Ungeplant schwanger 5.Kind

Hallo!
Seit 10 Tagen weiß ich, dass ich schwanger bin, jetzt 5+4. Ich habe bereits 4 Kinder im Alter von 7, 4 (Zwillinge) und 2. Im ersten Moment fand ich es irgendwie schön, aber dann kam recht schnell ein ungutes Gefühl auf. Dann habe ich die Sache tagelang ignoriert, weil ich mich einfach nicht damit befassen wollte. Seit 4 Tagen geht das nicht mehr, weil ich körperlich merke, dass ich schwanger bin. Das Bescheuertste an der ganzen Situation ist, dass ich mir vor ein paar Monaten noch echt gewünscht hätte, noch einmal schwanger zu sein und noch ein Baby zu haben. Jetzt ist es irgendwie anders. Ich habe vor wenigen Wochen eine Beurlaubung in Elternzeit eingeräumt, weil ich kurz vor dem Burnout stand. Eine halbe Stelle plus Haushalt und die vier Kinder, das habe ich einfach nicht mehr geschafft. Die Entscheidung fiel schwer, weil wir kürzlich ein neues Haus gekauft haben. Der finanzielle Einschnitt ist groß, aber mein Mann und ich hatten entschieden, dass es gut für mich und auch für die Kinder ist, eine nicht immer nur gestresste Mutter zu haben, die mehr Zeit für sie hat. Ich wollte nun ein Jahr Pause machen. Den Umzug mit vielen Umbauarbeiten haben wir noch vor uns. Ich fühle mich total elendig, weil ich mir überhaupt nicht vorstellen kann jetzt noch ein Baby zu haben, alleine die SS macht mir Angst. Ich habe in der 2. und 3.SS körperlich sehr gelitten und auch danach ging es mir lange schlecht. 4 Kinder in 5 Jahren war viel zuviel für meinen Körper und nun noch einmal, davor habe ich Angst. Dazu kommt der Gedanke, ob ich den Kindern noch gerecht werden kann, denn es scheint mir so schon kaum machbar allen 4 Kindern zeitlich gerecht zu werden und selbst nicht völlig vor die Hunde zu gehen. Ich wollte wieder fit und gesund werden, wollte wieder Sport machen und an meiner Figur arbeiten und vor allem wollte ich mich nächstes Jahr beruflich etwas umorientieren. Finanziell ist es auch nicht so einfach noch ein Kind zu haben. Als Baby vielleicht, aber die werden größer...
Mein Mann steht zu mir und meiner Entscheidung, aber er will es eigentlich nicht haben, er hat auch Angst dass ich dem Ganzen körperlich und wir dem Ganzen kräftemäßig und auch zeitlich/ finanziell nicht gewachsen sind. Mit 4 Kindern ist man schon was die Kraft angeht ziemlich am Ende. Wir haben keine Großeltern, die uns helfen. Lediglich eine Dame, die gegen Stundenlohn im Haushalt hilft und auf die Kinder aufpasst.
Ich weiß einfcah nicht wie es gehen soll, ich weiß gar nicht, ob ich das alles noch mal will, schwanger sein, eine Geburt, nachts stillen, immer eingeschränkt sein. Gleichzeitig habe ich Angst eine Abtreibung zu bereuen. Man weiß ja nie, wie man sich hinterher fühlt, wenn es dann zu spät ist für Reue. Aber es geht mir schlecht mit der Entscheidung.
Bitte keine Vorwürfe machen. Kann mich jemand verstehen, hat jemand Ähnliches erlebt oder hat jemand so viele Kinder?

Hallo,
oje, ich stelle mir Deine Situation wirklich ungeheuer schwer vor.
Ich habe selbst 4 Kinder, allerdings mit anderen Altersabständen (sie sind 11,9,5 und 1 1/2) und mir geht es da wie dir, dass es einfach schwierig ist, allen in ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Und damit verbunden habe ich immer wieder ein schlechtes Gewissen. Bei uns war Nr.4 nicht geplant. Ich weiß, dass die Entscheidung für unseren Jüngsten richtig war und er macht uns so viel Freude. Trotzdem erwische ich mich auch immer Mal wieder dabei, dass ich jetzt das oder das mit den 3 Großen machen würde, wenn er nicht da wäre. Weißt Du, was ich meine?Bei Dir ist die Lage ja noch etwas anders, weil dein großes Kind auch noch jünger ist, und Zwillinge sind ja auch nicht ohne.
Auch bei mir war es so, dass ich ein paar Monate vor der Schwangerschaft erst mit dem Wunsch nach dem 4.Kind abgeschlossen.
Ich verstehe also was du meinst. Die Situation ist für dich eben nun anders als noch vor kurzem. Ich bin in der Tat eigentlich gegen Abtreibungen, aber zu dogmatisch darf man da eben auch nicht sein. Es ist dein gutes Recht abzuwägen und zu grübeln und auch an Dich selbst und Eure bisherige Familie zu denken. Denn wenn es Dir nicht gut geht, haben ja auch Deine Kinder und Dein Mann darunter zu leiden.
Deine Argumente gegen dieses 5.Kind finde ich allesamt plausibel und nachvollziehbar.
Ich weiß nicht, was ich Dir raten soll und ich kann Dir auch nicht sagen, ob Du es bereuen wirst, aber ich möchte Dir einfach schreiben, dass ich Dich gut verstehen kann. Und selbst wenn Du Dich für eine Abtreibung entscheidest und es immer mal wieder bereuen wirst, weil eben auch dein Herz zu Dir sprichst, ist das irgendwie auch normal und zeigt, dass es eben eine schwere und weitreichende Entscheidung ist und Du den Wert eines Kindes so sehr zu schätzen weißt. Die Frage ist ja eher, ob Du es so sehr bereuen würdest, dass Du darunter leiden würdest und denken würdest, dass diese Entscheidung falsch war.
Ich drücke Dich jetzt einfach unbekannterweise mal fest, auch wenn Dir das wohl nicht so viel helfen wird.
Alles Gute Dir!
Jujo

Hi, warst du mal bei profamilia oder caritas oder ähnliches? Dort können sich Schwangere beraten lassen. Wie geht es weiter, wovor habe ich Angst, welche Unterstützung kann ich bekommen - finanzielle Entlastung, aber auch im Alltag. Welche Stellen gibt es in der Umgebung, die Mütter unterstützen, gibt es Familienhebammen usw.

Welche möglichen Hilfen gibt es - welche würden dir was bringen? Wo kann man diese beantragen? usw.

Manche Gemeinden bieten für Familien mit Zwillingen Unterstützung an, andere wiederum für Familien mit mehr als drei Kindern, manche wiederum für Alleinerziehende.

Und manchmal hilft es, einfach sein Herz auszuschütten, seine Ängste aussprechen zu dürfen, mal nicht funktionieren zu müssen, sondern einfach mal reden dürfen.

Wünsche Dir viel Kraft.

Du steckst momentan wirklich in einer fiesen Zwickmühle, da es durchaus triftige Gründe gegen das Kind gibt, du andererseits aber mit Schuldgefühlen kämpfst. Generell habe ich aber den Eindruck, dass du dich schon fast gegen die Fortsetzung der Schwangerschaft entschieden hast. Ich finde nämlich außer einem Punkt nichts, was für dieses Kind sprechen würde. Das kann ich gut verstehen, da es aufgrund der kurzen Altersabstände deiner vier Kinder sicherlich sehr schwierig wäre, den Bedürfnissen eines weiteren Kindes gerecht zu werden. Hinzu kommt, dass du auch noch Zwillinge hast, die sich in einem anstrengenden Alter befinden und dich sicherlich bereits von Geburt an stark beansprucht haben. Offenbar warst du schon bisher überlastet, da du kurz vor dem Burn Out gestanden hast. Zudem hattest du geschrieben, dass ihr keinerlei familiäre Unterstützung habt.

Unter diesen Umständen würde ich ehrlich gesagt kein fünftes Kind bekommen. Natürlich mag es irgendwo Frauen geben, die auch diese Herausforderung bewältigen würden, aber ich glaube, dass es die allerwenigsten sind. Schließlich hast du auch noch deine eigenen Bedürfnisse , die du seit langer Zeit zurückstellen musst. Mit einem weiteren Kind wärst du vermutlich überfordert und müsstest deine Berufstätigkeit für lange Zeit auf Eis legen.

Ansonsten würde ich dir dringend raten, eine langfristige Verhütungsmethode zu wählen, damit dir das nicht noch einmal passiert. Wahrscheinlich wäre eine Sterilisation bei dir oder deinem Mann am besten.

Ich habe auch bereits 4 Kids, sogar noch jünger (6,4,2 und Baby) und sollte ich schwanger werden (ungeplant), würde ich es behalten. Uns geht es wie euch, man ist kräfte- und nerventechnisch am Ende! Aber ich bin überzeugt, dass es mich mein Leben lang vergolgen würde, ein Baby "umgebracht" zu haben :-( Aber das ist mein Gefühl dazu. Ich kann dir das Buch "5 Kinder? Sie ärmste!" Empfehlen. Vielleicht macht dir das Mut (der Buchtitel ist natürlich ironisch gemeint. Die Autorin hat 5 Kids (auch Zwillinge dabei) und macht echt Mut zur Großfamilie :-)

Egal wie du dich entscheidest, ich wünsche dir und euch ganz viel Kraft #klee

Hallo,
dass du jetzt erstmal geschockt bist, kann ich gut verstehen.
Ich seh das alles nicht so schwarz. Diese wirklich anstrengende Zeit mit nächtlichen Stillen beschränkt sich auf etwa ein Jahr, bei manchen ist es noch kürzer.
An deiner Stelle würde ich auch gucken wo ich noch Hilfe bekommen kann, manchmal tun sich Stellen auf, die vorher nicht bekannt waren.
Mir hat es in der letzten Schwangerschaft geholfen, die Kindergartenzeit ein wenig zu verlängern. So hatte ich bis 14:00 nur ein Kind daheim und dann eben die Schulkinder ab Mittag.
Was den Job angeht, du kannst ja nach zwei, drei Jahren wieder einsteigen. Dann sind auch die anderen Kinder älter und damit selbstständiger.
Denkt in Ruhe nach.
Ich kann auch nur für mich sprechen, ich würde das Kind behalten, weil ich es vor mir nicht rechtfertigen könnte und es eigentlich auch keinen bleibenden triftigen Grund gibt.
Alles Gute, Anja

Ich habe 6 kinder und das erste was ich dachte als ich im Januar schwanger wurde, war: ich kann nicht. Ich wollte genau wie du, die Figur wieder in den Griff bekommen, Sport machen, auch mal am abend mit einer Freundin essen gehen können oder ins Kino....Alle deine Gedanken. Mein Arzt gab mir eine Adresse eines Kollegen an den ich mich wenden sollte. Den Termin konnte ich nicht machen. Das Baby ging von alleine in der 10.ssw und war für mich keine Erlösung. Ich trauerte tief. Fiel in ein Loch. Sa wollte doch noch jemand kommen und ich hatte es vielleicht gedanklich weggeschickt. Wir haben den gleichen Hintergrund wie ihr. Haus, Belastungen, Renovierung usw. Nur dass meine Kinder ein anderes alter haben...20, 18 (die großen wohnen nicht mehr daheim), 14 (mit viel Aufwand im leistungssport), 8, 3 und fast 2. Dann kam der Stress noch einmal schwanger zu werden. 2 mal wurde ich es noch. Ich verlor alle denn mein Limit scheint erreicht. 40 Stunden Arbeit. Lass dir zeit mit deiner Entscheidung. Mein 6. Kind schlief übrigens mit 6 Wochen voll gestillt durch....überlege gut und wenn du jetzt daheim bist nütze die ruhe Phasen und schlafe. Komm in deine Mitte. Es würde sich zwar alles verlängern aber du wirst vielleicht auch viel noch haben und vielleicht hilft dir dieses Kind einfach auch noch mehr bei deinen anderen zu sein. Ich wünsche dir viel Kraft für deine Entscheidung! Alles Liebe.

Meine vierte Schwangerschaft abgebrochen.
Ich wollte nicht noch länger verzichten, meine beruflichen Pläne nochmals verschieben und nochmal 9 Monate meinen Körper strapazieren.
Auch von schlaflosen Nächten und vollen Windeln hatte ich genug.
Ich war einfach mal dran
Es wäre meine Lebenszeit gewesen die weg läuft und ich hatte schon 12 Jahre im Stand by Modus gelebt, immer miz dem Mantra : wird besser, bald kannst du wieder mehr für dich machen. ..
Für mich ist diese Durststrecke, die durch rin weiteres Kind nochmal verlängert wird ein sehr gewichtiger Grund für einen Abbruch.
Die Jahre gibt einem keiner wieder die man zurück steckt und nochmal verzichtet.
Ich habe die Entscheidung nie bereut, habe beruflich das gemacht was mir Freude bereitet, hab meine Freiheiten genossen und bin regelrecht aus dem " Mutter - sein- Sumpf " aufgetaucht.
Es war einfach ein befreiendes Gefühl zu wissen, dass ich die Freiheit habe mich gegen ein Kind zu entscheiden und mein Leben zu gestalten wie es mir richtig erscheint.
Nachdem die Schwangerschaft vorbei war, kam mein Selbstwertgefühl wieder zurück : mein Körper gehörte wieder nur mir, diw Kraft und Energie kam zurück mit jedem Tag der verging.
Ich ging wieder zum Sport und wurde wieder ich selbst. ..herrlich.

Na, dann hoffe ich für dich, dass du ab jetzt richtig verhütest, wenn ein weiteres Kind so ein Horror für Dich wäre...

Verhütet.
Immer wird hier auf dem Thema rum geritten.
Sobald eine Frau hier schreibt dass sie run Kind nicht möchte wird diese Frage gestellt.
Und es steht dir nicht zu mich zu verurteilen.
Ich habe den Eindruck, sobald hier jemand schreibt, dass er keine Probleme mit der Entscheidung für einen Abbruch hat und zufrieden mit der Entscheidung und dem Leben ohne dieses Kind ist, werden viele User hier ziemlich unfair.
Ich habe insgesamt 3 Abbrüche gehabt in meinem Leben und es geht mir gut.
Ich habe den Eindruck dass hier erwartet wird dass man als Frau zumindest im Nachhinein zu leiden hat...
Und selbst wenn ich schlampig verhüte, was ändert das an der Tatsache dass ich abtreiben würde?
Wenn man verhütet hat ist es weniger verwerflich oder wie?
Es bleibt aber eine Entscheidung gegen ein Kind.
Ich würde es auch wieder tun.
Nur hier ist das ein Problem.

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Ich komme aus einer Familie mit 5 Geschwistern. Meine 4 älteren Geschwister sind sehr eng beieinander mit nur 6 Jahren Altersabstand zwischen ältestem und jüngstem Kind. Ich bin der Nachzügler mit großem Abstand.
Ich als Kind fand eine Großfamilie immer toll. Meine Geschwister sehen es anders. Sie sind mittlerweile längst erwachsen und haben mir im Nachhinein erzählt, dass sie vieles blöd fanden. Sie kamen sich oft zurück gesetzt und ein wenig "vernachlässigt" vor, weil sie die Zeit ihrer Eltern mit so vielen anderen Kindern teilen mussten. Sie fanden oft, dass ihre Eltern nicht genügend Zeit für sie nur als einzelnes Kind hatten.
Für mich war das anders, aber ich war ja auch der Nachzügler. Bei mir hatten die Eltern viel mehr Zeit nur für mich, weil die anderen schon groß waren und teilweise aus dem Haus ausgezogen waren.
Der finanzielle Aspekt ist natürlich nicht zu vernachlässigen: natürlich war das Geld immer knapp. Für extra Ausgaben wie teurere Hobbys/Nachhilfe/Urlaub etc. war oft kein Geld da.
Das sind sicherlich alles keine zwingenden Gründe, die für eine Abtreibung sprechen sollen. Diese Entscheidung muß jede Frau für sich treffen.
Aber ganz klar ist: leicht wird es mit 5 Kindern mit so geringem Abstand sicherlich nicht.
Ich persönlich würde in so einer Situation definitiv kein Kind bekommen. Ich finde nämlich nicht, wie eine andere Userin schreibt, dass nur das 1. Lebensjahr anstrengend ist. Die Phase als Teenager kann z.B. für Eltern (noch dazu mit so vielen Kindern) viel anstrengender sein. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.
Nutze die Beratungsangebote von pro familia, Caritas usw. und nimm Dir Zeit für Deine Entscheidung.
Alles Gute!

Damit meinst du sicher mich. Wenn du mein Profil angeschaut hast, hast du sicher gesehen, dass ich auch Teenager daheim habe- bin also durchaus im Bilde was das heißt.
Fakt ist,dass sie mich keine schlaflosen Nächte mehr kosten ,die Nerven manchmal ok. ;) Vielleicht hab ich einfach bisher nur Glück gehabt-keine Ahnung.
Ich komme übrigens auch aus einer kinderreichen Familie. Ich bin die Zweitälteste von acht Kindern und fand es immer schön- das Gleiche hörst du von meinen Geschwistern-vielleicht auch einfach nur Glück gehabt?!

Wow, meinen Respekt für 10 Kinder.
Finde ich toll, dass es sowas noch gibt.
Weiterhin viel Kraft und Freude!

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Hallo du liebe Muttervon4Kindern

ich verstehe deine Gedanken und Gefühle sehr. Grade jetzt, wo du kräftemäßig so am Limit bist, ist es passiert und nun will nochmal so ein kleines Leben zu euch. #liebdrueck

Dass du es erstmal ignorieren wolltest kann ich super nachempfinden... es ist für dich echt schwer... dein Mamiherz hat sich gleich gefreut doch vorstellen, wie das geht, kannst du dir’s in deinem momentanen Zustand eigentlich nicht. Na ja, es kommt ja auch einfach so plötzlich!

Ich staune wirklich! Mit 4 Kindern sogar noch halbtags arbeiten gehen, ist echt viel. Kein Wunder, dass du irgendwie total erschöpft bist. Die Idee mit der Beurlaubung in Elternzeit ist echt legitim und jetzt ganz wichtig. Gut, dass du das zum Glück „rechtzeitig“ erkannt hast! #pro

Jedenfalls hab’ ich das Gefühl, du bist eine super organisierte Mami und offensichtlich fähig, große Herausforderungen, die das Leben dir stellt, anzunehmen und wie du schon bewiesen hast, bestens zu meistern!
Wie hast du das denn mit den Zwillingen und deinem Dreijährigen Kind bloß geschafft? In meinem Umfeld wechseln sich in einer Familie, mit der gleichen Konstellation, die Omis regelmäßig ab und helfen mit! - Ich kann dich nur bewundern! Und ich denke, dein Mann und du seid einfach ein super eingespieltes Team!

Vielleicht gebt ihr euch einfach noch Zeit und macht erstmal einen Gang langsamer... um zu spüren, was du dir selbst wirklich zutrauen kannst und auch um alles genau durchzurechnen wie es finanziell gut gehen kann.

Wenn ihr wollt, könntet ihr euch über alle mögliche Hilfe und Unterstützung, die euch natürlich mit 5 Kindern absolut zusteht, einfach mal schlau machen. Von profemina org gibt es eine kostenlose Beratungs-Hotline, deren Beraterinnen sich wirklich super auskennen. Die könnten euch ganz bestimmt weiterhelfen. Um wirklich eine Entscheidung zu treffen, die euch auch entspricht!

Ganz liebe Wochenendgrüße von Emilia

Hallo

Wurde die Schwangerschaft durch den Frauenarzt bestätigt? Wenn ja, dann vereinbare einen Beratungstermin z. B. bei Pro Familia.

Du hattest mit 4 Kindern und der Halbzeitstelle schon praktisch einen Burnout. Mit 5 Kindern wärst Du wohl noch eher daran. Finanziell seit Ihr auf die Einkünfte wohl angewiesen wegen dem Hausbau und 4 Kinder kosten ja auch. Die Aushilfe will ebenfalls bezahlt sein.
Du möchtest gerne wieder fit und gesund werden und Dich beruflich umorientieren. Mit 5 Kindern würde letzteres sicher schwierig werden.
Die meisten Frauen bereuen eine Abtreibung nicht, weil es in ihrer Situation die richtige Entscheidung war. Die Entscheidung fällt den meisten Frauen nicht leicht. Noch hast Du Zeit, wobei es sicher nicht einfacher wird, wenn man zu lange zuwartet. Jede zweite ungeplante Schwangerschaft wird abgebrochen, Du bist also nicht alleine. Die Mehrzahl der Frauen haben bereits 1 oder mehr Kinder.
Ich wünsche Dir, dass Du den für Dich richtigen Weg findest.

Alles Gute Dir.

Freundlichen Gruss

tm

Hallo,
ganz kurz - du bist jetzt gar nicht mehr zum schreiben gekommen, hast vielleicht einfach gelesen und hoffentlich bisschen was für dich nehmen können... Ein Jahr Pause machen, daran blieb ich hängen. An sooo eine Pause hast du natürlich nicht gedacht ;-)
Ein Jahr - allein der Gedanke tut gut #liebdrueck Du darfst dir jetzt! auf jeden Fall die Zeit lassen, die du brauchst, bis sich alle deine Gedanken etwas sortiert haben. Was hilft dir da so? Was tut dir gut - überhaupt?!
Alles Liebe!

Hallo du Liebe Mama,
wie heisst es so schön, unverhofft kommt oft.
Ich ziehe meinen Hut vor dir, was du täglich leistest.
Es ist nur menschlich seine Grenzen zu spüren und (vielleicht nur erstmal) solche Gedanken in Richtung Abtreibung zu haben.
Scheint absehbarer und endgültig.
Du kannst wieder nach vorne schauen und die selbstbestimmte Zeit rückt näher, wonach du dich zu sehen scheinst.
Ich kann das verstehen, genauso auch der Wunsch allen gerecht zu werden.
Dann ist da aber auch noch die Stimme des Gewissens und des Herzens, die dir leise einflüstern, dass du es bereuen könntest und hinterher vielleicht doch jemand fehlt, der auch geliebt werden würde.
Es ist ein winziger Teil von euch, zumindest genetisch betrachtet:), den ihr beide da hineingelegt habt.
Das ändert natürlich nicht viel an deinen Ängsten und Sorgen, aber es schwingt doch mit.
Jetzt gilt es nichts zu überstürzen und vielleicht auch Informationen einzuholen, wie dir/ euch geholfen werden könnte.
Es muss nicht schwarz oder weiss sein, dazwischen ist noch sehr viel.
Niemand sagt, dass du es alleine schaffen und tragen musst.
Es kommt in erster Linie auf deine Sicht an, siehst du es als Chance, Herausforderung und doch auch irgendwie Geschenk? Oder nur als weitere Belastung und Hindernis.
Dementsprechend würde ich entscheiden.
Wenn du dein Herz bei jemand ausschütten möchtest, empfehle ich dir Pro femina.
Es kostet dich nichts und was hast du denn zu verlieren?
Ich kann dir nur von mir sagen, dass ich die 2. von 5 Kindern bin, wovon die letzte auch ungeplant kam. Wir alle wollen Sie nicht mehr missen und aus ihr ist eine tolle Persönlichkeit geworden.
Was ich damit sagen wollte ist, dass aus jedem etwas werden kann und viel Potenzial in uns und jedem einzelnen steckt.
Es wäre sehr schade, wenn du das verpassen würdest.
Ganz viel Kraft dir und deiner Family.
Lg

Nur, dass ihr nicht denkt, ich bin weg, ich bin noch da und lese. Ich bin sehr dankbar für eure Antworten. Ich werde nächste Woche zu einer Beratungsstelle gehen! Ich bin nämlich leider gedanklich und emotional nicht weiter gekommen. Eigentlich wird es für mich immer schwieriger einen Entschluss zu fassen. Es bleiben die zwei gegenüber liegenden Seiten : Einerseits denke ich jetzt gerade geht es überhaupt gar nicht, noch ein Kind mehr zu haben und andererseits fürchte ich mich so davor, dass ich die Entscheidung für einen Abbruch bereuen könnte. Ein scheinbar auswegloses Dilemma. Mein Mann sagt es nicht, aber insgeheim hofft er glaube ich, dass ich es nicht bekomme. Er denkt wir schaffen es nicht! Allerdings hat die ganze Sache zwischen uns gerade eine Mauer gezogen, da ich nicht mit ihm reden kann. Er Blut bei dem Thema wie immer sachlich und rein sachlich ist die Sache für ihn nicht zu schaffen. Ein Abbruch wäre leicht für ihn. Danach wäre für ihn alles wie vorher. Ich weiß aber nicht, ob es für mich auch so ist oder ob es vielleicht nie wieder wie vorher werden kann.

Es freut mich, dass du dich hier nun nochmals gemeldet hast. Offensichtlich bist du gerade hin- und hergerissen, welche Entscheidung nun die richtige wäre. Allerdings finde ich es schade, dass du mit deinem Mann nicht mehr reden kannst und eine Mauer zwischen euch steht. Das liegt vermutlich daran, dass er für einen Abbruch ist, während du befürchtest, dass du anschließend in ein tiefes Loch fallen würdest. Was deinen letzten Satz anbelangt, möchte ich dir gerne sagen, dass eine ungewollte Schwangerschaft immer einen gravierenden Einschnitt im Leben darstellt. Selbst wenn du dich für einen Abbruch entscheiden würdest, wäre dein Leben nicht mehr so wie vorher. Du müsstest danach psychisch damit klarkommen, was für manche Frauen recht schwierig ist. Du solltest dich daher auf keinen Fall von deinem Mann zu einem Abbruch drängen lassen, wenn du selbst das nicht möchtest.

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Hallo
war nur stille Leserin
Habt ihr euch schon entschieden? Ich muss ehrlich sein, wenn du so überfordert bist etc dann überleg wirklich ob du das Baby behalten möchtest. Deine Kinder brauchen eine gesunde Mama. Man muss an sie Familie denken.

egal wie ihr euch entschieden habt, wünsche ich euch nur das beste.

*Die Familie denken

Liebr Mama von Vieren,

Ich bin durch Zufall auf Deinen Post gestoßen und möchte Dich einmal feste umarmen. Ich kann gut nachfühlen wie es Dir geht , habe selber vier Kinder (7,5,3,3) und somit auch (Frühchen-) Zwillinge dabei.

Ich wurde vor 1 jahr noch mal ungeplant schwanger und bin durch die selben schlimmen Gefühle gegangen. Eigentlich wollte ich es gerne bekommen, aber ich war schon so kaputt, habe mit einer 25-Stunden Stelle unsere Familie ernährt, da mein Mann noch studiert hat.

Die Schwangerschaft war schnell vorüber, im der 6. Oder 7. Woche, und ich war gleichzeitig erleichtert und traurig darüber.

Hast du mittlerweile eine bessere Beratung bekommen? Hast du eine Tendenz? Wenn Du magst, kannst du dich auch gerne privat melden für einen Austausch.

Wünsche dir viel Kraft für diese Zeit. Du bist und bleibst eine gute Mutter. Egal was passiert.

...schade, dass du dich nicht mehr meldest, ich trage dich nämlich, in Gedanken, immer wieder mit mir rum und wünsch’ dir, dass du dich "irgendwie" für deinen Herzens-Weg entscheiden kannst.

Weißt du denn inzwischen was dir als Fünffach-Mami an Hilfe und Unterstützung zustehen würde? Auch über die staatliche Seite hinaus von privaten Organisationen, die wirklich oft alles Mögliche auf die Beine stellen, damit es für dich und euch als Familie einfach leichter werden könnte... lass' dich umarmen!

Herzlichst, Emilia #liebdrueck

Hallo,
ich melde mich jetzt erst wieder, weil es mir sehr schlecht ging!!
Am 6.11. fand mein Abbruch statt. Nach kurzer Erleichterung ging es mir dann im Verlauf der letzten anderthalb Wochen sehr sehr schlecht. Ich war vor lauter Traurigkeit kaum in der Lage etwas zu tun.
Inzwischen ist es so, dass ich zurück bin zu den ambivalenten Gefühlen, die ich vorher schon hatte : rational betrachtet war die Entscheidung richtig. Das Leben mit meinen Kindern mitten im Hausbau ist so anstrengend und von meinem Burnout habe ich mich noch nicht ganz erholt. Mein Herz aber wollte das Kind und leidet sehr!
Nun, ich muss nun mit der Entscheidung leben, so oder so! Ich weiß genau, warum ich es gemacht habe und es war seit jeher eine furchtbare und traurige Entscheidung. Jetzt ist es so, dass mir vorher nicht klar war, in welche emotionale Krise mich dieser Abbruch bringen würde. Die Beziehung hat es verändert. Alles hat es verändert. Die Welt ist die gleiche und dreht sich weiter wie vorher, aber für mich ist es anders. Wie gesagt, ich kann nachvollziehen, warum ich so gehandelt habe, ich war mir sicher, dass es der bessere Weg für alle ist, aber ich aus heutiger Perspektive würde ich es nicht noch mal machen.

Es freut mich, dass du dich hier nochmals meldest. Ich habe schon geahnt, dass du diesen Schritt gehen wirst, weil du verständlicherweise deine eigenen Grenzen hättest überschreiten müssen für ein weiteres Kind. Ich hoffe, dass du bald Frieden schließen kannst mit deiner Entscheidung, da du hierfür gute Gründe hattest.

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