Abstillen ja oder nein?

Hallo Leute,

Der Text fällt mir echt schwer. Vielleicht hat ja einer auch noch einen Tipp für mich?

Mein Sohn wird am Montag 5 Wochen alt und der Anfang war sehr schwer. Er kam per Kaiserschnitt und war direkt noch 8 Tage in der Kinderklinik. Dadurch war der Stillstart natürlich alles andere als optimal.

Ich nehme 3x3 Bockshornkleekapseln und trinke noch Stilltee dazu. Ich weiß, dass ich genug Milch habe, da er gut zunimmt. Allerdings bekommt er ab und zu auch mal Pre Nahrung, damit ich mich erholen kann, warum folgt jetzt.

Allerdings zahnt mein Spatz schon und hat dadurch natürlich ein gewisses Beißbedürfnis. Und das lebt er ausgiebig an meinen Brustwarzen aus. Am Anfang ging es noch, doch mittlerweile tut es einfach nur noch weh. Ich Creme vor und nach jedem Stillen mit Lanolin ein. Aber wirklich helfen tut es anscheinend nicht mehr. Die Brustwarzen sind schon sehr beansprucht, aber bluten tun sie zum Glück noch nicht.

Ich bin mit den Nerven echt am Ende, zumal wenn ein Tag wie heute dazu kommt, wo er wenig schläft und viel rum quengelt.

Würdet ihr in der Situation abstillen oder abpumpen und verfüttern? Wobei ich dazu sagen muss, dass ich beim Abpumpen nur so 30-50 ml gewinne, selten mehr...

Ich bin über jede Meinung dankbar. Am Montag ist natürlich meine Hebamme da, mit der spreche ich dann auch noch mal.

Verzweifelte Grüße

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innerlich hast du glaube ich schon entschieden, nicht mehr stillen zu wollen

Hör auf dich und niemand anderen

Wenn du glaubst du und dein Kind seid mit der Flaschenfütterung entspannter, dann tu es....auch Flaschenkinder sind kerngesund.

Du brauchst niemandem Rechenschaft für deine Entscheidung abzulegen

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Lass Dich bitte beraten, durch eine gute Hebamme oder Stillberaterin. So eine Beißphase ist auch "nur" eine Phase, auch wenn das bei Euch natürlich sehr schmerzhaft klingt. Aber vielleicht hat jemand kompetentes gute Tipps! Abgestillt ist schnell, aber das Zurück dann umso schwieriger und ihr seid ja wirklich noch recht am Anfang Eurer Stillbeziehung!

Liebe Grüße!

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Hallo,

erstmal #herzlichlichen #kleewunsch zum #baby!

Tut mir leid, dass Dein Sohn so einen schwierigen Start hatte. Umso mehr freut es mich, dass es inzwischen ja gut "bergauf" geht mit dem Kleinen #herzlich!

Unsere älteste Tochter (inzwischen 9 Jahre alt #verliebt) hatte einen ähnlichen Start, zwar ohne Kaiserschnitt, jedoch kurz davor (langer Geburtsverlauf). Sie lag von ihrem 2. bis 11. Lebenstag auf der Neugeborenen-Intensiv, wobei die ersten Tage sehr kritisch waren. Entsprechend mies verlief auch unser Still-Start, ich hatte wegen der extremen emotionalen Belastung keinen richtigen Milch-Einschuss, alles Abpumpen, Tees & Co halfen auch nach Tagen/Wochen nicht. Unsere inzwischen ja schon "große" Kleine war bedingt durch den Start extrem unruhig, schlief in den ersten sechs Wochen nie länger als zwei Stunden am Stück (meist nicht mal eine und war dann oft stundenlang wach) und ich war irgendwann (trotz großartiger Unterstützung durch meinen Mann) einfach nur noch fertig. Das Anlegen/Saugen klappte zwar fast von Anfang an gut, nur hatte ich zu wenig Milch- die Kleine wurde nicht annähernd satt und dadurch natürlich noch unruhiger.

Nach dem Umstellen auf die #flasche kam sie spürbar zur Ruhe, entwickelte nach ca. zwei Monaten zumindest annähernd so etwas wie einen Tag-Nacht-Rhythmus, schlief nachts zumindest mal drei Stunden zwischen den einzelnen Mahlzeiten. Wir haben sie von Anfang an viel getragen, mit ihr gekuschelt, etc. . Sie wurde zunehmend ausgeglichener und hat, ebenso wie ihre Schwestern (7 und 3 Jahre alt), die ich beide auch nur wenige Wochen gestillt habe (da leider aus gesundheitlichen Gründen meinerseits), eine absolut innige und vertrauensvolle Bindung zu meinem Mann und mir. Auch mit unseren beiden jüngeren Kindern haben wir viel gekuschelt, beide ebenfalls viel getragen, sie haben alle drei immer mal auf unserem Bauch geschlafen #verliebt. Unsere Jüngste ist wie gesagt gerade drei geworden, sie tragen wir heute noch gelegentlich (z.B. abends auf dem Stadtfest ;-)#schein) und sie mag vor allem nach dem Aufwachen noch immer mal gern auf Papas Bauch liegen #verliebt.

Fazit: Stillen ist sicherlich gut und richtig. Es müssen sich jedoch Kind UND Mutter dabei wohl fühlen. Wenn es Dir dabei offensichtlich nicht gut geht und es für Dich eher eine Qual ist, übertragen sich diese Gefühle beim Stillen auf Deinen Sohn. Das ist dann sicherlich nicht der gewünschte "Effekt". Du solltest Dir nochmal ein "realistisches" Zeit-Limit setzen (z.B. zwei Wochen) und schauen, ob es Dir vom Gefühl her sowie Deinen Brustwarzen dann besser geht. Falls nicht, könntest Du dann allmählich abstillen- oder eben Abpumpen und bei Bedarf Zufüttern. Besser wenig Muttermilch, als gar keine ;-). Und 50ml beim Abpumpen sind doch erstmal okay. Wie gesagt, bei Bedarf fütterst Du einfach noch PRE-Nahrung hinterher. Hast Du schon Still-Hütchen ausprobiert? Vielleicht helfen die auch.

Wenn Du die Empfindung hast, dass "gar nichts mehr geht", solltest Du auf Dein Bauchgefühl hören und recht zeitnah abstillen. Ich finde es wichtig, es überhaupt versucht zu haben- jede Woche des Stillens ist viel wert und die ersten bzgl. Mutter-Kind-Bindung sowie auch der Gesundheit des Babies am wichtigsten. Wenn es danach irgendwann "läuft", ist das super ;-)- wenn nicht, auch kein Drama.

Sprich' auf jeden Fall mit Deiner Hebamme- aber am wichtigsten sind wie gesagt Dein Bauchgefühl und Deine Intuition als Mama #herzlich.

Ich hoffe, das hilft Dir ein wenig weiter? Liebe Grüße & einen schönen zweiten Advent,

Kathrin

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Ich kann dir nur sagen, dass es bei uns ähnlich war.
Die Schmerzen waren echt schlimm.
Ich habe vor jedem Anlegen Angst gehabt und geheult vor schmerzen, als er dran war, so dass ich einige Tage alle 3 Stunden abgepumpt und ihn wegen der Schmerzen nicht angelegte habe.

Ich habe wirklich sehr oft ans Abstillen gedacht.
Aber irgendwann habe ich mir gesagt, ich möchte das beste für ihn,alle anderen haben es auch geschafft, ich will nicht aufgeben.
Und glaub mir, ich bin sooooo froh, weitergestillt zu haben. Ich weiß, ich hätte es bereut, wenn ich abgestillt hätte, vielleicht nicht in dem Moment, aber jetzt.

Mein Sohn Ist jetzt knappe 6 Monate alt und ich stille noch voll.

Versuche durchzuhalten.....es wird besser mit den Schmerzen.
Aber im Endeffekt musst du entscheiden und dabei wünsche ich dir alles gute :)

Lg
Kizzy

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Meine 1. Tochter mußte zwar nicht in die Kinderklinik, aber sonst war unser Stillstart sehr ähnlich. Sie hat auch bereits extrem früh gezahnt und oft gebissen.
Ich war aber nicht bereit deswegen abzustillen.

Das beißen ist eine Phase, die vorbeigeht. Was bei mir gut geholfen hat war zu beobachten wann sie beißt und ihr zuvor zu kommen. Sie fing meistens an zu beißen wenn ihr die Milch nicht mehr schnell genug floss. nach ein paar Tagen hatte ich das ganz gut raus und konnte sie vorzeitig abdocken und die Seite wechseln. Damit waren gut 90% der Bisse vorbei. Und mein kleiner Finger war beim stillen immer im "Lauerstellung" damit ich sofort dazwischengehen konnte.

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Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs.

Ich kann dich gut verstehen. Ich glaube allerdings auch, dass du dich innerlich schon entschieden hast.

Wir hatten auch eine schwierige Stillphase und ich habe noch 3 Wochen für das Stillen gekämpft. Am Ende war ich echt fertig. Die Nächte waren grauenvoll. Er war 8-12x wach und wollte trinken.

Eines Morgens hatte ich die Schnauze voll und habe gesagt ich stille ab. Siehe da mein Schatz war auf einmal entspannt weil ich entspannter war. Ich denke ich hatte so Probleme weil ich so angespannt war und mein Zwerg das gespürt hat und auch nicht mehr entspannt trinken konnte :-/

Seit dem er die Flasche bekommt wird er nur noch 2x wach und mir geht es viel viel besser und es ist wichtig, dass es Mama gut geht.

Du wirst schon die richtige Entscheidung treffen :-)

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Stillen ist das Beste fürs Kind, das weiß auch jede Flaschenmutti.

Aber stillen auf Kosten des Wohles der Mutter - ganz klar NEIN!

Nur um sagen zu können - ICH STILLE

Meine Großtante hat mir mal von früher erzählt, wie es da war mit dem Stillen. Die Menschen waren so arm nach dem Krieg, da kam der Gedanke nach Flaschenernährung garnicht auf. Aaaaaber, hier auf dem Land mussten die Frauen gleich nach der Geburt wieder mit anpacken, Mutterschutz gab's da nicht. Da mussten auf dem Feld die Kartoffeln ausgemacht werden, das Vieh gefüttert. Nix mit, ich ruh mich mal 6 Wochen aus...

Die Ernährung war schlecht, Mangelerscheinungen, wenn da die Mutter genug Milch für Ihr Baby hatte, war das ein Wunder.

Sie hat mir erzählt, dass sie Haferschleim durch's Sieb geschlagen hat, damit das Kind es aus der Flasche trinken konnte...

Auch ich, Anfang der 70er geboren, bin ein reines Flaschenkind. Ich bin weder übergewichtig, noch kränklich und habe null Allergie gegen garnichts. Und ich glaube damals war das Milchpulver noch nicht so gut wie heute.

Meine beiden Kinder habe ich je 3 und 5 Monate gestillt und dann auf Flasche umgestellt. Beide sind wunderprächtig gediehen. Hätte ich noch ein 3. Kind bekommen, wäre es wohl auch ein Flaschenkind geworden...

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Hallo mit fünf Wochen zahnt er schon?? Meine is jetzt drei einhalb Monate und fängt langsam an aber ich möchte eigentlich noch weiterstillen. Würde n hütchen vielleicht was bringen? Aber du musst dich wohlfühlen dann fühlt sich auch das Kind wohl. Lg

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Vielen lieben Dank für eure Antworten.

Ihr habt recht, ich habe mich bereits entschieden und zwar fürs stillen zu kämpfen. Denn immerhin gefällt es mir, ich genieße die Zeit mit meinem Sohn und das ich ihn ernähren kann.

Es tut gut zu wissen, dass es nur eine Phase ist mit dem Beißen und ich lauere ihm auch schon auf und docke ihn rechtzeitig ab, das klappt aber nicht immer.

Ich denke mir halt auch, abstillen kann ich ihn jederzeit und ich kann ihn jederzeit zufuttern, aber die Milch bekomme ich nur sehr schwer wieder.

Wahrscheinlich wird es oft so Tage wie gestern geben, wo ich heule vor Schmerzen und ich am liebsten abstillen möchte. Aber die Nächte schläft er gut und nachts zu stillen ist total angenehm.

Wie gesagt ich Danke euch von Herzen für die lieben Antworten.

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Hey,
Ich hatte am Anfang gleich n Milchstau und danach wunde und blutige Brustwarzen. Mir tat irgendwann alles weh, weil ich total verkrampft war. Bei jedem Anlegen sind mir die Tränen in die Augen geschossen. Da spielt man automatisch mit dem Gedanken abzustillen.

Mir tat irgendwie aber der Gedanke, dass andere sie ja dann auch füttern würden, auch weh...
Hormone halt. Ich kann mir das vorstellen, wenn mein Kind n halbes Jahr alt ist oder so, aber jetzt noch nicht.
Also hab ich es ausgehalten. Habe auch Lanolin genommen und bei mir hats Gott sei Dank geholfen. Du könntest mal Heilwolle probieren. Manche sagen auch Kompressen mit schwarzem Tee, aber da hab ich selbst keine Erfahrung.

Ansonsten Probier mal verschiedene stillpositionen aus, damit die BW "anders" beansprucht werden.
Natürlich musst du natürlich auch weiter stillen wollen, sonst ist es wahrscheinlich vergebene Liebesmüh.
Alles gute für euch

LG Danni mit Amelie

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