Fehlgeburt als Schicksalswink

Hallo,

hab soeben die Diskussion von Anubius 23 durchgelesen.

Ehrlichgesagt verstehe ich nicht, warum sie so angegriffen wurde.

Ich war selbst mal uneplant ss und war schwer am überlegen, was ich nun tun soll.

Noch bevor ich eine Entscheidung treffen konnte, erlitt ich eine Fehlgeburt. Für mich war es, als hätte Gott oder das Schicksal, die Vorbestimmung oder was auch immer mir diese Entscheidung abgenommen.

Was ist denn so schlimm daran wenn jemand in dieser Situation sagt 'Diese Entscheidung wurde mir abgenommen und ich bin dankbar dafür daß ich sie nicht selbst treffen musste.'???

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solche gedanken sind für so einige in "diesem thema" nicht erlaubt.

ich bin noch heute der ansicht - obwohl ich deswegen hier schon "gesteinigt" wurde und die besonderen steinschleudern sich umgehend bei urbia über meine meinung äuserten - der teil wurde gelöscht - das die totgeburt die ich erlebte - total nüchtern und emotionslos betrachtet - die spät auslese der natur war oder auch wie ich es wortwörtlich benannte: eine natürliche abtreibung.

es gibt statistiken - im vergleich zu geführten kirchenbüchern und der uns heutigen bekannten zeit die besagen:

damals als es nicht die gesetzliche grundlage unseren heutigen seins gab - die möglichkeit in einem bestimmten zeitraum offiziell "erlaubt" abzutreiben und die frauen von haus aus KEINE derartige möglichkeit hatten um "unfälle" "rückgängig" zumachen - war der umgelegte teil der nicht erfolgreich beendeten schwangerschaften einschliesslich während der geburt verstorbene kinder ebenso prozentual hoch wie heute - zu unseren "technolisch und medizinisch wesentlich fortschrittlicherm" zustand:

40%

und in den heutzutage existierenden 40% ist der anteil der "vorsätzlichen" beendigungen enthalten ebenso die verzweifelten verluste der kinderwilligen.

es werden IMMER nur 60% aller schwangerschaften das ziel eine lebenden babys erreichen und wenn die umwelt verglichen wird - wird der natürliche anteil der 40% nicht erreichten noch eher steigen.

die genannte posterin hat eine klare vorstellung was sie will und was sie nicht will und da sollte von den anderen frauen die ebenso eine klare vorstellung von dem haben was sie wollen und was sie nicht wollen respektiert und angekommen werden.

damals als ich schwanger wurde - klar ungeplant und eigentlich nicht in diesem leben überhaupt angenommen - wusste ich einfach das ich der natur den lauf lassen werde. ich hatte damals einen äuserst emotionalen pro-abbruch vortrag erhalten. meine worte haben sich nunmal bewahrheitet - die natur hat entschieden und nur die natur darf entscheiden ich nicht. und die natur hat entschieden. leider nicht bevor ich den kinderwagen und das ganze zeug besorgte... aber so ist nunmal die natur. im übrigen die entscheidungen zum abbruch sind auch naturbedingt. wie schon erwähnt - vor 100 jahren waren diese heutigen "vorsätzlichen" nein-entscheidungen und umsetzungen eh natürliche abgänge. enthalten in dem durchschnittlichen 40% anteil der abgelehnten schwangerschafts "ergebnisse" von so manchen menschen.

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hallo! ich hatte vor zwei jahren auch eine zwillings-ss in der 10. woche erfuhr es und auch das es bei beiden keine lebenszeichen mehr gab. das komische war das ich es irgendwie schon vorher merkte das es zwillis sind und an einem tag als ich im schimmbad war habe ich auch gemerkt das mit ihnen etwas nicht stimmt.und als die fä meinte nichts zu machen war ich total am boden. ich wollte garkein kind und dann das. am nächsten tag hatte ich dann die ausschabung und es ging mir sehr nah schließlich waren es meine beiden kinder die ich schon eine weile tot im unterleib hatte(1. war 4.woche und das 2. 6.woche),im nachhinein bin ich froh das es so gekommen ist schließlich wollte ich mit dem erzeuger keine beziehung.nun bin ich in einer neuen bez. und ich hoffe das bald klappt und wer weiß vielleicht wieder zwillis schließlich liegts in der fam. ciao#liebdrueck #herzlich eure juicy72

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Es lag wohl ein wenig an der Art wie sie sich ausgedrückt hat. Für viele mag das sehr hart geklungen haben, aber auch ich kann sie verstehen. Hab mich ja mehrmals auch zu Wort gemeldet. Bin ja trotz 3-Monatsspritze schwanger geworden, hätte aber niemals an eine Abtreibung gedacht. Uns wäre dieses Baby dennoch willkommen gewesen, auch wenn es sicherlich nicht so einfach geworden wäre. (Hätte, wenn alles gut gegangen wäre, jetzt 3 Kinder im Alter von 3 Jahren und 2 Monaten, 1,5 Jahren und ein Baby im Alter von 6 Monaten) Ich war aber auch traurig, aber wie gesagt, die Erleichterung hat überwogen.
Allerdings wäre ich nie auf die Idee gekommen, hier zu schreiben, wie happy ich doch bin, denn ich weiß, welche Reaktionen hier oft zu Stande kommen. Naja, außerdem bin ich nicht freudestrahlend durch die Gegend gehüpft.
Man kann es auch keinen verübeln, wenn man Kinder nicht mag, oder auch mit Tieren nicht umgehen kann. Wenn eine Person also keine Verantwortung dafür übernehmen kann oder will, ist es auch besser so, aber richtig verstehen können es eben viele nicht und um ehrlich zu sein, kann ich das auch nicht ganz.
Und wer weiß, vielleicht denkt ja Anubis 23 in 10 Jahren ganz anders und will irgendwann auch mal Verantwortung übernehmen.

Liebe Grüße

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also ich kann sie total verstehen. mir ging es auch so ähnlich.

schwanger(das 2. mal, meine tochter is 20 monate alt) und das mit 20 und wieder ungewollt... abtreiben hätte ich nie können und des kind bekommen wäre eine große last geworden weil ich eigentlich meine ausbidung weiter machen wollte ab september. nun ja, was soll ich sagen, hatte am 10.1. eine Ausschabung nach meiner Fehlgeburt... ich war total geschockt aber nun bin ich "froh" das ich meine ausbildung doch noch fertig machen kann... ich kann sie also total gut verstehen.
Lg, Jenny

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