Ungeplant mit Nr. 3

Hallo liebes Forum,

Es wird sicher ein langer Text, ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Ich bin fast 33 habe zwei Mädels im Alter von 8 und 3 von meinem noch Ehemann, von dem ich seit Mai 16 getrennt bin . Seit 9 Monaten habe ich einen neuen Partner von dem ich nun in der 7. SSW bin. Er liebt mich und ich ihn auch aber die Umstände lassen mich gerade echt nicht mehr schlafen. Er wohnt von mir knapp 45 Km weit weg in einem ganz kleinen Häuschen auf dem Dorf zur Miete. Dort ist derzeit nur ein kleines Schlafzimmer und Wohnzimmer Küche Bad bewohnbar. dazu wäre noch ein Schlafzimmer was fertig gemacht werden müsste. Aber er hat auch einen stressigen zeitintensiven Beruf in der Landwirtschaft...ist in der Saison nur zum Schlafen zu Hause. Ich wohne hier mit meinen zwei Kindern in einer großen 4 Zimmer Wohnung und gehe zur Zeit auf 450 Euro Basis arbeiten. ICh war schon beim Arzt und bei Pro Familia und weiß nicht was ich machen soll... Mir war bis gestern klar. Es geht nicht im Moment mit dem Baby..ich habe schon alle Papiere für den Abbruch weil ich es gerade für unmöglich sehr mehr oder weniger allein mit drei Kindern da zu stehen. Ich könnte in eine Stadt nähe seinem Dorf ziehen in eine neue Wohnung, neue Umgebung und die Große müsste die Schule wechseln, was sie partout ablehnt. Jetzt sitze ich hier verzweifelt, weil irgendwas in mir sagt : Es ist doch DEIN - EUER Baby. Ich bin allein und was mache ich wenn ich ins Krankenhaus müsste, was wird mit meinen Mädels. Wie kann ich hochschwanger alles allein meistern ???
Fragen über Fragen und Verzweiflung :/

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Hallo liebe Verzweifelt.3,
ich kann sehr gut verstehen, dass du verzweifelt bist und es für dich im Moment überhaupt nicht einfach ist, so eine Entscheidung zu treffen. Und ich kann echt nachvollziehen, wie dich diese vielen „Fragen über Fragen“ umtreiben und nicht zur Ruhe kommen lassen... Gleichzeitig hörst du die Stimme in dir, die dir sagt, dass es doch dein KIND ist ....euer Kind, das du vermutlich am liebsten auch bekommen würdest. Dass dir im gleichen Moment Angst und Sorgen kommen, wie das alles gehen soll, verstehe ich gut. Es ist grad vieles im Umbruch bei dir. Wie ging es dir denn seit deiner Trennung? Das war vermutlich auch eine Umstellung, ohne Partner zu sein. Und deinem Job gehst du auch nach, das will ja alles organisiert sein.
Du hast geschrieben, du und dein neuer Partner, ihr liebt euch sehr. Wie hattet ihr es denn vor...war zusammenziehen für euch schon ein konkretes Thema? Wohl kaum in dem kleinen Häuschen, aber vielleicht (wo)anders)? Und klar, dass bei einem Umzug immer jemand seiner gewohnten Umgebung nachtrauern wird, aber ein Wechsel ist ja immer auch Chance für was Neues und für Kinder nicht unbedingt schwerer als für Erwachsene. Es ist natürlich immer ein Schritt. Nun, das muss ja auch nicht alles jetzt entschieden werden. Du bräuchtest nun einfach eine Aussicht, wie es weitergehen könnte. Was meint denn dein Partner dazu? Überhaupt zu der Schwangerschaft? Und weiß er von deinen Zweifeln an der Abtreibung?
Im Prinzip gibt es ja außer der Abtreibung verschiedene Möglichkeiten, wie es weitergehen könnte. Möglichkeiten, die sicherlich Veränderung und Umstellung bedeuten, aber wo du deinem 3. Kind auch einen Platz einräumen könntest. Ob du mit deinen Kindern zu ihm ziehst (vorerst in eine Wohnung) oder ob er auch zu dir ziehen könnte oder ihr alle an einem Ort zwischendrin? Ich weiß ja nicht, wo du arbeitest und wo er, und wie das liegt. Wie kommst du denn bisher mit deinen Kindern klar, hast du deine Eltern bei euch in der Nähe? Oder gute Freundinnen, die auch mal einspringen, wenn du sie brauchst? Ich denke, so ein „Netzwerk“, das in solchen Fällen auffängt, würde dir Zuversicht geben. Ich würde es dir wünschen! Konntest du bei der Beratung denn sowas ansprechen, was dir konkret helfen würde? Es gibt ja vielerorts auch Ehrenamtliche wie Ersatzomas oder Babysitter, die in Familien helfen. Frag doch mal bei der Organisation Pro Femina nach, was da möglich wäre. Ich weiß, dass die ein großes überregionales Netzwerk an Helfern haben. Damit du beruhigt sein kannst für deine Fragen, wie du es meistern könntest, wenn du hochschwanger bist...
Hat dein Partner denn nun im Winter bisschen mehr Zeit und Luft und kann für dich da sein, alle Ideen mit dir durchdenken?
Du hast geschrieben, dass du schon alle Papiere beieinander hast. Hast du schon einen Termin für die Abtreibung vereinbart? Kannst du auch verschieben, das machen viele Frauen. Wichtig ist, dass du dir genügend Zeit nimmst und nichts in Panik tust. Und erst nochmal alle Möglichkeiten anschaust und ausschöpfst. Dann wird dir sicher klarer, wie dein Weg aussehen kann.
Komm nun noch gut durch den Tag und lass dich von deinen Kindern bisschen von deinen Sorgen ablenken – und möglichst erfreuen ;-)
Viele liebe Grüße,
Lorena

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Hallo :)

Lieben Dank für deine Antwort. Ja also mein Freund wünscht sich ein Kind und hatte aber nun gestern als ich ihm nochmals und das schon immer und immer wieder erzählt habe was meine Sorgen bezüglich Wohnung Umzug Schulwechsel etc. sind, zu mir gesagt es wäre momentan wohl doch zu ungünstig und wir sollten noch warten bis wir ringsum alles gefestigt haben. Klar wollten wir gerne zusammen wohnen aber selbst da ist die Frage schon schwierig wie und wo ..ich bin so gern auf seinem Dorf, die Kinder auch. Aber dieses alte kleine unfertige Minihäuschen bringt es auf Dauer so nicht...schon gar nicht mit 5. Er kennt meine Zweifel gerade noch nicht...und ich weiß wie gesagt nicht weiter. In dem Dorf hätte ich schon etwas Hilfe...sein Vater wohnt dort und seine bzw. nun auch meine Freunde und meine beste Freundin ist auch immer für mich da. Meine Eltern bzw. Familie weiß noch gar nichts und wären sicher nicht begeistert. Wenn ich weg ziehen würde könnten die mir auch nicht mehr wirklich helfen :/

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Ich kann mich komplett irren, aber dein Satz klingt, als ob er sich erst gefreut und nun durch deine Zweifel verunsichert ist?

Gar nicht böse gemeint. Ich kann deine Zweifel total nachvollziehen.
Man hat einfach wahnsinnig Angst.
Die Große die Schule wechseln lassen wäre wirklich ein großer Schritt, aber auch meistens nur am Anfang problematisch. Da sind einfach immer viele Wenn und Aber.

Wenn ihr beide ein Kind gemeinsam wollt, auch , wenn es jetzt grade schwierig ist., Dann lasst das Ganze geschehen.
Langfristig findet sich immer eine Lösung. Und für den Anfang braucht ein Baby ja auch erstmal nicht viel.

Ich würde einfach noch einmal mit deinem Partner sprechen und versuchen eine gute Lösung für Euch alle zu finden.
Denn was richtig und was falsch ist, könnt nur ihr wissen.

Lass den Kopf nicht hängen :-)
Es geht immer irgendwie weiter.

Liebe Grüße

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Hallo
Mal davon abgesehen wie du entscheidest ist mir ein aus meiner Sicht wichtiger Punkt aufgefallen.
Du sagst deine große will auf keinen Fall dort hin ziehen und Schule wechseln. Ich persönlich würde das schon als wichtigen Punkt betrachten. Denn wenn du trotzdem hinziehst und es nicht bei ihr läuft könnte das Baby bzw dein Partner der Schuldige in ihren Augen sein.
Fände ich persönlich einen recht schweren Start für ein Kind.
Ps wenn du und der Vater der Kinder gemeinsames ABR habt müsste er dem Umzug und schulwechsel auch zustimmen.
Beste grüse

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Hallo

Akzeptieren denn Deine beiden Kinder den neuen Freund?
In dem Häuschen könnt Ihr nicht wohnen. Schwierig ist aber eher sein Beruf. So wie es sich anhört, ist er in der Saison nur zum Schlafen zu Hause. Das heisst also, Du hast von ihm keinerlei Unterstützung und auch keine Beziehung über eine lange Zeit.
Könntest Du denn mit 3 Kindern noch arbeiten? Würdet Ihr finanziell durchkommen mit einem weiteren Kind?
Eine Trennung der Eltern, Wohnortwechsel und Schulwechsel ist für ein Kind im Schulalter eine schwierige Situation.
Es ist Dein/Euer Baby. Die Frage ist, was ist mit den anderen beiden Kindern? Sicher keine leichte Frage. Ich wünsche Dir Kraft, den für Dich richtigen Weg zu finden.

Freundlichen Gruss

tm

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Du scheinst gerade ja echt in einer fiesen Zwickmühle zu stecken. Leider sind deine Lebensumstände ehrlich gesagt momentan nicht gerade günstig für ein weiteres Kind. Zum einen bist du mit deinem jetzigen Partner erst 9 Monate zusammen, was ja in Bezug auf ein gemeinsames Kind wirklich kurz ist. Außerdem scheint er beruflich sehr eingespannt zu sein, so dass er dich nicht unterstützen könnte. Hinzu kommt, dass er weit weg von dir wohnt und wegen der Landwirtschaft sein Haus vermutlich auch nicht einfach verlassen kann.

Ich würde mir aber an deiner Stelle gut überlegen, ob du wirklich in seine Nähe ziehen möchtest. Da eure Beziehung ja noch nicht gefestigt ist, weißt du nämlich nicht, wie es mit euch beiden weitergehen wird. Außerdem wohnen ja derzeit deine Eltern in der Nähe, die dir das Kind auch mal abnehmen könnten. Das würde dann sicherlich wegfallen. Dann hattest du noch geschrieben, dass deine Tochter nicht umziehen möchte. Das wären für sie vermutlich auch zu viele einschneidende Veränderungen auf einmal.

Falls du das dritte Kind bekommen möchtest, müsstest du für dich auch klären, ob du dieses auch ohne Partner aufziehen könntest. Außerdem vermute ich mal, dass es finanziell bei dir auch eng ist, da du alleinerziehend bist und nur auf 450 Euro Basis arbeiten gehst. Im Falle eines weiteren Kindes könntest du mindestens ein Jahr lang gar nicht mehr arbeiten gehen und danach auch nur eingeschränkt.

Andererseits kann ich deine Zweifel an einem Abbruch gut nachvollziehen. Letztendlich ist es Abwägungssache, wofür du dich entscheidest.

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