Was tun wenn es mit Kind nicht funktioniert?

Hallo,
Ich habe mein ungeplantes Kind bekommen und hatte wirklich gedacht, vielmehr gehofft ,dass ich es hin bekommen werde.
Ich dachte, ich werde mich in die Rolle einfinden, mich langsam an die Mutterrolle gewöhnen und mich auch mit der Zeit an meinem Kind erfreuen.
Von Anfang an hatte ich eine Hilfe vom Jugendamt, habe mir dort Rat geholt und auch Unterstützung im Alltag durch eine Familienhebamme bekommen.
Die Dame von der Erziehungsberatung hat jetzt richtig erkannt, dass ich einfach nicht zurecht komme.
Ich kümmere mich zwar, aber ohne Emotion und wirkliches Interesse.
Sie meinte das ganz ohne Vorwürfe und hat dann noch gesagt, dass ich mich nicht schuldig fühlen brauche, denn es hätte ja auch gut gehen können und diese Chance wahr zu nehmen und es zu versuchen, wäre auch trotzdem gut gewesen.
Jetzt steht die Frage im Raum, Pflegschaft oder Adoption?
Was wäre im Sinne des Kindes die bessere Wahl?

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Hi!

Fürs Kind fänd ich die Adoption besser. Dann hat es "richtige" Eltern bei denen es komplett bleiben darf.

Lg

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Finde es toll von dir das du es probiert hast, aber dir auch eingestehst, das es nicht geht.

Kann dir nur sagen was ich machen würde, zur adoption könnte ich mein kind nicht mehr freigeben.

Es kommt natürlich drauf an wie stark deine Bindung zu deinen Kind ist.
Ich würde eine Pflegefamilie wählen, könnte mein Kind weiterhin sehen.

Was sagt dir den dein Bauch was die bessere Wahl für euch ist?

Du wirst den richtigen Weg gehen. Wünsche dir viel Kraft für diesen.

Liebe gruße

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Wie alt ist das Kind?

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Hey,

Ganz ohne dir zu nahe treten zu wollen - ich glaube bei dem Thema ist es extrem schwer nicht ungewollt verletzend zu werden deshalb entschuldige ich mich gleich jetzt schon mal - aber in deinen Fall wäre Abtreibung das beste gewesen. Deinem Kind hast du durch die mangelnde Liebe sicherlich bereits einen grundlegenden emotionalen Schaden mit gegeben.

Klar, du hast alles in Deiner Macht stehende getan um der Situation als ganzes doch noch gerecht zu werden. Und das war auch überaus vernünftig.

Aber dein Kind wird sich, ob bewusst oder unbewusst, immer ungewollt und fehl am Platz fühlen. Da nun der Schaden bereits angerichtet ist und nicht mehr gut zu machen ist wäre wohl eine Adoption das beste für dein Kind.

Die Frage die sich mir aufdrängt ist, wie war es in Deiner Kindheit? Gibt es da evtl Punkte die diese Gefühllosigkeit erklären könnten, die mit Hilfe eines Psychologen aufgearbeitet werden könnten?

Ich wünsche Dir und Deinem Kind einen besseren Lebensweg als er bisher zu sein scheint. Viele Grüße

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Ich find deine Antwort echt schlimm..
abtreiben wäre besser gewesen? Gehts noch? Also ein gesundes menschenleben zerstören ist besser als eine andere Familie glücklich zu machen?
Du bist wirklich nicht ganz dicht

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Ich finde deine Antwort extrem daneben.

Die ist schon verzweifelt da muss man nicht nach treten.... es ist eine schlimme Situation und ich glaube nicht dass das Kind einen Schaden davon hat!

Liebe TE du musst dass tun was dein Bauch dir rät.

Mach eine Liste mit vor- und Nachteilen für dich!

Lg und alles gute!!!!

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Wenn du dir ganz sicher bist, gib dein Kind zur Adoption frei.
Wenn du Zweifel hast, dann besser eine Pflegefamilie.

Wie alt ist denn dein Kind?

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Super, dass Du es versucht hast.
Manchmal kann man keine Bindung zu seinem Kind aufbauen. Kenne das von einer Bekannten von mir, allerdings ist die Mutter daran nicht ganz unschuldig.
Adoption ist Alternativlos. Bedeutet, dass später keine Chance hättest, falls Du Dein Kind doch irgendwann zurück möchtest.
Bei Pflegschaft gibt es diese Option im Fall der Fälle. Manchmal dauert das Jahre.
Bin meiner Bekannten 9 Jahre genau zu sein. Jetzt möchte sie ihren Sohn doch zurück und hat Recht gute Chancen.
Manchmal braucht man einfach wahnsinnigen Abstand.
Zu dem Kind, der jetzt wieder zu seiner Mutter zurück geht.
Nach anfänglicher Skepsis, freut er sich inzwischen.

Wäge gut ab und kalkuliere alle wenn und aber mit ein. :-)

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Wie egoistisch von deiner Bekannten!
Nach 9 Jahren beschließen, jetzt passt es doch??
Und das Kind in DEM Alter zurückhaben wollen, aus allem rausreißen, was ihm wichtig ist, um künftig bei einer Fremden zu leben?!
Finde das einfach nur grausam.. :-(

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Das hat mit Egoismus so rein gar nichts zu tun.
Seine Oma ist inzwischen so schwer krank, dass er momentan auf einer Pflegestelle lebt. Manchmal ist es schlauer, zu fragen was die Hintergründe sind, bevor man so eine Meinung abgibt.
Und fremd ist ihm seine Mutter nicht.
Sie hatte die ganzen Jahre Kontakt.
Und was Dich nun wohl wundern wird....
Er WILL unbedingt zu seiner leiblichen Mama zurück, obwohl es ihm auf der Pflegestelle sehr gut geht.

Egoistisch wäre es zu sagen: Pech, dann musst Du wohl woanders bleiben.
Ich finde es toll, dass sie nun alle Hebel in Bewegung setzt, um den Kurzen zu sich zurück zu holen.
Da gehört Mut zu und nichts anderes.
Aber jedem seine Meinung ;-)

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Hallo,

ich würde erst mal selbst therapeutische Unterstützung in Anspruch nehmen und mich begleiten lassen. Ich würde sicher ausschließen lassen, dass bei dir nicht irgend eine Blockade vorliegt, die deine Gefühle unterdrücken.

Stell dir vor, du gibst das Kind weg und dann macht es PENG in deinem Inneren und was auch immer sich angestaut hat, bricht durch.

Wenn es aber schlicht so ist wie es ist, dann schaden Gespräche darüber sicher nicht. Du könntest darüber auch klären, ob du das Kind in Pflege oder lieber zur Adoption geben möchtest und falls Adoption, dann offen oder geschlossen. Brauchst du einen klaren Schnitt oder soll das Kind damit groß werden, dass es eine leibliche Mutter und eine Adoptivmutter gibt, die beide einen Platz in seinem Leben haben.

Ich würde mir auf jeden Fall die Zeit nehmen, die ich brauche, um so eine wesentliche Entscheidung zu treffen.

LG

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Wie sieht es denn momentan beziehungsmäßig aus? Bist du mit dem Vater des Kindes zusammen ? Bekommst du Unterstützung? Wie alt ist das Kind?

Bei mir hat es auch etwas gedauert bis ich "mein" Kind als "meins" akzeptiert habe.Am Anfang läuft alles mechanisch und ohne Emotionen und man empfindet es als lästige Pflicht. Aber als es älter wurde und man anfängt mit dem Kind zu kommunizieren und es dich versteht hat sich meine Einstellung geändert. Ganz besonders wenn dein Kind nur zur dir will und dich als wichtigsten Menschen sieht. Erzählungen von "das erste Lächeln" habe mich anfangs kalt gelassen. Aber spätestens wenn du traurig bist und dein Kind zu dir kommt und dich trösten will und seine Hand auf deinen Kopf legt und streichelt, kann man sich sicher sein, dass sich die Geduld ausgezahlt hat. Vielleicht brauchst du auch noch etwas Zeit.

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Nein, Vater gibt es nicht. Also er war für Abtreibung, hat meine Entscheidung dann akzeptieren müssen aber natürlich daraus seine Konsequenzen gezogen.
Er will keinen Kontakt, da kann ich auch nichts machen.
Ansonsten stände ich ja jetzt gar nicht vor dieser Entscheidung, wenn ein Vater da wäre, der mit mir zusammen lebt und sich um das Kind genauso kümmern würde.
Wieviel Zeit denn noch? Ich möchte dem Kind so schnell wie möglich Stabilität geben und nicht nach dem Motto, vielleicht, vielleicht auch nicht, agieren.
Mein Gefühl sagt mir,das wird nichts mehr.

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Wie alt ist dein Kind?

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Wenn du dir ganz sicher bist, wuerde ich offene Adoption wählen. Besprich das mal, ob das auch fuer dich gilt. Keine Gefühle. Ich wollte dir noch sagen, dass ich das ganz toll finde. Das du das erkannt hast. Und deinem Kind die Möglichkeit gibst in einer liebevollen Umgebung auf zu wachsen. Bei offeneren Adoption kannst du dann auch sehen, dass es deinem.baby gut geht. Ich.bin meiner leiblichen Oma unbekannterweise sehr dankbar fuer die Entscheidung zur Adoption.

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