Ungewollt schwanger großfamilie ich weiss nicht weiter.

Hallo,

Ich muss etwas ausholen. Ich bin mitte 30 und mein mann anfang 40. Ich habe bereits 4 kinder. Wovon 3 aus erster ehe sind. Das letzte ist gerade mal 1 1/2 und wir haben jahre gebraucht zum basteln. Mein mann ist laut Ärzten quasi zeugungsunfahig. Es klappte nur mit ärztlicher hilfe.

Nun ist uns ein "patzer" unterlaufen und ich bin in der 6. Ssw. Mein mann freut sich und meint wir schaffen alles zusammen. Ich habe es jetzt 3 tage sacken lassen und kann mich immer noch nicht damit anfreunden. Meine Ängste überwiegen. Ich habe bedenken es nicht zu schaffen. Und die Situation ist gerade auch nicht die beste. Mein mann ist arbeitslos und herzkrank (herzinfarkt + mehrere stants) dadurch wirds noch schwieriger nen job zu finden. Die leute werden uns für bescheuert halten usw.
Mein ältestes kind pubertiert und rebelliert und hach alles mist.

Ich weiss nicht was ich tun soll :-( wenn ich eine Abtreibung erwähne schiessen meinem mann die Tränen in die augen. Wir haben uns unseren kleinen so lange gewünscht. Und jetzt ist es einfach so passiert.

Ich wünschte ich könnte es einfach positiv sehen wie mein mann. Aber es geht nicht :-(

Danke fürs lesen und lieben Gruß

Hallo,

ich kann gut nachempfinden, dass Du vor allem aufgrund der medizinischen Situation ("quasi" zeugungsunfähig) ebenso überrascht wie auch etwas "entsetzt" über die Schwangerschaft bist.

Mein Mann und ich waren vor einigen Jahren in einer ähnlichen Situation, die Prognose der Ärzte ging in die gleiche Richtung, lange auf unser erstes Kind gewartet, das zweite gesellte sich dann "trotzdem" einfach dazu. Unsere Familienplanung war dann abgeschlossen, ... entsprechend dauerte es eine Weile, bis wir uns tatsächlich mit dem Gedanken an ein weiteres Kind "anfreunden" konnten. Die "Geschichte" dazu war dann (leider) auch noch länger aber letztlich mit "Happy End" (das im Oktober schon drei Jahre alt wird #verliebt).

Dazu kommt bei Euch die gesundheitliche Verfassung Deines Mannes, die bestimmt zusätzlich Sorgen bereitet. Wäre er denn trotzdem in der Lage, sich um das Baby zu kümmern, damit Du bei Bedarf frühzeitig wieder arbeiten könntest?

Zur Situation mit dem noch sehr kleinen jüngsten sowie dem pubertierenden und "rebellierenden" Kind: so eine Schwangerschaft dauert ja zum Glück eine Weile ;-) und in einem dreiviertel Jahr ist Euer bisher Jüngster schon 2 1/4 und sehr viel selbständiger als jetzt. Er könnte dann auch schon vormittags in den Kindergarten oder zu einer Tagesmutter gehen, das würde Euch zusätzlich entlasten. Das "große" Kind wird sein extremes Verhalten im Laufe der Monate erfahrungsgemäß auch relativieren.

Dass Dein Mann sich bereits jetzt so auf Euer Baby freut, ist doch toll und durchaus ein großer "Pluspunkt".

Setz' Dich selbst nicht so unter Druck, gib' Dir mehr Zeit, um Dich mit dem Gedanken an die Schwangerschaft und diesen neuen Menschen, der ganz offensichtlich unbedingt zu Euch kommen möchte, "anzufreunden". Drei Tage sind nicht viel, Du hast jedes Recht, dafür auch drei Wochen oder Monate zu brauchen :-)!

Deine Ängste und Sorgen kann ich nachvollziehen- und Dir entsprechend sagen, dass sie sich mit der Zeit (also im Verlauf der Schwangerschaft) relativieren werden (Kind noch zu klein, Angst, es nicht zu schaffen, gesundheitliche Probleme, ...). Man wächst bekanntlich mit seinen Aufgaben. Die man aber nicht allein bewältigen muss, sondern sich wie gesagt Unterstützung holen kann (Kindergarten, jedoch auch andere Formen wie Familienhilfe, Familienhelferin o.ä.).

Ich hoffe, das hilft Dir ein wenig weiter? Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute, wie auch immer Du Dich entscheiden wirst #blume!

Liebe Grüße,

Kathrin

Hi, anonymeausangst

das sind Nachrichten, die Dich erst einmal umhauen. Es geschieht etwas, was Ihr euch einmal gewünscht hattet. Eigentlich "kein Patzer". Völlig unerwartet.
Du siehst all die momentanen Belastungen und fragst dich voller Angst, wie das zu schaffen sein soll.

Kannst Du Dir ein paar Tage Zeit lassen? Meist brauchen ja die Männer länger ..., um sich in die Situation einzufinden, bei Euch ist es vielleicht umgekehrt. Du wünschst es Dir ja eigentlich, auch positiv zu sehen. Dann lass Deiner Seele etwas Zeit. Du hast so viel Erfahrung mit Kindern und mit Dir selbst, da ist doch noch Zeit, den einen oder anderen Aspekt anzuschauen aus dem Blickwinkel der Erfahrung.
Wo das eine Kind rebelliert und pubertiert, wächst ein anderes gerade in unkompliziertere Phasen hinein usw. Es ist immer spannend, das war so, das ist so und bleibt so. Natürlich ist es nicht leicht: Mann herzkrank, arbeitslos. Das will ich keinesfalls kleinreden.
Wir haben (nur) vier Kinder, haben einiges durch und sind in einigem noch drin, wie Du/Ihr. Darum glaube ich doch einigermaßen verstehen zu können, was Dich gerade bewegt.
Doch ob andere, wie Du über die "Leute" schreibst, da etwas "bescheuert" finden, ist so unwesentlich. Es geht nur um Dich und Euch.

Lass Dir ein paar Tage Zeit, vielleicht hilft Dir das Forum ein wenig weiter.

petr

Hallo,

habt ihr mal über Rollentausch nachgedacht? Dein Mann macht Elternzeit, Du ernährst die Familie?

LG

Hallo Du,

ich bin am rechnen - um mir Eure Familie vorzustellen. Ein paar Jahre "basteln" vor dem Jüngsten und das älteste Kind pubertiert (das geht ja mitunter über Jahre durch verschiedene Phasen ;-)). Magst Du mal noch schreiben, wie alt sie jeweils sind?

Ich bin beeindruckt, dass Dein Mann so "gefühlig" ist - vielleicht, weil er krank ist, nicht obwohl. Ich könnte mir denken, dass es ihn rührt, wenn es so einfach und (hoffentlich!) gesund geht. Gerade nach Euren vielen Bemühungen um Euer erstes gemeinsames Kind.
Deine Sorgen verstehe ich natürlich! Du hast ja auch Sorgen um Deinen Mann und die Familienversorgung. Ob er das könnte - den Rollentausch?
Ihr habt schon ganz schön zu knapsen, oder?
Aber was ist denn Dein "schwerster Brocken", der sich vor das positive Gefühl drängt? Bedrückt Dich am meisten, wie Du als Frau dastehst und durchkommen sollst? Auch unter dem (manchmal nicht wohlwollenden) Blick der anderen?

Hast Du Freundinnen? Oder ein "Mütterchen" - muss ja nicht mal die eigene sein. Einfach zum Ausheulen.
Lieben Gruß an Dich!!

Liebe Grüße von Kyra #winke

P.S.: Kinder (auch pubertierende) sind manchmal ganz anders, wenn ein Baby da ist - das Baby zähmt sie. Habe ich gerade am Wochenende beobachtet. War so eine Idee .... Aber Deine Großen kennen "das Kleine" ja schon. Welche guten Seiten zeigen sich da?

Huhu,
es ist gut dass du hier ins Forum gefunden hast und mit deinen Sorgen nicht alleine bleibst.
Genau dafür ist es da, um einander Mut zu machen, Erfahrungen auszutauschen und Tipps zu geben/bekommen oder einfach nur um die Seele auszuschütten, alles anonym und ungezwungen.
Ich kann deine Sorgen verstehen, denn sie sind völlig normal.
Die meisten hätten in dieser Situation Ängste und könnten sich nicht oder nur vorsichtig freuen.
Trotzdem oder gerade deshalb ist es auch ein kleines Wunder unter den von dir beschriebenen Bedingungen (nahezu zeugungsunfähiger Mann).
Die Gesundheit deines Mannes und seine berufliche Situation sind in Zukunft schwierig abzuschätzen, aber wenn er schonmal optimistisch ist, kann dir dass auch helfen ruhiger und gelassener in die Zukunft zu blicken.
Du bist durch deine und euer gemeinsames Kind schon erfahren und wahrscheinlich habt ihr auch noch einiges an Babyausstattung.
Eine ungeplante/unverhoffte Schwangerschaft darf man erstmal sacken lassen, auch mehr als nur ein paar Tage.
Wenn du deine 4 Kinder bisher gut geschafft hast, wirst du/ihr auch ein 5. schaffen.
Wichtig ist dass du ab und zu Entlastung hast und kleine Phasen in denen, du auch mal was für dich machen kannst.
Was andere Leute denken oder aussprechen sollte euch egal sein.
Sie müssen das einfach aushalten.
Ich kann deinen Mann verstehen dass es ihm Tränen in die Augen treibt, wo er genau weiß wie ihr für euren Kleinen gekämpft habt (das weißt du sicher auch noch sehr gut).
Bei dir überwiegt gerade einfach nur die Angst, aber vielleicht schaffst du es ja mit ein paar weiteren Tagen dich auf das zu besinnen, was schön war/ist mit einem Baby/Kind und genießt, deine (wahrscheinlich) letzte Schwangerschaft und Geburt nochmal ganz bewusst.
Das wünsche ich dir auf alle Fälle.
LG und schreib gerne wieder.
Ich weiß zwar nicht wie es ist 5 Kinder zu haben, aber ich bin selbst eines von 5.
Die jüngste kam auch ungeplant dazu, war aber uns allen nach anfänglichen Unsicherheiten willkommen und ist nicht mehr wegzudenken.
Zu ihr habe ich bis heute das engste Verhältnis :-)
Die Älteste war bei der Geburt 12, dann kam ich mit 10, 7 und 4 Jahren.
Ihr werdet für euch die richtige Lösung finden.

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