Was ist nur los mit mir? Aus Freude wird Angst....

Ich dachte, ich wollte noch ein 2.Kind. Ganz bewusst, probierten wir erneut schwanger zu werden. Und als es dann geklappt hat, war ich überglücklich.

Und plötzlich, von einem Tag auf den anderen, geht es mir nur noch schlecht. Ich kann mich nicht mehr freuen. Ich weiß nicht, wie ich das meistern soll mit 2 Kindern, sehe nur das Schlechte, was Kinder so bringen (schlaflose Nächte, Geschrei, Streit, Ausgaben). Ich schaffe es nicht, mich wieder aufs Positive zu besinnen. Da ist eine innere Angst und Unruhe und es fühlt sich an, wie eine Depression...

Ich bin 41 und darüber mache ich mir auch Gedanken - wie werden alle reagieren? Es ist mir irgendwie peinlich mit 41 noch ein Kind zu bekommen, obwohl meine Kleine auch erst 3 Jahre alt ist. Aber ich habe richtig Angst vor den Reaktionen und glaube sie werden mich total beeinflussen!! Das hätte ich auch vorher wissen müssen... aber jetzt wo es da ist, reell,da packt es mich so intensiv dieses Gefühl "was werden die Leute denken, dass due mit 41 noch ein Kind bekommst.

Bin jetzt in der 6. SSW, war noch nicht beim Arzt. Was soll ich dem Arzt nur sagen? Ja, ich bin bewusst schwanger geworden und nun weiß ich nicht, ob ich das Kind noch will? Wie krank ist das?? Was ist nur los mit mir? Ich habe mich doch gefreut... und nun ist alle weg, da ist keine Freude mehr, nur Angst und Panik.

Wenn ich tatsächlich abtreiben würde, wäre es für immer vorbei mit noch einem Kind. Mit 42 gehe ich das nich nochmal an!! Dann muss ich mir bewusst sein, dass ich "nur" eine Tochter habe und sie kein Geschwisterchen. Dann ista ber auch so vieles leichter, schon allein finanziell. Mit 2.Kind ist viel mehr Chaos, Streß, Einbußen. Können wir dann noch in Ruhe Essen gehen oder mal ins Kino? Oder ein Wochenende wegfahren? Eigentlich haben wir zur Zeit ein wunderschönes Leben, als Familie und auch Freiheiten, dass jeder auch mal was unternehmen kann, zum Sport gehen usw. Mit 2 Kindern sehe ich das alles verblassen.

Grad ist meine Tochter aus dem Gröbsten raus und jetzt nochmal von vorne anfangen mit Allem?Will ich das wirklich?? Und dann alles doppelt.

Warum hab ich mir das alles nicht früher überlegt?? Noch vor 3 Wochen war die Vorstellung 2fach Mama zu sein, ein Traum. Ich habe es mir so positiv vorgestellt. Aber das kann ich nicht mehr. Dieses Bild ist weg. Eszerfrisst mich innerlich, ich bin fix und fertig. Was soll ich nur tun.

Ruhig durchatmen und abwarten. Das sind womöglich gerade die Hormone und die Tatsache, dass es jetzt keine Vorstellung mehr ist sondern real wird und man das ab jetzt nicht mehr in der Hand hat.

Auch wenn das jetzt vielleicht nicht "feinfühlig" ist, Abtreibungen sind für Frauen in Notlagen gedacht, die ungeplant schwanger geworden sind. Und nicht für werdende Mütter, die mal kurz Panik bekommen, obwohl alles weitere stimmt und die sogar bewusst schwanger geworden sind. Wenn das Kind da ist, sagt man ja auch nicht "Vorher war alles besser und Tschüss."

Huhu,

vielleicht gehst du einfach mal zu einer Beratungsstelle und besprichst dort, was du auf einmal fühlst usw.
So kann dir ein neutraler Dritter helfen, dich zu sortieren und klarer zu sehen.
Im Zweifelsfall hast du auch schon den Beratungsschein in der Hand, falls du dich dann zum Abbruch entscheidest.

Was sagt denn dein Mann dazu?
Mit ihm müsstest du doch reden können über deine Gefühle?
Hat er auch einen Kinderwunsch? Wenn du abtreiben würdest, was würde er dazu sagen?

Was andere Leute von außen sagen, ist doch egal.
Du hast nur das eine Leben und das solltest du damit auch so gestalten, dass DU am Ende nichts bereust.
Die Leute hören irgendwann wieder auf zu reden …

Vielleicht hilft es dir auch, wenn du mal pro und contra auf eine Liste schreibst.
Vorher muss doch vieles für ein Kind gesprochen haben.


Ansonsten will ich dir einfach mit auf den Weg geben, dass wir alle Menschen sind und Fehler machen. Manchmal merkt man leider erst später, dass man sich falsch entschieden hat. Beim Thema Schwangerschaft gibt es noch die Option Abtreibung. Wenn sich das wirklich am besten anfühlt und du dir sicher bist, dass der Kinderwunsch nun für immer weg sein wird (und nicht nur um 1 Jahr aufschieben, denn das wäre nicht fair, finde ich), dann ist es durchaus legitim auch ein geplantes Kind doch nicht zu bekommen. Du wärst da garantiert nicht die erste, der es quasi zu spät auffällt, dass man die Schwangerschaft irgendwie nur rosarot geplant hat und dann plötzlich aufwacht und erschreckt über die Konsequenzen, die man nicht bedacht hat.

LG

Hallo! Ich bin selbst Mama von drei Kindern, und kann dich ein bisschen verstehen. Bei mir war die Freude in den ersten Wochen sehr getrübt bei der zweiten und dritten Schwangerschaft, aber ich weiß inzwischen, dass es einfach die Hormone waren. Bei mir lag es auch daran dass es mir wirklich schlecht ging, und ich kaum die Kraft hatte, für das/ die Kinder, die schon da waren, die Mutter zu sein, die ich sein wollte. Kaum ging es mir besser, kam auch die Freude zurück. Unser drittes Kind war ungeplant, und am Anfang hatte ich auch ganz stark diesen Gedanken, was das Umfeld wohl sagen wird. Ich hatte auch große Angst vor den Reaktionen, und habe mich fast schon geschämt. Im Lauf der Schwangerschaft wurde es immer selbstverständlicher, und seit unser Sohn da ist bin ich richtig stolz:-) ich würde dir raten, deine Gefühle einfach zur Kenntnis zu nehmen, aber im Bewusstsein, dass die hormonelle Umstellung die Beurteilung der Situation enorm beeinflusst. ich selbst würde in den ersten Schwangerschaftswochen niemals mehr eine Entscheidung von größerer Tragweite treffen! Herzlichste Grüße, Pusteblume

Ich hoffe so sehr,dass es die Hormone sind.
Aber was wenn nicht? Was wenn jetzt mein wahres Ich spricht und ich tatsächlich eigetlich das alles nicht nochmal will?

Wie kann man das bloß rausfinden. Ich kann derzeit nicht klar denken. Und genau deshalb traue ich mich auch nicht, den Weg des Beendens zu gehen. Ich möchte aber auch nicht, dass der Bauch weiter wächst. Ich will Pause drücken können.

Es ist nur innerlich so schwarz alles... wie kommich da nur wieder raus.

Hallo,
Ich will dir mal meine Geschichte erzählen. Erst einmal will ich dir sagen, das ich dich total verstehe. Das was du erzählst, könnte 100% von mir sein.
Ich bin 36 Jahre alt und habe einen tollen Sohn von 6 Jahren.
Ich wollte immer zwei Kinder. Mein Mann leider nicht. Wir hatten uns auf eins geeinigt. Innerlich hat es mich aber gerissen. Ich wollte nie , dass mein Sohn alleine bleibt. Einzelkind bleibt. War für mich eine ganz traurige Vorstellung. Alle haben um mich herum das zweite oder dritte Kind bekommen. Ich war verzweifelt, weil ich das auch immer wollte und mir das wirklich wehtat, wenn ich wieder von einer Schwangerschaft gehört habe.
Vom Kopf her , habe ich versucht es zu verdrängen. Wir haben uns dann eine Eigentumswohnung gekauft , mit nur einem Kinderzimmer. Habe sowieso nicht mehr dran geglaubt, dass wir uns nochmal vergrössern. Mein Mann hat aber gemerkt, das ich einen riesen Kinderwunsch habe und Ende Mai bin ich dann halt schwanger geworden, weil er dann plötzlich zu stimmte. Habe mich riesig gefreut. Mein Mann muss sich ersteinmal damit anfreunden, aber so langsam realisiert er es. Von einem auf dem anderen Tag, war die Freude weg. Da war ja jetzt natürlich das Wohnungsproblem. Am Anfang der Schwangerschaft, planten wir, das wir jetzt dann wohl ein Haus kaufen müssen. Mein Mann wollte immer ein Haus. Jetzt haben wir aber die bittere Erfahrung gemacht, das es hier kaum Häuser gibt oder nicht bezahlbar sind....panik. was machen wir, wenn wir nichts finden? Haben uns jetzt erstmal schonmal eine Schlafcouch gekauft, aber für die Dauer? Vlt für 2 oder 3 Jahre....oder kann man sich damit arrangieren? Wieder Panik.
Plötzlich Angst.. ..was passiert in Zukunft? Kitagebüren, mehr Ausgaben, Schlafmangel, Babygeschrei....wenn ich Babys schreien höre, steigt Panik auf. Alles auch genau wie bei dir. Von aussen bekomme ich zu hören.. ..du bist zu alt.....die Kinder sind doch vom Alter her, zu weit auseinander.Mache mir nur einen Kopf....haben die anderen vlt recht? Was habe ich getan. Will ich das wieder? Von vorne anfangen? Habe auch an Abtreibung gedacht, aber mein Mann sagte auch, ....du kannst doch nicht ein Kind abtreiben, was geplant war.....Bin jetzt in der 30.ssw. die Zweifel sind immernoch total present. Aber wenn ich sehe, wie mein Sohn sich freut und ich weiss, er wird sein Leben lang jemanden an seine Seite haben , bin ich froh es nicht getan zu haben. Die Probleme bezüglich Wohnung lösen sich natürlich nicjt in Luft auf, aber ich glaube da gibt es schlimmeres. Habe das Thema schon bei meiner Ärztin angesprochen, weil ich mich einfach nicht freuen kann.es ist wohl auch eine Depression. Das vergeht...ich hoffe, nach der Geburt wird es besser. Trotzdem bin ich davon überzeugt und froh, dass ich nicht abgetrieben habe. Ich hätte es mir nie verziehen und ich glaube, ich hätte es bitterlich bereut, und der Kinderwunsch wär bald wieder da gewesen. Habe mir schliesslich über Jahre das Kind gewünscht.

Ich wünsch dir viel Kraft bei deiner Entscheidung.

Ich danke Dir für Deine ehrliche Geschichte!!

ja genau so ist es - Angst aus dem Inneren und Angst aus dem Äußeren.

Ich bin auch so beeinflussbar. Wenn einer mir sagen würde "Wow, wie schön, das wird toll mit noch einem Kind" würde es mich sofort positiv stimmen. Wenn aber jmd. sagen würde "Was mit 41 noch ein 2. Kind? Kriegst du das geregelt? Hast Du dir das gut überlegt?" usw. dann wäre ich sofort am Ende, fix und fertig.

Denn im Inneren ist auch Beides. Irgendwo muss da diese Freude sein, dieser Kinderwunsch, dieses Gefühl,dass da noch ein kind kommen muss. Aber ich spüre es grad nicht. Es ist einfach weg. Ich spüre nur diese Ängste und sehe mich nur panisch von einem Kind zum nächsten laufen und nichts auf die Reihe zu kriegen.

Und ich hab auch Angst davor, dass es die ganze SS so weitergeht. Wie geht man nur damit um?

Ich finde das sehr stark von Dir, dass Du den WEg gehst und die Gefühle akzeptierst. Von Herzen wünsche ich Dir, dass endlich die Freude wieder hochkommt!!!!!

Das hoffe ich auch so sehr, das ich mich bald richtig auf mein Baby freuen kann. Im Moment kann ich mir das einfach noch nicht vorstellen. Aber ich denke, bei mir liegt es auch viel mit der Wohnungssituation zusammen. Zukunftsangst. Was eigentlich total bekloppt ist. Bevor ich schwanger wurde, habe ich mir auch immer gesagt, wenn wir nichts grösseres finden, kann man es sich auch hier gemütlich machen. Wir haben ja auch fast 90qm. Halt nur mit einem Zimmer weniger. Dann wurde ich schwanger. Und dann ging es von aussen los. " die Wohnung ist zu klein" " wie könntet ihr nur" " alte Mutter " . Es gibt aber auch Leute, die mich versuchen aufzubauen und mir Mut zureden. Ich solle doch die anderen reden lassen. Meine Tante , war ganz fies und hat mir mein Leben richtig schwer gemacht. Habe tagelang geweint. Die meisten freuen sich aber für mich, weil sie wussten, wie sehr der Wunsch da war. Aber meistens überwiegen für mich die negativen Kommentare. Komisch oder? Da ich aber weiss, wie riesengross mein Kinderwunsch über Jahre war, weiss ich, das meine negativen Gefühle hormonell bedingt oder durch die aufkommende Depression ist. Und ich glaube fest daran, das alles gut wird.

Tipps kann ich dir leider auch keine geben, weil ich ja selber nicht weiss, wie ich da im Moment rauskomme. Aber ich glaube auch bei dir, ist es ähnlich wie bei mir. Und alles wird gut. Habe aber auch schon oft gehört, das sich viele Mütter, die das 2. bekommen teilweise solche Gedanken machen.

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Uhi, du bist aber ganz schön durch den Wind! :-)

Weißt du, wo ich mich schämen musste? Als ich mit 25 im Vorbereitungskurs zwischen den 40jährigen Erstgebärenden saß XD

DU KANNST ES NIE ALLEN RECHT MACHEN! Also "Lass'e reden!" ;-)

Ich fange nach 5 Jahren nächstes Jahr auch nochmal "von vorne" an. Klar wird das eine riesige Umstellung, aber machbar!

Du hast das schon mal gepackt und wirst es wieder schaffen!

Also atme tieeeef durch, schaue dir Babyfotos von deiner Tochter an und sprech beim nächsten Termin mit deiner Hebi/FÄ.

Alles Gute und herzlichen Glückwunsch zum Wunschkind.

Ich kenne deine Gedanken, ähnlich ging es mir auch, als ich mit 42 mit unserem Nachzügler schwanger war. Ich hatte mich plötzlich total alt gefühlt, hatte Angst vor der Zukunft, Angst vor den Kommentaren der Anderen, Angst, zu wenig Kraft, Energie, Nerven zu haben...
Mit der Zeit relativiert das sich. Und nach der Geburt?
Nach der Geburt war alles anders! Die Versorgung des Babies lief nebenher. Für die anderen Kinder war ich selbstverständlich genauso da wie vorher und alle liebten diese Kind total! Und ich fühlte mich nicht mehr alt, sondern durch das Kind viel jünger! Und ich werde auch viel jünger geschätzt! Und mein Umfeld? Blöde Kommentare höre ich nur ganz selten. Im Gegenteil: die Meisten haben Respekt vor meiner Leistung (das Jüngste ist unser 5. Kind).
Deine Gedanken und Ängste sind normal am Anfang der Schwangerschaft. Aber das wird sich wieder ändern. Nicht umsonst hast du 40 Wochen Zeit, bis das Kind kommt!

Danke für deine Ehrlichkeit.
Hadt du je an Abbruch gedacht?
Wie bist du mit deinen Ängsten umgefangen?
Wann geht das weg.
Und was wenn es nicht weggeht?


Was wenn ich nichts tue und es dann bereue?

Für mich gab es nie eine Alternative. Ich hatte mehrere Fehlgeburten. Das war für mich so unendlich schrecklich, ich hatte so starke Schuldgefühle und unsere Beziehung hatte darunter stark gelitten, sodass ich mir eine Abtreibung nie vorstellen konnte.
Das Leben läuft nur selten so, wie man es sich wünscht oder vorstellt. Mein 3. Kind ist sehr schwer chronisch krank und schwerbehindert. Das hatte ich mir nie gewünscht, aber ich musste lernen, dies zu akzeptieren und das Beste daraus machen. Das war eine wichtige Entscheidung für uns. Genauso hatte ich mich für das unerwartete Baby entschieden. Nach meiner Erfahrung kommen die Gefühle dann irgendwann nach.
Aber für mich sind Gefühle nicht entscheidend, sondern die richtige Entscheidung, die ich mit meinem Gewissen vereinbaren kann.

Hi.
Mach dich doch nicht so fertig. Es ist völlig normal das man sich Zweifel kriegen kann. Du wirst dein Wunschkind bekommen und man wächst mit seinen Aufgaben. Geld ist nicht das wichtigste im Leben. Eine Kind ist unbezahlbar. Wie du schon sagst mit 42 möchtest du keins mehr. Aber jetzt bist du schwanger und ihr wolltet das so. Es ist doch egal was andere denken. Es gibt immer welche die reden. Guck mal die ist aber jung, oder guck mal die hat aber schon 5 Kinder, guck mal die sieht aber alt aus. Da musst du drüber stehen. Wir bekommen hoffentlich demnächst unser 3.kind.klar wird alles anders aber ich freue mich drauf. Meine Kinder würden sich auch freuen. Lass dein Kind erstmal da sein, dann wirst du schon froh sein das es da ist. Vg

Bin ich dann wirklich froh? Was wenn nicht?
Ich hab so Angst... wie wird es nur mit 2 kindern? Hat man dann auch mal Ruhe?

Mich beeinflusst es grad so sehr, was die Leute sagen. Da braucht nur jemand reserviert reagieren...

Hab auch Angst zum Arzt zu gehen. Was soll ich dem denn sagen? Ich bin geplant schwanger und nun sehe ich nur noch schwarz?

Hi. Klar hast du erstmal weniger Zeit. Meine beiden großen sind nun 6 und 7 Jahre alt und ich habe schon wider alle Freiheiten. Nicht grade mit meinem Mann zusammen aber ansonsten kein Problem. Ich gehe 3*wtl.zum Sport mein Mann auch wenn er es beruflich schafft. Ich gehe auch gerne auf Partys und trinke mal ganz gern einen. Das mache ich dann mit Freundinnen. Bin auch grade wieder ganz frisch schwanger und mich beschäftigt eher die Frage wie erzähle ich das meiner Chefin 😫 das ist der schwierigste Part finde ich. Vg

Hey, liebe Alessia,

oh man, dich haben die Hormone aber so richtig erwischt… Ich glaube, dieses Hormon-Durcheinander trifft bei dir auf offene Türen, wenn ich deine Zeilen richtig verstehe. Du beschreibst dich selbst als beeinflussbar und vielleicht liegt hier des Pudels Kern begraben?
Es ist total normal, dass mit einer Schwangerschaft auch alle Sorgen und Bedenken hochkommen. Davor, wenn es ein Wunsch ist, zeigen sich diese Dinge meistens nicht. Doch dann, wenn der Test positiv ist und man mit der Zeit realisiert, dass da tatsächlich ein Kind in einem wächst, rattern all diese Gedanken los. Man meint immer, das passiert nur dann, wenn die Schwangerschaft nicht geplant war, aber nein. Wenn du nun weißt, dass du dich leicht von anderen beeinflussen lässt, dann schlagen diese Sorgen genau in deinen Wunden Punkt. Zusammen mit der hormonellen Umstellung kann es schon ein richtig großes inneres Chaos geben…

Panik zeigt einem immer nur das Negative. Und dieses wird dann riesengroß, richtig beängstigend. Und es lässt einen keinen vernünftigen Gedanken mehr fassen, alles nur schwarz/weiß sehen.
Beherzige doch deinen Wunsch nach einer Pause! In der du dich nicht freuen MUSST. Das setzt dich doch nur sehr unter Druck!

Ich würde dir empfehlen, mit jemandem zu sprechen. Hast du eine Hebamme? Vielleicht noch aus deiner ersten Schwangerschaft? Oder hast du Vertrauen zu deinem FA/deiner FÄ? Du musst es ja nicht so formulieren, wie du es weiter oben getan hast. Aber du darfst auf jeden Fall all deine Ängste äußern und sagen, wie du es hier schreibst: innerlich ist alles schwarz und du weißt nicht, wie du da herauskommen sollst. Bleib nicht allein mit deinen Gedanken!

Gab es denn einen Auslöser, wenn du jetzt zurückdenkst, dass du plötzlich solche Ängste hattest? Hat vielleicht jemand was gesagt, unbewusst, und du hast es dir sehr zu Herzen genommen?

Ich finde, deine beiden haben einen super Abstand. Deine Große wird immer selbständiger, ist wahrscheinlich schon im Kindergarten. Deine Vormittage wären also für dich und dein zweites Kind reserviert. Das entzerrt deinen Alltag. Du kannst dir überlegen, was dir ganz wichtig ist und wie du es auch mit zwei Kindern realisieren kannst.

Folge deinem inneren Gefühl, keine Entscheidung aus dieser panischen Situation heraus zu treffen. Gib dir Zeit!

Wie geht es dir denn heute, nachdem du gestern hier mal alles aufschreiben konntest?

Ich habe viele Single- Freundinnen, bzw Freundinnen mit nur einem Kind. Von meiner SS weiß noch keiner was, aber kürzlich habe ich mit einer Single Freundin telefoniert und sie erzählte von ihrem Leben und was sie alles so vorhat ( Reise, Workshops, usw) und während wir redeten, fing meine Tochter an, an mir zu ziehen, forderte Aufmerksamkeit, jammerte usw. wir legten auf und ich verbrachte meinen Nachmittag mit Kind bespaßen, Baden, Zubettbringen....und fragte mich, obich das alles wirklich von vorne will. Ich fragte mich, was der Ursprung meines angeblichen weiteren Kinderwunsches war?


Ich weiß nicht, ob das der Auslöser war.... ich bin wirklich beeinflussbar.
Und grade sehr pessimistisch eingestellt....

Wie geht es dir Heute? Konntest du dich etwas sammeln?

Lg

Es ist über drei Jahre her, dass ich mich hier (zunächst anonym) ausgeheult hatte, nachdem ich sehr schnell sehr gewollt schwanger wurde #zitter

Erst war es Ungläubigkeit, dass ich nach nicht mal zwei Monaten Hibbelei schwanger war. Dann Erstaunen, dann Freude. Und plötzlich nur noch ein riesengroßer Haufen Angst! Angst, dem nicht gewachsen zu sein. Angst vor der Verantwortung. Angst vor allem!! Wenn Du magst, den Beitrag von damals häng ich als Link mit dran.

Die Kleine ist jetzt 2 1/2 Jahre alt und ich bin ehrlich: Es gibt immer wieder unheimlich kräftezehrende Phasen. Aktuell halt die Trotzphase und eine knapp 5jährige, die immernoch sehr auf mich fixiert ist. Das unter einen Hut zu kriegen samt Vollzeitbeschäftigung und was der Alltag sonst halt so bringt, bringt mich schon sehr an meine Grenzen. Mehr noch, als ich damals befürchtet hab und doch halte ich mehr aus als ich damals erwartet hab :-) Man sagt ja immer, dass man an seinen Aufgaben wächst und ich glaube, bis zu einer (individuellen) Grenze ist da echt was dran. Ja, wir haben weniger Freiheiten. Viel weniger, als wir damals erwartet haben, weil meine Schwiegermutter, die wir fest zum gelegentlichen Kinderhüten für Paarzeit eingeplant hatten, fünf Monate nach der Geburt der Kleinsten relativ zügig an Krebs starb #schmoll Das wars dann für uns an Paarzeit, wir haben sonst keinen, der uns mal die Kinder abnehmen könnte. Ja, die Nerven liegen hier schneller mal blank, wenn beide Kinder irgendwie einen schlechten Tag hatten und man selbst grad irgendwie auch nicht auf der Höhe ist.

Und dann gibts diese Momente:
Die Kleinste rennt nach einem langen Betreuungstag der großen Schwester jubelnd in die Arme
Die kleine Große verteidigt ihre kleine Schwester vor allen, die sie auch nur schief angucken
Sie kuscheln und erzählen sich was
Wenn einer von uns mit der einen Schwester schimpft, wirft sich die andere dazwischen mit einem dramatischen "nicht schimpfen!"
Sie sagen sich jeden Abend liebevoll gute Nacht und wie lieb sie sich haben #verliebt

Ich könnt die Liste noch weiter fortsetzen, aber das würde den Rahmen sprengen. Ich bin ehrlich: Es ist noch anstrengender als ich gedacht hatte damals, als ich kalte Füße bekam. Und es ist noch viel schöner geworden #herzlich Der Altersabstand beträgt ziemlcih genau 28 Monate, sie sind also nicht mehr sehr sehr nah beieinander aber es ist auch noch nicht der konservative Altersabstand von 3-4 Jahren.

Ich geb Dir den Rat aus meiner Erfahrung, dass Du erstmal tief durchatmest. Geh zum Arzt, red mit ihm über Deine Ängste. Sofern Du einen guten, empathischen Arzt hast, wird der Dich 1. nicht verurteilen und 2. Dir sicherlich ncoh besser die Ängste nehmen können als wir hier im Forum, wo im Endeffekt jeder nur seine ganz persönlichen Erlebnisse präsentieren kann. Was davon für Dich dann passt und was nicht, wirst Du entscheiden müssen.

Unterm Strich denke ich, dass es gar nicht so verkehrt ist, sich da ncohmal ganz konkret Gedanken zu machen. Wie seinerzeit mal jemand schrieb: Das zeigt nur, dass Du nicht gedankenlos Kinder in die Welt setzt #herzlich

Ich wünsche Dir, dass sich Deine Sorgen ganz bald wieder legen. Dass Du Dich bald schon auf das neue kleine Wunder freuen kannst und eine ruhige, entspannte Schwangerschaft #klee#klee#klee






https://www.urbia.de/forum/30-ungeplant-schwanger/4807688-geplant-schwanger-und-ploetzlich-panik

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