Zweifel an Abbruch

Hallo ihr Lieben,

Vielleicht kann mir jemand von euch noch mal eine andere Sichtweise auf die Dinge geben, welche ich gleich schreibe.

Zu meiner Situation: ich bin 25, habe eine 5 Jährige Tochter und eine 8 Monate alte Tochter. Durch die Schwangerschaft wurde bei meinem Partner und mir eine Kriese ausgelöst und wir wissen nicht ob wir das zusammen schaffen oder getrennte Wege gehen. Ich bin aktuell in der 8 SSW.

Auf unsere Jüngste haben wir 2 Jahre gewartet und zwei Fehlgeburten gehabt. Nun bin ich ungeplant schwanger trotz Verhütung mit Kondom. (Haben nicht mit bekommen, dass was ausgelaufen ist oder irgendwo ein kleines Loch war) Mit der nächsten Regelblutung wollte ich mir die Spirale setzten lassen und hatte dies auch schon mit meinem FA besprochen.

Eigentlich ist mein Leben, bis auf die Kriese jetzt optimal gewesen und ich hatte den Plan im Oktober Studieren zu gehen.
Geldlich mangelt es auch nicht. Auch wenn wir uns entschließen das Kind zu bekommen.

Die erste Reaktion meines Partners war, er möchte nicht noch ein weiter Kind, allerdings geht er beide Wege mit mir.

Heute waren wir zum Anestesie Gespräch im Krankenhaus und mein einzigster Gedanke ist: ich kann das nicht.
Habe danach mit ihm geredet und gefragt ob er das wirklich will und er ist sich auch nicht zu 100% sicher, es aber die Sitation aktuell nicht zulässt.

Meine Meinung ist, dass ich eine fest und sichergeplante Zukunft hätte, wenn wir uns gegen das Kind entscheiden, allerdings bin ich auch der Meinung, dass es der Gmgrößte Fehler meines Lebens sein wird.

Vielleicht hat noch jemand einen Denkanstoß für mich oder kann mal objektiv an die Sache ran gehen.

Ich bin so verzweifelt und fühle mich wie ein Monster

1

Hallo meine Liebe,

dir wird keiner sagen können, welcher der "richtige" Weg für dich/euch ist. Beide Wege sind nicht verwerflich, egal was Andere sagen werden.

ABER:
Lass dir gesagt sein, ein Abbruch KANN echte Probleme hinter sich her ziehen, wenn du nicht zu 100 % dahinter stehst. Oftmals werden die Frauen ihre Schuldgefühle und die Frage "hätten wir es doch geschafft?" nicht los.

Hier habt ja noch etwas Zeit. Nehmt sie euch.

Ich wünsche dir/euch alles Gute

2

Danke für deine Worte. Genau davor habe ich so eine Angst.

Ich habe mich glaube ich einwnug falsch ausgedrückt. Mir soll niemand sagen, was ich tun soll. (Kann ja auch keiner)

Es haben nur eventuell andere Frauen schon mal so etwas durchgemacht.

Auch bin ich mit der Sache so aufgebauscht, dass ich nicht mehr objektiv darüber nachdenken kann ohne zu verzweifeln. Es hat auch einfach gut getan, dass ganze nieder zu schreiben.

3

Hallo du löwenmama,
ich denke, dass du gerade heute besonders aufgeregt bist nachdem der Termin war und das nun ganz andere Gefühle und Gedanken für dich gebracht hat.
Auch für deinen Partner. Ihn hat es ja auch verunsichert.
Ob man überhaupt jemals sagen kann, dass man eine fest und sicher geplante Zukunft hat? Ich glaube, ab sichersten ist man, wenn man Unvorhergesehenem umgehen kann und wenn man sich selbst nicht "verliert".
Wenn du also heute gespürt hast, dass es dich und euch zwar etwas kosten würde - vielleicht sogar viel -, das Kind zu bekommen. Dass du andrerseits aber jetzt schon weißt, dass es der größte Fehler deines Lebens sein würde ...
Dann könnte dir dieser Tag heute doch Sicherheit geben, dass ihr zu fünft einen guten Weg weiter finden werdet.
Was sind die Hürden, die jetzt vor euch liegen? Was erscheint euch am schwierigsten?
Damit würde ich dann nochmal auf die Beratung zurückkommen, ob es in dieser Hinsicht Tipps und Unterstützung gibt (Finanzen, Studium, Kinderbetreuung ..).
Liebe Grüße von Kyra #klee

4

Hallo

Eure Partnerschaft ist in einer Krise. Was ist denn, wenn Ihr getrennte Wege geht? Alleine mit 3 Kindern würde es nicht einfach, auch wenn er Dir gelegentlich helfen würde. Sähe es in dem Fall finanziell auch gut aus?
Das Studieren würde schwierig, sei es, wenn die Beziehung zusammenbleibt, noch mehr, falls Ihr Euch trennt.
War Deine letzte Geburt natürlich oder durch Kaiserschnitt? Falls letzteres, wäre zu prüfen, wie die Narbe verheilt ist.
Warst Du schon bei einem Beratungsgespräch?
Du hast Zweifel an einem Abbruch und meinst, es wäre Dein grösster Fehler. Für einen Abbruch musst Du aber sagen, dass Du ihn als richtig anschaust in Deiner Situation.
Ich wünsche Dir, dass Du den für Dich richtigen Weg finden kannst.

Freundlichen Gruss

tm

5

Hey liebes,

kann dir gerne meine Geschichte erzählen.

Ich wollte früher immer Kinder jedoch hat es knapp 10 Jahre nicht funktioniert. Bis auf zwei frühe Abgänge wurde ich nie mehr schwanger. Ich schloss damit ab und konzentrierte mich auf meine Karriere seit nun mehr als zwei Jahren war es kein Thema für mich. Nun stehe ich kurz vor einer höheren Position und wurde ungeplant schwanger und stehe alleine da (hatte mich zuvor getrennt und wusste nicht dass sich das kleine Wunder einnistete)

Ich war völlig unter Schock... mein erste Gedanke war "Abbruch". Ich hatte auch ein super liebes Gespräch bei der ProFamilia.
Dann kam der Verdacht einer Eileiterschwangerschaft auf da ich dolle Schmerzen hatte sowie Schmierblutungen. Ich lag im KH und hatte plötzlich Angst um mein Baby... mein Kind! Da wusste ich wenn das kleine bleiben möchte dann empfange ich es mit all meiner liebe.
Scheinbar wollte es unbedingt zu mir und wer weiß warum.
Ich hatte vom ersten Moment an Angst, weder mit der einen noch der anderen Entscheidung Leben zu können.
Wenn du schon Kinder hast, es auch hinbekommen könntest lass dir Zeit und höre genau in dich hinein. Denn niemand, auch dein Partner, kann diese Entscheidung mit all seinen Folgen für dich treffen.

Ich denk an dich, wenn du möchtest kannst du mich jederzeit anschreiben egal für welchen Weg du dich entscheidest ❤🙏🏼

6

Liebe Löwenmama

Gut, dass du beim Anästhesiegespräch herausgefunden hast, dass du das nicht kannst. Die Zweifel kamen glücklicherweise gerade noch rechtzeitig!

Für dich wäre es der grösste Fehler deines Lebens. Dann begeh ihn nicht!
Weshalb erwägst du überhaupt einen Abbruch? Weil du dann eine feste und sicher geplante Zukunft hättest? Oder weil dein Partner es will? Weil die Beziehung in der Krise ist?

Auf jeden Fall solltest du nicht abtreiben, weil dein Partner es will.
Er wird mit dir den Weg mit Kind gehen. Finanziell mangelt es nicht. Also zwei Punkte, die klar für das Baby sprechen.

Hast du morgen den Abbruch? Dann sag ihn ab oder verschiebe ihn. Hast du eine Tablette oder Zäpfchen erhalten zum vorher Einnehmen? Dann mach das nur, wenn du sicher bist, dass du einen Abbruch möchtest.

Du hast 2 Jahre auf die Jüngste gewartet und bist trotz Verhütung schwanger. Ich glaube, du hast dich heute bereits für das Baby entschieden, das unbedingt noch zu dir möchte.
Du fühlst dich wie ein Monster. Aber du willst das nicht sein, willst gar keinen Abbruch. Du bist eine Löwenmama, die das Baby behalten will und dafür kämpfen wird.

Lieben Gruss!

7

So wie sich dein Beitrag liest, empfinde ich zumindest, dass Du nicht abtreiben kannst. Also ich schreibe das völlig wertfrei, es ist nur eine Interpretation anhand Deiner Aussagen. Ihr seid beide unsicher und Du fühlst Dich wie ein "Monster" (das brauchst Du übrigens nicht, alle Gedanken und Abwägungen sind zulässig und man sucht sich die nicht aus) und das nur wegen den Gedanken...
Ich glaube, bei Dir besteht zumindest eine Gefahr, dass eine Abtreibung ein Problem für Dich im Nachhinein sein kann.

Alles Liebe !

8

.. habe auch gerade wieder deine Nachrichten hier gelesen ... vielleicht war jetzt der Termin auch schon? Oder du hast ihn verstreichen lassen?
Ich denke, manchmal spürt man etwas erst, wenn es ernst wird. Und das könnte beim Vortermin für die Anästhesie gewesen sein.
Du würdest es sicher wieder spüren, wenn du dann wirklich hingehst. Allerdings kann man in so einer Situation auch ausblenden, was man spürt. Und man braucht eine Alternative ... Hast du die auch überlegt seither? Wie es doch gehen könnte mit dem dritten Kind?
So ganz ausgeschlossen klang es eigentlich bei euch beiden nicht.
Mir scheint, dass du die Sicherheit ganz auf dein Studium gesetzt hast. Auch für den Fall, dass ihr aus der Krise nicht als Paar herauskommt. Andrerseits sind auch Anzeichen da, dass ihr mit der Schwangerschaft eine neue Sicht auf alles (auch auf eure Beziehung vielleicht?) bekommen habt. Das Zögern jedenfalls verbindet euch. Auch wenn er trotzdem sagte: die Situation lässt es nicht zu.
Vielleicht verbindet euch mehr als ihr in der letzten Zeit gesehen und gespürt habt. Vielleicht liegt die größte Sicherheit letztlich doch im Zusammenbleiben. Und zwar für euch alle. Und ihr erkennt das an dem Jüngsten? - Das sind so meine Gedanken. Du hattest nach Denkanstößen gefragt.
Alles Liebe dir!
Kyra #blume

9

Hallo
Vor genau drei Jahren war ich in der gleichen Situation wie du. Ich hatte zwei Kinder der jüngste wie deiner 7/8 Monate alt und unsere Ehe im der Krise. Ich hatte dann einen Termin zum Abbruch mit dem dritten Kind.

Aber ich konnte es nicht tun! Und ich bereue diese Entscheidung bis heute nicht. Mein Mann und ich sind zwar getrennt, aber mm packt es los Alleinerziehende Mama. Auch du wirst das schaffen, egal wie du dich entscheiden wirst! Hör auf dein Herz und es wird alles gut....:. Ich wünsche dir alles gute

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