Freundin schwanger- ich verzweifelt

Ich brauche unbedingt Hilfe und keine moralischen Belehrungen.

Mir ist klar, das ist ein Elternforum, dementsprechend werden auch die Reaktionen sein auf eine mögliche Abtreibung.

Ich bin 27, meine Freundin 29.
Ich bin am Ende des Masterstudiums(beende im Sommer) und meine Freundin ist eine selbstständige Rechtsanwältin(also im Falle, kein Anspruch auf Mutterschutz, Karenz etc).

Verhüttungsmittel(Spirale, die noch immer perfekt sitzt, schwanger ist sie trotzdem in der 3.SSW)

Als sie erfahren hat, sie ist schwanger hat sie lange geweint. Als sie es mir zuhause gesagt hat haben wir beide zusammen auf dem Boden geweint.

Ein Kind passt überhaupt nicht ins Konzept zu diesem Zeitpunkt. Wir sind zwar länger zusammen(2.5Jahre) aber wir haben nie zusammengewohnt.

Mittlerweile neige ich sehr stark dazu, das Kind nicht zu behalten weil ich mir nicht vorstellen kann in 8Monaten Vater zu werden. Ich hatte nie einen starken Kindeswunsch und war mir nie sicher ob ich überhaupt ein Kind haben will.
Meine größte Angst ist, dass die Beziehung zerstört wird und ich dann ein Vater werde ohne starke soziale Bindung zum Kind(weil das Kind im Trennungsfall bei der Mutter bleibt), ich aber dennoch das Kind versorgen muss.
Das wäre für mich das Worst Case Szenario.
Wenn ich mir 100% sicher wäre, ich und die Mutter des Kindes bleiben für immer zusammen, wäre wir zusammengezogen und hätten geheiratet.
So habe ich das Gefühl wir überspringen 5Schritte und machen uns unglücklich.

Meine Freundin hingegen hatte schon immer einen Kinderwunsch, allerdings ist das auch für sie 100% der falsche Zeitpunkt. Sie sagt auch sie sieht sich nicht in der Mutterrolle in 8Monaten, sagt aber mittlerweile sie neigt mehr dazu das Kind zu behalten.
Ihre Argumentation ist das Schrecken einer Abtreibung. Angst vor Depression, sie sagt...Zitat "es ist Kindstötung" etc.
Ihre Ängste sind in 1.Linie finanzieller Natur.
Meine sind dass ich einfach kein Vater werden will, besonders nicht jetzt.

Wir haben noch nicht entschieden, ich hab ihr meine Meinung klar gesagt.
Wir gehen noch in die Beratung aber ich bin mir 100% sicher ich werde meine Meinung nicht ändern.
Habe die Angst ich werde keine Beziehung zum Kind aufbauen können und werde mich von der Freundin trennen falls sie mich zur Vaterschaft zwingt(das würde ich ihr nicht sagen, ich will sie nicht zu einer Abtreibung zwingen).
Allerdings wenn sie mich bei der Entscheidung komplett misachtet und nicht auf mich Rücksicht nimmt, ist es ein großer Vertrauensbruch. Ich weiß nicht wie ich dann weitermachen soll.

Ich verstehe sie auch aber ich finde keine rationallen Argumente dafür jetzt das Kind zu behalten und sie auch nicht.
Habe das Gefühl, sie trifft die Entscheidung die uns beide betrifft auf einer emotionalen Basis obwohl diese Entscheidung Konsequenzen hat für die nächsten 20Jahre.

Ich liebe sie aber ich kann mir kein Kind vorstellen jetzt und ich hab große Angst.

Vl würde ich psychisch besser klar kommen mit der Situation wenn wir nicht verhüttet hätten weil ich mir dann wenigstens selbst die Schuld geben könnte für die Situation.
So bin ich komplett verzweifelt und depressiv.
Ich brauche Rat, keine Verurteilungen wegen meinen Gefühlen.
Niemand hier im Forum kennt mich und niemand weiß wie es ist in meiner Haut.
Besonders das Gefühl dass ich die Kontrolle über mein Leben verloren habe, dabei fühle ich mich nicht Mal schuldig an wegen der Situation(sie ist es auch nicht).

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Du würdest dich trennen wenn sie das Kind behält? Ist das dein Ernst? In dem Fall zwingst du sie zu wählen zwischen Dir oder dem Kind! Das ist das schlimmste was du deiner Freundin antuen kannst denn so wird eure Beziehung eh zum scheitern verurteilt sein! Denn du zwingst sie qausi sich gegen euer gemeinsames Kind zu entscheiden!! Wenn sie wegen Dir abtreibt ist eure Beziehung am Ende denn das wird sie dir nie verzeihen. Mein Rat an dich. Sei einfühlsam auch wenn es schwer ist. Akzeptiere ihre Entscheidung egal wie sie sich entscheidet. In seine Vaterrolle wächst man hinein. Wenn du sie liebst wie du sagst dann stell sie nicht vor die Wahl. Sag ihr du hast Angst aber sei kein arschloch und lass sie im Stich wenn sie sich für euer Kind entscheidet!!!

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Ich stelle sie nicht vor die Wahl.
Ich würde ihr sowas nie sagen.
Habe aber einfach die Angst so unglücklich zu sein dass es die Beziehung kaputt macht.
Das finde ich viel schlimmer als finanzielle Bedenken.
Will sie nicht im Stich lassen, hab aber das starke Gefühl,ich kann ein Kind jetzt nicht verkraften.

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Nochmal man(n) wächst mit seinen Aufgaben aber grundsätzlich zu sagen dann trenn ich mich wenn sie das Kind behält tun meiner Meinung nach nur die größten Versager denn du bist dafür genauso verantwortlich wie sie.

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Hey Hmm also du steckst da wirklich in einer blöden Situation. Ihr müsst aufjedenfall drüber sprechen gemeinsam. Ich sag mal so ohne dich wäre sie jetzt nicht in dieser Situation . Und die Verhütung alleine ist nicht nur frauensache . Geht zusammen in eine Beratungsstelle lasst euch beraten löchert die mit fragen zu erzählt denen deine und auch ihre Ängste die werden euch helfen. Sollte sie sich gegen das Kind entscheiden wer sagt dir das eure Beziehung dann hält ?? Denn sowas nimmt Frauen oftmals mit und viele können das nicht verarbeiten....
Ich wünsche euch aufjedenfall Viel Glück und Kraft für die nächsten Wochen
LG 🍀

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Danke. Wir gehen auf jeden Fall in eine Beratung.

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Hallo!

Ich lese sehr viele Ängste aus deinem Beitrag heraus. Leider gibt es bei dieser Entscheidung keinen Kompromiss.

Und ja, deine Freundin ist in der Position auch über dein weiteres Leben zu entscheiden.

„Habe das Gefühl, sie trifft die Entscheidung die uns beide betrifft auf einer emotionalen Basis obwohl diese Entscheidung Konsequenzen hat für die nächsten 20Jahre.“

„Und ich hab große Angst.“
Auch das ist ein Gefühl.

Ich habe den Eindruck, dass bei euch Beiden nicht hauptsächlich der finanzielle Faktor die größte Rolle spielt, sondern die emotionale Komponente.

Aber auch Eltern geplanter Kinder haben teilweise diese Ängste. (Dem Kind nicht gerecht werden zu können, es nicht genug lieben zu können...)

Fakt ist:
SIE darf entscheiden, ob sie das Kind behält oder nicht. Du solltest sie auch nicht dazu drängen, dir zuliebe abzutreiben, das würde eure Beziehung mit Sicherheit nicht überstehen.
Was DU tun kannst, ist lediglich, mit ihr über deine Ängste und Bedenken zu sprechen und ihr klar zu machen, dass du befürchtest, eure Beziehung könnte der Belastung Baby nicht standhalten.

Alles Gute!

Mrscoco

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Danke dir.
Ich werde versuchen einfühlsam zu sein obwohl ich auch im Ausnahmezustand bin.

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Hallo,
Wir sind auch ungeplant früh Eltern geworden - aber noch deutlich früher als ihr, ohne Ausbildung bzw Akademischen Abschluss in der Tasche. Man kann alles schaffen wenn man will und bei dir ist es das Wollen - was natürlich absolut in Ordnung ist,wenn es einfach nicht in den Plan gerade passt. Allerdings kann ich dir nur sagen: Keine Verhütung ist 100% sicher, vor allem die normale Spirale nicht - da werden teilweise 1 von 100 Frauen in einem Jahr schwanger. Na gut, hilft jetzt nicht. Nur für deine spätere Planung ein Rat.
Aber du sagst es schon, deine Freundin sitzt da am längeren Hebel und das ist auch gut so. Weil es ihr Körper ist und eine Abtreibung kann immer die spätere Fruchtbarkeit einschränken und von den psychischen Folgen ganz zu schweigen. Dass sie nicht einfach über deinen Kopf hinweg entscheidet, siehst du alleine daran dass sie es dir so früh gesagt hat und mit dir über das Thema spricht und ihr gemeinsam zur Beratung geht! Also denk ich, dass ihr deine Meinung definitiv nicht einfach egal sein wird.
Ich kann dir nur raten, ihr alle deine Sorgen zu schildern und aber auch ihre Ernst zu nehmen. Ich finde es sehr gut, dass du sie nicht "erpressen" willst. Aber du sagtest auch sie hat keine vernünftigen Argumente vorgebracht für das Kind - da bin ich anderer Meinung. Sie weiß, dass sie damit ihrem Gewissen nicht vereinbaren kann und das ist der wichtigste Grund überhaupt! Ich kenne eine Frau, die hat ihrem Partner zu Liebe abgetrieben und lebt nun nur noch von Antidepressiva... Zwing sie bitte nicht, wenn sie es eigentlich nicht verkraften könnte.
Das Argument mit der Kindesbeziehung entkräftet du mit der Trennung schon selbst, denn wenn du dich ganz sicher trennen wirst, wenn sie das Kind behält kann es dir so wichtig nicht sein.
Glaube mir, ich weiß wie geschockt man ist, wenn alle Pläne auf einmal über den Haufen geworfen werden und man vor dieser Entscheidung steht! Ich mache dir auch keinen Vorwurf für deine Gedanken und Gefühle, wirklich nicht.
Nur alleine vom Finanziellen seid ihr dann vermutlich besser aufgestellt als viele die geplant Kinder bekommen. Wenn man das weiß, fällt eine Abtreibung bestimmt erst Recht nicht leicht. Also redet unbedingt über alles, aber wenn sie es nun Mal will und im Zweifel auch alleinerziehend das Kind bekommen würde, dann kannst du es nun Mal nicht ändern. Dann kannst du höchstens dafür sorgen, dass du dich auch um das Kind kümmerst, wenn dir die Beziehung doch wichtig ist zu dem Kind - das muss man sich erarbeiten. Oder eben gehen.
Alle Gute für die nächsten Wochen

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Danke

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Hallo!

Ich verstehe deine Verzweiflung absolut, auch deine Ängste kennt sicher jeder werdende Vater- vor allem wenn es so ungeplant passiert.
Ich bitte dich aus männlicher Sicht eine Abtreibung nicht zu unterschätzen, viele Frauen verkraften das nie. Hinzu finde ich das Alter deiner Freundin einen wichtigen Punkt.
Sie ist 29. Ab 35 gehört man schon zu den Risikoschwangerschaften; du schreibst auch bei ihr ist eher ein Kinderwunsch da als bei dir. Ihr seid seit 2,5 Jahren zusammen, kennt euch also nicht erst seit vorgestern.

Ich möchte Dir folgenden Rat geben, lass sie entscheiden, du hast im Leben für nichts Garantien, nicht ob ihr zusammen bleibt, ob ihr euch trennt, ob diese Schwangerschaft überhaupt hält (es ist noch sehr früh), ob du ein guter Vater wirst schon gar nicht.
Eins kann ich dir sagen, versuchst du Zuviel Einfluss zu nehmen, erwartest tatsächlich, dass sie deinen Willen berücksichtigen soll (ist bei solchen Entscheidungen schwer, sie kann nicht nur halb schwanger bleiben) machst du damit vllt alles kaputt.
Deine Freundin ist Juristin, eine intelligente Frau. Sie wird eine für Sie vertretbare Entscheidung treffen.
Als Partner ist es an Dir; hinter ihr zu stehen.

Alles Gute

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Ich werd mein bestes geben und keinen Druck ausüben.
Ich muss ich meine Gefühle äußern aber ich will sie zu nichts zwingen und ich stehe ihr bei.

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Deine Aussage finde ich top!

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>>> Wir haben noch nicht entschieden, ich hab ihr meine Meinung klar gesagt.
Wir gehen noch in die Beratung aber ich bin mir 100% sicher ich werde meine Meinung nicht ändern.
Habe die Angst ich werde keine Beziehung zum Kind aufbauen können und werde mich von der Freundin trennen falls sie mich zur Vaterschaft zwingt(das würde ich ihr nicht sagen, ich will sie nicht zu einer Abtreibung zwingen).
Allerdings wenn sie mich bei der Entscheidung komplett misachtet und nicht auf mich Rücksicht nimmt, ist es ein großer Vertrauensbruch. <<<

Also Deine Meinung steht fest und wenn sich Deine Freundin nicht nach Dir richtet, sondern Dich zur Vaterschaft zwingt, dann ist das ein Vertrauensbruch.
Die einzige Lösung für DICH liegt also darin, dass sie versteht, dass Du Recht hast und sie deshalb das tut, was Du für das einzige Richtige (schliesslich willst Du Deine Meinung auch nicht mehr ändern) hältst, nämlich abzutreiben, aus eigener Motivation. Und auch nur deshalb willst Du mit ihr zur Beratung. Das ist für Dich also keine ergebnisoffene Beratung sondern ein Versuch der Manipulation, dass sie es endlich versteht, dass Du recht hast.

Ich habe selbst abgetrieben, vor knapp zwei Jahren jetzt. Auch in einer festen Beziehung, aber: Mein Mann sagte, dass er eher kein Kind will, es aber letztlich meine Entscheidung ist, weil ich die Hormonlast habe, ich die Schwangerschaft austragen muss und letztlich ich auch maßgeblich dafür verantwortlich bin, das Kind großzuziehen... Wenn er mir signalisiert hätte, dass ich mich zwischen Kind und ihm entscheiden muss oder wenn ich den Eindruck gewonnen hätte, dass er mich hintenrum versucht so unter Druck zu setzen und mich zu manipulieren, dann wäre das wohl ein viel größerer Knacks in der Beziehung gewesen, als es ein Kind hätte sein können.

Ob Abtreibung oder nicht ist IMMER die Entscheidung derjenigen, die die Hauptlast trägt, also die der Frau. Du kannst ihr beistehen oder Du kannst es lassen und nur der gesetzlichen Pflicht nachkommen, das ist Deine Entscheidung. Und beim nächsten Mal kannst Du Dir dann halt überlegen, ob Du nicht zusätzlich noch ein Gummi nutzt oder eine Vasektomie vornehmen lässt oder wie Du sonst mehr Unabhängigkeit in der Frage erlangst, so wie Du es aktuell planst, wird es -egal wie- nicht gut ausgehen für Dich.

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Bei allem Respekt: ich manipuliere niemanden.
Die Entscheidung liegt bei ihr.
Ich hab das Recht auf meine Gefühle und ich kann auf meine Gefühle keinen Einfluß nehmen.
Ich habe nicht gemeint, ich trenne mich 100%ig falls sie das Kind bekommt.
Ich habe Angst dass die Beziehung nach der Geburt daran zerbricht.
Ich will nicht dass die Beziehubg zerbricht.
Ich kanns mir vorstellen zu einem anderem Zeitpunkt Kinder zu bekommen.
Ich muss ihr meine Gefühle mitteilen, alles andere wäre unfair ihr gegenüber.
Ich kann nicht alles in mich hineinschlucken, ich will ihr beistehen....nur hab ich so negative Gefühle beim Gedanken ans Kinder bekommen im Moment dass ich nicht weiß was ich machen soll.

Ich will keinen Druck auf sie ausüben.
Ich muss eine Balance finden, meine Gefühle zu äußern aber sie nicht unter Druck zu setzen....sie trifft im Endeffekt die Entscheidung.
Es ist ihr Körper. Sie hat das letzte Wort.

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Vorneweg rein biologisch: das ihr in der 3.SSW wisst das sie schwanger ist, ist faktisch unmöglich. Das heißt sie wäre 2+. Da nistet sich gerade mal die Eizelle ein. Ein Test zeigt erst (frühstens) ab der 4. SSW an.

Jetzt zu dir:
Ich finde deine Einstellung absolut egoistisch.
Du sagst, wenn du wenigstens die Gewissheit hättest, das ihr für immer zusammenbleibt....die hast du NIE. Selbst wenn man bereits 20 Jahre zusammen ist. Das ist absolut kein Argument.
Ich finde auch nicht das "ihr" zu dieser Beratung gehen solltet - sondern sie. Es ist eine Schwangerschaftskonfliktberatung, du bist offensichtlich nicht schwanger. Meine Meinung, verstehe auch das manche das vielleicht anders sehen könnten.

Ich finde halt man sollte folgendes nicht missachten: Für dich wird früher oder später definitiv alles gut sein, für sie muss das aber nicht zutreffen. Sie sollte wirklich komplett dahinter stehen und zu ihrer Entscheidung stehen können - sich selbst gegenüber. Finanzielle Hilfen gibt es immer.

Deine Freundin sollte mal ein paar Tage für sich sein und dann FÜR SICH entscheiden was sie will. Weil Männer wie du kommen und gehen - Kinder bleiben und dessen sollte sie sich bewusst sein. Wenn sie sagt sie will dieses Kind mit keiner Faser ihres Herzens - dann soll sie abtreiben. Wenn ihre einzige Sorge das Finanzielle ist oder das du sie alleine lassen könntest, dann sollte sie das ganze noch einige Male überdenken.

Zu sagen, dass es ein Vertrauensbruch sei wenn sie das Kind bekommt ist absolut ekelhaft. Weil dir komplett egal ist was sie will, obwohl du immer wieder wiederholst SIE soll es entscheiden. Das macht keinen Sinn.

Für die Zukunft möchte ich dir gern mitgeben, das ich hier im Forum ständig von Frauen lese, die trotz Spirale schwanger geworden sind. Es scheint nicht das beste Verhütungsmittel zu sein. Außerdem ist Verhütung nicht nur Frauensache. Wenn du kein Kind willst, musst du halt ein Kondom verwenden.

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Weil Kondome 100% sicher sind.
Ich lasse ihr ihre Entscheisungsfreiheit und werde keinen Einfluß darauf nehmen, allerdings lasse ich mich auch nicht moralisch belehren von jemanden der nicht in meiner Haut steckt.
Du hast das Recht auf deine Perspektive aber ich habe auch das Recht auf meine Gefühle wenn ich nicht bereit bin ein Vater zu sein.
Die letzte Entscheidung treffe ich aber nicht.
Und zwingen tue ich keinen zu irgendwas.
Also bitte lass es einfach.

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Natürlich nimmst du Einfluss auf ihre Entscheidung wenn du sagst was du willst Bzw nicht willst. Sie ist doch kein Stein der sich NULL beeinflussen lässt.
Dir sagen hier fast alle das gleiche, vielleicht überlegst du auch einfach mal ob es tatsächlich sein könnte das dein Verhalten unmöglich und unfair ist.

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Ich bin ganz klar ein Beführworter des Rechts auf Abtreibung. Ich kann deine Zweifel und Ängste nachvollziehen. Ein Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit die das Leben seiner Eltern stark bestimmt und sicher verändert. Aber welche Hilfe erwartest du denn (hier)?
Deiner Freundin gilt all mein Mitgefühl. Nicht dir. Denn es ist Sie und ihr Körper, der egal wie IHRE Entscheidung ausfällt die Konsequenzen tragen muss. Ein Leben lang.

Ich selbst habe keinen Kontakt mehr zu meinem leiblichen Vater..obwohl er mich damals wollte 😉 es gibt also wirklich nie 100% sicherheit im Leben.

Warum schläfst du mit einer Frau, ohne dich selbst um die Verhütung zu kümmern wenn du dir nicht mal sicher bist mit ihr zusammen bleiben zu wollen? ("Sonst würden wir heiraten und zusammenziehen"). Sorry...sehr unreif. Ich finde du bist in der Verantwortung! Meiner Meinung nach darfst du deine Sorgen äußern...aber hast die Pflicht das Einfühlsam und sehr Achtsam zu tun. Und letztendlich jede Entscheidung deiner Freundin mit zu tragen!!

Und dann für die Zukunft..wenn du so sicher bist keine Kinder zeugen zu wollen...dann sei so stark und lass eine Vasektomie machen. Werd erwachsen (= sei dir bewusst das dein Handeln Konsequenzen haben kann die DU nicht beeinflussen kannst!) oder leb enthaltsam. Jetzt ist es dafür zu spät. Sehr traurig für deine Freundin.
Ich wünsche ihr viel Stärke.

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Ich habe nie gesagt dass ich NIE Kinder will.
Und ich übe keinen Druck aus.
Sie trifft die letzte Entscheidung.
Ich werde für mein Kind da sein,egal wie sich die Beziehung nach der Geburt entwickelt.

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"Ich hatte nie einen starken Kindeswunsch und war mir nie sicher ob ich überhaupt ein Kind haben will."
Daraus habe ich, vielleicht voreilig und fälschlich, gelesen das du dir eher generell keine Kinder wünscht.

Davon das du Druck ausübst habe aber ich nie etwas geschrieben 😉

Ich beziehe mich vor allem auf deine Verantwortung bei diesem Akt.

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Hallo,

also irgendwie verstehe ich nicht so ganz, warum dir hier SO viel negativer Gegenwind entgegenweht.

Ich finde einen Großteil deiner Ansichten und Denkweisen nachvollziehbar und kann mich da reinfühlen, wie es dir geht.

Die Situation in der ihr beide gerade steckt ist eine extrem schwierige, einfach weil es keinen Kompromiss gibt.
Und ich finde durchaus, du darfst deiner Freundin offen und ehrlich sagen, wie du dich fühlst und wohin deine Entscheidung tendieren würde. Ich finde auch gut, dass du sie nicht offensiv beeinflussen möchtest und ihre Entscheidung auch akzeptierst, wenn sie sich gegen die Abtreibung entscheidet.
Ich lese aus deinem Text auch kein fehlendes Verantwortungsbewusstsein - du weißt sehr wohl, dass du auch im Falle einer Entscheidung fürs Kind die rechtlichen und finanziellen Konsequenzen tragen und dich in einem zu definierenden Rahmen um das Kind kümmern solltest.

Ich kann auch deine Ohnmacht gut verstehen: letztendlich entscheidet sie über eure Zukunft - egal ob mit oder ohne gemeinsamer Beziehung.

Was mich an den ganzen Kommentaren stutzig macht: offenbar geht hier jeder davon aus, dass nur Frauen die psychischen Auswirkungen einer Abtreibung erleben und damit zurecht kommen müssen.
@TE: ich würde dich bitten, neben deiner eher rationalen Betrachtung auch dich ganz persönlich und ehrlich zu fragen: wie würdest du denn mit einer Abtreibung umgehen?

Der einzige Satz, der mich etwas stutzig werden lässt ist der, dass es für dich ein Vertrauensbruch wäre, wenn sich deine Freundin für das Kind entscheiden würde und du sie verlassen würdest.
Du schreibst aber auch, du liebst sie. Meinst du nicht, dass eine Entscheidung FÜR das Kind nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass deine Freundin dich nicht genug liebt um dieses Opfer zu bringen? Wenn sie selbst einen Kinderwunsch hat, wird es schwer für sie, das Kind abzutreiben. Das dir zuliebe zu tun, würde eure Beziehung garantiert zerstören - wenn sie sich nicht selbst zu 100% dafür entscheidet.
Betrachte es mal aus ihrer Perspektive: egal wie sie sich entscheidet, sie kann sich nicht sicher sein, ob das eure Beziehung zerstört.
Ich fände es schade, wenn du eure Beziehung von dieser Entscheidung abhängig machst und euch keine Chance gibst.

Die für mich fairste Variante:
Sag ihr, wie du fühlst. Sag ihr, dass versuchen wirst, die Beziehung aufrecht zu erhalten. Sag ihr, dass du selbst wenn ihr kein Paar mehr seid, du dennoch deinen Pflichten nachkommen wirst. Dass du versuchen wirst ein guter Vater zu ein (unabhängig vom Beziehungsstatus).

Ihr jetzt die volle Zusicherung zu garantieren und nach der Entscheidung direkt Lebewohl zu sagen, finde ich irgendwie auch nicht die feine englische Art.
Ich weiß, das soll sie nicht beeinflussen, aber der armen Frau wird dann ja völlig der Boden unter den Füßen weg gezogen.
Und: sie muss wissen, dass sie ihre Entscheidung unabhängig von dir treffen sollte. Wenn sie der Meinung ist, dass sie es alleine nicht schaffen würde und auch nicht möchte, dann sollte sie die Entscheidung fürs Kind wohl lieber nicht treffen.

Ich wünsch euch alles Gute!

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Danke dir.
Dein Beitrag himft mir extrem weiter.
So werde ich es machen.

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Guten Morgen nvlade,

ich habe jetzt alle Beiträge hier gelesen und habe große Achtung vor dir, was du dir alles hast sagen lassen (nach deinem Eingangssatz: Ich brauche unbedingt Hilfe und keine moralischen Belehrungen.) und wie du dich mit all den Meinungen auseinandersetzt. Es war schon mutig von dir, dieses Forum zu wählen!
Beim Beitrag von Daniim habe ich auch aufgeatmet. #danke

Ich möchte noch eins ergänzen: Ein Kind kann für eine Beziehung einen enormen Wachstumsschub bedeuten und die Liebe sehr vertiefen. Schau´ in das Gesicht deiner Freundin, in ihre Augen, wenn du ihr sagst: "Mir fällt es schwer, aber wir schaffen das."

Einen Mann, der über seine Gefühle spricht, wünscht sich jede Frau!
Und: Gefühle ändern sich. Das erlebt ein Mann, wenn er mit einer Frau zusammen ist.
Wichtig sind tief verankerte Gefühle, wie "Vertrauen ins Leben".
Durch eine überraschende Schwangerschaft geht da schon mal ein Sturm drüber, aber du wirst deine tiefe Sicherheit wieder gewinnen bzw. sie wächst sogar im Sturm.

Eigentlich passt es super, dass du der von euch beiden bist, der wegen der Finanzen weniger Sorgen hast. Vielleicht kann deine Freundin dich emotional stützen. Das ist vielleicht eher ihre Stärke?
Eine Unsicherheit bedeutet es immer, wenn man Eltern wird. So "reif" kann man vorher gar nicht werden. ;-) Man wird es, indem man eben Eltern wird.

Liebe Grüße von Kyra

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