Warum sind die meisten gegen die Folgemilch?

Hallo ihr Lieben,

Frage steht ja schon im Betreff. Habe mich mal jetzt was das Thema Anfangsmilch und Folgemilch angeht etwas belesen.

Die 2er Milch ist ja darauf abgestimmt wenn man schon Beikost gibt. Die Kalorienzahl ist genauso hoch wie in der 1er Milch (also kein Dickmacher oder so). Sie ist allerdings in der Zusammensetzung anders. Zb ist mehr Eisen, Stärke usw. drin. Ist also auf die wachsenden Bedürfnisse des Babys ab 6 Monate abgestimmt. Für mich hört sich das logisch an. Aber warum sind die meisten gegen die Folgemilch? Gibt wer die Folgemilch seinem Spatz?

Wir füttern derzeit in 24 Std. 3-4 Flaschen (1er Milch) und haben 2 Beikostmahlzeiten (Mittag und Abend) eingeführt. Die Mittags- und Abendflasche bzw. Gute Nacht Flasche ist somit ersetzt. Sohnemann ißt sein Brei auch sehr gut auf.

Da der Energiewert jetzt höher ist (Vitamine, Mineralstoffe etc.), würde ich eigentlich jetzt gerne auf die 2er umsteigen.

Möchte Eure Meinungen bzw. eventuelle Erfahrungen von euch hören.

LG Aysun

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Ich habe hier irgendwo den Satz gelesen "Es gibt auch keine Muttermilch 1, 2 und 3!"

Ich denke, mehr muss man dazu nicht sagen ;-)

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Doch gibt es. Aber die Zusammensetzung der Muttermilch ändert sich eben ganz unbemerkt mit der Zeit und wird durch sich ändernde Bedürfnisse des Kindes gesteuert. ;-)

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Ja, aber nicht gravierend und nicht in ihren Hauptbestandteilen.
Wenn das Baby mehr braucht, trinkt es einfach mehr und nichts anderes.

Ich füttere meiner Maus gerade im November eingefrorene Muttermilch.

Damit müsste sie ja nach der Theorie mangelernährt sein und das Einfrieren und die 6-monatige Haltbarkeit wäre sinnlos.

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Mir fällt dazu nur ein, dass meine Hebamme mal sagte:

"Die Pre-Milch reicht das gesamte erste Lebensjahr über."

Ob sich nun 1er und 2er was nehmen ist mir somit einerlei #sorry

Außerdem muss ich zugeben, dass ich das Glück habe meinen Zwerg (6 Monate alt) immer noch stillen zu können.
Falls ich aus Bequemlichkeit (Termine etc.) jetzt doch mal eine Mahlzeit mit Flasche ersetzen würde, dann würde ich Pre nehmen.

LG
Laulen und Zwerg #verliebt

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Die (Kuh-)Eiweiße sind in Folgemilch nicht mehr so stark aufgespalten wie in Pre oder 1er. Außerdem mischen manche Hersteller wohl auch Zucker dazu; auch Stärke zählt meines Wissens zu den quasi Zuckerquellen, weil sie im Körper direkt umgewandelt wird.

Folgemilch ist selbst laut FKE nicht notwendig.

LG
Christiane

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Ich habe die Erfahrung gemacht, das meiner wenn er die 2er bekommt, länger satt ist. Hab zwischendurch nochmal die 1er genommen. Da kam er aber wieder früher. Denke einfach die Dicke der Milch ist der größte Unterschied :-)

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Hi,
bei uns im Pekip-Kurs damals gab es Infoveranstaltungen zum Thema Beikost. Die Ernährungsberaterin sagte ganz deutlich, dass Folgemilch (2/3) total unnütz sei. (War für uns aber ohnehin unnötig).
Und das Argument mit der Muttermilch finde ich doch sehr treffend...

Vlg tina

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Die Zusammensetzung der 2er und 3er Milch (und erst Recht der weiterführenden Kindermilch) ist eben gerade NICHT auf die Bedürfnisse des Babys/Kindes abgestimmt.
Wie Du schon schriebst: die Hersteller werben damit, dass diese Milch ein hoher Eisenlieferant ist. Die Krux: Milch ist aber von Natur aus gar nicht dafür vorgesehen, viel Eisen zu liefern. Das sollen andere Nahrungsmittel (Gemüse, Fleisch), die mit der Beikost eingeführt werden, tun.
Statt dessen beinhalten sie aber ironischer weise zu wenig Kalzium - jedoch ist Milch für ein Baby nun mal DER Kalziumlieferant. Das fehlt dann also in der Ernährung des Babys.
Darüber hinaus enthalten diese weiterführenden Milchsorten zu gering aufgespaltene Eiweiße, sie sind für den kleinen Organismus des Babys oft stoffwechselbelastend.
Dazu kommen dann noch viele chemische Zusätze, die absolut unnütz sind, teilweise versteckte Zucker etc.
Mein Kinderarzt und meine Hebamme vertreten sogar die Meinung, man müßte diese Milchpulver verbieten lassen, weil sie einfach nicht gut sind, für die Gesundheit des Babys.

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Wir haben die Einer und Zweier gefüttert. Als wir merkten, er wird nicht mehr richtig satt von der Milch, sind wir umgestiegen. Und ehrlich gesagt kann ich die Verteufelung der Folgemilch nicht nachvollziehen.

1. Brauchen größere und mobilere Kinder mehr Energie. Stärke ist auch in anderen Lebensmitteln und auch wichtig für die Entwicklung.

2. Passt sich die Muttermilch auch den Bedürfnissen des Kindes an und setzt sich immer anders zusammen je nach Alter.

3. Hat mein Kleiner irgendwann alle 1-2 Std. vor Hunger geweint. Ich wollte ihn nicht hungern lassen und bin deswegen umgestiegen.

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Das mehr an Energie sollen sich aber die Kinder, die 7 oder 8 Monate alt sind (und erst dann kann man diese Milch ja erst geben), aber über die Tischkost holen. Deshalb wird ja Beikost eingeführt mit 5 oder 6 Monaten.
Und nein, der Kaloriengehalt der Muttermilch nimmt nicht zu mit den Monaten! Er bleibt konstant!
Bitte informiere dich mal etwas über die tatsächlichen Inhaltsstoffe der Folgemilchen und der Muttermilch.

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Wenn man Kinder hat, die wie aus dem Lehrbuch essen, mag das gehen. Aber mein Kleiner (fast 1) isst z.B. wenig Brei und wenn, dann nur Obst. Gemüse- und Fleischbrei sind bäh. Fingerfood wird zwar interessiert in den Mund gesteckt aber alle Stückchen werden direkt wieder aus dem Mund geworfen. Außerdem liebt er Milch und die soll er dann von mir aus auch haben. Er wird aber von Pre definitiv nicht mehr satt. Uns z.B. blieben da jetzt nicht sooo viele Alternativen.

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Ich muss zugeben, dass ich mich nie mit den Bestandteilen auseinandergesetzt habe. Aber ich habe schlicht und einfach die Erfahrung gemacht, dass alles außer Pre Milch überflüssig ist. Meine Tochter war bei Geburt schon groß und schwer (54cm, 4000g) und ist schnell gewachsen. Trotzdem hat sie nie etwas anderes als Pre Milch bekommen und dann ab 4,5 Monaten den ersten Gemüsebrei mittags. Sie hat, wie gesagt, immer gut zugelegt, ist auch ordentlich gewachsen, hat mit 4,5 Monaten schon 10-11 Stunden jede Nacht durchgeschlafen und tagsüber 5 Mahlzeiten zu sich genommen (4 Flaschen Pre, mittags Brei). Das Argument, dass Pre Milch nicht satt Macht kann ich nach meiner Erfahrung also überhaupt nicht nachvollziehen.
Was die Inhaltsstoffe angeht möchte ich noch hinzufügen, dass meine Tochter bisher auch kaum ernsthaft krank war. Sie ist jetzt 2,5 Jahre und hatte einmal einen Magen-Darm-Virus und ist ab und zu erkältet. Ansonsten nix, obwohl sie schon mit 12 Monaten in die Kita kam. Also scheint die Pre Milch doch alles zu haben was ein Kind braucht, oder?

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Hallo,

also das mit dem Eisen vergiss mal wieder schnell, den die Milch verhindert die Aufnahme von Eisen, deswegen soll man ja die Eisenlieferanten nicht mit Milch zusammen geben. Also mehr Eisen in der Milch is Perlen vor die Säue, verstopft nur und wird vom Körper schlecht aufgenommen. Also schon mal ein Minuspunkt.

Die Kalorien in Pre und 1er sind zwar rechnerisch gleich, aber je nachdem in was sie stecken werden sie vom Körper besser oder schlechter aufgenommen.

Auf die steigenden Bedürfnisse des Babies reagiert man doch schon durch die stufenweise Beikosteinführung, wenn Dein Schatz die gut futtert ist alles gut. Muttermilch verändert sich auch nicht. Unser Lütte ist zwar erst 4 Monate, aber wir bleiben bei Pre auch wenn im Umfeld einige schon schreien wir sollen 1er geben. Ich finde durch dieses längeres Sättigungsgefühl erreichen greift man in das natürliche Verhalten des Babies ein, und ich denke ... viele sagen ja dass Flaschenkinder später eher zu Übergewicht neigen als Stillkinder, und ich denke dass gerade dieses frühe Rumpfuschen von wegen Milch verdünnen oder verdicken und länger sättigende Milch geben sowie der Versuch nur alle 3-4 h zu füttern hat damit zu tun. Unser Lütte nimmt sich was er braucht, wenn er nen Schub hat zimmert er sich auch mal sechs Flaschen rein, und dann wieder is er mit vier glücklich ... er ist genau richtig vom Gewicht und ich will da nicht eingreifen derzeit. Er braucht ja auch die Flüssigkeit

LG
Pikku

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