Vater einfach nicht sagen, dass man schwanger ist und weg ziehen?

Ich hatte vor ein paar Tagen schon mal ein Beitrag veröffentlicht. Da war es sehr frisch und ich war sehr aufgeregt und konnte es überhaupt nicht verstehen, warum ich trotz Pille schwanger bin.

Der dazugehörige Mann kommt heute aus seinem Urlaub wieder. Und Dienstag hab ich auch meinen ersten Arzttermin. Danach will ich es ihm vielleicht sagen. Oder nicht? Ich weiß wirklich absolut nicht, was ich tun soll. Ich hab noch mal nach geschaut, wir kennen uns wirklich erst seit Mai 2019!!! Das ist so furchtbar.

Angesichts seiner Situation, in Trennung lebend, bereits zwei Kinder, Haus, welches er jetzt alleine finanzieren muss etc. überlege ich tatsächlich ihn eventuell nichts zu sagen und meinen Plan einfach weiter durch zu boxen und im Oktober zurück in meine Heimat zu ziehen. Ist das ein ganz furchtbarer Gedanke? Ich fühl mich irgendwie aktuell mit allem schlecht.
Problem nur sind dann eben so finanzielle Dinge, wenn auch nur für eine kurze Zeit. Ich brauche eigentlich nur noch bis Oktober 2020 für meinen Abschluss, danach steh ich auf eigenen Beinen. Muss der Vater für sowas wie Kindergeld und Co. angegeben werden? ALG2 könnte ich zwar rein technisch gesehen vorübergehend bekommen, da mein Studium kein echtes Studium, sondern ein auf die staatliche Prüfung angelegtes Seminar ist, aber dafür muss man ja immer den Vater angeben und das würde ich dann tunlichst vermeiden. 🤦🏻‍♀️ Vielleicht sind das auch nur furchtbare Angst Gedanken, weil ich wirklich lieber ganz ganz weit weg laufen würde, als ihm das zu sagen. Ich will ihm einfach nicht sein Leben durcheinander bringen.

Das ist ne ganz blöde Idee oder?
Das ist ne blöde Idee.
Aber wir sagt man das einem Menschen, mit dem man nicht zusammen ist, den man nur dated, dass man nach drei Monaten tatsächlich schwanger ist. Ich glaub nicht mal, dass ich das tatsächlich aussprechen könnte.

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Oh man. Ich hatte dir bereits versucht klarzumachen, dass der Kindvater immer auch mitverantwortlich ist. Er hätte sich ja selbst auch mehr um die Verhütung kümmern können, wenn er wirklich gerade keine Kinder will. Um Gottes Willen sag es ihm. Du nimmst einem Vater das Kind und einem Kind den Vater, wenn du es nicht tust. Und weil du es in deinem letzten Beitrag geschrieben hattest, Weder DU noch DAS BABY seid eine Belastung in irgendeiner Weise. Wenn eine schwangere Frau sich selbst und ihre Schwangerschaft nur als Belastung für den Mann sieht könnte ich die Krise kriegen. Du weißt noch nicht mal wie er reagiert und malst direkt den schwarzen Pater an die Wand. Sag es ihm. Und zwar besser gestern als heute! Wenn er scheiße reagiert und seine Meinung auch nicht ändert, dann kannst du immernoch alles alleine durchziehen. Aber gib ihm die Chance sich für sein Kind zu entscheiden. Denn dieses Kind ist nicht einfach eine Belastung. Und du auch nicht. Dein schlechtes Gewissen und deine Angst sind vollkommen unbegründet also hör auf ihn als das arme Opfer deiner Schwangerschaft zu sehen. Er ist ein erwachsener Mann, der selbst entscheiden darf wie er zu dem Kind steht. (Und hoffentlich einer mit Eiern in der Hose sich auch drum zu kümmern) Er ist kein Opfer deiner Schwangerschaft und deine schwangerschaft ist auch kein Verbrechen an seinem Leben und seinen Plänen. So. Musste nochmal raus. Kriege einfach die Krise, wenn schwangere Frauen sich so klein machen, weil sie angeblich irgenwelche Pläne ihres Partners zerstören.

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Das hört sich ja alles sehr durchwachsen an . Hast du die Pille vielleicht doch einmal vergessen ?
Und leider hat der Vater des Kindes ein recht drauf vom seinem Kind zu wissen zudem müsste er ob er das Kind möchte oder nicht Unterhalt zahlen oder ihr kommt eventuell zusammen.

Sag es ihm bevor er von anderen erfährt oder es heimlich mitbekommt. Er könnte es sich rechnerisch auch selbst raus bekommen
LG

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Weder vergessen, noch zu spät genommen, noch Medikamente, noch, noch, noch... Ich hab jetzt gelesen, dass zwischenblutungen ein Hinweis darauf sein können, dass der Körper die pille nicht richtig annimmt. Das hatte ich. Ich hab mir nur nichts dabei gedacht, weil das der erste Monat war, dass ich die überhaupt angefangen habe zu nehmen und mein Arzt sagte "es könnte sich etwas verändern."

Ich will ja eben nichts von ihm. Kein Unterhalt. Kein gar nichts. Und wir hatten mal diesen Dialog, dass er zwar noch mal heiraten will und Kinder und all das, aber dann will er das für immer und nicht wieder scheitern sehen. Sein Bruder hat irgendwie zwei Kinder von zwei verschiedenen Frauen. Er würde das als scheitern empfinden. Das hab ich so im Kopf diesen Dialog, dass ich mich einfach frage, ob es nicht besser für ihn ist, das nicht zu wissen.

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Liebes du tust dir keinen gefallen wenn du es ihm nicht sagst denk nur daran wenn dein Wunder mal groß ist und seinen Papa kennenlernen will und er es 20 Jahre später erst erfährt das ist Zeit die ihm mit seinem Kind fehlt . Ich mein du musst wissen ob du das alles schaffst und mit dem Leben kannst ?

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Sobald Du finanzielle Leistungen vom Staat, wie beispielsweise ALG II oder Unterhaltsvorschuss beantragen willst, brauchst Du Angaben zum Vater. Denn da wird geprüft, ob er finanziell leistungsfähig ist. Kindergeld bekommst Du sowieso, da spielt das Einkommen keine Rolle. Zudem musst Du Dich fragen, wie Du es später dem Kind und dem Vater erklären möchtest, dass Du ihm nicht Bescheid gesagt hast. Vielleicht möchte er ja am Leben des Kindes - trotz Entfernung - teilhaben. Und das Kind könnte es Dir auch schwer übel nehmen, wenn Du es ggf. längere Zeit belügst.

Nimm den Arzttermin wahr und sag es dem Vater später, aber teile es ihm noch vor der Geburt mit. Das kann ja auch auf schriftlichem (Brief bspw.) Weg erfolgen.

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Hey,
sei ehrlich, des Kindes wegen... Zudem kannst du den KU nicht ablhenen, der ist nicht für dich, sondern für das Kind... (kurz gesagt)
Sprich mit ihm....

lg Tanja

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Ich würde dir auch raten, deinen Partner baldmöglichst über die Schwangerschaft zu informieren. Falls du es nicht schaffst, dies in einem Gespräch zu erwähnen, würde ich den schriftlichen Weg wählen. Natürlich könnte es sein, dass er negativ reagiert, aber damit musst du leider leben. Wenn du wirklich immer korrekt mit der Pille verhütet hast, hast du dir ja im Prinzip nichts vorzuwerfen. Falls du ihn nicht als Vater angeben würdest, hättest du nämlich keinen Anspruch auf Kindesunterhalt und ggf. Betreuungsunterhalt. Du hättest meines Wissens auch keinen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, da du hierfür den Vater angeben müsstest. Folglich hättest du finanzielle Nachteile, wenn du den Kindsvater verschweigen würdest.

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