Meine 16-jährige Tochter ist schwanger

Guten Morgen,
vorgestern hat mir meine 16 jährige Tochter eröffnet, dass sie eventuell schwanger sein könnte. Ein Schwangerschaftstest und ein Arztbesuch haben das ganze dann bestätigt. Ebenso war sie bereits bei einer Beratungsstelle.

Nun ist sie hin und her gerissen und weiß nicht, was sie tun soll.

Sie hat im September erst ihre Ausbildung angefangen und möchte diese auch gerne beenden. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis und reden ganz offen über die Situation. Ich möchte sie nicht beeinflussen und ihr auch keine "Empfehlung" geben, da ich finde, die Entscheidung für oder gegen das Kind kann ihr keiner abnehmen.

Ich habe ihr beide Seiten aufgezeigt.

Persönlich tendiere ist dahin, dass sie das Kind nicht bekommt, da ich finde, dass sie noch sehr jung ist und ihr Leben erstmal genießen soll, die finanzielle Freiheit durch Ausbildung und Job nutzen soll um die Welt kennenzulernen, einen netten Typen,
verliebt sein, gemeinsam das Projekt Familie zu starten.

Andereseits stand ich selbst schon vor dieser Entscheidung und habe mich damals aus "Vernunft" gegen das Kind entschieden (bereits verheiratet, 2 Kinder), diese Entscheidung würde ich heute anders treffen, denn ich bin mir sicher, wir hätten es auch mit drei Kinder geschafft.

Mein Kopf sagt nein, aber mein Herz ist ganz anderer Meinung.

Natürlich werden wir unsere Tochter unterstützen und ihr alle Möglichkeiten bieten, die Ausbildung zu ende zu machen. Was allerdings heißen würde, dass ich meine Selbtständigkeit (die ich mir nun mühsam in 5 Jahren aufgebaut habe) erstmal an den Nagel zu hängen.

Keine Ahnung, ich kann gar nicht mehr schlafen, weil es mich so traurig macht, dass mein Mädchen so eine schwere und folgenschwere Entscheidung zu treffen hat und ich ihr dabei nicht wirlich helfen kann.

Ich musste mir das jetzt einfach mal von der Seele schreiben.
Danke fürs Lesen.

Erst einmal Glückwunsch! ^^

Da ich dir leider auch nicht weiter helfen kann, dir aber gerne antworten würde mach ich das einfach mal.

Mit 16 ist das ganze echt eine schwere entscheidung.
Jedoch muss Sie mit den Konsiquenzen rechnen, wenn Sie Ihren Spaß haben möchte.

Sex zu haben ist auch stück weit eine große Verantwortung, den man weis nie.

Deine Tochter muss sich einfach mal hinsetzen und in ruhe alleine darüber überlegen.

Könnte Sie in dem Alter damit umgehen es zu bekommen?

Könnte Sie in dem Alter damit umgehen es abzutreiben?

Das sind so Sachen die Sie sich selber beantworten muss.

Laut meines Wissens, kann man die Ausbildung direkt nach der Schwangerschaft fortführen ohne eben an vorheriger Zeit etwas zu verlieren.

Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen.

Alles gute weiterhin :)

Vielen Dank für Deine Antwort. Ich bin mir sicher, meine Tochter kann damit umgehen es zu bekommen. Schon immer ist ihr Lebensplan Schule, Ausbildung, Familie....Karriere war nie ein Thema. Ob sie damit umgehen kann es nicht zu bekommen weiß ich nicht. Die Last, die man nach so einem Schritt zu tragen hat, ist vorher nicht abzusehen. Ich dachte auch, ich steck es weg.... dem ist nicht so.
Ich bin mir sicher, sie wird die richtige Entscheidung treffen und ich werde sie mit all meiner Kraft unterstützen.

Ich wünsche Dir wundervolle Weihnachten und ein tolles Jahr 2019

Ich verstehe sehr gut, dass deine Tochter momentan in einer schlimmen Zwickmühle steckt. Ich finde es allerdings sehr gut, dass du sie nicht vorschnell zu einem Abbruch drängst, sondern ihr die Entscheidung überlässt. Das setzt aber voraus, dass sie die nötige Reife hat, eine solch folgenschwere Entscheidung überhaupt zu treffen. Da deine Tochter mit ihren 16 Jahren noch sehr jung ist, hätte ich jedoch die Befürchtung, dass sie mit einem Kind evtl. überfordert sein könnte. Außerdem halte ich es in der heutigen Zeit für wichtig, eine angefangene Ausbildung auch zu beenden. Das wäre sicherlich auch mit Kind möglich, aber es wäre eben deutlich schwieriger. Sie müsste dann auf jeden Fall eine Pause machen und könnte dann wahrscheinlich nach einer bestimmten Zeit wieder einsteigen.

Wenn sie sich für das Kind entscheiden würde, wäre das sicherlich auch für dich mit vielen Opfern verbunden. Ich würde daher an deiner Stelle deine freiberufliche Tätigkeit nicht aufgeben, da du danach wahrscheinlich wieder bei Null anfangen würdest. Ich entnehme deinem Beitrag auch, dass du das sehr ungerne machen würdest. Zudem bin ich der Meinung, dass du als Mutter nicht die Konsequenzen für das Handeln deiner Tochter übernehmen musst. Daher würde ich in eurem Fall einen Abbruch für die bessere Option halten, obwohl ich sonst kein Befürworter bin.

Liebe Eva,

vielen Dank für deine offenen Worte. Ich bin mir ganz sicher, dass meine Tochter reif genug ist, ein Kind zu bekommen und auch zu versorgen. Wir haben ein sehr enges Familienband. Bei uns steht einer für den anderen ein und es wird zugelangt und geholfen, wo es von Nöten ist. Zu dem stehen außer mir und meinem Mann, drei Uromas, zwei Uropas, eine Ururoma und ein Ururopa hinter ihr.

Für mein Mädchen werde ich jedes Opfer bringen, sie hat auch schon viel geben , um mich bei meiner Selbstständigkeit zu unterstützen und ist mir immer mit Hilfe und Tat zur Seite gestanden. Hat Wochenende und Ferien geopfert um mich zu unterstützen. Sie ist sehr weit für ihr Alter (ja ich weiß, dass mit der Verhütung hat irgendwie nicht geklappt) und ich bin mir sicher, sie wird das stemmen.

Ich hätte mir einfach so viel mehr für sie gewünscht.

Ich wünsche Dir wundervolle Weihnachten und ein tolles neues Jahr.

Ich finde es sehr gut, dass du und die Urgroßeltern deine Tochter unterstützen würdet, falls sie das Kind bekommen würde. Allerdings fällt mir auf, dass du nun doch dazu tendierst, dass deine Tochter dieses Kind bekommen soll. In deinem ersten Beitrag hast du eher die Aspekte aufgezählt, die für einen Abbruch sprechen würden. Gleichzeitig hast du aber geschrieben, dass du selbst unter deinem Abbruch immer noch leidest und das deiner Tochter ersparen möchtest. Ich würde dir dennoch raten, die endgültige Entscheidung deiner Tochter zu überlassen und sie nicht gegen ihren Willen zur Fortsetzung der Schwangerschaft zu drängen. Es könnte nämlich sein, dass sie einen Abbruch besser verkraften würde als du. Ich hoffe, dass du das jetzt nicht falsch verstehst, aber ihr Bauch hat meines Erachtens mit dir nichts zu tun.

Deiner Tochter sollte bewusst sein, dass in erster Linie SIE ihr Leben auf das Kind einstellen muss und nicht DU.

Dazu zählt natürlich auch, dass du deinen Beruf bzw deine Selbständigkeit nicht aufgibst. Das ist in meinen Augen der falsche Weg.

Ggf. muss sie ihre Ausbildung zwischenzeitlich unterbrechen. Ihr als Eltern solltet sie unterstützen aber nicht die Last tragen. Auch für das Kind halte ich es nicht für gut, wenn ihr den Elternjob übernehmt und sie eher wie eine Schwester nebenher läuft.

Vielleicht ist diese bewusste Entscheidung zur Verantwortung genau der Punkt: kann und will ich das oder kann und will ich das nicht.

Welche Rolle spielt der Vater des Kindes? Wie viel Verantwortung kann er bereits übernehmen?

LG

Liebe Steff,

ach Mensch. Manchmal spielt das Leben ganz schön verrückt.
Ich finde es erst einmal gut, dass du sie ihre Entscheidung treffen lassen willst und sie nicht in irgendeine Richtung drängen willst.

Ich finde aber, dass du für dich / euch (damit meine ich dich und deinen Mann) schon nochmal klar haben solltet, was ihr bereit seid mitzutragen und das auch ehrlich mit eurer Tochter zu besprechen. Ich gebe ehrlich zu, dass ich die Idee, dass du deinen Job an den Nagel hängst, damit sie ihre Ausbildung machen kann, überaus kurios, wenn nicht gar verrückt, finde. Es ist immerhin deine Existenzsicherung, bestenfalls auch über die Zeit der Ausbildung deiner Tochter hinaus. Ich würde schon dringend versuchen, die Verantwortung für das Kind und das gemeinsame Leben mit diesem in den Händen deiner Tochter zu "lassen" und eher zu schauen, wie das möglich wäre (wenn sie das Kind behalten will).

Also z.B. konkret -
Was ist mit Mutter-Kind-Einrichtungen?
Welche Möglichkeiten gibt es, ihre Ausbildung ggf. in Teilzeit weiterzuführen?
Wie sähe es mit externen Betreuungsmöglichkeiten (ggf. als Ergänzung zu Betreuung, die ihr auch bereit wärd zu übernehmen ohne eure Jobs aufzugeben) aus?

Natürlich ist es schön, Eltern zu haben, die einen in einer solchen Situation unterstützen, aber ich glaube nicht, dass es langfristig gut funktioniert, die Elternrolle quasi an diese zu "übertragen" und sie dann irgendwann zurücknehmen zu wollen.

Ich wünsche euch alles Liebe

Hallo,

ja , das ist jetzt eine denkbar blöde Situation.

Aber erstens, sie ist wohl kein Kind mehr. Zum poppen war sie ja auch alt genug. Ich bin in der DDR groß geworden und da war es fast normal in der Lehre Kinder zu kriegen. Mit 18 oder 19 kriegten alle um mich herum ihr erstes Kind. Ich war mit 24 eine Spätgebärende. Jawohl, so stand es in meiner Akte zur Entbindung.

Zweitens hat sie deine Unterstützung. Sicher, sie muss dann in die Pflicht genommen werden und darf sich nicht nur auf dich verlassen.

Ich habe dazu eine engstirnige Meinung. Wer poppen kann, kann auch Verantwortung tragen. Und die Konsequenzen.

Meine Schwester hat mit 16 abgetrieben und ist dann krank geworden. Sie kann und darf keine Kinder mehr bekommen. Jetzt ist sie kinderlos, bereut es noch immer, gibt es nicht zu und hasst Kinder. Es ist wohl mehr Neid auf die Kinder der anderen. Sehr traurig. Sie mag auch keinen Kontakt zu mir, da ich jetzt Enkelkinder habe. Sie erträgt es einfach nicht. Seit zwei Jahren nur noch Anrufe zum Geburtstag und Weihnachten. Ich sage immer, die Geschichte hat sie böse und hartherzig gemacht.

Überlegt ganz genau, wie ihr entscheidet. Es ist eine Entscheidung für's Leben.

Alles Gute euch, Hella

Entschuldigung, der Text geht natürlich an die TE Steffi.

weitere 3 Kommentare laden

Hey du,

das ist keine leichte Situation, dennoch bin ich der Meinung, dass man in diesem Alter ein Kind nicht kriegen sollte. Deine Tochter lebt erst 16 Jahre auf dieser Erde, die Ausbildung wird sie pausieren müssen, jemand anders muss sich ums Kind kümmern, etc pp.... ich finde, hier sollte der Verstand sich einschalten.
Es ist sicher so, dass ihr sie unterstützt usw, jedoch bekommt sie das Kind, es ist ihr Leben ....
Ich war in der gleichen Situation (Tochter 17 ) und wir haben uns nach vielen intensiven Gesprächen dagegen entschieden. Kurz darauf war sie schon froh das so getan zu haben und ihr Abi u Studium absolvieren zu können und ihren Weg gehen zu können ohne Kind. Ob es eine Rolle gespielt hat, dass sie Raumfahrttechnik studieren wollte und dies mit Bravur tut, kann ich nicht sagen.... dies nur am Rande, um ggf die Beweggründe eher verstehen zu können.

P.S. egal, wie ihr euch entscheidet, es wird der richtige Weg für euch sein!!!

Vielen lieben Dank für deine Antwort. Wie es scheint, hat deine Tochter großes vor und wird bestimmt auch viel erreichen. Der Lebensplan meiner Tochter lautete schon immer: Schule, Ausbildung, Familie.... daher weiß ich nicht wirklich, was der richtige Weg ist.

Ich werde ihr die Ausbildung mit Sicherheit ermöglich, auch wenn mein Mann mit den Zähnen knirscht, aber zum Glück liebt er mich überalles und und sein Mädchen auch, daher "werden wir das Kind schon schauckeln".

Ich wünsch Dir schöne Weihnachten und deiner Tochter ganz viel Erfolgt auf ihrem Weg.

weiteren Kommentar laden

Hallo
Warum solltest du deine Selbstständigkeit aufgeben?
Was für eine Ausbildung macht sie?

Das Kind kann mit 8 Wochen in die Krippe oder zur Tagesmutter.
Sie kann die Ausbildung weiter machen.

Ihr könnt sie ja unterstützen, sie sollte auch Dinge wie weggehen machen können zu. B alle 14 Tage.
Finanzielle Unterstützung bekommt sie auch.
Was ist mit dem Vater des Kindes? Auch er gehört dazu.

Wie reif ist sie?

Sorry das Thema Verhütung stand wohl nicht auf eurem Plan.

Geht mal zur Beratungsstelle da wird man euch Möglichkeiten aufzeichnen.

LG

Meine Liebe,

das Thema Verhütung stand sehr wohl bei uns auf dem Plan, aber mal ehrlich, haben wir nicht alle schon mal ein Auge zu gedrückt und gehofft, dass es gut geht.

Ja, dieses mal hat es nicht geklappt. Ich war bei meiner Tochter damals 25, der Vater (heute bin ich mit ihm verheiratet) wollte sie damals nicht und ich habe mich trotz widrige Umstände für sie entschieden. Ich bin auch nach 12 Wochen wieder arbeiten gegangen, weil es einfach meinen Werten entspricht, und aber auch nur, weil meine Oma mein Mädchen versorgt hat. Und so wird, wenn es so ist, auch bei uns sein. Ich werde meine Tochter unterstützen wo es nur ihr geht, und mein Enkelkind betreuen, bis sie nach Hause kommt.

Der Vater.... ja, mal sehen. Ich verstehe ihn gut, er hat sich das nicht ausgesucht und daher wird es wohl bei einer finanziellen Verbindung bleiben.

Ich wünsche Dir schöne Weihnachten und ein tolles neues Jahr.

Hallo,

ich bin ehrlich: mit 16 Jahren hätte ich im Leben noch kein Kind bekommen und genau dasselbe würde ich meiner Tochter (wenn ich eine hätte#schein) auch so sagen.

Mit 16 Jahren ist man selber noch ein Kind und fängt gerade erst an, sich auf das Leben vorzubereiten....dazu kommt noch, dass es das Kind deiner Tochter wäre und nicht deines, weshalb ich es auch nicht verstehen würde, wenn du deine Selbständigkeit dafür aufgibst....in erster Linie muss sie sich um das Kind kümmern, selbst wenn ihr als Großeltern da seid und sie unterstützt, wo es nur geht.

Ich zB bin 37 Jahre alt und ungewollt schwanger...und obwohl ich ganze 21 Jahre älter bin als deine Tochter, mit beiden Beinen im Leben stehe und mein Partner und ich lange zusammen sind, war ich nicht sicher, ob ich das Kind bekommen soll/will....

Daher kann ich dir nur meine Meinung sagen und die wäre da klar die Kopf/Vernunft-Entscheidung gegen das Kind!

Ich wünsche euch und deiner Tochter alles Gute#klee,

Lg

Hallo,
Du hast ja bereits alles in dem Text geschrieben, was es zu sagen gibt!
Solch eine Mutter kann man sich nur wünschen!
Ich würde auch zum Abbruch tendieren, aus den von Dir genannten Gründen!
Allerdings läuft das einem ein Leben Lang nach!
Viel Kraft und alles Liebe

Du Liebe,

einfach nur DANKE!

Wundervolle Weihnachten für Dich und ein tolle neues Jahr.

Hallo Steffi,
Ich frage mich, wie es deiner Tochter selbst geht, was sie sagt und ob sie - bei der Konstellation - überhaupt sagen kann: Ich will das Kind.
Du schreibst: "Nun ist sie hin und her gerissen und weiß nicht, was sie tun soll."
Was zieht sie mehr in diese Richtung und was mehr in die andere?
Bei einer Abtreibung könnte sie später genauso sagen wie Du selbst: Wir hätten es schon geschafft.
Gefühlsmäßig ist es keine Frage des Alters und der Lebenssituation.

Ich denke schon, dass du ihr jetzt sehr helfen kannst, ihren Weg zu finden. Ihr nämlich zu sagen, dass sie sich nicht anpassen muss. Du kannst ihr diesen Raum "alles, was du empfindest ist wichtig und hat Bedeutung" geben. Das wird ihr sicher sehr guttun. Und es wird auch dir guttun, wenn du sie nicht allein lassen musst. Das macht dich ja traurig.
Teenie-Schwangerschaften haben eher ein sehr schlechtes Image. Lernt man die Menschen (sowohl Mutter als auch Kind) dann als "Große" kennen, spielt es kaum eine Rolle.
Ein paar Fragen gehen mir noch durch den Kopf, wie auch schon teilweise geschrieben wurde:
Wie ist es mit dem Kindsvater? Und mit seinen Eltern? Ist deine Tochter euer großes Kind oder die zweite? Bist du 40 Std. und mehr in deiner Selbständigkeit? Manchmal gibt es ja gerade in der Selbständigkeit Spielräume. Manche Ausbildungen lassen sich in Teilzeit machen. Oder nach einem Jahr fortsetzen. Ja, und was meint dein Mann?

Ich würde ihr so weit helfen, dass sie wirklich wählen kann. Also sagen: Du kannst das Kind auch bekommen, wenn du möchtest. Wir sorgen dafür, dass es geht und würden es auch willkommen heißen.

Und dir ganz persönlich: Alle Achtung, wie du in diesen Tagen standhältst! Das war ja rasant und mich wundert nicht, dass du dir mal alles von der Seele schreiben wolltest. Hoffentlich hat es dir auch Erleichterung gebracht. Vor Weihnachten läuft eh so viel spitz zu und dann noch die vergangenen Tage! Du wirkst so, als würdest du Ruhe bewahren können. Und dafür: Hut ab.
Liebe Grüße von Kyra

Liebe Kyra,

vielen Dank für deinen Beitrag. Ich sitze hier mit Tränen in den Augen vorm PC, weil ich da Gefühl habe, Du hast mich verstanden. Ich kenne ihre Entscheidung bereits und es ist auch meine Herzensentscheidung. Sie hat es noch nicht ausgesprochen, aber ich kenne und liebe mein Mädchen und wir ticken so gleich, daher ist mir völlig klar, dass sie sich dafür entscheiden wird. Ich habe ihr da nicht gesagt, denn ich finde zur großen Verantwortung für ein Kind (ich habe zwei) gehört es auch die Dinge auszusprechen, die man entscheidet. So musste sie auch ihrem Papa ganz alleine erzählen, was Sache ist.

Ich werde sie mit aller meiner Kraft und meiner Liebe unterstützen und mein Mann wird das mit anfänglichem zähneknirschen auch tun.

Ich danke dir von Herzen für deinen Beitrag und würde mich sehr freuen, wenn wir in Kontakt bleiben.

Ich wünsche Dir wundervolle Weihnachten und ein tolles neues Jahr.

Das freut mich! Nicht, dass du weinst. ;-) Aber dass du dich verstanden fühlst.
Es ist schön, so eine Mutter-Tochter-Beziehung zu haben!
Ich habe alle deine Antworten gelesen. Du bist sehr sorgfältig im Miteinander. Das merkt man sofort. Daran, wie du dich mit allen Gedanken auseinandersetzt und dich bedankst und gute Wünsche schreibst, also auch von deiner Lage und Situation absehen. Ein Wesenszug, der dir sicher zugute kommt und eurem Miteinander auch.
Wenn sie es geschafft hat, ihrem Papa allein gegenüberzutreten, wird sie alles weitere auch schaffen.
Klar können wir in Kontakt bleiben! Kannst mich auch gerne privat anschreiben.
Dir auch ein frohes Weihnachtsfest! Euch allen zusammen mit allen Uromas und -opas.
Liebe Grüße von Kyra #winke

Hallo,

das ist eine schwere Entscheidung, aber schön, dass ihr hinter ihr steht, egal wie sie sich entscheidet.

Viel helfen kann man natürlich nicht.
Meine Tante ist damals auch mit 16 schwanger geworden und ich bin sehr froh, dass ich meinen Cousin habe! Meine Tante hat zwar so gut wie keinen Kontakt zu dem Vater, aber mein Cousin, der zwischenzeitlich 38 J. ist, hat seinen Vater dennoch kennengelernt.
Es war nie ein Problem und wir haben auch nie weiter nachgefragt, er war eben da und hat zur Familie gehört wie jeder andere von uns auch.

Ich hatte im April einen Abbruch und kann ihn immer noch nicht verarbeiten. Es macht mich sehr traurig. (hierauf möchte ich aber auch nicht weiter eingehen)

Wie weit ist sie denn?

LG

Hallo, ich kann dich so gut verstehen. Ich bereue meine Entscheidung von vor 10 Jahren immer noch zu tiefst und es steht nach wie vor zwischen meinem Mann und mir. Ich habe einfach Angst davor, dass mein Mädchen diesen Dämon mit sich tragen muss.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du die Last hinter Dir lassen kannst und wieder frei und glücklich leben kannst.

Liebe Grüße und trotz allem wunderschöne Weihnachten

Noch zu deiner Frage, 5. Woche, also noch ganz frisch.

Ich antworte nur ganz kurz: ich bin mit 17 schwanger geworden - es war für alle eine Katastrophe, vor allem für meine Eltern. Letztendlich habe ich das Kind ohne seinen Vater großgezogen, meine Ausbildung nach 2 Jahren Elternzeit als Beste der Gruppe abgeschlossen. Es waren sehr sehr harte und anstrengende Jahre. Jetzt bin ich 37 und habe vor 5 Jahren meinen Traummann kennengelernt. Jetzt die schlimme Nachricht, dass ich keine Kinder mehr bekommen kann aufgrund einer Krankheit.
Ich will damit sagen, mein Kind (inzwischen 18 Jahre alt) ist das GRÖSSTE GLÜCK, das mir jemals passieren konnte. Ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass ich meinen Sohn habe. Er ist so wichtig und eine Bereicherung für die ganze Familie. Und hätte ich ihn damals nicht bekommen, dann hätte ich nie ein Kind gehabt.

Danke meine Liebe für deine offenen Worte. Genau das hat mein Mädchen auch zu mir gesagt:" Mama, was ist, wenn ich mich dagegen entscheide und später kann ich keine Kinder mehr bekommen?" Und ich war ehrlich und hab gesagt, dann wirst Du damit leben müssen und es wahrscheinlich nie ganz vergessen können.

Genauso denke ich auch. Aber ich bin mir sicher, sie ist reif genug um für sich richtig zu entscheiden. Ich werde hinter ihr stehen, so oder so.

Ich wünsche Dir alles Gute, wundervolle Weihnachten und ein fantastisches neues Jahr.

Du bist eine liebevolle Mama 💙 Genau diesen Satz braucht deine Tochter: Ich stehe hinter dir, egal wie du dich entscheidest.
Ich wünsche euch von Herzen ein schönes Weihnachtsfest, ein gutes gesundes 2019. Danke für die lieben Wünsche, die haben mich sehr berührt. 🌲

Ich finde es toll von dir das du oder ihr sie egal wie unterstützen würdet oder tut. Wenn sie es bekommen wollen würde, wäre vielleicht ein Mutter Kind Heim etwas? Dort wird ihr geholfen dir Schule bzw Ausbildung fertig zu machen und das Baby wäre versorgt, wenn es von deiner beruflichen Situation so besser zu regeln wäre?

LG jayney

Hallo Steff(i?)

Ich bin ganz überwältigt von deinen Worten. Dass du für sie das sein wirst, egal wie sie sich entscheidet.
Dass du ihr keine Vorwürfe machst oder sie in eine Richtung drängen willst.
So einen Mama wünscht sich jedes Kind.

Auch ich würde für meinen Sohn, knapp 16, alles geben, um ihn zu unterstützen, selbst meinen Job.
Ich kann dich da sehr gut verstehen.

Vielleicht magst du ja demnächst mal berichten, wie deine Tochter sich entschieden hat und wie eure Pläne aussehen.

Liebe Grüße vom Hummelinchen

Vielen lieben Dank für Deine Worte. Was will man denn tun, wenn "das Kind schon in den Brunnen gefallen ist". Vorwürfe helfen keinen und machen uns nur das Leben schwer. Ich möchte sie einfach so gut wie möglich unterstützen, ihren Weg zu finden, so wie ich das schon immer getan habe. Auch wenn das heisst, dass ich mit 42 Oma werde.

Sehr gerne lasse ich dich wissen, wie es bei uns weitergeht.

Liebe Grüße und wundervolle Weihnachten für Dich.

Ja, mit 42 Oma werden ist schon jeck.
In meinem Fall wäre es dann genau so, Oma mit 42 und selbst grad nochmal Mama geworden.
Wie das Leben so spielt😉

Ich drück euch alle Daumen ✊🍀

Hallo steff,
hier wird ja jede Menge geschrieben und Du vertrittst mehr und mehr die Ansicht „wir werden das Kind schon schaukeln“.
Das ehrt Dich - aber WILL Deine Tochter ein Baby?
Mit 16 schwanger zu werden ist eigentlich eine ziemliche Katastrophe, aus tausenderlei Gründen.
Mir scheint, daß Du Deine eigenen Erfahrungen und Dein eigenes Bedauern über Deinen Abbruch auf Deine Tochter projezierst.
Die Gefahr, nach einem Abbruch unfruchtbar zu sein ist übrigens nicht höher, als nach einer Fehlgeburt mit operativer „Nachhilfe“.
Alles Gute für Deine Tochter!

Hi, gerade weil ich nicht möchte, dass sie meine Entscheidung mit einbezieht, habe ich meiner Tochter nichts erzählt. Objektiv bin ich für einen Abbruch, ich kenne aber mein Kind und weiß, es würde ihr das Herz brechen.
Dennoch habe ich ihr all die Schwierig- und Widrigkeiten aufgezeigt, was es heißt, nicht nur Schwester oder Tante zu sein heißt (wir haben mehrere Kleine Kids in der Family aktuell). Jetzt liegt es an ihr, ich werde für sie da sein, so oder so.

Liebe Grüße und wundervolle Weihnachten für dich.

Danke, das wünsche ich Dir auch.
Auch wenn Du Deiner Tochter nichts von Deiner Abbruchserfahrung erzählt hast, so färbt sie womöglich doch Dein Empfinden und somit die Kommunikation mit Eurer Tochter.
Was sagt denn eigentlich der Vater des Kindes dazu? Es wäre schon seeeehr ungewöhnlich, wenn die beiden für immer ein Paar blieben, d.h. früher oder später wird sie vermutlich alleinerziehend sein. Dann wird das Thema Ausbildung anstehen, wie will sie das lösen?
Womöglich alleinerziehend, mit eventuell Schreikind (in jedem Fall aber massivem Schlafmangel, wir kennen das ja alle #schwitz) und noch nicht mal volljährig......hartes Brot, während die Freunde ihrer Wege gehen, die Jugend genießen, Partnerschaften ausprobieren, um die Welt reisen, .......
Ganz viel Glück! #klee

Hallo
Ich habe mir jetzt nur die erste Seite der Beiträge durchgelesen, möchte dir aber gerne meine Geschichte kurz erläutern.
Vor ab ich finde es super von dir wie du hinter deiner Tochter stehst und ihr alle Türen offen hälst.
Ich selber bin auch mit 16 ungeplant schwanger geworden. Mir wurden ebenfalls alle vor und Nachteile aufgezählt und gezeigt. Für mich selber gab es allerdings nie eine andere Option als mein Kind zu bekommen. Denn ich habe einen Fehler gemacht wofür mein Kind nichts konnte. Also bin ich mit gerade 17 Mama eines Frühchens geworden. Ja eine etwas andere Situation denn mein Sohn hat leider einige Folge Schäden n behalten. Trotzdem bin ich voll in meiner Aufgabe aufgegangen dank der Unterstützung meiner Familie. Noch heute bin ich, nach einigen Höhen und Tiefen, mit dem kindsvater zusammen. Mittlerweile habe wir 2 Kinder und planen Nummer 3. Unser Oberarzt von der neo Stattion damals meinte. Sie sind als junger Teenager in diese Verantwortung gegangen und als gestandene Mutter gehen sie hier raus. Wer hätte das gedacht? Wenn du an diene Tochter glaubst und sie unterstützt ist alles möglich. Klar ein Kind hat auch Bedürfnisse und braucht mehr als nur Liebe zum Leben aber zum Glück leben wir in einem. Land in dem kein Kind verhungern muss wenn es mal nicht so läuft wie es geplant war. Ich wünsche euch alles Gute und vor allem eine für euch richtige Entscheidung.

Vorneweg - ich finde es traumhaft, wie die ganze Familie Deine Tochter unterstützen will. Aber - es ist nicht euer Kind sondern das der Tochter - und SIE muss wissen, ob sie es möchte oder nicht. Vor vielen Jahren wurde eine 16jährige in meiner erweiterten Familie schwanger und entschied sich gegen das Kind. Die Mutter begleitete sie zum Abbruch und sie machte ihre Ausbildung usw. Nein, sie hat keinen Schaden davongetragen, heiratete, bekam dann zwei Kinder und alles ist in Ordnung. Es wäre für sie damals definitiv keine Option gewesen, dieses Kind zu bekommen, da sich auch der Freund schnellstens verabschiedet hatte.
Ich selber wurde mit 17 schwanger - und hätte ich die Möglichkeit gehabt, das Kind nicht zu bekommen, hätte ich das auch wahrgenommen, aber es gab sie nicht. Es war viel zu früh und zog mir meine Lebensplanung komplett unter den Füßen weg.
Sicher hab ich dann auch alles für mein Kind getan, aber nach heutiger Sicht war es einfach zu früh.
Egal, wie sich Deine Tochter entscheidet, es ist toll, dass Du sie unterstützt - sie in eine bestimmte Richtung drängen würde ich allerdings nicht tun.
LG Moni

Hallo.
Ich kann dir nur von mir berichten. Ich war auch frisch 17 geworden und hatte gerade die Ausbildung begonnen als ich erfahren habe dass ich schwanger bin. Ich bin 120 km von meinen Eltern weg gewesen und der Vater hat sich gleich aus dem Staub gemacht. Ich war auch total überfordert mit der Situation aber habe mich dann doch für das Kind entschieden. Ich bin 1 Jahr zu Hause geblieben und bin dann täglich gependelt zu meiner Ausbildungsstelle. Ich hätte Glück solche Eltern gehabt zu haben die sich während meiner Abwesenheit um meinen Sohn gekümmert haben und ich hatte relativ schnell einen Krippenplatz. Mein Sohn hat ein ganz besonderes Verhältnis zu seinen Großeltern. Es war für mich eine sehr harte und schwere Zeit sowohl finanziell als auch psychisch (Man hatte ja keine gleichaltrigen Freunde mehr, die hatten andere Interessen) und trotzdem bereue ich nichts und hab auch nie an meiner Entscheidung gezweifelt. Jetzt hab ich einen 15 jährigen hier der wahnsinnig an seiner Mama hängt, einen tollen Mann an meiner Seite der ihn vor 11 Jahren akzeptiert hat als wäre es sein eigener. Wenn mir damals jemand gesagt hätte dass sich das in diese Richtung entwickelt hätte ich es nicht geglaubt. Jetzt bin ich 33 und hab noch einen 3 jährigen und erwarte im Mai Nummer 3. Es ist natürlich etwas anderes ob man mit 17 oder 30 Mutter wird aber alles ist zu schaffen. Und so wie du schreibst kann sich deine Tochter 1000 % auf dich verlassen egal wie sie sich entscheidet...
Lieben Gruß mieziemausi

Vielen lieben Dank für deine Nachricht. Ich bin mir sicher, dass meine Tochter der Herausforderung gewachsen ist und mit den Aufgaben wachsen wird. Ich werde sie mit all meiner Kraft und Liebe unterstützen. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass sie noch ein bisschen Kind, frei und unabhängig kein sein... aber das Leben hat manchmal einen anderen Plan.

Ich wünsche Dir wundervolle Weihnachten und einen tolles Jahr 2019.

Wow du hast meine Hochachtung. Das du dein Leben für sie so umstellen würdest das sie ihr Leben weiter leben kann und ihre Ausbildung machen kann würde nicht jeder tun. Raten kann und will ich dir nichts. Aber ich finde es wirklich großartig das du so für deine Tochter einstehst

Hi. Heutzutage ist es doch keine Schwierigkeit. Sie macht ein Jahr Babypause und dann kann das kleine in die Krippe (sofern sie einen Platz bekommt, weiß nicht wie das bei euch aussieht) und dann macht sie ihre Ausbildung weiter. Evtl.besteht ja die Möglichkeit die Ausbildung in Teilzeit weiter zu machen. Es ist schwierig keine Frage aber machbar. Ich selbst hatte damals einen 9 Monate alten Sohn und bin ungeplant schwanger geworden obwohl ich grade eine Fortbildung angefangen hatte. Die ging zwar nur ein Jahr aber es ist keine einfache gewesen. Ich habe es geschafft. Ich war zwar 10Jahre älter wie deine Tochter aber wenn man es wirklich will schaffen möchte schafft man es egal in welchem Alter. Viele Grüße

Guten Abend, ich wollte einfach mal was zu deinem Beiträge schreiben es ist toll wie du deine Tochter unterstützen willst und hinter um Uhr stehst ich selbst bin mit 15 Jahren schwanger und mit 16 Jahren Mutter geworden ich bereue die Entscheidung keines Wegs nur das meine Eltern mir dennoch mehr in den Hintern treten hätten müssen das ich beruflich mehr mache da hätte ich damals leider nur einen Tunnelblick u d habe nicht das geschafft was ich bis jetzt gerne erreicht hätte da ich nur Mama war die vielen Jahre
Ihr könnt es schaffen und alles dieser Welt kann einem nicht das geben was ein Baby ein geben kann

Wünsche ich alles gute

Hallo,

wieso solltest du denn eine selbststäigkeit an den Nagel hängen?

Ich bin selbst mit 16 Mutter geworden. Meine Eltern haben mich sehr unterstützt, allerdings müsste ich die Verantwortung für meinen Sohn trotzdem selbst übernehmen.
Als er 1 1/2 Jahre alt war habe ich meine Ausbildung nachgeholt. In dieser Zeit war er in der Krippe. Habe ihn jeden Morgen hin gebracht und nach der Ausbildung abgeholt.
Ich habe eine Teilzeit Ausbildung gemacht, nur 20 Stunden gearbeitet.
Das hat wunderbar funktioniert.
Mein Sohn hat mich auch nicht am reisen gehindert. Natürlich ist es finanziell erstmal hart, aber wenn man dann auf eigenen Beinen nach der Ausbildung steht, dann sieht die Welt wieder ganz anders aus.

Mittlerweile bin ich mit dem Vater verheiratet, mit Nummer 2 schwanger und Nummer 1 geht schon in die zweite klasse.

Liebe Grüße und alles gute für euch!

Hallo Steff,
einfach toll, wie du und ihr als Familie eure Tochter unterstützt :-) Du bist eben Mama... Ich kann auch sehr gut verstehen, wieviel Freude dir dein Beruf macht. Wieder mehr Freiheiten zu haben, wenn die Kinder selbständiger sind, tut einfach so gut. Auch wenn es einen Kraft kostet, belebt es einen gleichzeitig und gibt Energie zurück.
Wie jeeenny schreibt, braucht es bezüglich deiner Selbständigkeit aber doch womöglich keine alles-oder-nichts-Entscheidung für dich zu sein, oder... auch wenn sich durch die Mithilfe mit dem Kleinen dein Alltag ändert, darfst du dennoch du selbst bleiben. Macht euch ruhig schlau, was es für junge Schwangere noch für Unterstützungen gibt, damit es sich auf mehrere Schultern verteilt. Da sind zum Beispiel auch nicht-staatliche Stellen, die da helfen. Ihr werdet einen passenden Weg für euch alle finden #liebdrueck
Ganz liebe Grüße!

Top Diskussionen anzeigen