nächtliches Dauerstillen ???

Guten Morgen allerseits!

Ich würde euch gerne schildern wie derzeit unsere Nächte ablaufen, denn ich bin mir nicht so sicher ob ich das richtig "händele"
Also tagsüber schläft unsere kleine Maus in ihrer Nonomo-Federwiege, wobei sie zum einschlafen immer sehr viel Körperkontakt braucht...ich höre von allen Seiten immer nur, dass die Frauen ihre Kinder wach weglegen und die dann alleine einschlafen...das geht bei uns garnicht...

Naja, die letzten Nächte hat sie, anstatt in ihrem Beistellbettchen, in unserem Bett geschlafen.Mein Mann ist schon aufs sofa umgezogen,weil er einfach super angst hat nachts die Decke über sie zu schlagen. Jedenfalls schläft sie nurnoch direkt an meiner nackten Brust, ansonsten garnicht...wenn ich mich nur ein paar Zentimeter weg bewege, fängt sie sofort richtig an zu meckern und windet sich hin und her. An der Brust trinkt sie dann jede 1,5 stunden ein paar Schlückchen und schläft dann weiter.... ist das "normal"? Hört das irgendwann wieder auf? Es ist jetzt nicht so das mich das im Moment sehr stört, aber auf Dauer....ich weiß auch nicht, vorallem weil ich immer höre: "nicht das sie sich daran gewöhnt" ich habe mal von einem kleinen Jungen gehört, der noch mit 3 Jahren an der Brustwarze seiner Mutter rumspielen musste um einzuschlafen...das fände ich jetzt nicht so toll ;-)
Was meint ihr dazu?

Ach ja, unsere Tochter ist morgen 11 Wochen alt.
Ich wünsche euch allen einen schönen Tag :-)
Lg suse

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Das ist schon normal und hört auch irgendwann auf. Beim Einen früher als beim Anderen.

Das ist ganz logisch, wenn man weiß, dass Menschen von den Instinkten her noch genauso funktionieren wie vor Millionen Jahren.
Hätten Babys sich damals einfach ablegen lassen, wären sie erfroren, verhungert, vergessen oder gefressen worden. Dein Baby weiß ja noch nicht, dass du eine fürsorgliche moderne Mama bist und ihr in einem sicheren Haus wohnt.

Meine Tochter hat fast das ganze erste Jahr nur mit Körperkontakt geschlafen. Junior ist etwas 'umgänglicher' und hat phasenweise auch schonmal in seinem Bett geschlafen. Jetzt mit acht Monaten hängt er aber gerade mal wieder die ganze Nacht an mir.

Das schlaucht wirklich ziemlich, aber es geht so schnell vorbei, dass die Kleinen einen so sehr brauchen, dass ich versuche, es trotzdem zu genießen.

2

Das ist normal. Dein Baby braucht gerade mehr Nähe und Zuwendung nachts. Gib ihm, was es braucht. Das Verhalten wird sich ändern, sobald dein Kind so weit ist.

3

Ich schließe mich bare und sitopanaki an, das regelt sich alles von alleine (bei dem einen früher und bei dem anderen später -> früh und spät ist ja auch ne Sache der eigenen Definition). Verwöhnen kannst so kleine Zwerge noch gar nicht.

Zum 3jährigen Kind: Was wäre denn wenn das Kind mit 3 Jahren noch einen Schnuller und/oder ne Milchflasche bräuchte? Wäre das gesellschaftstauglicher bzw normaler?

Mein Sohn hat die ersten 19Monate bei uns im Bett geschlafen, wurde auch solange (zumindest Nachts) gestillt. Er gehörte nicht zur Gattung der "Wärmepflaster" sondern kam kurz zum stillen her und dreht sich dann wieder im Halbschlaf weg und wollte seine Ruhe.
Mit 19Monaten stillte er sich dann ab (schlief durch und somit hatte es sich dann erledigt).

Um seinen 2. Geburtstag schlief er dann ohne Probleme in seinem Zimmer - kam ab und zu nochmal rüber.

Unser Tochter ist 14 Monate alt und ist weit aus anhänglicher wie unser Sohn. Am liebsten immer mit Körperkontakt und beim stillen muss sie die andere Brust immer festhalten und streicheln.

Da sie einen leichten Schlaf hat, haben wir sie mit 3 Monaten, zumindest für die erste Schlafrunde abends in ihr Zimmer gelegt (sie wachte immer auf sobald wir ins Bett gingen).

Da es beruflich nicht anders ging, hat sie nun seit Januar 3 Nächte ohne mich verbringen müssen. Das klappte ganz gut, klar sucht sich mich, aber lässt sich dann auch gut vom Papa wieder "einschläfern". Wenn ich da bin, gehts aber nicht ohne mich.

Ich habe diverse Freudinnen und Bekannte, die zu Anfang auch so geredet haben "bloß wach hinlegen", "nicht ans einschlafstillen gewöhnen", "ab ins eigene Bett"....
Letztendlich haben die ihre Kinder auch zu sich ins Bett geholt, weil es für alle einfach praktischer ist. Das schlafverhalten ändert sich ganz oft.

Ich kenne nur ganz wenige Muttis die es wirklich "durchgezogen" haben und den Kindern die Nähe verwehrt haben (also schreien lassen) bzw deren Kinder sich einfach und ohne Geweine ins Bett legen lassen haben und dort so eingeschlafen sind.

Und viele Familien erzählen auch gar nicht wenn es "Einschlafprobleme" oder so gibt... das wäre ja nicht gesellschaftstauglich und oft wird es den Eltern angekreidet dass sie etwas falsch gemacht hätten ;-)

Höre auf dein Bauchgefühl, das ist der richtige Weg. #liebdrueck

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Ohhh vielen lieben Dank für eure Antworten! Ihr glaubt wirklich nicht wie gut das tut, das so zu lesen. Denn auch wenn mein bauchgefühl sagt : "gib ihr soviel Nähe die sie braucht".... verunsichern mich diese ganzen "gut gemeinten" Ratschläge schon. Vorhin hab ich noch mit meiner Schwiegermutter telefoniert, die mir gesagt hat, ich soll das Kind nicht so viel im Tragetuch tragen...das wäre schädlich für ihren und meinen Rücken und das Kind würde sich an soviel Körperkontakt gewöhnen und uns dann irgendwann auf der Nase rumtanzen.... ich argumentiere da schon garnicht mehr gegen, weil mir das zu anstrengend ist, aber trotzdem verunsichert es mich...und natürlich möchte ich wirklich keine kleine tyrannin hier irgendwann rum laufen haben.

Liebe grüße

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Du solltest dich wirklich nicht verunsichern lassen. Du machst es richtig.

Kein Kind wird zum Tyrann, weil es die Liebe, Nähe, Fürsorge etc. bekommt, die es braucht.

Kleine Satansbratan haben im Gegenteil eher die Eltern, die die Bedürfnisse der Kinder nicht achten und auf sie eingehen.
Da bin ich oft froh, dass meine große schon 8 Jahre alt ist und ich immer nur auf sie verweisen brauche, um deutlich zu machen, dass man Kinder so zu ganz tollen Menschen erzieht :)

beim nächsten kannst du das auch :D

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