Mal eine andere Sicht aufs Stillen. Sehr schön beschrieben!

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Was ist da eine andere Sicht?

Die Frau beschreibt ihre subjektiven Empfindungen. Vieles davon kommt von ihr selbst.
Ich stille mein zweites Kind inzwischen 9 Monate. Heute bspw. auf dem Spielplatz während ich mich mit dem Vater einer 7-Jährigen unterhalten habe. Vorgestern während ich mich mit den kinderlosen Nachbarn unterhalten habe. Ich stille bei meinem Bruder, bei meinen Eltern, im Restaurant, im Kaufhaus. Ich geh dazu nicht in Umkleiden oder Wickelräume, es sei denn ICH will es. Ich bin nicht isoliert, wenn ich es nicht sein will.
Ich bin keine Milchkuh. Ich gebe meinem Kind nicht das Beste, sondern das Normale. Meine Brust ist nicht vorrangig dazu da, straff und sexy zu sein, sondern mein Kind zu ernähren.

Ich bin damit auch nicht mehr oder weniger abhängig als ich es mit Säuglingsnahrung wäre. Mal davon abgesehen, dass ich nicht ständig Flaschen mitschleppe.
Ne, ich bin nicht neidisch. Ich finde das Stillen tatsächlich schön und praktisch.

Vielleicht ist die Erstellerin ja aber auch neidisch, weil sie eine sehr beeinflusste Ansicht über ihren Körper hat und sie sich nicht traut, abzustillen.

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HI Krebschen :-)

Ich stille jetzt auch seit 10 Monaten...aber ehrlich gesagt notgedrungen.
Phil trinkt nur Wasser aus der Flasche, keinerlei Milch.
Er nimmt auch keinen Schnuller, weshalb er entweder im Kiwa, Auto, trage oder bei mir schläft. Mein Mann bekommt ihn zB. Ohne diese Hilfsmittel garnicht zum schlafen.
Somit war mein Highlight in den fast 11 Monaten ein 2-stündiger Friseuraufenthalt.
Ich mag es nicht, mich immer stillgerecht anziehen zu müssen, damit ich in der Öffentlichkeit gut stillen kann, ohne mich blank legen zu müssen.
Ich mags auch nicht, dass ich am WE nicht länger als ne Stunde ausschlafen kann, weil Phil ohne Brust manchmal sehr schlecht zu beruhigen ist.
Ich würd gern mal wieder mit Freunden abends was trinken gehn, aber mein Mann bekommt Phil ja nicht wieder ruhig, wenn er mal aufgewacht ist.
Alles in allem schränkt mich das gerade unheimlich ein.

Ich stille ganz gern und fands auch echt schön. Aber momentan stille ich auch nur, weil ich es muss.
Und es ist sooooo ätzend, wenn man mit dem Mann ....intim werden möchte und plötzlich Milch aus der Brust spritzt #aerger mir mal so am Rande....

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Huhu,

Na ja, die meisten Kinder brauchen irgendeine Begleitung in den Schlaf. Ich stille bspw. lieber als zu tragen, zu schaukeln oder sonstwas.

Wenn ich aber nicht da bin, dann muss mein Mann eben seinen Weg finden.

Beim Kleinen jetzt hatte ich wohl noch keine zwei Stunden, was aber daran liegt, dass ich hier keinerlei Familie habe und mein Mann von morgens 7 bis 18 Uhr aus dem Haus ist.
Also auch mit Fläschchen könnte ich nicht groß allein weg. Und nachts wäre trotzdem ich zuständig. Nur dass ich dann richtig aufstehen müsste und richtig wach wäre.
Und auch mit Fläschchen würde mein Sohn wahrscheinlich nicht einfach so einschlafen.
Meine Eltern helfen uns gerne, aber zwei Kinder sind eben dich anstrengend (wenn Lasse 11 Monate ist, könnten mein Mann und ich ein WE nach Amsterdam. Meine Eltern würden aufpassen, aber noch gehe ich davon aus, dass ich nicht mit kann).

Es muss ja auch nicht unbedingt am Stillen liegen, dass dein Mann es schwer mit dem beruhigen hat (ist bei uns auch so). Dann wäre die Situation im Prinzip genauso, nur dass du dann eben noch Fläschchen machst und die bequeme Art der Beruhigung wegfällt.

Ich trage auch keine spezielle Kleidung. Trotzdem kann ich eigentlich das Meiste immer verdecken.
Vorteil ist für mich aber, dass ich nicht organisiert sein muss. Ich bin immer wieder erstaunt, was für riesige Taschen Mütter immer mit sich rumschleppen.Das ist für mich ein Horror. So brauche ich nicht viel.

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Ach ja...ich finde mich in einigen Punkten wieder *seufz*

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Hallo,

zunächst einmal (und ich meine das jetzt gar nicht böse): Was genau möchtest du uns jetzt damit sagen? :-) Das das Stillen nicht jede Frau mit absoluten Glück erfüllt ist doch in Ordnung ABER vieles ist halt auch eine Einstellungssache.

Es handelt sich um so einen kurzen Zeitraum im Leben eines Menschen, in dem er gestillt wird und da kann man als Mutter doch mal ein paar Einschränkungen in Kauf nehmen ohne gleich depressiv zu werden.

Ich hatte auch andere Lebensphasen, in denen ich mich aufgrund der damaligen Umstände einschränken musste. Als ich Studentin war, gab es Zeiten da war ich wirklich bettelarm und habe unter der Armutsgrenze gelebt.
Klar fand ich das in diesem Moment nicht toll, aber da hat kein Mensch einen Aufriss gemacht, mir den Kopf getätschelt und gesagt: Du Arme, ich kann dich so gut verstehen! Für mich selbst war es auch nicht so schlimm, da ich wusste, so bald ich erst mal fertig bin mit dem Studium, geht's steil bergauf.

Auch wenn ich das Stillen (bis auf eine kurze Phase zu Beginn der Stillzeit und eine Phase in der vergangenen Schwangerschaft) immer toll fand, habe ich mich beim ersten Kind hin und wieder gefragt: Wann wird es endlich einfacher!? Einfacher wurde es dann irgendwann von selbst, als ich aufgehört habe mich das zu fragen.
Und nein, ich bin keine Supermutti, Übermutter, etc. Ich habe meine Fehler und meine Tiefpunkte, aber ich will mir selbst das Leben nicht unnötig schwer machen.

Übrigens stört mich dieser Supermutter Mist mittlerweile gewältig. Ich werde in Zukunft bei jedem Post Pro Stillen, Familienbett, Tragen, etc. gleich mithinzufügen, dass "die ganzen Rabenmütter hier bei Urbia bestimmt gleich wieder aufschreien, aber....."! ;-)

LG

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Toll geschrieben. Sehe ich auch so.

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Hmmm... schon bisschen trollig der Beitrag. Und dann auch noch zum Freitag! :-D

Aber ok. Ich persönlich finde diesen Text ziemlich traurig und hab wirklich Mitleid mit der Verfasserin! Schade dass sie das Stillen nicht genießen kann. Auf mich wirkt es als hätte sie ein ziemlich geringes Selbstbewusstsein und dadurch kommt sie mir mit ihren Ansicht sehr ambivalent und naiv vor. Ich frag mich warum sie nicht einfach abstillt!?

Meine Tochter ist 1 Jahr alt und wir stillen immernoch nachts 2 mal und am Tag an die 3 mal. Und ich fühle mich ganz und gar nicht wie eine Milchkuh oder irgendwie eingeschränkt. Im Gegenteil!!! Ich habe 6 Monate lang zufüttern müssen und das war mir bedeutend unangenehmer, befremdlich und hat mich isoliert. In der Öffentlichkeit erst die Brust zu geben und dann noch den ganzen Flaschenkram rauszuholen hat mich unheimlich genervt. Ob ich mich jetzt zum stillen zurückziehe oder wir einfach an Ort und Stelle stillen, entscheide ich immer spontan.

Eigentlich weiß ich auch beim 2. Mal lesen gar nicht so recht wo eigentlich das Problem liegt.... für mich ist das selbstgemachtes Elend und ganz viel Selbstmitleid dahinter. Viel Tamtam um nichts. Obwohl ich den Grundgedanken natürlich verstehe... der kommt nur in meinen Augen gar nicht so recht rüber.

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Ich grätsch mal dazwischen ;-)
Ich würde zB. auch abstillen...aber ich hab die Wahl, mein Kind dann brüllen zu lassen, weil er weder die Flasche mit milch (weder normale noch Pre noch Muttermilch) oder Schnuller nimmt oder weiterzustillen.
Mein Instinkt ist so groß, dass ich nun weitermache, obwohl ich langsam echt keine Lust mehr habe.

Aber das "dann still doch ab" macht mich immer etwas knautschig, da es eben nicht "einfach" geht ;-)

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Das versteh ich absolut und dafür bekommst du von mir auch größten Respekt! Ich finde es gut, wenn man das für das Wohl des Kindes einfach noch "durchhält"! #pro :-) Und ich hoffe insgeheim dass meine Motte mir diese Entscheidung irgendwann einfach abnimmt und sich von allein abstillt.

In dem Post, finde ich, klang es allerdings so als ob diese Frau halt, trotz Konflikt mit der Stillerei, 6 Monate stillen will. Weil das eben so empfohlen wird. Oder weil sie es wahrscheinlich irgendwo gelesen oder gehört hat... das find ich schon bisschen, naja, affig irgendwie.

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Ich verstehe sie nicht. Sie ist gehemmt, weil ANDERE blöd schauen könnten ?
Wenn jemand in der Öffentlichkeit isst oder Babys aus der Flasche trinken ist das okay, stillen aber nicht ?
Frauen mit weiten Ausschnitten werden toleriert, aber eine Brust beim Stillen nicht ?
Und was für Menschen sind das bitte, die in einer Stillbrust was sexuelles sehen ?

Möchte sie mit ihrem Text rechtfertigen, dass sie ihr Kind nach sechs Monaten abstillt ? Was soll mir das sagen ?

Ich lese daraus, dass sie sich noch nicht richtig mit dem Stillen angefreundet hat, aber auch keinen Weg gesucht hat, mit ihren Problemen was das Stillen angeht umzugehen.

Wenn sie in der Öffentlichkeit die Brüste nicht entblößen will, trägt sie eben entsprechende Kleidung.
Wenn sie die blöden Sprüche stören, über legt sie sich vorher gute Antworten.
Wenn sie das dauernde Nuckeln nervt, versucht sie in der Zeit wenigstens produktiv zu sein oder sich zu entspannen.

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Ich stille seit 21 Monaten.

Die Beziheung Ich-Stillen-Brust-Öffentlichkeit hat sich innerhalb dieser bald 2 Jahren oftmals geändert.

Beim Zeitpunkt "4Monate" dachte ich auch noch, "bis 6 Monate tu ich mir das an".

Bis es dann 6 Monate wurden und Kind alles andere verweigerte. Da wurde es schwer und erst da hab ich gelernt, was man braucht, um es auch wirkoich praktisch zu haben .

Ist ein netter Beitrag einer ganz frischen Mama, die beim und übers Stillen noch viel lernen wird ;-)

Ein 8 Monate altes Kind stillt ganz anders, als das 4 Monate alte Kind. Und mit 10,12,14,16,18,20 jedes mal wieder anders. Die extremen Clusterfeeding Zeiten sind hier schon fast vergessen.

In der Öffentlichkeit hats erst so gegen 7-10 Monaten richtig gut eingespielt. Da kam dann nie mehr ein Gedanke an versecken.

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