Glückliche Flaschenmamas gesucht

Hallo liebe Mamas,

ich habe hier schon einige Beiträge zum Thema Stillen und Abpumpen geschrieben.
Hier schreiben auch ganz viele liebe Mamas, oft Stillmamas, die einen Weg gefunden haben, abzupumpen oder Flasche zu geben, weil es nicht anders ging. Es ist also oft immer etwas Wehmut dabei.

Ich selbst habe meinen Sohn bis zur Folgeschwangerschaft gestillt und meine Tochter die ersten 10 Wochen. Danach hat sie angefangen die Brust zu verweigern. Seitdem Pumpe ich ab und habe wirklich viel Stress, weine viel, bin oft genervt.

Ich schaffe es irgendwie nicht mich mit dem Flasche geben zu arrangieren. Ich finde es immer nervig und kompliziert.
Wann wie oft gebe ich die Flasche? Welche Menge (hier schwankt der Bedarf von Mahlzeit zu Mahlzeit), Organisation sobald ich das Haus verlasse, Bäuerchen, was meine Tochter immer wieder wach macht, eigentlich überall bedauern und mitleidige Blicke (z.b. Beim Rückbildungskurs nur Stillmamas und ich).

Jetzt suche ich mal bewusst Mamas die sich „glücklich „ und freiwillig für die Flasche und nicht für Stillen und Muttermilch entschieden haben.

Ich werde sowieso nur Abpumpen, bis die Kleine 24 Wochen alt ist- also noch 6 Wochen. Das ist machbar.

Aber vielleicht gibt es hier nochmal Anregungen und Ideen, dass ich vielleicht auch glückliche Flaschenmama bin. 🙈

Wie bekommt ihr diese Nähe zu euren Kids, das Stillen mit sich bringt?

Danke und liebe Grüße

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Guten Morgen katja-,

also ich muss sagen, Flasche geben war das schönste und beste, was mir passieren konnte.
Ich habe die ersten 4 Wochen gestillt, dann 2 Wochen zugefüttert und seitdem nur noch Flasche. Ich hatte mich zwar nicht bewusst für die Flasche entschieden, wurde aber sozusagen dazu gezwungen (Baby wurde nicht satt, kein Milcheinschuss, usw.).
Für mich war stillen der absolute Horror. Es hat nicht funktioniert, Baby hat durchgängig geschrien. Entgegen vieler Meinungen finde ich Flasche geben viel einfacher. Auch unterwegs - Thermoskanne mit Wasser, Portionierer mit Milchpulver mitnehmen (habe den von Philips Avent) und Flaschen mitnehmen. Meistens hat man ja sowieso eine Wickeltasche mit Windeln, Wechselkleidung, usw. dabei. Da macht das keinen Unterschied.
Stillen hat ohne Stillkissen gar nicht geklappt, gerade unterwegs nicht. Jetzt packe ich einfach das Pulver in das Fläschchen, Wasser rein, fertig.
Flasche geben wird oft verteufelt. Ist mir aber egal. Meinem Kind und mir geht es so 10000 mal besser.
Und auch die Nähe haben wir jetzt mehr als vorher. Beim Stillen hatte ich vor jeder Mahlzeit Angst, dass es wieder nicht klappt... heute setze ich mich einfach mit ihm hin, nehme ihn halb liegend auf meinen Arm und wir können uns dabei angucken. Also bzgl. der Nähe würde ich mir an deiner Stelle keine Gedanken machen.
Das einzig negative ist, (und das ist mir natürlich bewusst) dass Stillen gesünder und besser für das Baby ist. Aber da mache ich mir auch keine Gedanken drüber. Heutzutage ist die Forschung sehr weit, weiter als noch vor z.B. 20 Jahren.
Und wegen der Mengen - auch da wirst du irgendwann dein Baby kennen. Klar - es gibt immer wieder Tage, wo ich auch mal 150 ml wegkippen muss, aber das kommt nicht sofort. Ich weiß, in welchem Abstand mein kleiner Spatz Hunger hat, und an welchen Zeiten er viel oder wenig trinkt.

Puh, langer Text. Bitte entschuldige ;)
Alles Gute für dich und deine beiden Spätze.

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Ich danke dir für deine liebe und aufmunternden Worte.

Ich hoffe, dass ich das Gefühl „es ist einfach „ auch mal spüren werde🙈

Es hilft mir jedenfalls zu lesen, dass man damit tatsächlich glücklich sein kann ☝️

Danke!

Liebe Grüße

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Kann hier absolut zustimmen

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Hallo

Also bei uns gab es von Anfang an Probleme

Meine kleine hatte ein zu straffes zungenbändchen und konnte die ersten 3 Tage nicht an der Brust saugen, was für den Milcheinschuss nicht Grad gut war. Dann wurde das Band durchtrennt aber die kleine hatte dann Schmerzen und der Mund war geschwollen also ging saugen auch noch nicht.

Also hab ich abgepumpt ud die Flasche gegeben. Musste ich ja das Kind hat ja Hunger.

Dann hatte ich zusätzlich problme mit schlupfwarzen, als sich das mit dem Mund der kleinen beruhigt hatte versuchte ich mit stillhütchen zu stillen aber egal mit welchen mein Kind wollte das nicht, es hat sie gewürgt, sie hatte nicht genug Kraft zum saugen.

Ich hab also zu hause weiter abgepumpt und das tag und nacht aller 2 Stunden, dann aller 3 Stunden die Maus gefüttert das hab icj 3 wochen durchgehalten, ich war einfach nur fix und fertig gut wie ohne Schlaf. Ich hab geweint ohne ende , hatte in einer Woche 4 Kilo abgenommen weil ich mit dem Essen nicht hinter her gekommen bin.

Sicher hötte ich es weiter probieren können mit dem stillen bzw dem abpumpen aber ich konnte nicht mehr und wollte auch nicht mehr und seither geb ich nur noch die Flasche und es ist entspannter und ruhiger für uns beide.

Auch die Momente der Nähe zum Kind habe ich durchs Flasche geben. Ich schau ihr dabei immer in die Augen, nachher kuscheln wir immer noch und uns geht es damit richtig gut.

Und das mit dem Flasche geben .wenn duvdich dran gewöhnt hast. Ist es echt unkompliziert. Zu Hause brauch ichvjetzt ungefähr 2 Minuten und die Flasche ist fertig.

Hab immer gekochtes heißes Wasser in der thermo kanne und kaltes abgekochtes zum mischen für die optimale Temperatur.

Bin ich unterwegs mach ich mir ne Flasche fertig oft etwas Wärme als trinkfertig und es klappt gut. Zum reinigigen hab ich den sterilisator und damit geht auch alles schnell und einfach.

Ich bin der Meinung das es dem Baby und der Mama gut gehen sollte Und wenn das eben mit der Flasche ist, dann ist das so.

Meine große Tochter ist 17 und hat auch an dem 2 Monat ur die Flasche bekommen und ihr geht s gut und sie war nie mehr krank als andere Kids

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Lieben dank für deine Nachricht!

Das könnte auch ich schreiben.
Ich bin sehr sensibel 🙈 und muss mit dem Gewicht schon immer sehr achtsam sein. Daher esse ich hoch kalorisch - das geht zum Glück.

Schön, dass du sagst, dass man sich ans Flasche geben gewöhnen kann und es dann auch organisatorisch gut klappt.

Vermutlich ist es für mich im Moment so eine Last, weil ich es einfach nicht mag/möchte.

Und wenn man sich einmal damit arrangiert hat- läuft es dann auch irgendwie- oder sogar gut.

Danke auch für den Erfahrungsbericht deiner älteren Tochter.

Liebe Grüße

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Hallo du,

Ich habe zwar die ersten 4 Monate voll gestillt, mich dann aber bewusst für die Flasche entschieden und es nicht bereut. Bei uns hatte es den Hintergrund, dass wir möglichst schnell mit dem Proben für das 2. Kind anfangen wollten und das Stillen meinen Eisprung verhindert hat (vom FA abgeklärt). Erst nach dem Umstieg auf die Flasche habe ich gemerkt, was für eine große Erleichterung das Abstillen für mich auch in anderer Hinsicht bedeutete:

1. Endlich konnte ich meinem Baby beim Füttern in die Augen schauen. Unsere "Fläschchen-Beziehung" ist wunderschön!
2. Weniger Rückenschmerzen.
3. Keine Auszehrung durch das Stillen mehr. Ich war wirklich nur noch ein Strich in der Landschaft. Ganz schlimm!
4. Meine Hummel schläft seitdem nachts durch.
5. Füttern in der Öffentlichkeit ist mir jetzt deutlich angenehmer.

Nach einer Woche hatte ich die Abläufe des Fläschchen vorbereiten und geben so perfektioniert, dass es nur einen minimalen Mehraufwand im Vergleich zum Stillen bedeutete. Ich hoffe ich konnte dir damit etwas Mut machen 😊.

Lg, babyelf mit babygirl (7,5 Monate)

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Lieben dank für deine lieben Worte!

Schön, dass es so gut bei dir klappt und du zufrieden mit deiner Entscheidung bist.

Stimmt, beim Trinken selbst, kann man mit Flasche besser in die Augen schauen.
Mit dem Gewicht muss ich auch immer achtsam sein (50 KG, 170 cm) und mit wenig Schlaf, sehe ich manchmal echt gruselig aus🤭

Dann bin ich gespannt, wann es bei euch mit Nummer zwei klappt.

Ich habe bei meinem Sohn aufgehört zu Stillen wegen der erneuten Schwangerschaft.
Habe beide Male recht schnell meine Periode wieder bekommen. Einmal nach drei und einmal nach einem Monat.
Zur Übersicht des Zyklus, habe ich den CB Monitor verwendet. Das fand ich spannend und hilfreich.

Liebe Grüße und gutes Gelingen!

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Höre einfach auf dein Bauchgefühl. Bei mir ist es zwar schon 10 Jahre her aber ich würde mich immer wieder für eine Flasche entscheiden.
Meine Tochter hatte damals Kiss u konnte nicht richtig angelegt werden u saugen ging auch nicht. Die Kh Situation hatte mich zusätzlich gestresst. Somit habe ich auf der Wochenbettstation aufgehört zu stillen in Absprache mit meiner Hebamme um es dann entspannt nochmals zu Hause zu probieren.
Es war das reinste Disaster. Bekam dann obendrein noch eine Brustentzündung u da darf man dann eh nicht mehr stillen.
Somit sind wir auf Flasche umgestiegen u nach ein paar Tagen hatte ich den Dreh fix raus wann u wieviel.
Wann ist nix anderes als beim Stillen....nach Bedarf
Wieviel...ist von Kind zu Kind ka unterschiedlich
Welche Flaschen....erst hatte ich die Avent fand mein Baby aber doof. Bin mit Mam gut gefahren
Welches Pulver.....Milasan

Und als Tipp....ne gute Thermoskanne u Milchportionierer u nen Wasserkocher wo man die Temperatur einstellen kann. Wir haben das Wasser erst komplett abgekocht im Wasserkocher....zur Seite gestellt....und wenn in die Thetmoskanne musste auf 40 Grad konnte man ja einstellen nochmal warm gemacht u umgefüllt. So hatte ich für unterwegs gleich die optimale Trinktemperatur.

Finde beim Flaschenkind muss man nicht soviel Rum organisieren wie ich wann los fahre damit ich nicht zum stillen anhalten o aussteigen muss,etc.

Was die Nähe betrifft....es ist eine andere Nähe als beim Stillen aber eine wunderschöne

Lg Maren mit 2.Wunder im Bauch u große Maus

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Nur als kleine Anmerkung: mit Brustentzündung darf man sehr wohl stillen ;) ich hatte auch eine und viel stillen ist dann sogar sehr gut 😊

Aber das jetzt eher so Off-Topic. ;)

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Bei einer Brustentzündung darf man nicht stillen... alles klar 😂 stillen ist bei so einer Entzündung sehr sehr wichtig! Die gestaute Milch muss ja raus. Also bitte keine Unwahrheiten hier verbreiten 😉

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Hallo,

ich habe in der ss immer gesagt ich versuche zu stillen und wenn es nicht klappt was solls, auch Flaschenkinder werden gesund groß.

Unsere Kleine kam nach einer turbulenten Endphase zu unserer Freude gesund bei 37+0 zur Welt. Doch nach 2 Tagen war klar, dass sie an meiner Brust verhungert (Stillprobe gemacht und sie hat 15% ihres Geburtsgewichtes verloren in 48 Stunden). In der Klinik wo ich entbunden habe setzte man sich mit mir zusammen (Hebamme, Kinderkrankenschwester und Kia). Die drei haben mir all meine Optionen aufgezählt und haben damit all meine Sorgen zerschlagen.

Die ersten 12 Wochen habe ich abgepumpt und Muttermilch gegeben. Auf Grund von Druck von außen es noch zweimal mit den Stillen versucht. Der komplette Horror, ich hatte Sorge, dass sie nicht satt wird, sie spürte es und schrie die Brust nur an. Mit Abpumen und Flasche war ich einfach zufriedener und entspannter. Doch das abpumpen hat mich gefühlt zu sehr eingeschränkt, das Gefühl kam so nach 8 Wochen, als ich mich wieder richtig fit. Also bin ich mit 12 Wochen von heute auf morgen auf Pre umgestiegen. Und das war die beste Entscheidung ever.

Seitdem können wir wieder richtig aktiv und unterwegs sein. Ich kann wieder Freunde besuchen, in die Stadt gehen usw.

Zu deinen Fragen:

- Wann gebe ich Flasche?
Gib die Flasche nach Bedarf, wie beim Stillen auch. Achte einfach auf die
Hungeranzeichen deines Babys.

-Welche Menge?
Wir haben einfach mal zwei/drei Tage jede getrunkene Meywenge aufgeschrieben und darauf den Mittelwert genommen. Und dann die Menge nach Gefühl gesteigert. Wir sahen unserer Tochter an ob sie noch Hunger hatte.

- Organisation
Ich muss zugeben mit abgepumpter MuMi war der Aufwand etwas größer als mit Pre. Bei der MuMi hatte ich eine Kanne mit heißen Wasser, eine Kanne mit MuMi, Schüssel und Flaschen mit. Die MuMi haben wir dann im Wasserbad heiß gemacht und
gefüttert. Bei Pre alles viel einfacher und schneller. Thermoskanne mit 38 Grad warmen Wasser dabei, Pulver entweder im Dosierdose oder direkt im Fläschchen. Wasser drauf etwas schwenken und füttern.

-mitleidige Blicke
Ich denke, die bildest du dir zum Teil ein. Du bist unzufrieden mit der Situation und denkst damit dass alle anderen dich verurteilen. Doch dies ist kompletter Schwachsinn. Du solltest dich von den Gedanken lösen, dass Stillen eine gute Mutter ausmacht. Eine gute Mutter machen ganz andere Sachen aus, als die Art der Ernährung.

-Nähe
Die Nähe zu seinem Kind kommt dich nicht nur durch das Stillen. Auch beim Flasche geben hast du dein Kind auf dem Arm und kuschelst mit den Baby während du fütterst. Nähe kommt durch Körperkontakt, lieben Worten und so weiter. Unsere Tochter und ich haben eine tolle Bindung auch ganz ohne Stillen. Wir haben von beginn an viel gekuschelt sie hat die ersten 8 Wochen nur auf mir uns meinem Mann gelebt. Das hat auch eine sehr enge Bindung zu ihrem Papa geschaffen.

-Was füttern?
Im Endeffekt entscheidet dein Kind, welches Pulver ist es wird. Wir habe jetzt das zweite, welches sie gut verträgt. Beim ersten Pulver hatte sie Bauchweh und Blähungen. Allerdings sollte das Pulver bei euch einfach erhältlich sein. Was nützt es dir, wenn dein Kind die Hausmarke von z.B. Müller gut verträgt, es aber kein Müller bei euch gibt.


Für mich war die Flasche das Beste was mir passieren konnte. Nachdem ich die Entscheidung zur Flasche getroffen hatte, wurde ich eine bessere Mutter. Ich war nicht mehr gestresst, nicht mehr so angespannt und auch nicht mehr so genervt. Ich konnte die Zeit mit meiner Tochter wieder richtig genießen und meine Tochter wurde ruhiger. Dies hat mir gezeigt, dass ein Baby vor allem eine Mutter braucht die mit sich selbst in reinen ist.
Also bitte gehe in dich und suche die Ursache, die dir den Umgang mit der Flasche so schwer macht und löse dieses Problem. Deinen Baby ist es egal wie es ernährt wird, es braucht einfach nur eine zufriedene Mutter.

LG Morgain

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Hallo Morgain,

ich danke dir für deine lieben und offenen Worte.

Da finde ich sehr viel von mir wieder.

Vermutlich ist ein großer Teil „zu viel zu Hause und zu viel den Fokus drauf“.

Da meine Tochter eine Risiko Schwangerschaft war (drohende Frühgeburt, ab der 19 Woche) bin ich seitdem eigentlich ans Haus gefesselt und das mit Kleinkind.
Eigentlich sollte ich stationär aufgenommen werden- habe es wegen meinem Sohn nicht gemacht. Musste aber zu Hause viel liegen. Und gleichzeitig gucken, dass mein Sohn nicht zu kurz kommt. Spielen, Spazieren, Abwechslung etc.

Jetzt sitze ich wieder zu Hause und alles dreht sich um das Abpumpen und ist anstrengend.

Mich überfordert einerseits die ganze Organisation rund um die Flasche und andererseits lässt mich der Wunsch und die Hoffnung nicht los, meine Tochter wieder an die Brust zu bekommen - hat sie doch 10 Wochen problemlos getrunken.

Deine Nachricht liest sich zum Ende richtig entspannt. Das hilft mir sehr!

Danke und liebe Grüße

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Meine Schwägerin hat anfangs gestillt, gepumpt und PRE gegeben und das bei jeder mahlzeit. Sie war einfach super unglücklich.

Nach 3 Monaten hat sie nur noch PRE gegeben und seitdem sind beide super entspannt und haben ein tolles Verhältnis.

Flasche gibst du wie die Brust. Nach bedarf. Dann wenn Hunger signalisiert wird. Irgendwann merkst du ja auch, wieviel sie ca trinkt :)

Und ich (Still-Mama) gucke keine Flaschenmama mitleidig an. Eher neidisch, ich stille gar nicht gerne 😂😂 obwohl es gut läuft!! Motte nimmt keine Flasche 🙈

Also auch mit Flasche kann man eine tolle Beziehung haben. :)

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Danke für deine liebe Nachricht!

Das ist ja lieb geschrieben „ich gucke Flaschenmamis neidisch an“😊

So habe ich es noch nicht gesehen ☝️

Danke und liebe Grüße!

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Ich finde Flaschen haben durchaus ihre Vorteile. Ich stille nicht soooo gerne draußen, aber was will man machen :D

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Ich habe jetzt die Antworten nicht gelesen...

Ich habe jetzt den vierten Sohn. Die ersten drei waren alle von Anfang an Flaschenkinder. Man muss zwar unterwegs mehr mitnehmen, aber ich finde das nicht schlimm. Sie sind alle groß, hatten nie Probleme oder Allergien und waren nicht so oft krank, wie viele Stillkinder die ich kannte.

Mein kleinster ist ein Frühchen, der die letzten Wochen unter mangelversorgung litt, deshalb wurde er bei 33+5 geholt. Ich wollte wieder, wie schon bei den großen, von Anfang an Flasche geben. Da mein kleiner aber so sehr von der Muttermilch profitieren kann, Pumpe ich nun seit seiner Geburt (vor 3 ½ Wochen) ab. Ich finde es so schlimm. Ich muss mich immer nach meiner Brust richten, was ich wann mache. Jetzt musste ich zum Pumpen von einem Geburtstag heim, weil ich einfach nicht der Typ bin, der das in der Öffentlichkeit machen kann. Mit der Flasche war es so bequem und meine Kids haben daraus keine Nachteile gehabt...

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Hallo, ich bin so eine glückliche Flaschenmami. Bei Kind 1 hatte ich keinen Milchanschuss.Fuer mich persönlich gar nicht tragisch, meine Mama hatte auch keinen. Sie ist beste Mama der Welt, damit ist alles gesagt. Ich versuchte ihn zu stillen, teilweise wegen Druck seitens Schwiemu. Nach halbestündige Mühen an der Brust mein Sohn hat mit etwas gelben gebrochen, schrie und nur nach der Flasche war zufrieden. Mich graute vor jedem Anlegen. Nach eine Woche sagte mein Arzt, ich soll mein Baby und mich nicht quälen und auf die Flasche umstellen. Meine Schwiegermutter nahm mir meine Erleichterung bei Verzicht auf Stillversuch e lange übel. Bei anderen war stillen überhaupt nicht das Thema. Man sollte, wenn man konnte, ansonsten gab es Fläschchen. Punkt. Keine mitleidige Blicke. Fläschchen geben fand ich weder nervig, noch lästig, noch Einschränkend. Ruck zuck fertig. Fläschchengabe empfand ich als sehr innig und emotional. Wir genossen das beide. Bei Kind 2 kam plötzlich Milchanschuss. Ich habe gestillt ohne körperliche Probleme. Nur seelisch ging mir damit nicht gut. Ich empfand Still-Vorgang als leicht ekelig, fühlte mich wie Tier. Mein Sohn war kein Stilljunkie, für ihn war alles Pflichtveranstaltung einmal in 2-3 Stunden. Zum trösten wollte er die Brust nie, spuckte angewidert raus. Emotionale Komponente fehlte beim stillen völlig, für uns war das Kantine. Aber ich wollte bis Beikost Einführung vollstillen und dann nach und nach Mahlzeiten ersetzen und mit einem Jahr endlich aufhören. Ich unterdrückte meine Abneigung. Mit fast 4 Monaten verweigerte er die Brust. Gleichzeitig gegen seine Verweigerung und meine Abneigung anzukämpfen war zu viel für mich. Ich pumpte noch eine Zeitlang, das war für uns schon entspannter, pumpen betrachtete ich etwas wie kochen. Aber Milch wurde weniger, und abfast 5 Monaten gab's pre. Ich war erleichtert, habe weder schlechtes Gewissen, noch Bedauern. Flaschengabe war zwar etwas inniger als Stillen, aber nicht soooo innig wie bei großen Bruder. Essen war bei Kleinem nie seine Leidenschaft. Mit zwei Kindern war meine Familienplanung fertig. Hätte es eine Verhütungspanne gegeben, würde ich stillen probieren, aber niemals auf Biegen und Brechen versuchen. Stillen ist gut, wenn es gut klappt, Nichstillen ist kein Weltuntergang. Das war, ist und bleibt meine Einstellung. Inzwischen sind meine Kinder 20 und 15 und ich habe sehr guter inniges Verhältnis zu beiden.
Ich wünsche Dir und deiner Familie alles gute und entspannte Zeit

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Ich danke dir für deine lange Nachricht und deine persönliche Erfahrung.

Das ist nochmal ein ganz neuer Blick auf das Stillen - sehr interessant. Auch, wie sich dein Kleiner quasi selbst abgestillt hat. Vielleicht hat er deine Anspannung bemerkt?

Ich danke dir für deine guten Wünsche !

Liebe Grüße

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Ich habe 4 Flaschenkinder. Bei Kind 1 und Kind 2 habe ich mir den A....aufgerissen und alles getan, um stillen zu können. Tja, ich gehöre nachweislich zu den Frauen, die keinen Milcheinschuss wegen zu wenig Milchdrüsengewebe haben. Brauche nicht mal Abstilltabletten.
Kind 3 und 4 bekamen beide das Kolostrum und dann die Flasche und ich hatte endlich eine glückliche Anfangszeit mit meinen Babys 😍.

Ich bin ehrlich- wenn ich mir hier diese Geschichten von stundenlang nuckelnden Babys etc anschaue, bin ich heilfroh, dass Flasche geben so einfach ist 👍👍. Das werden zwar sehr viele bestreiten 😂😂, aber für mich ist es das.
Nähe kann man einem Baby auch ohne Stillen geben, wäre ja noch schöner, wenn kuscheln/FB etc. nichts wert wäre.

Ich habe immer nach Bedarf Flasche gegeben und auch so viel meine Babys wollten....sie bekamen/bekommen ausschließlich Pre.
Ach ja, die mitleidigen Blicke redest du dir ein. Und sollte das doch mal eine machen, dann hat die ein total niedriges Selbstbewusstsein 😂😂.
Hätte mich wegen Flasche im real life jemand blöd „angemacht“, so hätte ich mit „Ich muss nicht stillen, ich kann mir das Milchpulver leisten“ 😜.
Aber solche Fanatiker sind mir selbst in unserer Großstadt nie untergekommen. Vielleicht auch deshalb nicht, weil ich mit der Flasche im Reinen bin 👍.

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