Verarbeiten eines Schwangerschaftsabbruchs

Mir liegt so viel auf dem Herzen, ich weiß nicht, wohin damit. Die Koffer mit dem Ballast werden immer mehr und immer schwerer … am meisten macht es mich fertig, dass ich das Gefühl habe, mich immer rechtfertigen zu müssen. Dabei muss ich das gar nicht. Niemand muss sich vor anderen rechtfertigen, und dennoch tun wir es und machen uns damit klein. Mein Leben, meine Entscheidung!
Ich habe auch ein Recht darauf, meine Träume und wünsch auszuleben. Um für mich einzustehen, habe ich viele Jahre gebraucht.
Mittlerweile bin ich 33 Jahre und habe einen Schwangerschaftsabbruch hinter mir. Wenn ich die Zeit bis Anfang des Jahres 2021 zurückdrehen würde, bis vor den Eingriff, würde es nichts ändern. Ich würde mich wieder dafür entscheiden. Wie ich es drehe und Wende, es war die richtige Entscheidung. So schmerzhaft es auch ist.
Auch wenn ich jetzt leide wie ein getretener Hund, da der errechnete Geburtstermin immer näher rückt.
Ich möchte euch meine Geschichte gerne erzählen und hoffe das ich Frauen, die sich für oder gegen ein noch ungeborenes Kind entscheiden müssen helfen kann. (Und auch mir selbst helfe, in dem ich es mir von der Seele schreibe).
Ich war viele Jahre Single, hatte hier mal ein Date, da mal eine Affäre und dort mal ein ONS. Menschen zu vertrauen ist nicht meine Stärke.
Mit 18 habe ich beschlossen aus der Heimat wegzuziehen, jung und naiv. Meine Freunde hatten versprochen das sich nichts ändert. Als schüchternes Mädchen, hatte ich in der neuen Heimat keinen Anschluss gefunden und meine alten Freunde hatten nicht ihr versprechen gehalten.
Nach 4 Jahren war ich mit meiner Ausbildung fertig, zog zurück und ein paar einzelne Freunde kehrten in mein Leben zurück.
Einen Jungen hatte ich sehr gern, wir haben uns gut verstanden und fast täglich was zusammen unternommen. Er wollte eine Beziehung, ich nicht, da es keine Liebe war. Er stellte mich vor die Wahl. Beziehung oder wir sind keine Freunde mehr. Da wir einen gemeinsam Freundeskreis hatten und ich Angst hatte allein zusein, willigte ich ein. Die ganze Beziehung wurde von ihm dominiert. Nach einem Jahr zog ich einen Schlussstrich und verlies ihn.
Ich hatte noch meine beste Freundin und neue Freunde im neuen Job gefunden. Er war kein großer Verlust.
Ein paar Jahre später kündigte meine beste Freundin mir die Freundschaft, aus heiterem Himmel. 9 Jahre hat sie aufgegeben für einen Mann. Ihr Freund mochte mich nicht und er stellte Sie vor die Entscheidung… er oder die Freundschaft mit mir! Sie fing von heute auf morgen an mich zu Ghosten. Ich bin in ein tiefes Loch gefallen. Ich habe meine beste Freundin, meine Seelenverwandte, meine Schwester verloren. Doch niemand hat mir gestattet zu trauern. Ich bekam immer nur zu hören „du findest eine neue Freundin“. Doch für mich fühlte es sich an als wäre ein Geliebter Mensch gestorben. Niemand hat mich verstanden und ich war so allein wie noch nie in meinem Leben. Werder, meine Familie noch andere Freunde versuchten für mich da zu sein.
Ich beschloss, das ich einen Tapetenwechsel brauchte und zog ans andere Ende von Deutschland. Ich lernte mir selbst eine gute Freundin zu sein. Nach einem Jahr zog ich wieder um, auf der Suche nach irgendwas. Das Leben ging weiter, ich wurde immer dicker und unglücklicher. Ein paar Tage nach meinem 30. Geburtstag, als ich die Fotos von meiner Party sah ist mir schlecht geworden. Ich habe mich selber nicht erkannt. Also änderte ich mein Leben. Alles allein ohne jemanden einzuweihen. Ich fing eine Diät an und ich wollte einen neuen Job erlernen. Den, den ich als Teene schon toll fand. Also schrieb ich Bewerbungen und suchte nach einer Wohnung die ich mir auch mit Azubi Gehalt leisten konnte. Ich freute mich, endlich machte ich mal das, was ICH wollte, ohne anderen Rechenschaft abzulegen.
Meine Freunde und meine Familie waren geschockt und versuchten es mir auszureden. Doch ich zog es durch.
2019 nach dem Sommer begann die Ausbildung und ich liebe sie noch bis heute. Der Plan war anschließend ins Ausland zu gehen. Doch das Leben geht seinen eigenen Weg.
Wie heißt es so schön … Das Leben ist das was passiert, während du dabei bist andere Pläne zu schmieden.
9 ganze Jahre war ich Single und hatte viele furchtbare Dates und für mich schon beschlossen das ich den Rest meines Lebens auch gut allein, ohne Mann und Kinder verbringen kann. Doch dann …
Oh man … wie mein Freund und ich uns kennengelernt haben könnte ein Drehbuch aus Hollywood sein.
Ich war auf der Hochzeit einer guten Freundin, eigentlich hatte ich vorgehabt im letzten Moment noch abzusagen. Ich wollte nicht als Single zu einer Party gehen auf der ich bis auf das Brautpaar und zwei weiter Leute niemanden kannte. Doch der Braut gegenüber fand ich es nicht fair. Also hübschte ich mich auf und ging hin.
Und zack hab ich den Kerl kennengelernt der genauso verrückt ist wie ich und somit perfekt zu mir passt.
Leider trennen uns im Alltag 600km. Er wohnt am anderen Ende von Deutschland.
Wir versuchten, trotz der Entfernung eine Beziehung aufzubauen. Wir telefonierten Stunden lang. Er war ein paarmal bei mir und lernte auch gleich meine Familie kennen.
Dann fuhr ich das erste Mal zu ihm. Ich wusste das es die Woche von meinem Eisprung war. Ich wusste das es wichtig war zu verhüten da ich seit zwei Jahren keine Hormone mehr nahm. Doch am Abend unseres Wiedersehens war uns beiden nichts mehr wichtig.
Zwei Wochen später wartete ich auf meine Periode doch sie kam nicht. Ängstlich öffnete ich den Periodenkalender auf meinem Handy und wusste es. Der Schwangerschaftstest bestätigte es.
Ich wusste nicht was ich machen sollte.
Meine Gyn gab mir ein Bild mit von dem Winzigen etwas, das in mir wuchs.
Dann ging die Diskussion in meinem Kopf los, bekommen oder nicht.
Abtreibung ? Auf gar keinen Fall! Ausbildung abbrechen ? Will ich nicht! Ausbildung aussetzen bis nach der Geburt ? Möglich, klar, aber ich bist arm wie eine Kirchenmaus ! Über 30, zweite Ausbildung = keine Zuschüsse vom Amt!
Also doch Ausbildung abbrechen ? Zurück zu meinen Eltern ziehen ? Die sind zu alt und krank, die können mir nicht helfen ein Kind groß zu ziehen!
Was ist mit meinem Freund ? Soll ich zu ihm ziehen ? Und dann ? Was, wenn es nicht klappt mit ihm und mir ? Dann bin ich allein ? Mit Kind ? Ich will doch eigentlich gar kein Kind ? Oder ?
Wenn er hier hochzieht ? Nein er liebt seinen Job ! Ich will ja gar nicht hier wohnen bleiben.
Sei mal realistisch du und er, ihr kennt euch seit knapp 3 Monaten.
Ich habe mich so allein gefühlt, da ich noch immer keine neue beste Freundin hatte, hatte ich niemanden zum Reden.
Als mein Freund dann zu Besuch kam für eine Woche sagte ich ihm was Sache ist.
Er war geschockt, er wollte unbedingt Kinder. Doch so schnell ? Wir redeten doch wir wussten beide nicht weiter.
Dann fuhr er wieder nach Haus und ich war wieder allein.
Sollte das dann auch in der Schwangerschaft so sein ? Ich muss alles allein durch machen ? Er kommt nur ab und zu mal vorbei?
Wie soll es weiter gehen ?
Es war furchtbar. Ich hatte Angst ! Ich habe mit mir allein diskutiert und mich allein entschieden.
Mein Freund war gegen den Schwangerschaftsabbruch, doch er sagte wenn ich das möchte, dann unterstützt er mich dabei. Es ist am Ende meine Entscheidung.
Er wäre bereit gewesen hier hochzuziehen, er wäre bereit gewesen Elternzeit zu nehmen damit ich die Ausbildung beenden kann.
Doch hätte ich mich für das Kind entschieden, hätte ich mich gegen unsere Beziehung entschieden. Denn ich bin überzeugt, mit Kind hätten wir beide in unserem Leben viel opfern müssen. Dinge opfern müssen die wir irgendwann bereut hätten. Das Kind hätte unter uns gelitten wie auch unsere Beziehung.
Nächsten Monat wäre der errechnete Termin. Wir haben dieses Jahr trotz allem, viele schöne Dinge erlebt, uns besser kennengelernt und lieben.
So sehr es mich auch schmerzt, der Verlust von unserem ungeborenen Kind, war es richtig. Ich würde mich auch jetzt 6 Monate nach dem Eingriff ohne den Einfluss der vielen Schwangerschaftshormone wieder so entscheiden.
Wir haben jetzt einen Plan. Wenn ich mit der Ausbildung fertig bin, ziehen wir zusammen. Ich möchte ein Jahr voll arbeiten und mit ihm das Jahr genießen und dann wollen wir gemeinsam Kinder bekommen.
Um glücklich zu werden, muss man sein Leben selbst in die Hand nehmen. Man hat nur dieses eine.
In meinem Partner habe ich zum Glück jemanden gefunden der hinter mir steht und mich respektiert.
Also, wenn du gerade dabei bist, die für dich richtige Entscheidung zu treffen, möchte ich dir gerne ein paar Gedanken an die Hand geben, die du für dich beantworten können solltest.

Können deine Eltern dir in den ersten Jahren helfen ?
Oder deine Schwester oder dein Bruder ?
Deine Beste Freundin vielleicht ?
Oder unterstützt dich dein Arbeitgeber mit einem Mutti-arbeitsmodell ? Die IHK bietet es zum Beispiel auch an. Man arbeitet in der Woche weniger, die Ausbildung dauert dafür etwas länger.
Dein Freund ist für dich da ?
Oder was ist mit den Eltern von deinem Partner ? Vielleicht wären sie bereit dir unter die arme zu greifen.
Auch allein kann man es schaffen wenn man es will !
Hast du alle Möglichkeiten durchdacht ?

Ich wünsche allen viel Kraft.

Klingt das so, als hätte ich mich gut im Griff ?

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Ich finde deine Fragen etwas... merkwürdig. Meine Gedanken dazu: Ich lernte meinen Mann mit 32 kennen. Zuvor war ich 12 Jahre in einer Beziehung. Mein damaliger Freund und ich passten nach diesen 12 Jahren nicht mehr zusammen. Mein heutiger Mann und ich waren gefühlt gerade irgendwie "erwachsen" geworden. Ich machte kein großes Federlesen, ich fragte ihn nach kurzer Kennenlernphase, ob er Kinder wolle. Er sagte, mit mir kann er sich das sehr gut vorstellen. Nach kurzen 7 Monaten war es dann soweit. Unverhofft und eigentlich später geplant, da ja alles rosarot und voller Geigen war am Himmel. Mein Mann war geschockt. Wir redeten. Ich sagte ihm, ich wolle nicht alleinerziehend sein (jedenfalls nicht mit Ansage). Ich sagte, entweder zusammen, oder gar nicht. Er entschied sich für zusammen. Das war unsere Entscheidung. Wir dachten dabei nicht an Freunde oder Eltern oder sonst wen. Warum auch, es war unser Kind, was da herranwuchs. Unsere Verantwortung. Diese Fragen sind vielleicht für eine 17 jährige wichtig. Aber über 30? Und meine Frage an dich wäre, wer verurteilt dich für deinen Abbruch? So klang es am Anfang für mich. Du müsstest dich rechtfertigen. Vor wem? Denn dazu kann ich dir sagen, sowas geht auch in dir andere Richtung. Wir bekommen das dritte. Absolut ungeplant und im Umfeld schon erklärt, dass die Kinderplanung abgeschlossen ist. Die Leute reden immer. Die Leute stellen blöde Fragen, die dich auch zwingen sich zu rechtfertigen, bis hin zu "hätte ich lieber abtreiben sollen?"
Es geht keinen etwas an. Du kannst es keinem Recht machen. Nur dir selbst.

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Ja, das sehe ich auch so. Ich finde auch der ganze text liest sich so, als hätte ihn eine 17- jährige geschrieben.

Vorab, jeder Mensch hat eine andere Belastungsgrenze.
Ich bin auch 33, wuppe meine beiden (fast 5 und eineinhalb) seit Anfang des Jahres allein.
Ich bin auch froh, Hilfe von meiner Familie zu haben.
Der kleine war auch ungeplant. Wir waren da schon Jahre zusammen, aber eher schon in einer kritischen Phase unserer Beziehung.

Die Frage, die ich mit gestellt habe war:
Komme ICH (notfalls alleine) mit zwei Kindern klar?

Ich finde, dass sollte die elementare Frage sein.
Familie, Freunde, Beruf, etc sind alles Rahmenbedingungen, die sich jederzeit ändern können, durch Krankheit oder Kündigung zum bespiel.

Ich bin zwar der Meinung, wer ungeschützt Sex hatte, bewusst also mit dem Feuer spielt, hat auch zu seiner Verantwortung zu stehen.
ABER mir drängt sich der Eindruck auf, dass es in diesem Fall vielleicht gar nicht so falsch war, da die TE einfach alles andere als reif für ein Kind ist/war.

Mein Rat:
Liebe TE,
Ich finde es super, wie du nach vielen Rückschlägen immer wieder aufgestanden bist und versuchst dein Leben zu ordnen.
Aber, versuche dich selbst zu lieben und dich nicht so abhängig von anderen und/ oder dehnen Meinung zu machen.
Vielleicht auch mit Hilfe eines Therapeuten.

Ich wünsche dir wirklich alles gute!

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"Doch am Abend unseres Wiedersehens war uns beiden nichts mehr wichtig."

Also dafür habe ich kein Verständnis.
Ich finde ja grundsätzlich deine "Lebensgeschichte" sympatisch. Und ja "dein Körper - deine Entscheidung". "Du nimmst dein Leben in die Hand". Da bin ich ganz bei dir.
Aber(!!!) einfach nicht zu verhüten (noch dazu wenn man weiß der Eisprung ist nahe). Und deshalb hilft man sich mit ner "Abtreibung" (= Beenden eines Lebens). Dafür sollte man sich schämen.
Es ist super und wichtig, dass es die Option "Abtreibung" gibt. Für Fälle wie: - gewissenhaft richtig angewendetes Verhütungsmittel hat versagt. -Vergewaltigung - diverse Sonderfälle/Notfälle....
Aber "einfach nicht verhütet" 😡

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""Doch am Abend unseres Wiedersehens war uns beiden nichts mehr wichtig."

Also dafür habe ich kein Verständnis."

Ich schon. So ist das Leben eben. Jeder macht Fehler und im Überschwang der Wiedersehensfreude hatten die beiden eben andere Prioritäten. Menschen sind keine Maschinen.

"Es ist super und wichtig, dass es die Option "Abtreibung" gibt. Für Fälle wie: - gewissenhaft richtig angewendetes Verhütungsmittel hat versagt. -Vergewaltigung - diverse Sonderfälle/Notfälle....
Aber "einfach nicht verhütet" "

Gerade auch für den letzten Fall ist es enorm wichtig, dass Frauen die Möglichkeit haben ein ungewolltes Kind abtreiben zu lassen. Warum sollte dieses ungewollte Kind sein Leben lang für den einen Fehler seiner Eltern büßen? Warum sollten sich ungewollte Eltern, die vielleicht aus Freude (so wie im Beispiel) aneinander haben mitreißen lassen diesen einen "Fehler" wie eine Hypothek mit sich herumtragen müssen? Als Buße für Ihre Verantwortungslosigkeit? Als Strafe gar? Ein "schöneren" Start ins Leben kann man einem Kind ja kaum wünschen.

Mir scheint, dass es bei diesen Äußerungen weniger um das Wohl des Kindes und der Eltern, sondern vielmehr um das Kontroll- und Sanktionsbedürfnis Dritter geht. Just my 2 Cents.

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Also Abtreibung = Beenden eines Lebens, aber ein Tier umbringen, um es zu essen, dafür muss man sich nicht schämen? Ich verstehe diese ganzen Relationen nicht. Nach welchem Maß geht es da und wer entscheidet, was oder wer wieviel Wert ist?

Es gibt eindeutige Studien darüber, dass es mehr Menschen gibt, die es bereuen nicht abgetrieben zu haben, als Menschen, die es bereuen abgetrieben zu haben. Und dann steht man da, mit Kind, das ist doch schlimm 😩. Ein Kind muss zu 100% gewollt sein, das ist meine Meinung.

Niemand muss iwas mit seinem Körper, das ist absolut die Entscheidung einer Frau und wir machen auch mal Fehler. Wenn es ganz am Anfang ist, geht es um Zellen, die sich mehrfach geteilt haben, die man entfernt, im weiteren Stadium könnte ich es auch nicht mehr, ja, das versteh ich. Wenn das Herz schlägt etc...

Man muss das Ganze aber nicht so verteufeln und tabuisieren und auch Aussagen wie, da muss man dann durch, finde ich absolut altertümlich.

Nichts für ungut. Lg

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Wirklich, du würdest dich auch jetzt im Nachhinein für den Abbruch entscheiden? So klingst du aber gar nicht, liebe Poppy. Besonders deine Fragen zum Schluß klingen nach Ermutigung, das Kind zu behalten bzw. alle Möglichkeiten pro Kind in Erwägung zu ziehen. Es ist keine Schande zu gestehen, daß man etwas bereut. Da du noch mit demselben Partner (der von der Hochzeitsparty, oder?) zusammen zu sein scheinst, umso wichtiger, damit eure Beziehung nicht kaputt geht. Du bist schon 33; noch ein paar Jahre und es wird etwas schwieriger mit dem Schwangerwerden. Überlegt euch wie es euch als Paar zusammen geht und macht passende Pläne.

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Hallo,

du redest über Tips und Fragen sie man sich stellen sollte, hast aber selbst überhaupt keine Ahnung wie es ist Kinder zu haben. Unterstützung für manche Situationen zu bekommen ist super, aber dennoch ist es mein Kind und ich habe es 24/7 bis auf wenige Ausnahmen. Das muss man sich bewusst machen!
Wie vor mir schon jemand sagte, die eine Frage ist, bei so einer frischen Beziehung, schaffe ich es ALLEINE mit einem Kind? Alles was als Hilfe dazukommt ist ein Bonus.
In allem anderen kann ich nur meinen Vorredner recht geben, wenn einem mit Ü30 egal ist was die Konsequenzen aus S...x in den Fruchtbaren sind, dann ist die Entscheidung gegen das Kind wohl die bessere, bei so wenig Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht

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Ja ich gebe dir recht. Insbesondere ihre Aussagen am Ende, aber auch diese sehr merkwürdige Umfrage untermauern meine These, dass die TE augenscheinlich sehr abhängig von Urteilen aus ihrem Umfeld ist.
Was in ihren Aussagen absolut fehlt, ist ein gewisses Standing, eine gewisse Reife, ein Selbstbewusstsein, zu den eigenen Entscheidungen zu stehen.
Was bringt es ihr wenn wir beurteilen, ob sie ihr Leben im Griff hat?
Eigentlich sagt die Tatsache, dass sie uns fremde Menschen diese Frage stellt, alles aus, nämlich dass es NICHT so ist.

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Hey
Ohne dir nahe treten zu wollen, eine Entscheidung für oder gegen ein Kind darf nicht abhängig davon gemacht werden ob die Familie helfen kann..sorry das ist quatsch..ich bekomme das 3. Es war UNSER Wunsch nicht der Wunsch unserer Familie, wir helfen uns gegenseitig wo wir nur können aber ich Zeuge doch keine kinder nur wenn zb meine Schwester einspringen kann?
Es gibt zig Möglichkeiten das Kind zu betreuen, genauso wie es Blödsinn ist ob der Job Mutti konform ist oder nicht..
Diese tips die du den Frauen gibst sind totaler Quatsch..
Natürlich soll und darf jede Frau selbst entscheiden ob sie das Kind gebären möchte oder nicht ..dafür das du schon Ü30 sein sollst, hast du die Ansichten eines Teenies der wirklich noch keine Lebenserfahrung hat.

Und sorry das hört sich alles so komisch an ,auch wie es geschrieben wurde..kp

Wenn du hinter deiner Entscheidung stehen würdest,gäbe es auch kein Grund sich bei irgendjemanden rechtfertigen zu müssen bzw hier so eine dramatische Geschichte schreiben zu müssen..

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Ja, ich finde es auch immer merkwürdiger, je mehr ich darüber nachdenke. Das passt irgendwie alles nicht zusammen.
Einerseits sagt sie, sie bereut den Abbruch nicht, will aber gleichzeitig von uns wissen ob sie ihr Leben im Griff hat- als ob wir das beurteilen könnten.
Sie klingt nicht so als sei sie mit sich selbst im Reinen.
Auch dieser ganze Sermon über ihre Lebensgeschichte... was hat das mir dem Thema zu tun?
Und warum hat sie das Bedürfnis, uns das alles zu erzählen?
Irgendwie alles komisch.

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Heikles Thema, ich denke es geht keinen was an, also erlaub ich mir hier auch keine Meinung.... Deine Zukunftspläne klingen allerdings gut, das andere ist nun eh vorbei und nicht änderbar... Hacke es einfach ab und gut, nix mit geburtstermin etc damit holst du die Vergangenheit in die Gegenwart und das arbeitet in dir... Du hast dich für den Abbruch entschieden und der darf nicht nur körperlich sein... Ich wünsche dir alles Liebe und freue mich das du ein guten Mann gefunden hast 😊

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Hallo, also ich werde nicht recht schlau aus deinem Beitrag.
Da passt einiges nicht wirklich zusammen.
Du hast einen Schwangerschaftsabbruch hinter dir, den du nicht bereust, zumindest schreibst du das so. Das ist erstmal gut.
Aber warum möchtest du von uns wissen, ob du dein Leben im Griff hast?
was erwartest du von unserer Antwort? Was bringt es dir, wenn wildfremde Personen dein Leben beurteilen? Das kannst du doch nur selber. Du musst doch selbst wissen, ob du dein Leben im Griff hast oder nicht. Ob es dir gut geht, und zwar auch psychisch, oder nicht.

Geht es dir gut?

Ich frage deswegen, weil ich es recht merkwürdig finde, dass du hier deine komplette Lebensgeschichte reingeschrieben hast. Da sind Aspekte bei, bei denen ich Schwierigkeiten habe sie mit dem Thema ungewollte Schwangerschaft in Verbindung zu bringen.

Ich habe den Eindruck, dass es allgemein in deinem Leben sehr viele unverarbeitete Kränkungen und Traumata gibt.
Und dass du daran zu knabbern hast und mit dir selbst irgendwie nicht im Reinen bist.
Schon alleine, dass du von uns die Bestätigung möchtest, dass du dein Leben im Griff hast lässt darauf schließen, dass du eine selbstunsichere Person bist, die auf Bestätigung von außen stark angewiesen ist.
Vermutlich kannst du deswegen auch nicht mit dem Thema Abtreibung abschließen, weil es von vielen so tabuisiert ist.

Ich glaube dass du erst glücklich werden wirst, wenn du am Punkt Selbstakzeptanz und Selbstführsorge arbeitest.

Es kommt nicht darauf an wie andere dein Leben beurteilen, sondern wie du dich damit fühlst.

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