Facebook (die Stillecke 2.0) vielleicht hilft dir die noch weiter.

LG

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Sorry 08.07.20.#augen

Da er seit einigen Tagen tagsüber länger wach und länger schläft, lege ich sehr selten an. Ich wecke ihn dafür, was eben nichts brachte, da er dann gar nicht möchte und nicht genug lange schlief...

Ok muss ich mal nachschauen.

Danke dir!

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Huhu, wir haben 10 Wichen bis zum Vollstillen gebraucht. Auch danach gibt es leider immer wieder blöde Phasen...
einmal hat die Maus 32 Stunden die Brust verweigert, angeschrieben und sooo gekreischt, wenn ich sie anlegen wollte. Es waren 35 Grad und nach 7 Stunden hab ich aufgegeben und das erst Fläschchen gemacht... das fand sie klasse 🤷🏼‍♀️🙈

Wenn dein MSR spät einsetzt, Versuch doch mal Vorarbeit zu leisten und die Brust auszustreichen bis was kommt. Erst dann Andocken. Ist bei uns der neueste Trick. 😉Seitdem trinkt sie wieder super an der Brust. Ich glaube sie ist zu ungeduldig selbst zu arbeiten und Fläschchen ist halt mega easy, da kommt direkt was...
wenn an der Brust nicht nach ein paar Sekunden was kommt mag sie nicht mehr und fängt an zu brüllen.

Und anlegen wenn es „Zeit“ ist klappt bei uns auch nicht. Da ist sie seeeehr ungehalten und schreit. Achte auf Hungerzeichen.
Lg, June

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Also zunächst Mal ist offenbar festzustellen dass du genug Milch hast. Denn du schreibst selbst dass die Brust jeden Morgen voll ist. Und eine Brust kann man anders als du es in einer Antwort schreibst nicht "leer" trinken weil die Milch sich beim trinken noch bildet. Wenn die Brust abends nicht mehr prall ist ist das völlig normal. Meine Tochter ist über 1 Jahr wird noch seeehr viel gestillt und ich hatte seit mehr als nem halben Jahr keine volle Brust mehr. Das pendelt sich halt irgendwann ein.
Da du genug Milch hast verstehe ich nicht wie dir die Flasche helfen soll. Wenn genug Eintopf da ist, dann ist genug Eintopf da. Mehr Eintopf wird meinen Hunger nicht größer machen.
Aber die Flasche ist halt einfacher für die Babys. Da liegt das ganze Problem. Dein Baby kennt die Flasche von Anfang an. Das mag auch berechtigt gewesen sein, wegen der Abnahme. Aber man hätte sobald der Milcheinschuss da war die Falsche ausschleichen bzw einfach weglassen sollen. Die Brust ist natürlich anstrengender das frustriert. Da wird dann schonmal angededockt, abgedockt. Stillen funktioniert hakt nicht wie im Bilderbuch. Da gibt Brustverweigerungphasen, Brustschreiphasen und die Schübe noch dazu. Wenn ein Baby 1 Minute trinkt und danach zufrieden ist, dann ist das halt was es gebraucht hat. Meine Tochter hat zum Beispiel stundenlang am Anfang an der Brust gehangen, ist dabei fast immer weggepennt. Alles normal. Durchgeschlafen hat meine Tochter auch sehr früh. Mit einigen Wochen hat sie auch Mal ihre 8-10 Stunden geschlafen. Ist dann wach geworden und hat ordentlich getrunken. Ich habe auch nie geweckt.
Wenn du natürlich dann aus Panik immer wieder die Flasche gibst dann ist er vielleicht einfach gesättigt und will die Brust hakt nicht mehr. Höre auf dein Baby und auf seine Signale. Du lässt ihn Nahrungsaufnahme mit Stress und Zwang verbinden das ist nicht gesund. Gerade wenn er deine Anspannung spürt ist er vielleicht selbst zu aufgekrazt zum trinken.
Mach doch mal den Versuch die Flasche 1-2 Tage einfach wegzulassen und schau wie er trinkt. Lass ihn ausschlafen Gib ihm seine Zeit. Ein müdes Baby saugt auch nicht unbedingt sehr effektiv. Du kannst es ja beobachten.

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Erstmals vielen Dank für deine Meinung dazu.

Ja habe ich vielleicht aus lauter Unsicherheit so beschrieben mit der “leeren“ Brust. Da hast du schon recht!

Die Flasche hat bei manchen Situationen geholfen wenn wirklich gar nichts mehr ging. Selbst wenn ich ihn geschafft habe ruhig zu kriegen mit rumtragen, singen etc. Ich denke ich kann die Situation schon einschätzen wenn der Bedarf da war dass er hunger hatte. Kannn auch sein dass ich falsch gelegen habe. Es ist mein erstes Kind und ich bin mich und ihn selbst immer noch am kennenlernen.

Klar achte ich auf seine Signale, jedoch nicht immer so deutlich. Da versuch ich es hin und wieder ihn anzulegen.. und wenn nicht dann lass ich es auch. Nur wenn es echt über Stunden geht und er dann gestresst ist dann ist vorbei. Dann kommt die Flasche zum Zug.

Ich nehme das ganze auch nicht einfach so wie im Bilderbuch an. Deswegen habe ich auch hier mal meine Sorge mitgeteilt ob es jmd auch so ähnlich hat wie ich. Ich weiss nicht was ich richtig und falsch mache ich versuch doch nur mein Bestes.

Und dass du beschrieben hast dann die Flasche schlicht wegzulassen wenn ja die Milch da ist/war. Soll jetzt keine Ausrede sein aber erstens wusste ich das doch nicht ich habe mich so steuern lassen wie die Situationen waren. Es ging nicht immer schlecht. es gab gute und schlechte Tagen, in diesen drei Monaten.. und deshalb wollte ich ihn nicht noch mehr drängen ihn so an die Brust zu bringen wenn es nicht klappte (ES KANN KLAPPEN!! Dass weiss ich auch) aber es war halt nicht immer gut!. Beim zweiten Kind wüsste ich dass wahrscheinlich alles besser.

Das ist echt schön dass deine durchschläft, meiner kommt 1-2 in der Nacht. Selbst da klappt es sehr selten mit stillen. Ich gebe dir recht auch was das protokollieren angeht. Ich sollte mich damit echt befreien. Ich wollte auf den Schwerpunkt gehen weil er tagsüber einfach 6-7/8 nicht getrunken hat und sich auch nicht dazu bewegen lassen hat, klar mache ich mir Sorgen und griff zur Flasche.

Und ebenso gebe ich dir auch recht mit der Nahrungsaufnahme, dass dies schlussendlich mit Stress passierte .. der innerliche Stress der ich mir selbst mache. Ich sollte mich mehr entspannen und wie du erwähnt hast ihn schlafen lassen und auf ihn hören und vertrauen (tu ich doch auch, nur war das so die letzten Tage so, was mich beunruhigte)

Doch eine Frage noch. Wenn er wach wird und ich ihn anlege, er wieder nicht möchte trotz mehrere Versuche und einfach nicht will.. was dann??! Dann werden es wieder stunden sein. Ach ich zweifle zu sehr an mir selbst. Ja muss ich mal versuchen ein-zwei Tage die Flasche wegzulassen.

Danke dir..

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Ja ich glaube wenn er selbst nach langer Zeit die Brust nicht nimmt, aber die Flasche könnte es tatsächlich schon zu einer Saugverwirrung gekommen sein. Oder sowas in der Art. Hast du Mal versucht den MSR auszulösen bevor du ihn anlegest? Also dass es für ihn an der Brust nicht ganz so anstrengend erscheint.
Dass der Milcheinschuss "erst" nach 3 Tagen kommt ist ja eher die Norm.
Meine Tochter hat die ersten Tage allerdings so geschrien, dass ich ihr schon im Krankenhaus so Fertigfläschchen gegeben habe. Als der Milcheinschuss in der ersten Nacht daheim da war hat sie aber nichts mehr bekommen. Und hat ganz normal an der Brust getrunken. (naja..."normal" wir hatten da schon unsere Probleme mit dem Zungenbändchen)
Durchschlafen war bei uns übrigens nur am Anfang. Mit einem Jahr will sie fast jede Stunde nachts trinken 😭...

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