Schwanger mit 15, wie sage ich es meinen Eltern?

Hallo,
ich bin neu hier und stelle mich zunächst vor! Ich heiße Viola und bin gerade einmal seit 3 Wochen 15! Seit einem halben Jahr habe ich einen festen Freund (18), weswegen ich mir beim Arzt die Pille verschreiben ließ. Ich war dann in Urlaub und habe extra alles beachtet wegen der Zeitverschiebung. Was ich aber vergaß, war, dass die Pille nicht über 25 Grad gelagert werden darf. Jetzt bin ich schwanger. Mein Freund war heute mit mir beim Frauenarzt und ich bin in Schwangerschaftswoche 6. Ich musste schon tagelang mit mir ringen, um es meinem Freund zu sagen. Jetzt muss ich es auch meinen Eltern erzählen.
Eigentlich habe ich ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern, aber obwohl ich mit meinem Freund seelenverwandt bin, fiel es mir schwer, es IHM zu sagen. Und jetzt fällt es mir auch schwer, es meinen Eltern zu sagen. Ich glaube, es ist mir peinlich, dass ich falsch verhütet habe.
Meine Eltern sind immer sehr besorgt um mich.
Ich wurde um meinen 14. Geburtstag herum magersüchtig, es begann schleichend, aber im Oktober oder November 2014 hatte ich 15 Kilo angenommen (mein Geburtstag ist am 16. Juli). Ich wollte Model werden und habe nichts mehr gegessen. Ich kam dann für einige Wochen in eine Klinik und bekam eine Therapie. Ich gehe jetzt immer noch zu meiner Psychotherapeutin.

Ich hatte nur noch 40 Kilo bei 170 cm. Mittlerweile habe ich wieder 50 Kilo, aber so leicht fällt mir Essen immer noch nicht. Seit Februar bin ich jetzt mit meinem Freund zusammen und seitdem geht es mir viel besser, weil er mir immer hilft und zuhört.

Ich habe Angst, dass meine Eltern jetzt enttäuscht von mir sind. (Obwohl sie IMMER zu mir halten!). Ich will es meinen Eltern, meinen Stiefeltern und meiner Schwester morgen sagen.

Dann frage ich mich, wann ich das meinen Lehrern sagen soll.
Ich will mein Baby ziemlich sicher behalten.
Im Herbst komme ich in die 11. Klasse (habe einmal übersprungen). Ich bin die Klassenbeste und will das gerne bleiben, ich bin ein bisschen strebermäßig. :-p

Und dann noch: Wie soll ich das meinen Freunden erklären? Die werden sich auch wundern. Meine beste Freundin soll es gleich nach meiner Familie erfahren.

Ich will nach dem Abitur gerne studieren, mein Kind wird da schon ein Kleinkind sein. Geht das? Ich wollte Psychologie, Englisch oder Medizin studieren, kann man das auch mit Kind?
Und ich will auch keine Klasse wiederholen, weil ich bei meinen Freunden bleiben will, geht das alles?

Bitte helft mir, ich habe große Angst vor allem, was nun kommt.

Ach, und wann erhalte ich meinen Mutterpass eigentlich?

Eure Viola

Hallo liebe Viola!

Herzlichen Glückwunsch zu deiner Schwangerschaft! Dein Freund und du scheint euch sehr auf euer Baby zu freuen. Das finde ich schön! Nichts ist schöner als das eigene Kind unter dem Herzen zu tragen und es dann nach der Geburt zu hegen und zu pflegen!

Ich kann auch gut verstehen, dass du Angst hast, es deinen Eltern zu sagen. Vielleicht reagieren sie anfangs ein wenig überfordert oder sogar schockiert. Das ist meinem Mann und mir auch passiert. Wir waren zwar fünf Jahre älter wie du, aber standen am Anfang des Studiums und hatten gezielt unser erstes Kind geplant. Damit hatte niemand in der Familie gerechnet. Alle hielten uns für sehr naiv und schüttelten den Kopf über uns. Nach dem ersten Schock freuten sich aber alle sehr auf das neue Familienmitglied. Letztes Jahr kam dann auch schon das zweite Kind. Ebenfalls geplant im Studium. ;-)

Ich kann dir also berichten, dass man mit Kind sehr gut studieren kann! Es gibt Kitas, die dein Kind betreuen, während du in den Veranstaltungen bist! Vielleicht studiert der Papa auch und dann könnt ihr euch auch bei der Betreuung abwechseln. So machen es mein Mann und ich.

Ich kenne kein Mädchen, was während der Schulzeit schwanger wurde. Deshalb weiß ich nicht, wie sich Schule und Kind vereinbaren lassen ohne dass du pausierst. Aber lasse dir gesagt sein, dass ein Jahr Auszeit nicht so schlimm ist, wie es jetzt auf dich wirkt. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Und auch sind Noten wirklich nicht alles!

Ich weiß, dass du das anders siehst. Ich war in der Schule eine mega Streberin und habe mich über meine Noten profiliert. Als ich dann schwer krank wurde, lange Zeit im Krankenhaus lag und dann die 11. Klasse wiederholen musste, war das ein Weltuntergang für mich und ich zweifelte an meiner Leistung. Das ist Quatsch! Am Ende fragt mich auch niemand mehr nach meinem NC... Und meine Bachelornote wird völlig egal sein, sobald ich nächstes Jahr den Master fertig habe...

Manchmal tut ein Auszeitjahr sehr gut. Du kannst dich auf dein Baby und die neue Situation einstellen. Du kannst stillen (sofern du das möchtest) und kannst dann, wenn dein Baby mit einem Jahr vielleicht in die Kita kommt, mit freiem Kopf durchstarten!

Ich habe während des Studiums keine Auszeit genommen und das hat sich definitiv auf meine Noten nieder geschlagen. Die Nächte waren sehr kurz, ich hatte plötzlich ganz andere Interessen als lernen. Wir waren auch lange Zeit mit unserem Baby im Krankenhaus, bevor wir nach Hause kamen. Die Entscheidung gegen Auszeit war bei mir finanzieller Natur. Ich hätte gerne Auszeit genommen. Es ging auch ohne, aber es kostet extrem viel Kraft.

Sicherlich kannst du das aber sehr gut mit deinen Eltern organisieren! Vielleicht ist deine Mama ja nicht berufstätig und betreut ihr Enkelchen gerne, während du morgens in die Schule gehst? Es wird sich ganz sicher ein Weg finden! ^^

Ich kenne im übrigen sehr viele studentische Eltern. Auch angehende Mediziner und Psychologen sind darunter. Sehr viele machen Karriere in der Forschung. Auch ich bekomme gerade eine solche Chance. Manche studentische Eltern geben ihre Kinder bereits unter einem Jahr in die Kita, andere leben das Betreuungsmodell, welches mein Mann und ich gewählt haben (betreuen selbst zu Hause im Wechsel, sodass beide studieren und das Kind nicht fremdbetreut werden muss.) Ihr werdet schon das finden, was für euch geeignet ist und was ihr gut findet. Das ist sehr individuell und typabhängig.

Mit Ehrgeiz, welchen du hast, Organisation und einem Ziel vor Augen schaffst du deinen Abschluss und das Studium und kannst mit deinem Kind und Freund zusammen jedes Ziel erreichen!

Ich wünsche dir alles Gute! :-)
Liebe Grüße
Ninly mit Maus (4,5 Jahre) und Würmchen (8 Monate), die im 2. Mastersemester studiert

Hallo! :)

Ich bin zwar nicht in der Schule schwanger geworden sondern in der Ausbildung.
Dort durfte ich bis zu 4 Jahren aussetzen. Habe nach einem Jahr die Lehre wieder aufgenommen und bin ne Klasse runter geruscht, aber damit konnte ich leben.

Schaust Du Teenimütter? Dort gibt es viele Mädchen die weiter zur Schule gingen bis zum Mutterschutz, einige haben nach ein paar Wochen die Schule wieder aufgenommen, andere haben ein Jahr ausgesetzt.

Sprich am besten erstmal mit Deinen Eltern, meine waren auch sehr geschockt und brauchten ein paar Tage Zeit für sich. Ich empfehle auch ProFamilia, die unterstützen auch und geben Tipps! Und Erstausstattungsgeld bekommst du viel von der Caritas (Ich hab 900€ Erstanschaffung und 300€ Umstandsmodengeld bekommen), kann dies nur empfehlen!

Wie schon geschrieben, rese mit Deinen Eltern und gib denen bisschen Zeit. Danach könnt ihr ja zusammen eine Beratungsstelle aufsuchen und zusammen evtl auch die Schule aufsuchen und um ein Gespräch mit den Lehrern/Direktor bitten? Es gibt viele Möglichkeiten und Wege, Du wirst Deinen/Euren Weg ganz sicher finden! :)

Alles liebe und eine schöne Schwangerschaft Euch!

Melli mit Shalina (3J), Amelie (13 Monate) und Baby inside (5+5 Woche) an der Hand

Hey, ihr habt mir echt Mut gemacht. Danke.
Meine Mama und meine Schwester (14) wissen es jetzt seit heute in der Früh. Sie haben erschrocken, aber verständnisvoll reagiert und werden mich unterstützen in allem, was ich tun will. Meine Mama hat einen Termin bei einer Beratungsstelle gemacht. Sie hat auch gesagt, ich soll es mir noch überlegen, ob ich es wirklich bekommen will und mein Freund sagte das auch. Aber ich will's bekommen und das tolerieren sie auch.

Am Montag geh ich jetzt zu einer Beratungsstelle, da erfahre ich bestimmt auch alles Nötige. :-)
Die anderen aus meiner Familie wissen es immer noch nicht, aber es ist ja heute noch Zeit.

Ich will echt nicht aussetzen, weil ich immer Einsen schreibe und da sehr stolz darauf bin. Ich bin auch ein bisschen zwanghaft (aber das bespreche ich auch in meiner Therapie).

Mein Freund wird im September 19 und studiert im 2. Semester und ab Herbst im 3.

Meine Mama arbeitet schon, aber halbtags und mein Stiefvater verdient auch nicht schlecht, vielleicht kann ja meine Mama zu Hause bleiben, wenn das Baby klein ist?
Und meine Stiefmutter ist ganz zu Hause.
Aber das sind nur meine Überlegungen, die mit den anderen abgesprochen werden müssen. :-D

Hallo Viola,

ich ziehe meinen Hut vor Dir, aber Deine Familie hat so reagiert, wie eigentlich aus Deinem ersten Post zu erwarten war. Ich wäre als Mutter auch kurz erschrocken, aber das sie Dich bei vielem sowieso schon unterstützen, werden sie es auch hier tun. Der Weg zur Beratungsstelle ist immer der Richtige. Sollte es an Eurer Schule Schulsozialarbeiter geben oder Vertrauenslehrer, kann man auch sie fragen, ob es aus den anderen Jahren Erfahrungen mit schwangeren Schülerinnen gibt. Eltern können übrigens als Großeltern auch Elternzeit nehmen. Dazu berät die Elterngeldstelle des örtlichen Jugendamtes. Dein Freund könnte auch ein Urlaubssemester nach der Geburt einlegen.

Die sechs Wochen Mutterschutz vor der Entbindung und die acht Wochen danach kannst Du sicher zu Hause auch nacharbeiten, da Dir die Schule recht leicht zu fallen scheint. Zum Studium hast Du ja schon eine gute Antwort bekommen. Da es einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gibt, wenn das Kind ein Jahr alt ist, kannst Du es stundenweise bzw. bei uns auch ganztags in die Krippe, die Kita oder zur Tagesmutter geben. Du kannst dann studieren gehen und wenn Du das Studium beendet hast, ist Dein Kind schon in der Schule. Ich hab da erst angefangen.;-)

Ich wünsche Dir alles Gute und Glückwunsch zur tollen Familie

Hi Winterkind, danke. :))

Mein Stiefvater ist leider alles andere als begeistert. Er hat gesagt, ich versaue mir meine Zukunft. Dann wollte er meinen Papa anrufen, aber ich will es meinem Papa selbst sagen.
Er grummelt jetzt in seinem Arbeitszimmer vor sich hin und telefoniert noch mit so Stellen, damit ich heute noch beraten werden kann. Das finde ich eigentlich gut, dann habe ich 2 Beratungen und kann voll viel erfahren. Ich denke, der beruhigt sich schon wieder.

Wann kriege ich einen Mutterpass? Und wie oft werde ich beim Doktor Ultraschall bekommen?

Ich habe den Termin von meinem Baby berechnet, kann sich das noch ändern und wird meine Woche vielleicht noch abgeändert?
Meine Mama sagte, dass bei meiner Schwester der Termin noch geändert wurde.

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Hallo,

meine Tochter ist jetzt auch mit 17 schwanger. Allerdings hat sie einen wunderbaren Zeitpunkt abgepasst es mir zu sagen - wir hatten uns zwei Tage davor den 2. Teil der Langzeitdokumentation von Cornelia Grünberg über 4 junge Mütter angesehen (die Filme heissen einfach nur 14 und 18). (Falls sie dich interessieren: http://www.14-18-28.de/)

Meine Tochter geht ganz normal weiter zur Schule (wird sich aber wahrscheinlich nach den Ferien von Sport befreien lassen dafür muss dann aber ein weiteres Fach gewählt werden).
Wie es nach der Geburt genau weiter geht ist natürlich nicht ganz klar, geplant ist dass sie zu allen wichtigen Sachen in die Schule geht, möglichst viel vorher erledigt...
Genau wird man es erst sagen können wenn das Baby da ist.

Ein Studium mit Baby ist übrigens sehr gut möglich - teilweise sogar leichter als während der Arbeit (hab selber eins so und eins so).

Probleme gibt es manchmal da sie für viele Dinge ja noch meine Unterschrift benötigt oder die Leute selber nicht so genau wissen ob ihre Unterschrift reicht.

Das Mutterschutzgesetz selber gilt für Schülerinnen übrigens nicht direkt - in den meisten Bundesländern wird es aber so gehandhabt dass man sich für einen ähnlichen Zeitraum vom Unterricht befreien lassen kann, das muss dann aber von dir beantragt werden, genau wie eine evtl Pause - meist bedeutet das aber dass du ein ganzes Jahr verlierst. Die Schule muss es dir genehmigen (zumindest von den Bundesländern von denen ich es weiss) kann dich aber nicht deswegen vom Unterricht ausschliessen.

Das Sorgerecht hast du auch als minderjährige Mutter allerdings wird für einige Dinge (hauptsächlich Finanzen und Gesundheit) zusätzlich ein Vormund bestellt - entweder wird dir einer von Amts wegen zugeteilt oder du bennents jemanden - die Entscheidung trifft allerdings das Gericht. (Genaueres weiss ich allerdings nicht da meine Tochter 6 Wochen später 18 wird und wahrscheinlich in der kurzen Zeit nichts anstehet was eine Entscheidung eines Vormundes nötig macht).

LG Christine

Hey! Das mit deiner Tochter ist ja meiner Situation nicht unähnlich. Wie weit ist sie? Und wie geht es ihr mittlerweile damit??
Ich meine... dass ich mich FREUE, kann ich jetzt auch noch nicht behaupten, ein bisschen vielleicht?!

Ich hab es meinem Papa erzählt. Er hat mich umarmt und gar nicht geschimpft. Aber er fand es natürlich nicht GUT, dass ich schwanger bin und fragte auch wegen Abtreiben, aber als ich sagte, ich will es behalten, war er einverstanden.

Mein Papa und meine Stiefmutter wohnen im Haus direkt gegenüber von unserem, so dass meine Schwester und ich unseren Papa jeden Tag sehen.
Es war sehr hart für mich, als wir ihn eine Zeit nur alle 1-2 Wochen sahen und deswegen ist er extra hier her gezogen und jetzt klappt es total gut, weil meine Schwester und ich jetzt mal hier und mal dort sein können. Und meine Mama und mein Stiefpapa verstehen sich auch mit meinem Papa und meiner Stiefmama. Deswegen denke ich, dass das gut klappen kann mit meinem Baby, weil wir so eine große Familie sind.

Ich habe auch eine kleine Stiefschwester (die Tochter von meiner Stiefmutter), die erst 6 ist, und mit der kann mein Kind später spielen?
Ich habe ja viele Leute, die mir beim Betreuen helfen.

Oder stelle ich es mir zu leicht vor.

Hallo :),

Also erst einmal möchte ich gern sagen, das du für dein zartes Alter sehr "aufgeräumt" klingst und ich bewundere dich für deine Klarheit bei deiner Entscheidung für das Kind!

Ja, ein kleines bisschen verblümt ist deine Vorstellung über das Leben mit einem Baby schon. Aber offen gestanden geht das nahezu allen werdenden Müttern so - egal, wie alt sie sind. Wenn man dann selbst Mutter ist, muss man über die ein oder andere Vorstellung etwas schmunzeln ;-).

Ich denke zum Beispiel, dein Baby wird andere Spielkameraden als deine dann 7-jährige Stiefschwester benötigen. Der Altersunterschied ist doch ziemlich groß. Bis dein Kind in dem Alter ist, in dem es aktiv mit dem zusammen spielen beginnt, wird deine Schwester Bereits 9-10 Jahre alt sein.

Vermutlich wirst du um eine Pause nicht drum herum kommen. Gegen Ende der Schwangerschsft wird doch alles ein klein wenig beschwerlich, nach der Geburt solltest du dich ein paar Wochen erholen (körperlich und seelisch...der hormonabfall kann wirklich wie eine Bombe einschlagen!) und du wirst auch Zeit benötigen, dich an das Mama-Dasein zu hewöhnen. Insgesamt gehen da also locker 3-6 Monate ins Land, in denen du nicht zur Schule gehen wirst. Das vermute ich jetzt einfach mal. Um dir selbst den Druck zu nehmen - würde ich an deiner Stelle von vornherein beschließen, ein Schuljahr zu wiederholen. Du vertust dir doch nichts dabei. Hast doch sowieso schon eine Klasse übersprungen! Rein zeitlich verlierst du also nichts!

Der einzige Nachteil sind dann neue Klassenkameraden - aber sieh es positiv, somit wirst du neue Leute kennen lernen ;).

Ich habe für mich festgestellt - nichts passt weniger zusammen als ein Baby zu haben und gleichzeitig irgendeinem Druck ausgesetzt zu sein. Nimm dir die Auszeit, genieße diese Zeit ganz bewusst - umso motivierter bist du nach der Auszeit für alles kommende. So geht es mir!

Ich wünsche dir alles Liebe und bleib weiterhin so entschlossen, wie du dich hier zeigst.

Hey und dankeschön. Ja, dass das auch anders werden wird, als ich mir vorstelle, wird wohl so sein!
Ich frage das alles auch nochmal am Montag in der Beratung.
Meine Stiefmutter könnte ja das Baby nehmen, sie und meine Mutter würden sich vielleicht abwechseln, haben sie gestern gesagt. Ich bin gespannt auf die Beratung am Montag.
Gestern war ich auch bereits.
Danke für deine lieben Worte. LG - Viola :)

Hallo Viola, erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangeschaft! Ich ziehe meinen hut vor dir und deiner Entschlossenheit!

Ich bin 22, ausgelernt, verheiratet, mit unserm wunschkind schwanger und schaffe es manchmal nicht so klare Gedanken zu schaffen wie du sie jetzt schon hast!

mich würde interessieren ob du mitlerweile bei einer Verwaltungsstelle warst und wie der Rest deiner Familie reagiert hat?!

Ich möchte dir über eine Begegnung in meiner Ausbildung berichten..

Als ich in die Lehre gegangen bin ist mir eine junge Frau (Klassenkameradin) begegnet über die ich mehr als erstaunt war heutzutage immer noch bin! Sie ist mit 15 schwanger geworden, genau wie du! Sie hat nicht nur ihre Schule im nachgang beendet sondern auch ihr Abitur gemacht und mit mir zusammen die Lehrer zur Anwaltsgehilfin. In unserm Bildungsgang gab es die Möglichkeit die Lehrer je nach Noten um ein halbe Jahr zu verkürzen .. Jetzt darfst du raten wer die Lehrer als beste in der Klasse verkürzte hat und heutzutage nicht nur in einer renommierten Kanzlei arbeitet und Dual studiert! Soviel zu deinen Ängsten ob das alles geht.. Gehen tut alles!

Jedoch solltes du bei all deinen wirklich guten Absichten auch bedenken das ein Kind seine Mutter braucht und nicht nur die Großeltern ..

Ich wünsche dir alles gute!

Herzliche Grüße

Kimkas mit Babyboy 26+1

Hey! Danke. :)
Wie weit bist du und wann kommt dein Baby?
Ich finde 22 auch früh, aber 15 ist natürlich noch ein biiisschen früher. :D
Dein Posting macht mir wirklich Mut.
Es wissen jetzt meine Mama, mein Papa, mein Stiefvater, meine Stiefmutter und meine Schwester und dann noch meine beste Freundin und sie stehen alle hinter mir, egal, wie ich mich entscheiden würde, und dass ich mich für das Baby entscheide akzeptieren sie auch! :) Und mein Freund wusste es ja schon eher.
Ich war gestern bei einer Beratung und am Montag nochmal.
Meine Familie fände Abtreiben an sich zwar besser, aber sie akzeptieren meine Entscheidung, nur mein Stiefvater versteht mich nicht so ganz, aber das wird schon noch kommen, denke ich.
Ich fühle mich erleichtert, dass ich es jetzt allen gesagt hab.
Die andere Verwandtschaft und so soll es erst später erfahren und meine anderen Schulfreunde auch. Nach den Ferien gehe ich zu den Lehrern.

LG :)

Ich finde es gut das sie dir die Entscheidung lassen! Ich bin weder ein abtreibungsgegner noch ein befürwörter ich finde das ist Situationsabhäning aber bei dir wäre es ein Fehler .. Du hast dich schon so auf das Kind eingestellt du würdest dein Leben lang unter einer Abtreibung leiden! Und Männer brauchen immer etwas länger um sich mit so einer Situation abzufinden ..

Ich bin aktuell in der 27 ssw also im 7. Monat unser junge kommt im November :) du kannst dir garnicht vorstellen wie oft ich mir wie eine "Teenie" Schwangere vor komme... Bei mir sieht man langsam den Bauch deutlich und die Leute starren mich auf der Straße immer so an.. Total kurios..
Wie fandest du es den bei der Beratung? War es hilfreich?

Lg

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Hallo, liebe Viola,

es ist verständlich dass Du Angst hast vor allem was da kommst, aber ich finde es klasse, dass Du das Kind bekommen willst, und schon darüber nachdenkst, wie die Zukunft auch mit Kind aussehen kann. Ein Studium mit Kind ist machbar, auch wenn es nicht immer einfach ist.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

hallo viola,

ich finde es es #pro das deine Fam. hinter dir steht auch wenn du mit 15 Jahren nun #schwanger gewurden bist und dich für das Baby entschieden hast du packst das schon.

gruß Paula mit Fam & nataly-ania 26.SSW

Hallo Viola,

Ich möchte dir etwas Mut machen.

Kurz zu mir, ich bin 29 Jahre alt und habe 2 Kinder (13, 2 Jahre).

Ich bin selbst auch mit 15 Mutter geworden.

Mein Sohn kam im März auf die Welt und im Juli wurde ich 16.
Ich bin ab August dann auch wieder zur Schule (9.klasse) habe meinen Abschluss gemacht und eine Ausbildung zur kauffrau im Einzelhandel.

Ich hatte damals auch die Unterstützung meiner Familie. Es war zwar nicht immer einfach aber es hat geklappt.

Trotz Abstriche die ich damals eben machen musste bereue ich meine Entscheidung für die Kind keineswegs.

Ich bin froh das ich meinen Sohn habe.

Ich wünsche dir eine schöne Schwangerschaft und ganz viel Glück für deine Zukunft.

Lg

Danke, Wuschelzwerg und Salida.

Ich war nochmal bei einer Beratungsstelle.
Die sagten dort, es wird sehr schwierig werden.

Ich habe schon Angst vor der Geburt und der Verantwortung, vielleicht war ich ein bisschen naiv, aber ich rede viel mit meiner Familie.

Danke für eure Unterstützung.

Hallo Viola,
inzwischen ist es etwas ruhiger um dich geworden.
Ich hoffe dir geht es gut, ich finde du machst das echt souverän.
Für dein Alter scheinst du wirklich schon reif zu sein,
dass kann dir auf jedenfall zugute kommen.
Wie sieht es denn momentan bei dir aus?
Ich gebe dir recht, ein Kind ist eine große Verantwortung, aber auch weit mehr als das.
Es zu beschreiben ist schwierig, ich hätte mir auch nie erträumen lassen so eine Liebe mal zu fühlen.
Kinder sind Herausforderung und Bereicherung, sie machen das Leben bunter und lassen einen heranreifen und wachsen.
Es wird bestimmt nicht einfach, aber dafür gibt es ja viele Hilfen und du bist eine schlaue junge Frau.
LG und berichte doch mal wieder wenn es etwas neues gibt

Hallo Königskind,
danke, dass du extra fragst.
Ich bin mittlerweile sehr verunsichert, ob meine Entscheidung die richtige ist.
Ich habe jetzt einen Termin zur Abtreibung und denke nach, ob ich den wahrnehmen soll. Ich sah das Ganze wohl zu naiv. Jetzt bin ich mehr auf dem Boden.

Viola

Und echt, danke :)

Hei
Wie geht es dir jetzt?

Ich finde das du sehr reif mit der Situation umgehst und dafür hast du meinen größten Respekt.
Egal wie du dich entscheidest du machst das richtige (:
Lg

Danke, Milena.

Ich habe mich jetzt entschieden, dass ich eine Abtreibung machen lasse. Es fällt mir nicht leicht und macht mich auch traurig, aber es ist letzten Endes die bessere Entscheidung für mich und mein Leben später. Ich habe auch lang nachgedacht, es nicht leichtfertig entschieden. Ich bin überzeugt davon. Auch, wenn ich etwas traurig dabei bin.

Viola

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Danke für die unterstützenden Worte.
durchgesetztodernicht, ich kann schon verstehen, wie der Eindruck bei dir entstand. Denn es stimmt. Die Gespräche mit den anderen haben meine Denkweise verändert. Nicht, weil Druck ausgeübt wird oder so, aber mir war nicht klar, was es heißt, wenn ich das Baby bekomme. Ich hatte mich trotz des Schocks ein bisschen gefreut und dachte: Das geht schon. Und dann wurde mir später erst klar, was es WIRKLICH bedeutet. Meine Stiefmutter sagte auch in aller Deutlichkeit, dass sie an meiner Stelle keinesfalls das Baby bekommen würde. Die anderen sagten so was nicht. Aber ich bin meiner Stiefmama deswegen nicht böse, im Gegenteil. Ich glaube, ohne sie und auch meine anderen Familienmitglieder und die Beratungen hätte ich einfach nicht verstanden, was es bedeutet, ein Kind zu bekommen und was es für meine Zukunft bedeutet. Das war mir irgendwie nicht ganz klar, ich war naiv, was okay war, aber jetzt kann ich trotzdem sagen, dass ich mich FREI entschieden habe, weil ich es gerne so möchte.

Und obwohl es mir echt nicht leicht fällt, mache ich aus Überzeugung die Abtreibung und ich hätte es mit allen Infos, die ich nun habe, schon vorher so entschieden.

Ich finde es toll, dass du für die freie Entscheidung bist und es nicht gut gefunden hättest, wenn ich gedrängt worden wäre. Denn das wäre nicht richtig gewesen, das darf man echt nicht machen.

Deswegen danke und ich bin auch nicht böse, im Gegenteil.

Viola

Ich schreibe, falls jemand hier in Zukunft liest. ;)

Ich habe den Abbruch hinter mir und bin froh, mich so entschieden zu haben. Ich bereue es auch nicht, für mein Leben war es besser so. Ich habe eine Narkose bekommen und als ich aufwachte, hatte ich leichte Blutungen. Die sind echt nicht schlimm. Und die Schmerzen - kaum vorhanden. Es ist nur ein kleiner Eingriff.
Ich habe es nicht gerne getan, aber es war definitiv zu 100 % die richtige Entscheidung! Natürlich will ich in so eine Situation mit ungewollt schwanger und so nicht mehr kommen - aber hier und jetzt war das das Beste für mich und mein Leben. Ich bin danach auch nicht in ein Loch gefallen. Meine Familie, Freundinnen und mein Freund waren immer an meiner Seite und mein Freund und ich sind erleichtert, jetzt wieder nach vorne gucken zu können. :)

Das ist definitiv nichts, was ich jetzt nochmal erleben muss, aber lange nicht so schlimm, wie man in manchen Foren liest - und JEDER muss diese Entscheidung für sich selber treffen! :)

Eure Viola

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