Hitzige Diskussion zu Hunden aus Zertifizierter Zucht oder von der Straße?

Meine etwas besondere Schwester will oder überlegt sich einen Hund aus diesen Mercedes Sprintern aus Rumänien oder Ungarn zu kaufen. Sie salbadert dann immer etwas von den „ Tieren helfen“ und es sei ja auch günstig. Ich kann dies einfach nicht gut finden und akzeptieren. Diese Art des verhökern von meist kranken Tieren gehört angezeigt und auch nicht unterstützt. Selbst habe ich immer Tiere nur und ausschließlich von gelisteten und zertifizierten Hundezüchtern gekauft. Die Anschaffung ist höher aber sinnvoll. Tierarztkosten für das Aufpeppeln der oft kranken Tiere übersteigen die Kosten eines „Zuchthundes“ kann schnel, außerdem habe ich nun schon des öfteren gehöhrt, dass Versicherungen diese Strassenhunde nicht krankenversichern

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Diese Sprinterverkäufe sollte deine Schwester nicht unterstützen. Die armen Kreaturen werden extra dafür, meist in Qualzucht, gezüchtet. Da hilft sie keinem Hund von der Straße.
Wenn sie einem Tier helfen will, warum dann nicht einem aus einem deutschen Tierheim? Da brauchen auch viele Fellchen ein gutes und liebevolles Zuhause. Ist zwar etwas teurer als die Sprintertiere, aber auch geholfen und die Tiere sind bereits tierärztlich versorgt.

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Wobei, akzeptieren wirst du wohl müssen, was sie entscheidet, oder?
Allerdings wäre es wirklich besser die Sprinterzüchter anzuzeigen und möglichst festnehmen zu lassen, denn nur so wird den armen Tieren dauerhaft geholfen

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Ja das habe ich ihr auch vorgeschlagen und dazu meinte sie diese Tierheime stellen zu viele Ansprüche an potentielle Interessenten inkl. Besuch der eigenen vier Wände. Gut, ich kann das nicht beurteilen

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Oh Mann, es ist echt traurig wie viel sich von billigen Tieren locken lassen 😢
Ich habe nicht das Gefühl, dass deine Schwester wirklich Interesse an dem Tier an sich hat. Es scheint ihr nur darum zu gehen günstig an ein Accessoire zu kommen.

Die Tiere, die in solchen Transporten verkauft werden, sind illegal und das aus gutem Grund. In Osteuropa werden jedes Jahr tausende Tiere für dumme Westeuropäer gezüchtet. Die Weibchen müssen ununterbrochen werfen bis sie daran sterben. Eine medizinische Versorgung findet nicht statt. Neben genetischen Schäden (aufgrund von verantwortungsloser Überzüchtung) gegen die man auch meistens nichts machen kann, gibt es zig „kleinere“ gesundheitliche Probleme (Würmer, Durchfälle, Madenbefall usw.). Da kommen unendliche Tierarztbesuche mit entsprechenden Kosten auf deine Schwester zu.
Das ist aber nur die physische Komponente. Die Welpen werden viiieeel zu früh von ihrer Mama getrennt (die muss ja wieder schwanger werden und die Versorgung der Welpen wäre auch zu teuer). Dadurch und die Behandlung durch die Ärsche, die sie züchten, sind diese Tiere zum Teil schwerst traumatisiert. Dann noch ein langer Transport nach Deutschland, meistens ohne Futter und Wasser.
Wenn das Tier überhaupt lange lebt, dann mit wahnsinnigen Problemen und Schmerzen. Deine Schwester wird extreme Folgekosten haben und evtl ein traumatisiertes Tier, mit dem sie keine Freude haben wird.
Diese Tiere landen dann ganz schnell im Tierheim.

Es ist so schrecklich, dass es Menschen gibt, die ernsthaft darüber nachdenken diese Zuchtmaschinerie noch zu unterstützen 😢 Solange es dumme gibt, die diese Tiere kaufen, wird weitergemacht. Und die Tiere, die sie nicht loswerden, werden einfach erschlagen oder ertränkt...

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Da bin ich ganz bei Dir und billig ist da ja noch nicht einmal. 150,- für einen Hund

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Einer vom Züchter kostet 1500!

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Wow. Nur vom züchtern. Wir hatten immer tiere aus dem heim. Und ich, seit ich im ausland wohne, habe immer verwaiste katzenbabys aufgepeppelt und bei mir behalten sie waren zwar freigänger aber kamen jeden tag zum futtern schlafen kuscheln.

Ich finde, dass aufgrund der vollen tierheime die zucht eingestellt werden sollte. Menschen sehen diese wesen oft als spielzeug dass man ja schnell wieder los wird wenns nicht mehr passt.

Abgesehen davon finde ich es einfach unfassbar abartig, lebewesen teuer zu verkaufen weil sie ne bestimmte rasse haben. Die mischlinge und strassenpfötchen haben genauso ein schönes liebevolles zuhause verdient und sind nicht weniger wert weil skrupellose assis sie mit transportern jagen und einfangen sie als gebärmaschinen benutzen und sie nicht gut behandeln.

Sorry aber ich bin grad echt sauer und traurig gleichzeitig bin mit tieren grossgeworden und hab als kind schon geflennt weil ich einen toten schmetterling gefunden habe den ich dann heimgeschleppt hab damit meine mutter ihn rettet. Wurde natürlich nix das arme ding ist durch starken wind irgendwie verunglückt ... jedenfalls finde ich die ansicht deiner schwester weitaus sympathischer als deine ... sorry.

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Ich finde es toll, wenn jemand ein Tier aus dem Tierheim bei sich aufnimmt. Aber diese Vermehrer, egal ob aus dem Ausland oder auch aus Deutschland, zu unterstützen geht gar nicht!!! Wer diese Hunde kauft, beschließt damit das Leid weiterer Hunde! So wird es nie aufhören!

Wieso du die Zucht verteufelst, erschließt sich mir nicht. Es geht den seriösen Züchtern ja nicht darum möglichst viel Geld zu verdienen, sondern darum bestimmte Eigenschaften der verschiedenen Rassen zu fördern. Und um die Welpen gut zu versorgen und zu prägen, damit sie nachher ein toller Begleiter sein können.

Ich kenne viele tolle Mischlingshunde und genauso tolle Zuchthunde. Jeder zukünftige Hundehalter sollte sich gut überlegen, welcher Hund zu ihm passt. Die einen wollen einen eher gemütlichen Hund, die nächsten wollen mit ihrem joggen gehen, andere sind jagdlich unterwegs usw.
Ich habe mich bewusst für einen Zuchthund entschieden und zwar, weil ich mit meinem Hund die Ausbildung zum Therapiebegleithundeteam absolvieren wollte. Für mich kam daher nur ein Welpe in Frage, um ihn von Anfang an an seine Aufgabe heranführen zu können. Die gibt's im Tierheim eher selten. Und weil mein Hund fast ausschließlich mit kleinen Kindern arbeiten wird, war es mir wichtig genau zu wissen, wo der Hund herkommt. Bei Tierheimhunden weiß man leider nicht immer, was die schon alles erleben mussten. Mir war dieses Risiko zu groß. Aber ich weiß auch, dass Tierheimhunde genauso für diese Art Ausbildung geeignet sein können.
Es kommt auf das Wesen des Hundes an, nicht auf die Rasse. Da gebe ich dir vollkommen Recht.
Aber Zuchthunde sind nicht automatisch irgendwelche Püppchen, die nur schön aussehen und für viel Geld verkauft werden sollen.

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Wie bei all deinen THemen vermischt du locker und ohne nachzudenken Äpfel mit Birnen....nervt eigentlich.

Trotzdem antworte ich hier mal:
Wenn du mit "Sprinterverkauf" diese sogenannten "Zuchthunde" meinst aus dem Osten, das ist sowieso illegal. Darüber braucht man gar nicht zu diskutieren. Moralisch nicht vertretbar.

Wenn du jedoch Hunde aus ausländischen Tierheimen meinst, bei denen eine Tierschutzorganisation hier in Deutschland die Eignung des künftigen Hundehalters abklärt und prüft ob der Hund und potentielle Halter zusammen passen, da halte ich den Hausbesuch für absolut vertretbar. Alternativ werden Hunde leider oftzu Wanderpokalen, gerade "schwierige" Rassen (ich habe zwei Podencos und weiss wovon ich spreche) . Die Mehrheit der so vermittelten Hunde ist übrigens kerngesund, rassetypische degenerative Erkrankungen sind auch kein Thema.
Wenn ein hiesiger "Züchter" auf entsprechende Eignungsabklärungen verzichtet, Hauptsache der künftige Hundebesitzer ist bereit ihm den geforderten Kaufpreis zu bezahlen, spricht das nicht für die Alternative "reinrassiger Hund aus "seriöser" Zucht in Deutschland....

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Ich hab ein Gerücht gehört, dass sogar diese Hinterwäldler in Rumänien Tierheime haben. Verrückt, nicht wahr? Da muss man sich nicht mit dem Besuch rumschlagen, und hat auch ein Tier gerettet, das wirklich auf der Straße war, und nicht qualvoll gezüchtet würde.

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