Baby wird geisteskrank?????

Hallo an die Leserinnen,

habe hier schon mal darüber geschrieben, dass ich wohl eine alleinerziehende Mama werde. Wenn ich doch jetzt nur diese Sorge hätte. Die Situation hat sich zugespitzt. Es hat sich herausgestellt, dass die Mutter des Erzeugers geistig nicht in Ordnung ist, irgendeine Psychose. Ich war geschockt. Sowohl der Neurologe als auch die Frauenärztin machen keine genauen Angaben, ob das auch vererbbar ist.

Mir geht es momentan total mies, der Erzeuger /ehemalige sag ich mal Affäre :-/ steht mir in dieser schweren Zeit auch nicht bei. Mir geht es schlecht, aber abtreiben kann ich auch nicht. Danach würde es mir noch viel schlechter gehen.

Aber auch das bisschen Freude, die sich allmählich einstellte, die Freude auf das Kleine, ist verschwunden. Mit dieser Erkenntnis…

Wer hatte schon so einen ähnlichen Fall? Sind Psychosen überhaupt vererbbar?
Und wenn auf einmal doch ja, wie schnell lässt sich feststellen, ob ein Kind geisteskrank ist?

Danke…

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Hey, nun mach dich mal nicht komplett kirre! Man kann ja fast alles vererben, also bestimmt auch die Neigung zu Psychosen. Aber das heißt doch noch lange nicht dass dein Baby das geerbt haben muß? Du steigertst dich gerade arg doll rein. Mach das nicht! Der Erzeuger selbst leidet doch anscheinend auch nicht daran. Soetwas kann man bei einem Baby sowieso nicht feststellen, könnte mir jedenfalls nicht vorstellen wie.
Aber wie gesagt. Ich glaube du machst dich echt unnötig verrückt. Man trägt vielleicht selbst so viele Dinge in sich die man vererben kann, von denen man vielleicht gar nichts weiss. Ein kind aknn auch an etwas erkranken, ohne dass es vererbt wurde, man kann glaub ich gar nicht alle Risikos im Leben ausschliessen.
Also geniess, die Schwangerschaft und freu dich auf dein gesundes Baby!!!!

liebe Grüße
Jessi

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Hallo,
generell kann jeder mensch an einer psychose erkranken, d.h. auch wenn in der familie psychische krankheiten auftreten, kann es einerseits sein, dass ein nachkomme erkrankt, dies kann aber auch nicht so sein, genauso kann ein nachkomme von vollkommen gesunden eltern oder grosseltern etc. an einer psychose erkranken. will sagen, dass ob dein kind irgendwann eine psychose bekommt, kann dir niemand sagen, auch dann nicht nicht, wenn alle gesund wären. da gibt es keine sicheren antworten, denn dann müssten wir in die zukunft schauen können. die angst, die du gerade hast, könnten alle werdenden mamas teilen, genauso wie die angst vor krebs oder asthma oder sonst irgendwas was zu unserer zeit und Gesellschaft heute zu den zivilisationskrankheiten gehört. nun ist das absolut nicht gesund sich solche sorgen zu machen weil man sonst irgendwann selbst vor angst ganz panisch wird. versuch dich abzulenken von diesem gedanken, der grund warum dir die ärzte keine beruhigende antwort geben konnten liegt denke ich einfach an der unvorhersehbarkeit der zukunft. das selbe hätten sie mir alleridngs auch nicht mitteilen können, auch wenn ich beispielsweise keinen fall von psychosen in der familie hätte, verstehst du?
red dir nichts ein. und versuch das baby zu geniessen. dein baby....
liebe grüsse und viel kraft
C*

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Liebe zickzacki,

soweit ich weiß, ist nicht geklärt, inwieweit Psychosen genetisch bedingt sind oder auf Probleme in der Kindheit zurückzuführen sind. Ich würde Dir einfach mal raten, wenn Du solche Sorgen hast, Dich genau über das Krankheitsbild zu informieren. Ich habe eine sehr gute Freundin, die hin und wieder eine Psychose hat. Sie weiß inzwischen, wie sie damit umgeht und ist eine sehr lebenstüchtige Person, vor der ich sehr viel Respekt habe: Sie hat z.B. trotz einer Psychose ihre Diplomprüfungen absolviert und bestanden!

Also:
1. Es ist überhaupt nicht sicher, dass sich die Veranlagung zur Psychose (falls es so etwas überhaupt gibt) an Dein Baby vererbt hat.
2. Es ist überhaupt nicht sicher, dass sich aus einer solchen Veranlagung überhaupt eine Psychose entwickelt.
3. Es gibt heutzutage sehr gute Möglichkeiten, mit dieser Erkrankung zurechtzukommen

Bitte mache Dir darüber also keinen Kopf. Und bitte streiche das Wort "geisteskrank" aus Deinem Wortschatz, das ist uralt und wird der Sache und den Menschen, die unter einer psychischen Krankheit leiden, nicht gerecht.

Alles Gute,
Inga

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Hallo,

lies mal dies hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Psychose

LG Marion

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Hi Du,

ich kann sehr gut verstehen, wie es dir gerade geht, ich stand mal vor einem sehr ähnlichen Problem.

Ich war damals 20 Jahre alt und mit einem jungen Mann zusammen, der sehr schlimme psychische Probleme hatte (Depressionen, Psychose, usw). Unsere Beziehung war unter anderem deswegen ein totales Chaos und er ist auch schon mal ausgetickt und hat mich beschimpft und bedroht. Kurzum: es war wirklich die Hölle.
Die Katastrophe war dann natürlich perfekt, als meine Periode ausblieb und ich tatsächlich einen positiven SST in Händen hielt - ich war völlig geschockt (übrigens trotz Pille. Ich kann mir nur das nur damit erklären, dass die Pille durch den ganzen Stress nicht mehr gewirtk hat? Ich weiss es bis heute nicht, ich hab wirklich keine Pille vergessen oder irgendwelche anderen Einnahmefehler begangen #gruebel)!
Ich bin am selben Vormittag noch zu meiner FÄ, die die SS bestätigte. Das hat mir völlig die Augen geöffnet und mich aus diesem Beziehungssumpf gezogen: ich bin nach Hause gefahren, habe mit meinem Freund schlussgemacht und ihm gesagt, dass er bitte sofort gehen soll (er hatte sich ja auch in meiner Wohnung breitgemacht, arbeitslos, ohne Geld...).

Die folgenden Tage waren eine sehr harte Zeit - ich hatte eigentlich niemanden, mit dem ich wirklich reden konnte und ich stand da mit der Frage, ob ich das Kind behalten sollte oder nicht.
Dazu muss ich sagen, dass ich schon ganz ganz früh grossen Kinderwunsch hatte, sicher aus dem Wunsch nach einer richtigen Familie, denn ich hatte immer ein sehr problematisches Elternhaus.

Wenn ich mal ganz von meinen Träumereien und Wünschen absah und wirklich ehrlich zu mir war, wusste ich, dass es die falsche Entscheidung wäre, das Kind zu behalten.
Ich war jung, hatte kaum Rückhalt und war einfach nicht bereit, auch wenn ich es vielleicht wollte!
Dann gab es noch den Hauptpunkt: In meiner Familie gibt es definitiv die Anlage zu Depressionen, wenngleich wir keine "Psychos" sind...
Ich selbst habe und hatte mit Ängsten zu kämpfen.
Der Kindsvater hat schon Klinikaufenthalte hinter sich und ist psychisch relativ schwer erkrankt.
Was sollte das für mein Kind bedeuten?!

Ich will die Geschichte kurz machen:
letztendlich habe ich mich für einen Abbruch entschieden, nicht nur aber vor allem wegen der vermeintlichen genetischen Vorbelastung bezüglich psychischer Krankheiten. Ich glaube bis heute, dass es der richtige Weg war, auch wenn ich natürlich manchmal darüber nachdenke, was hätte sein können, was jetzt wäre und was aus mir und meinem Kind geworden wäre. Eine gute Freundin von mir hat ein Kind, das knapp 2 Jahre älter ist als meines wäre und ich denke immer ein kleines "was wäre wenn", wenn ich sie und ihren Sohn sehe.
Nach dem Abbruch und auch lange danach war ich mir ganz sicher, die absolut richtige Entscheidung getroffen zu haben und war (das hört sich jetzt sehr krass an) glücklich damit und stolz auf mich, denn ich war vernünftig und habe diesem kindischen und egoistischen Kinderwunsch, der aus einem Defizit in meiner eigenen Kindheit erwachsen war, nicht nachgegeben. Ich bin immernoch der Meinung, dass es ein Fehler gewesen wäre, dies zu tun und dass ich allen voran diesem Kind nichts gutes getan hätte.

Ob mein Kind ein psychisch kranker Mensch geworden wäre oder ob es ein fröhliches ausgeglichenes Kind geworden wäre, weiss ich bis heute nicht. Ich weiss auch nicht, wie gross eine solche Gefahr ist...
Auch kann ich dir eigentlich keinen Rat geben, ausser dass du dir vielleicht bei einem Psychiater oder Neurologen Rat holen könntest?
Wenn du dieses Kind wirklich möchtest solltest du es dir jedenfalls sehr gut überlegen und keine vorschnelle Entscheidung treffen. Am Ende bist du diejenige, die sich vor sich selbst verantworten und vertreten muss, und es wäre dir sicher nicht gedient, würdest du dir den Rest deines Lebens Vorwürfe wegen einer Abtreibung machen, die du lediglich aus einer Angst heraus hast vornehmen lassen.
Und du weisst ja sicherlich, dass auch 100% gesunde Eltern ein krankes Kind bekommen können - und umgekehrt...
Leider ist das so im Leben und mit der Natur. Nichts ist sicher und wir alle wünschen uns manchmal eine Glaskugel ;-)

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut für deine Entscheidung

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Hallo!

Mach Dich bitte net verrückt. Ich selber leide auch an einer Psychose (manische Depression) und bin Mutter eines 1 Monat alten Sohnes. meine Erkrankung ruht. Ich hab mir nie darüber Gedanken gemacht, ob ich es ihm in die Wiege lege ( bei uns in der Familie gibt es Depression). ich denke mir, das andere es auch bekommen können, ohne das jemand in der Familiengechichte je daran erkrankt ist. Auch ist es net gesagt, das es vererbar ist und wenn ja, das es überhaupt ausbricht. ich denke, dass die Persönlichkeit da viel ne Rolle spielt und wie man damit umgeht. Mach Dir net zuviele Sorgen. Informiere Dich über diese Erkrankung. Es ist keine Schande sie zu haben (haben in der heutigen Zeit mehr Menschen als man denkt).

Gruss Christine der es heute wieder besser geht

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Nun mach dich aber mal nicht verrückt......!

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