Baby beikostreif, mag aber keinen Brei - Respekt vor BLW

Hallo an alle!
Meine Tochter ist 24 Wochen alt und zeigt seit einiger 1-2 Wochen die Beikostreifezeichen. Nun ist es leider so, das sie keinen Brei mag. Immer wenn ich ihr was zum „knabbern“ in die Hand drücke oder ihr z.B. ein Stück Karotte in nem Obstsauger gebe, flippt sie vor Freude aus. Nun würde ich so gerne BLW machen, aber ich habe eine panische Angst davor, dass sie sich verschlucken und ersticken könnte 🤦🏼‍♀️
Ich weiß das es eine irrationale Angst ist und total übertrieben, aber ich kann gegen die Angst nicht an.
Meine Große Tochter (5) hat sich als Kleinkind mal fürchterlich verschluckt und der Schock saß tief. Vielleicht deshalb meine Angst.
Ich möchte aber der kleinen Maus das geben, was sie braucht und fürchte, ich muss hier über meinen Schatten springen.
Hier also an alle Mamas die BLW machen: her mit euren Erfahrungen!
Was eignet sich gut, was ist eher schlecht? Womit sollte ich beginnen, was ist mit dem Öl das dann ja fehlt wenn man keinen Brei gibt 🤷‍♀️
Ich hoffe auf zahlreiche Antworten, damit wir bald loslegen können 😋
Danke euch ☺️

1

Huhu, mir geht es ähnlich. Der Herr ist 27 Wochen und weint wenn er Brei bekommt also hab ich mir ein Herz gefasst und er bekommt von unsrem essen etwas ab. Bisher weiches Brot, Banane, gedünstete Süßkartoffel, gedünsteter Brokkoli...
Am blödesten verschluckt hat er sich an Brei. Ich habe mich belesen was man beachten soll, es gibt tolle Facebook Gruppen zu dem Thema und denke mir, wenn er mit einem Jahr vom Tisch essen soll und vorher nur Brei bekam ist die Gefahr ja ähnlich groß. Bisher macht es ihm Mega Spaß. Ich werde langsam entspannter und möchte ihm Februar noch einen erste hilfe kurs machen.

Lg

2

Wir dämpfen (nebst Brei) Gemüse weich, Fisch und Fleisch im Ofen und schneiden das alles dann in kleine Würfelchen. Beim Gemüse mische ich paar Tropfen Öl dazu. Reis mag sie auch gerne. ich füttere sie aber auch oft von Hand anstelle dem Löffel. Brotrinde unter guter Aufsicht.. Birne geht auch gut in Würfel, eigentlich alle Früchte..

3

Huhu! Ich kann dich total gut verstehen! Ich krieg bei Verschlucken oder würgen auch jedes Mal nen halben Herzinfarkt.
Meine Hebamme gab mir den Tipp, tief durchzuatmen und bis 3 zu zählen. Anfangs musste ich mich zwingen, aber siehe da: er hat es super schnell gelernt und kam jedes Mal problemlos ohne Eingreifen klar.
Alles Gute!

4

Hallo du.

Ich habe hier zwei blw Kinder, alle gesund und wohl auf.

Ich kann verstehen, dass du da Respekt vor hast, aber du musst keine Angst haben, die Natur hat gut vorgesorgt, denn blw im weiteren Sinne ist ja eigentlich die natürlichere Art essen zu lernen, in der Steinzeit haben die kleinen auch nichts püriertes bekommen und nach und nach normales Essen gegessen, wenn sie soweit waren.

Bei den kleinen ist der würgereflex noch sehr ausgeprägt, alles was nicht runter geht, wird wieder raus befördert. Dein Kind wird sich am Anfang oft verschlucken, aber ersticken wird es dabei nicht. Wichtig ist nur dass man das Kind nie beim Essen alleine lässt, um im sehr, sehr unwahrscheinlichen Fall, dass wirklich mal was passiert eingreifen kann.

Unsere beiden tellerräuber haben ab beikostreife mit 5,5 bzw 6,5 Monaten alles probiert, was auch bei uns auf den Teller kam. Brot, Nudeln, Kartoffeln, Gemüse und Obst jeglicher Art, sowohl roh als auch gekocht/gegart und Fleisch, Fisch usw gut durchgebraten und kleingezupft.

Wegen dem Öl musst du dir keine Gedanken machen, bei blw gibst du nach jeder Mahlzeit noch muttermilch/pre bis das Kind satt ist. Bevor die Kinder Mengen essen, von denen sie satt werden, dauert es bei blw, weil das Kind ja selbst isst.
Das ist auch völlig ok so und kommt einer natürlichen Ernährung des Kindes auch näher als ab dem 6. Monat eine mich mahlzeit nach der anderen durch brei zu ersetzen.

Lg waldfee

5

Sorry, aber es stimmt einfach nicht, dass Brei die unnatürlichere Nahrung für Babys ist. Selbst heutige Naturvölker ernähren ihre Babys erstmal mit Brei. Die Nahrung wird zerkaut und den Kleinen in den Mund gespuckt.
Ansonsten gebe ich dir absolut recht. Unser Sohn hat (zusätzlich zum Brei) immer etwas von Teller bekommen. Ich habe am Anfang nur geschaut, dass es nicht zu faserig ist und hartes Gemüse etwas gedünstet.

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Doch tatsächlich ist das so.

BLW ist nicht einfach Breifrei. Natürlich machen es naturvölker so, wie du es beschreibst (aber längst nicht alle); ABER (und das ist der Unterschied) die Kinder bekommen nicht extra gekocht. Es gibt Familienkost, ganz ohne Öl usw 😁

Das Kind bestimmt das Tempo des Abstillens, es werden keine Mahlzeiten „ersetzt“ und das Kind gefüttert wie mit Brei.

Also BLW bedeutet nicht einfach, ich geb dem Kind Fingerfood. Aber das ganze Konzept dahinter ist evolutionär viel natürlicher und Brei eben eine relativ neumodische Erfindung. :)

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BLW ist ein ganzes Konzept und nicht einfach „breifrei“.

Ich war in einem Workshop und kann das Buch „Breifrei“ von Tatje Bartig-Prang empfehlen.

Da werden deine Fragen super geklärt ;)

8

Viele verstehen unter "VErschlucken" wenn das Kind anfängt zu würgen. Das heisst das Essen hängt in der Speiseröhre. Das finde ich nicht so dramatisch.
Meine Kinder haben sehr früh etwas in die Hand gedrückt bekommen und NIE haben sie etwas in die Luftröhre bekommen. Ich habe da überhaupt keine Bedenken.
Man kann ja das Gemüse mit Öl vermengen. Das Öl dazu zu geben ist kein Problem.

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