Habt ihr mal an Adiption freigeben gedacht??

Hallo ihr Lieben!!

Ich wollte euch mal fragen,ob ihr auch mal an Adoption freigeben gedacht habt,wenn ihr das Baby nicht behalten wollt,anstatt gleich abzutreiben.

Einige Paare (wo mein Mann und ich auch zu zählen) ist es nicht gegönnt ein gemeinsames Kind zu bekommen (wobei wir schon je ein Kind haben mit wem anders) und würden gerne einen kleinen Erdenbürger,der woanders vielleicht "ungewünscht" oder finanziell gerade nicht rein passt,ein liebevolles zu Hause geben!!

Denkt einmal dadrüber nach,ob es nicht doch eine Option ist für euch.

Lg vom zimtsternchen

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Hallo,

ich sehe es so: Möchte ich kein Kind, setze ich meinem Körper auch nicht den Strapazen einer Schwangerschaft/Geburt aus. Mal davon abgesehen das eine Schwangerschaft irgendwann nicht mehr zu verbergen ist! Dadurch ist man dann möglicherweise gegenüber anderer Menschen in Erklärungsnot und wird im schlimmsten Fall verurteilt.
Das andere Paare keine Kinder bekommen können ist sehr schlimm aber trotzdem niemandes Schuld. Das verpflichtet keine ungewollt Schwangere ihr Kind auszutragen und abzugeben.

Auch wenn meine Sichtweise dem ungeborenen gegenüber unfair ist, es ist mein Körper und ich entscheide.

Liebe Grüße

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Natürlich ist es Dein Körper und Du entscheidest bzw die Frau die schwanger ist. Und es kann natürlich auch zu Unfällen kommen die ich nun mal ausdrücklich hier ausschließe.

Aber wenn jemand "aus Verstehen" schwanger wird und die Pille danach mittlerweile ein nicht ganz unübliches Verhütungsmittel ist, da muss ich ganz klar sagen wer so unverantwortlich ist der sollte meiner Meinung auch nicht das Recht haben zu entscheiden ob ein Kind leben darf oder nicht.

Wie oft lese ich hier "ich treibe ab weil es finanziell nicht passt und es ist aus Versehen passiert" o0 Wissen solche Leute nicht dass man von Sex schwanger werden kann?
Ist es ihnen egal weil man kann ja ganz locker lässig abtreiben wenns nicht passt?
Denken solche Leute überhaupt? Ganz ehrlich?

Sowas ist echt traurig...

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Hi,

Ich versuche es feinfühlig, ja?

Ich kenne in meinem Bekanntenkreis 3 Paare, bei denen es einfach nicht klappen will bzw. klappen sollte. Ich habe einen kleinen Einblick in deren Gefühlslage - wobei es wahrscheinlich wirklich nur ein klitzekleiner Einblick ist.

Ihr habt beide schon jeweils ein Kind. Wenn Du schon mit der Schiene "einigen Paaren ist es nicht gegönnt" kommst, dann denke doch bitte erst an diejenigen, die gar keine Kinder bekommen können...

Und: Ich kenne auch die Seite von adoptierten Kindern. Und: ich bin selbst adoptiert. Von daher möchte ich Dir sagen, es ist nicht alles so einfach wie Du Dir das gerade vorstellst.

LG

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Eine Kind zur Adoption freizugeben ist für Frauen mit Sicherheit schwerer zu verkraften als eine Abtreibung vorzunehmen. Auch wenn man aus welchen Gründen auch immer kein Kind austragen kann, schließt das doch nicht aus, dass man in der Schwangerschaft Gefühle für das Kind entwickeln und es lieben würde. Es dann weggeben zu müssen, ist einfach nur grausam. Abgesehen davon, dass eine Schwangerschaft kaum verheimlicht werden könnte und die Schwangere ihre sehr private Entscheidung anderen Menschen erklären müsste.

Dein "liebevolles Zuhause" liest sich wie ein Anzeige für einen Hundwelpen.

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>> Ein Kind zur Adoption freizugeben ist für Frauen mit Sicherheit schwerer zu verkraften als eine Abtreibung vorzunehmen. >>

Na ich finde sowas kann man jetzt aber nicht sagen bzw. verallgemeinern...

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Hallo!

Ich kann deine Worte total verstehen!
Ich bin generell gegen Abtreibung. Dazu stehe ich auch, so wie andere hier im Forum eben zur Abtreibung stehen. Ich argumentiere auch damit, dass es manchen Paaren nicht vergönnt ist, niemals Kinderlachen zu Hause zu haben (weil sie gar keine Kinder haben) und über Jahre immer wieder mitbekommen hier, wie andere ungewollt schwanger sind, das Kind in den Müll werfen und das lässt Wut aufkommen... Aber das ist noch nicht weit genug gedacht... Viel wichtiger ist für mich die religiös-ethische Frage dahinter...

Ich gebe dir also recht, dass ich eine Adoption eine Million Mal besser finde als die Abtreibung. Es stimmt auch, dass adoptierte Kinder häufig Probleme haben mit ihrer Identität. Mein bester Freund wurde beispielsweise aus einem anderen Land adoptiert... Er hatte lange Zeit starke Probleme.

Häufig werden die Kinder heute aus anderen Ländern adoptiert, da es eben "zu wenig deutsche Kinder zum Adoptieren gibt" und das liegt eben daran, dass die Frauen eher abtreiben...

Aus gesundheitlichen Gründen hätte ich unsere Maus damals nicht bekommen dürfen und auch bei der aktuellen zweiten SS haben die Ärzte anfangs den blanken Horror bekommen. Ich habe mich also häufig mit der Adoption beschäftigt... Hatte schon Kontakte zum Jugendamt usw.

Mein Mann und ich hätten allerdings ein Pflegekind aufgenommen statt eine Adoption durchzuführen (nach reichlich Information). Denn bei der Adoption (die wenigsten bekommen ein Baby, sondern bereits ein Kleinkind oder Kindergartenkind!!!) haben die Kinder schon schlimme Sachen durchgemacht, haben ihre Probleme und die Adoptiveltern stehen alleine da. Beim Pflegekind wird einem vom Jugendamt bei denselben Problemen geholfen. Es gibt verschiedene Arten von Pflegekindern. Bei manchen ist auch von Anfang an klar, dass sie nie wieder in die leibliche Familie zurückkommen... Ein Adoptivkind aus einem anderen Land war für mich ausgeschlossen, da ich eben die Probleme bei meinem besten Freund gesehen habe und auch bei einer Klassenkameradin.

Überlegt euch mal, ob ihr nicht auch ein Pflegekind aufnehmen wollt! Die Jugendämter suchen händeringend nach Pflegeeltern. Alle wollen immer adoptieren, aber die Pflegekinder fallen dabei häufig hinten über.

Ich möchte später, wenn unser zweites Kind aus dem Gröbsten raus ist auch auf jeden Fall noch ein Pflegekind aufnehmen. Und das muss auch kein Baby sein... Denn auch hier wollen immer alle ein Baby. Die größeren Kinder haben es aber genauso verdient...

Also ja, ich stimme dir zu, dass Abtreibung verwerflich ist (aber nicht nur, weil andere Paare Kinder haben wollen und nicht können), sondern es ist ethisch verwerflich. Aber muss dich eben auch darauf hinweisen, dass ihr die Chance hättet, sehr bald ein Pflegekind zu bekommen. Es wäre eben nur vermutlich kein Baby mehr. Aber größere Kinder haben genauso eine liebevolle Familie verdient!

Vielleicht habt ihr das noch gar nicht bedacht... Erkundigt euch mal. Ich persönlich finde es nämlcih genauso verwerflich, wenn man ein Baby adoptieren will und größere Kinder dabei übersieht... Klingt genauso egoistisch wie die Abtreibung. (aber das ist jetzt generell gesagt. Vielleicht gehört ihr ja gar nicht zu den Paaren, die ein Baby wollen, sondern auch größeren Kindern ein zu Hause bieten würden).

Liebe Grüße!

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Danke schön für deine Antwort.

Ja genau dass ist so schwer es nach zuvollziehen!!

Das mit einem Pflegekind haben wir auch schon beredet (hört sich doof an) und wir sind auf jedenfall zu dem Entschluss gekommen,dass wir diesen Schritt machen werden.

Lg

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Ich finde, man sollte sich so etwas genau durch den kopf gehen lassen, auch wie man vielleicht im Nachhinein damit zurecht kommt.
ich selbst bin damals adoptiert worden.

Könnte weder abtreiben, noch über Adoption nachdenken :-)
was wohl in meinem fall verständlich ist

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Ich denke auch, dass Du dir das deutlich zu leicht vorstellst. Wenn kein Kind "passt", "passt" ja auch meist eine Schwangerschaft nicht. Zumal sich die in der Regel ja nicht verheimlichen läßt vor Kindern, Familie, Kollegen etc. Nur wenige Frauen können ein paar Monate "untertauchen" und das Kind unbemerkt austragen.

Und ob frau es später nicht doch bereut? Ich habe neulich mit einer Frau gesprochen, deren Enkelkind vor ca. 20 Jahren zur Adoption freigegeben wurde, und sie sagte, dass ihre Tochter mit ihr nicht darüber spricht - sie weiß nicht mal, ob die später geborenen Enkel überhaupt wissen, dass sie eine Halbschwester haben ...

Alles nicht so leicht.

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Hallo,

warum wollt Ihr unbedingt ein Kind adoptieren? Es gibt genügend Pflegekinder die auf Dauer ein liebevolles Zuhause suchen. Für diese Kinder ist die unabdingliche Liebe die Pflegeeltern bereit sind ihnen zu geben noch wichtiger als bei Adoptivkindern. Da Ihr beide schon ein Kind habt und ich nehme an auch das entsprechende Alter erreicht habt, dürfte es bei der Liebe die Ihr übrig habt auch ein Kind im Kindergartenalter sein. Nicht jedes Kind was gerade zur Adoption freigegeben wird ist aus wunderbaren Verhältnissen. Das ist leider ein Aberglaube und gerade Babys sind nicht in der Lage sich so mitzuteilen wie ein Kleinkind.

Ansonsten sollte jede Frau selbst für sich entscheiden ob sie den Weg der Abtreibung, Adoption oder Pflegschaft geht. Egal welchen Weg sie geht, die Entscheidung und deren Konsequenzen sind unwiederbringlich.

Alles Gute

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Wir erwarten ein nicht geplantes Kind!
Kurz nach der ersten Schwangerschaft wurden wir trotz richtiger Verhüttung wieder Schwanger!
Für meinen Mann und mich wäre nur kriegen oder abtreiben eine Option gewesen!

Da ich eine Abtreibung nicht übers Herz bringen konnte ( da wir auch erst ein zweites erwarten) habe ich mich für das Kriegen entschieden! Ich freue mich jetzt riesig darauf und kann es kaum erwarten es endlich bei uns zu wissen! Das Zimmer wartet schon auf den kleinen Erdenbürger :-)

Aber ein drittes werde ich niemals kriegen!

Und austragen und weggeben geht überhaupt nicht für uns!!!!
Man bindet sich in der Schwangerschaft an das Kind und zu wissen man hat ein Kind es lebt woanders und man weiß nichts über dieses Kind geht gar nicht!!!!!
Die Mutter Kind Bindung in der Schwangerschaft und bei der Entbindung ist zu groß! Es gibt auch schlechte Adoptiv Familien das Jugendamt arbeitet bekanntlich nicht besonders aufmerksam! Sonst würden es nicht immer so schlimme Nachrichten geben!

Und ganz ehrlich jeder von euch habt ein Kind!!! Das sollte euch glücklich machen ! Mir tun Leute Leid die keine kriegen können wo eine Ehe oft dran scheitert! Ich bin sehr dankbar ein Kind bekommen zu können daher könnte ich das zweite auch nicht einfach weg machen! Aber keine Frau macht ein Kind einfach weg....da liegen extrem Situationen vor wo sie kein anderen Weg finden!! Und das muss jeder selbst wissen!

Es gibt so viele Arme Länder : wie wäre es mit einem Paten wo du spendest? Damit Hilfst du Kindern!
Es geht beim Mama sein darum sich zurück zunehmen und für die Bedürfnisse des Kindes zu Sorgen!
Dann Spende für arme Kinder!

Es gibt auch genug Heime wo du Ehrenamtlich helfen kannst!

Lg

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Also ich schwanger wurde und das Kind nicht behalten konnte , habe ich es verheimlicht und bin zum Ende de SSW nach Frankreich gefahren um anonym zu gebären. DAwar vor fast 13 Jahren in Deutscjland hat man diese Mögluchkeit nicht.

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Was fällt dir eigentlich ein, hier mit der "Wie könnt ihr abtreiben, wo wir uns doch ein Kind wünschen"- Masche anzukommen?

Ich finde das unverschämt, takt- und respektlos du bekommst von mir den blauen Stift.

Beim obligatorischen Beratungssgespräch wird übrigens jeder über diese Möglichkeit aufgeklärt.

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