Stillen - ich gebe auf!

Guten Morgen,

unser Sohn ist bei 35+0 geboren und jetzt 5 Wochen alt. Ich pumpe seit Beginn an ab und er bekommt die Mumi in der Flasche. Da er jetzt ürima trinkt und schon gut zugenommen hat (wog bei Geburt nur 1800g), wollte ih gerne stillen. Meine Hebamme war da und hat mir alles erklärt und gezeigt. 1x hat es funktioniert, danach gabs immer nur Geschreie, er sträubt sich komplett gegen die Brust. Habe versucht, denn gestrigen Tag durchzuziehen, immer wieder anzulegen... aber kein Erfolg. Habe mein Kind bisher nie so gesehen: schreiend und irgendwie total unglücklich.

Ich gebe jetzt auf und pumpe weiter ab... alles andere schaffe ich einfach nicht.

Frustrierte Grüße,

Honolulu und Paul (*03.12.08)

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Hallo und guten Morgen,

lass dich erstmal #liebdrueck

Ich empfehle dir dich an eine Stillberaterin zu wenden! Wenn es "noch Hoffnung" gibt, wird sie dir helfen können!
Adressen bekommst du bei der La leche Liga.

Alles Gute und viel Kraft wünscht
Tanja

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danke. glaubst du, eine stillberaterin kann mir noch besser helfen als meine hebamme? ach mann, es ist sooo frustrierend...

glg

6

Hallo

Die Frauen bei der LLL sind alle selber Mamis die lange gestillt haben und extra nur dazu ausgebildet sind bei Stillproblemen zu helfen (kostet auch nichts) Da sind sehr viele Hebammen leider nicht so fitt. Und gerade bei einem Frühchen kann das alles nochmal ein Stück schwerer sein. Ich würd es auf jeden Fall versuchen. Aufhören kannst du danach sonst immernoch

LG
qrupa

2

Ich verstehe den Frust, die Enttäuschung, evtl. Verzweiflung usw. aber dennoch denke ich hattest Du zu große Erwartungen in Dich und vor allem Dein Kind.

Stillen ist Arbeit, beide Mutter und Kind müssen es lernen, sich aufeinander einstimmen usw. das dauert teilweise Wochen.
Zudem ist es für Deinen Sohn wesentlich anstrengender aus der Brust zu trinken, als ausa der Flasche. Da ist es nicht verwunderlich, das er Theater macht.

Lass Euch Zeit, egal für was Du Dich entscheidest.



LG Yvonne

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danke, ja, du hast recht. es tat mir nur in der seele weh zu sehen, wie der kleine kerl sich quält und wie glücklich und erleichtert er dann mit der flasche war.
meine hebamm rät, ihn jedes mal erst anzulegen und danach erst die flasche zu geben. für mich ist das furchtbar anstrengend:
- anpumpen, damit für ihn direkt was kommt
- ihn anlegen (tut mir auch total weh)
- dann Flasche machen unter geschreie
- füttern
- fertig abpumpen

das hält doch niemand durch!

glg

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hast recht!

ist mega hart!

hatte ich anfangs auch.

kann dir aber versichern durchhalten lohnt sich.

meiner kam auch zu früh.

hab eine ähnliche Geschichte wie du.

mein kleiner ist jetzt 11Wochen alt und ich bin froh durchgehalten zu haben. auch wenn ich anfangs dachte wahnsinnig zu werden.
wenn der kleine das erstemal anfängt an der brust zu lächeln ist das durch nichts zu ersetzen.
ich hab geheult in dem moment.

Stillberaterin ist auf jeden Fall ein guter Tipp.
Hat mir seeeeehr geholfen.

Meine Hebamme hat mir die gleichen Tipps gegeben wie deine. Wirklich hilfreich war das für uns alle nicht.
Allerdings hab ich dann auch erfahren, dass sie selber keine kinder hat und entsprechend nie selber gestillt hat.
für sie ist das alles theorie.
deine gedanken, gefühle etc. kann so jemand nicht nachvollziehen.

kleiner tipp damit der kleine sich an die brust gewöhnt.
leg dich mit ihm in aller ruhe ins bett.
am besten nackt, so dass ihr direkten hautkontakt habt.
lass ihn dann immer an der brust herum nuckeln.
so kommst du etwas zur ruhe und er kann sich an die brust gewöhnen.

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Hallo,

an Deiner Stelle würde ich mich an eine Stillberaterin wenden. In dem Krankenhaus, in dem ich entbunden habe, gab es z.B. eine sehr sehr gute. Man kann dort anrufen und sich beraten lassen oder ggf. auch hinfahren. Besteht bei Dir auch die Möglichkeit? Ansonsten würde ich bei der LLL anrufen und die Situation schildern.

Hebammen sind gut, aber manchmal hat eine 2. Person doch noch einen besseren Tipp. Meine Hebamme hatte z.B. keine eigenen Kinder, das fand ich schon etwas blöd, da sie nie selber gestillt hat und mir tlw. unmögliche Tipps gab.

Alles Gute!

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Hallo!

Ein ähnliches Problem hatte ich mit meinem Großen.
Er musste nach der Geburt gleich auf die Intensivstation wegen Herzrhythmusstörungen.
Ich wollte auf jeden Fall stillen. Hatte aber absolut keine Ahnung wie das alles Funktionieren sollte. Hab in der Schwangerschaft natürlich unendlich viel gelesen über das Stillen.

Also war klar: anlegen, Kind trinkt, nimmt sich was es braucht, fertig, glückliches Kind, glückliche Mutter,---- alles toll.

PUSTEKUCHEN!!!!
Jede Schwester die reinkam, erzählte mir was anderes.
Ich machte also alles falsch- laut Schwestern.

Ich also abgepumpt und Flasche gegeben.
Zu Hause wollte ich dann in ruhe probieren.
Ging aber absolut nicht. Er wollte meine Brust nicht. Ich konnte ihn nicht richtig anlegen. Er trank nicht.
Und warum? Weil ich mich absolut verrückt gemacht habe und total unter Druck stand (von mir selber),
Die Folgen: Ein Milchstau jagte den nächsten. Ich hatte Fieber,... also das volle Programm.

Ich habe aufgegeben, abgestillt und Pulvermilch gekauft. War für uns beide in dieser Situation das Beste, aber ich hab mich als totale Versagerin gefühlt. Und war sogar leicht depressiv die ersten Wochen.


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Unseren zweiten (*19.08.2008) stille ich noch voll.
Diesmal hab ich eine ganz tolle Kinderkrankenschwester kennen gelernt.
Fing in der Klinik nämlich nach der Geburt schon wieder an mit den Schwestern. Ich würde falsch anlegen, das Kind nimmt ja nur ab, er muss trinken,...
Ich hab am zweiten Tag nach der Geburt nur geheult.
Und da kam die rettende Nachtschwester.
Sie hat mir ein Taschentuch gegeben, Lasse genommen und ihn gewickelt und gewogen.
Dann hat sie mir ein Stillhütchen gegeben. Ich habe Lasse dann einfach angelegt, und siehe da- es hat funktioniert. er hat getrunken.
Habe 3 Wochen mit Hütchen gestillt.
Lasse wollte dann nicht mehr ohne. Hab ihm dann einfach während er getrunken hat das Hütchen geklaut.
Jetzt geht es schon lange ohne, und es klappt gut.
Bin schon etwas traurig, wenn ich daran denke das es mit dem stillen bald vorbei ist.
Na klar, ist nicht immer alles soo super, es gibt auch durststrecken, oder momente wo ich denke es geht nicht mehr, er wird nicht satt, ......
Aber das sind Phasen, die vergehen.

Vielleicht versuchst du es mal mit Stillhütchen.
Und setzt dich nicht unter Druck.
Es braucht alles seine Übung.

Sorry für diese lange Story, aber ich hoffe, ich konnte
dir ein wenig Mut machen.

Ich wünsche dir viel Geduld, Kraft, Mut und Vertrauen in dich und dein Baby.

Liebe Grüße
Melli


9

Hallo,

Kopf hoch und nicht traurig sein. Mein Sohn konnte gar nicht von der Brust trinken. Wir haben alles probiert, Stillhütchen usw., aber es klappte einfach nichts. ich hab auch Geduld aufgebracht und es ständug versucht, aber er trank nicht. Er war regelrecht selber verärgert, weil er es nicht hinbekommen hat. Da er schlecht zunahm hab ich mich entschlossen komplett abzupumpen und ihn per Flasche zu füttern, so hat ich auch ne gute Kontrolle darüber wieviel er trinkt. Ich war so verzweifelt, dachte Jede kann stillen nur ich nicht#schmoll. Ich hab ihn so 5 Monate voll "gestillt". Hätt den Aufwand für ihn gern noch länger betrieben, aber durch ne starke Brustentzündung mit Milchstau war dann leider die Milch weg.
Ich würd auch sagen probiers erst nochmal mit einer Stillberaterin und wenn das nicht klappt, dann pump ab. Falls du abpumpst, dann besorg dir ne gute elektrische Milchpumpe. Bekommst du vom Kinderarzt oder Frauenarzt auf Rezept und kannst dir dann in der Apotheke ausleihen. Schau nach ob du ne Apotheke findest, die Medela-Milchpumpen verleihen, denn die find ich am besten.

Ganz liebe Grüße und viel Erolg wünschen dir
Spanett&#babyLuca(28.05.08)

10

Huhu,
mach dir nicht so einen Stress. Abgepumpte Mumi ist genauso gut wie direkt aus der Brust. Die kannste auch problemlos im Kühlschrank lagern, unterwegs geben, hält sich bei Zimmertemperatur so ca. 4-5 Std. Dein Kind kann keine gestresste Mami gebrauchen! Also mach was dir gut tut. Auch Milchpulver ist völlig in Ordnung und dein Kleines wir es dir danken wenn es regelmäßig, in Ruhe trinken kann. Außerdem haste später keine Umgewöhnungsprobleme und und und.
Mein Kleiner (15 Wo) hab ich auch von Beginn an mit abgepumpter Milch gestillt. Mir gings genau so wie dir. Lass dich auch nicht von zu vielen Hebi Ratschlägen verrückt machen. Du bist keine schlechte Mami, wenn du dir und deinem kleinen Fratz den Stress ersparst. Im Gegenteil, du musst das tun, was dir und deinem Kleinen gut tut!

LG ismene:-D

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Lenny kam nach dem ET, aber auch bei uns musste das Stillen erst geübt werden.
Die Hebamme sagte, dass auch das Baby erst lernen muss wie man es richtig anstellt.

Aber wenn´s klappt ist es supertoll. Geb nicht auf. Hol Die Hilfe. Die KK muss die Hebamme zahlen wenn man stillt und Hilfe benötigt. So wurde es mir gesagt.

Viel Glück
Christel

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Hallo Honolulu!

Ich kann deinen Frust gut verstehen. Zu allererst denke auch ich, dass du es ganz gelassen angehen solltest. Dein Paul bekommt deine Muttermilch und das ist doch super! Bezüglich des Stillens würde ich an deiner Stelle die Hoffnung noch nicht aufgeben. Ich habe anfangs auch pumpen müssen, da meine Kleine zu schwach zum Trinken an der Brust war, aber mit meiner liebevollen, geduldigen aber auch bestimmten Hebamme habe ich den "Absprung" geschafft. Je länger die Kleinen die Flasche gewöhnt sind, desto länger dauert es auch, bis die Brust wieder akzeptiert wird. Ist doch auch nachzuvollziehen - aus der Flasche trinkt es sich doch viel leichter. Wenn du mit deiner Hebamme evtl. nicht so zufrieden warst, wende dich an eine andere oder an eine Stillberaterin - mit deren Hilfe und Geduld wirst du bestimmt normal stillen können. Bei einer Hebamme weiß ich aus Erfahrung, dass die Kosten bei Stillproblemen von der Krankenkasse übernommen werden. Alleine hätte ich es nicht geschafft - der Zuspruch einer stillerfahrenen Person tut sehr gut und nimmt den Erwartungsdruck. Wenn man nicht allein da steht, fällt es leichter - probier es aus, es lohnt sich.

Alles Liebe #herzlich!

LG, Maren

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... für eure netten Antworten!

Ihr habt recht, verrückt machen und unter Druck setzen ist wohl das Dümmste, was ich machen kann. Wichtig ist doch eigentlich, dass er gerne trinkt und meine Mumi bekommt. Na klar wäre stillen sicherlich befriedigender, aber für ihn ist es im Moment sicht noch die Flasche.

Ich werde jetzt noch mal meine Hebamme anrufen und ihr meine Probleme schildern. Sollte sie mir nicht helfen können, werde ich mich an eine Stillberaterin wenden. Sollte es dann auch nicht funktionieren, dann ist es eben so. Hauptsache, Paul ist gesund und nimmt gut zu.

LG an euch alle!

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