Abbruch aus finanziellen Gründen?

Hallo ihr Lieben,

aus aktuellen Threads hier möchte ich euch einfach mal fragen:

Sollte der SS-Abbruch mit der Begründung "Es passt finanziell momentan nicht" untersagt werden? Und wirklich, wenn es NUR um diesen Grund geht. Bei der SS-Beratung spricht man doch sicher die Gründe an. Was würdet ihr davon halten, wenn die Beratungsstelle in so einem Fall dann z.b. sagen könnte: Tut mir leid, in diesem Fall bekommen sie keinen Beratungsschein. Laut Gesetz ist dies ein niedriger Beweggrund und ein Abbruch nicht zulässig. Wir geben Ihnen jetzt die Telefonnumer von Schuldnerberater X, bei dem sie bist zum ... einen Termin ausmachen. Wir gehen mit Ihnen aufs Amt.... Usw.".

Ich weiß -ein heikles Thema, welches an seine ethischen Grenzen stößt. Ich bin kein genereller Abbruchsgegner, aber bei dieser Behründung bekomme ich schon Zustände...niemand muss in Dtl. Auf der Strasse leben. niemand MUSS Hungern. Jeder hat Anspruch auf finanzielle Ubterstützung.

klar ist ein Leben inSaus und Braus nicht drin - aber wie seht ihr das - Kind bekommen MÜSSEn ud Hilfe bei den Finanzen erhalten?

lG

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Also manchmal verstehe ich Urbia nicht!

Auf der einen Seite werden Mütter oder schwangere Frauen, welche Sozialleistungen empfangen, fast gesteinigt und sollten laut einiger Urbia-Nutzer zwangssterilisiert werden. Und auf der anderen Seite wird man als Unmensch bezeichnet weil man aus finanziellen Gründen abtreibt.

Natürlich gibt es staatliche Hilfen und niemand muss hungern, aber von Wasser und Brot leben weil ein Gesetz verbietet aus finanziellen Gründen abzutreiben? Hoffentlich wird es sowas nie geben.

Ein Leben mit Kind wird auch nicht einfacher, besonders in beruflicher Hinsicht. Und nicht jede hat ein funktionierendes soziales Umfeld.

Ich finde die bisherigen Regelungen zum Thema Abtreibung absolut in Ordnung.

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Jeder hat auf den Fall, das eine werdende Mutter nur aus finanziellen Gründen (wenn diese nicht wären, würde sie das Kind vielleicht gern bekommen?!) eine andere Sicht. Und das eine Gesetzesänderung keine wirkliche Alternative ist,habe ich ja bereits eingesehen, nachdem ich mir hier alle Argumente durchgelesen habe. Da habt ihr auch vollkommen recht - denn wo fängt es dann an und wo hört es auf. Ich bin aber nach wie vor der Meinung, das sich das keine Frau antun müssen sollte, einen Abbruch vornehmen zu lassen,weil es ihr Finanziell schlecht geht. Dafür wäre aber eine weitaus intensivere Beratung notwendig - was ja scheinbar nicht der Fall ist.

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Jede Frau sollte für sich entscheiden ob sie ein Kind bekommt oder nicht. Darüber hat niemand anderes zu entscheiden. Eine Frau zu zwingen ein Kind zu bekommen was sie absolut nicht will kann nicht gut sein weder für die Frau noch für das Kind.

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Es tut mir leid aber es sollte keine Frau gezwungen werden ein Kind zu bekommen???? Was ist das für eine Aussage. Ganz ehrlich in unserem Land sollte jede Frau in der Lage sein anständig zu verhüten!! Das Kind wurde nicht gefragt ob es gezeugt werden möchte!!

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Hier wurde nach Meinungen gefragt und das ist meine Meinung dazu. Und selbst bei aller bester Verhütung kann eine Schwangerschaft eintreten. Es ist der Körper der Frau also entscheidet sie alleine.

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spontan würde ich jetzt sagen JA,ich bin dafür.
und ich bin echt kein abtreibungsgegner,geldsorgen können AUCH ein guter grund sein.
sollte aber nie der aleinige sein,
ABER was zieht es mit sich wenn frau gezwungen wird das kind zu bekommen?
sie verfällt vieleicht in depressionen,ist nicht in der lage das kind zu lieben, die ehe zerbricht u.s.w dieses KANN alles passieren.

und wenn wier gerade bei niedrigen beweggründen sind,weil frau fin.ja unterstützt wird.
ist dan,die meinung es mit diesen kind nicht zu schaffen,übervordert zu sein,auch einer?
(weil auch da kann man sich ja hilfe holen und bekommt diese)
ja???,nein????
wenn ja,warumm?,wenn nein ,warumm nicht?
wer entscheidet das,
deine frage lässt sich nicht beantworten ohne 1000neue aufzuwerfen.

es ist schon ok so,das jede frau bis zur 12bzw14ssw frei entscheiden darf ob sie die ss abbricht oder nicht.

aber ICH für meinen fall würde nie eine ss NUR aus fin.gründen abbrechen.

l.g

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Natürlich gibt es auch viele andere Gründe, die mit Logik nicht zu erklären sind und vielen als "niedere Gründe"erscheinen. Darum geht es aber gerade nicht. Es geht um die finanzielle Lage einer werdenen Mutter, die nur aus den Geldsorgen heraus einen Abbruch vornehmen lässt. Sicher muss sich da gesellschaftlich noch Viel ändern und die "Scham" in so einer Situation muss genommen werden, das man finanziell vieleicht am Ende ist. Es wäre doch toll, wenn es irgendwann zumindest EINEN Grund weniger gibt, einen Abbruch vornehmen zu lassen. Für die Mütter - und die Kinder.

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hmm.
wie soll das gehen?das mütter die abbrechen wollen,der geldeshalber.
´´besondere´´fin.unterstützung bekommen?
(habe ich jetzt so verstanden,wenn dem nicht so ist berichtige mich bitte)
das wäre sehr unfair gegenüber mütter die auch mit den minimum leben aber darumm nie abtreiben würden.

was ich aber gut fände,wär ein mittelweg und zwar eine mutter(wenn sie das beratungsgepräch nicht augrechnet in der 11ssw hat)
die fin,gründe aufzählt,
untere die arme zu greifen mit ihr eine schultnerberatung zu machen und ihr zu zeigen was sie trotzdem mit hilfe ereichen kann.#
BEVOR sie die entgültige entscheidung für oder gegen das baby trifft.
(kann sein das das ab und an schon der fall ist,bei meinen 2bekannten war dieses nicht der fall)

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Ich nehme an, deine Motivation zum Post entstand durch einen bestimmten anderen Post.

Und ich finde die Idee wirklich gut.

Wenn es NUR einzig und allein um das finanzielle geht und das Kind anscheinend gewollt ist, dann wäre das eine gute Lösung.

Meine vorschreiber sagten ja, das niemand ein Kind bekommen sollte, wenn es nicht gewollt ist. Das sehe ich auch so. Aber wie der TE sagte, geht es nur ums Finanzielle und da finde ich die Abtreibung einfach unmöglich.

Der Geldhahn kann auch mal knapp werden, wenn es bereits Kinder gibt. Sollen die dann ins Heim gegeben werden? Ich denke ja nicht.

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Genau so meine ich den Post. Natürlich gibt es noch zig andere Gründe, weshalb sich Frauen für einen Abbruch entscheiden. Es geht hier nur um den finanziellen Aspekt. Ist es in einem Land wie Deutschland wirklich ein Grund, ein Kind nicht zu bekommen, wenn es finanziell nicht passt? Ich könnte mir vorstellen, das viele Frauen, die sich nur deshalb gegen das Kind entscheiden, lang mit dieser Entscheidung zu kämpfen haben. Denn das ist dann meist wohl eine reine Kopfentscheidung.

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Ich finde das es schwer ist sowas mit einem Gesetzt zu Regeln. Wo setzt man da die Grenze? Am Existensminimum? Muss man dann einen Kontoauszug vorlegen, um die Finanzielle Not zu beweisen?

Ich bin der Meinung, dass eine Frau das Recht hat, darüber selbst zu Entscheiden ob eine Schwangerschaft ausgetragen wird oder nicht. Es darf in Deutschland kein Gesetz geben, dass einen Abbruch verbietet bzw. eine Austragung erzwingt. Was es da für Folgen gäbe...Frauen die zu Engelsmachern gehen, nach Holland fahren oder ihr Neugeborenes am Ende irgendwo ablegen und sich selbst überlassen aus Verzweiflung.

Hilfe und Unterstützung ja- aber am Ende darf jede bzw. muss jede Frau selbst entscheiden.

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In Deutschland bekommt man in finzanzieller Not Unterstützung. Hier müsste eigentlich niemand auf der Straße leben. Und wenn es ein Gesetz gäbe, das die Abtreibung aufgrund finanzieller Sorgen verboten wäre, würden Kinder ausgetragen werden. Dann kann man sich Hilfe holen und wird sie auch bekommen.

Es gibt dann noch zwei Arten von Frauen: Frauen, die das ungewollte Baby nach der Geburt lieben und nie wieder hergeben würden und Frauen, die keine Bindung aufbauen können.

Dann muss man das Baby aber nicht aussetzen, aus dem Fenster schmeißen (wobei ich in solchen Fällen davon ausgehe, das diese Frauen psychisch nicht stabil sind und auch da gibt es Hilfe) oder zu Hause verkümmern lassen. Nein, da gibt es auch noch die Babyklappe oder die Möglichkeit, es zur Adoption freizugeben oder in eine Pflegefamilie unterzubringen. Ungewollt kinderlose Paare wären glücklich, die Mutter wäre zufrieden (wenn es WIRKLICH nicht gewollt ist) und das Kind lebt.

Aber nochmal: wenn ein Kind wirklich nicht gewollt ist, gibt es dafür mit Sicherheit mehrere Gründe und erlaubt MEINERSEITS eine Abtreibung.

Eine Frau, die eine Schwangerschaft abbricht, nur weil die Finanzen nicht stimmen, obwohl es Hilfe geben kann, wird nicht glücklich damit. Wo ein Wille, da ein Weg.

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Wir charakterstarken und rational denkenden Frauen würden das genauso, wie du es beschreibst, machen. Und ich hoffe ich trete hier jetzt niemanden auf die Füsse- es sind aber nicht alle Frauen so. Und dafür muss man Verständnis haben.

Einige kommen nicht aus einem gutem sozialen Umfeld, kennen ihre Rechte nicht und bei vielen bedeutet "finanzieller Engpass" auch nicht, dass man nicht mehr in "Saus uns Braus" leben kann-sondern blanke Existenznot. Und das man panisch reagiert kann ich verstehen.

Hier bedarf es dann grosser Fachkompetenz von Sozialarbeitern die Helfen und Unterstützen, aber ein Gesetz wird das nicht regeln können. Gäbe es ein Verbot- dann würden die Frauen eben nicht mehr in Beratungsstellen gehen (warum auch) und würden vielleicht im schlimmsten Fall das "Problem" selber lösen...

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wieso schreibst du diesen Beitrag in schwarz?

Musst du dich für diese Frage schämen? Und wenn ja, warum?

Das ist dann vielleicht die Antwort auf deinen Beitrag ;-)

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weil ich keine Lust auf verbale Dresche habe und aus Fehlern anderer gelernt habe. Mich betrifft es persönlch nicht - aber es macht mich Betroffen, das andere diesen Schritt gehen müssen, weil die Finanzen das Problem sind.

Wenn du keine Meinung zu meiner aufgestellten Frage hast, musst du dich auch nicht gezwungen fühlen, zu antworten. Aber man kann manchmal nicht anders, nicht wahr?

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Ich bin Der Meinung, dass das auf jeden Fall ein Grund ist! Mal angenommen, eine Frau, die ein Kind bekommen soll, die noch keine Ausbildung hat, kindsvater hat ebenfalls keine Arbeit und trennt sich dann auch noch, will von dem Kind nichts wissen und es gibt keine Familie, die sie unterstützen soll.

So. Es gibt Hartz4, UVG, im ersten Jahr eltergeld (das wird doch ans Hartz4 angerechnet, oder?), einmalig Babyerstausstattung.
Und jetzt soll diese Frau dem Kind etwas bieten können ?
Schönes Leben. Am Ende vom Monat rumkrebsen und jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen macht niemanden dabei Glücklich.

Als nächstes ist es nun mal schwieriger eine Ausbildung zu machen, wenn man ein Baby hat, niemanden und der einen Unterstützt. Kitas ? Tagesmutter? Ja, natürlich. Aber wenn die Ausbildung Wochenenden, schichtdienst mit nachtdiensten Usw. Beinhaltet, dann wird es NOCH schwieriger. Wer nimmt das Kind nachts und den nächsten Vormittag, um schlafen zu können? Klar, dann macht man halt eine Ausbildung mit geregelten Arbeitszeiten. Was, wenn man für solche Stellen keine Zusage bekommt? noch ein Jahr warten, bis man die nächste Chance hat und weiterkrebsen?

Dann geht mal die Waschmaschine kaputt, der Kühlschrank, oder sonst was?

IMMER Abstriche machen zu müssen, damit man was zum Essen hat, ist das ein Leben für Mutter und Kind?

ICH wäre damit nicht glücklich. Und jede Frau kann verhüten. Aber es passieren nun mal trotzdem Unfälle. Wenn es nicht passt, dann passt es nicht

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Was sind denn finanzielle Gründe? Ich finanziere zb eine Eigentumswohnung, gehöre zu den "Besserverdienenden" - wäre ich schwanger, könnte ich auch mit maximalen Elterngeld meinen Lebensstandard nicht halten und hätte auch Schwierigkeiten, meine Wohnung zu finanzieren. Darf ich dann abtreiben? Oder "muss" ich dann eben meine Wohnung verkaufen?

Was bin ich froh, dass ich NIEMANDEM Rechenschaft ablegen muss, ob ich abtreibe oder nicht - und wenn ich abtreiben will, nur weil Neumond ist, geht es auch keinen was an. Ich bin in einer Zeit groß geworden, da gab es den Paragraphen 218 noch in der alten Fassung und für mich war damals klar, dass im Falle einer Schwangerschaft der Freitod die einzige Lösung gewesen wäre. Zum Glück ist das heute vorbei und ich hoffe inständigst, dass hier nie wieder Frauen gezwungen werden, ein Kind auszutragen, weil andere es für richtig halten.

Ich könnte mich bei den ganzen Beiträgen hier nur schütteln - kehrt vor der eigenen Tür und hört auf Euch anzumaßen, was hier richtig und falsch ist.

Z.

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Ich habe selbst ein Baby, bin alleinerziehend und kann auch nicht die Schaufensterauslagen leer kaufen. Glücklich bin ich trotzdem sehr! Gut, ich habe eine Arbeit und habe wohl mehr Geld, als das Mädchen in deiner Beschreibung. Die Frage ist ja, was man selbst als Glück bezeichnet. Und ob man eher pessimistisch oder optimistisch eingestellt ist.

Meine Kindheit war auch von wenig finanziellen Mitteln geprägt. aber es ging uns gut. Wir hatten gefühlt alles, was wir brauchten. Ich hatte als Kind nicht den Anspruch, mehr zu brauchen. Aber vielleicht ging es dir da anders.

Und das Mädchen in deinem Beispiel könnte ihre Pläne alle umsetzten - trotz Kind. mit der richtigen Unterstützung. Der Wille, mehr zu stämmen, muss aber da sein. Das ist klar.

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Ein Abbruch aus finanziellen Gründen würde ich verbieten, es gibt genug Leute die mehrere Kinder haben und dazu noch vom Staat leben, ist zwar nicht erstrebenswert, aber ginge auch.

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Jede Frau hat das Recht, über ihren Körper und gewünschte medizinische Behandlungen selbst zu entscheiden. Da hat sich niemand anderes reinzuhängen. Egal, wie er es persönlich findet - er muss mit der Entscheidung nicht leben.

Die Frauen, die es mit Kind schaffen wollen, obwohl es finanziell eng ist, die können Hilfen annehmen. Zumindest einige in der ersten Zeit.
Aber die, die die Schwangerschaft nicht austragen wollen, haben ebenso jedes Recht der Welt, ihre Prioritäten selbst zu setzen.
Was ist denn der nächste Schritt? "Ihre Beziehung ist nicht zerrüttet genug, Sie bekommen keinen Schein, aber hier ist die Adresse einer Paartherapeutin", "Sie sind doch schon alleinerziehend, da kennen Sie sich doch schon aus mit der Situation - hier ist die Adresse des Jugendamts", "Was kann denn das Kind für die Vergewaltigung? Hier ist die Adresse einer Psychotherapeutin", "Auch behinderte Kinder haben ein Recht auf Leben, hier ist die Adresse eines Pflegeheims", "Ihre medizinische Notlage beinhaltet keine unmittelbare Lebensgefahr, Sie bekommen keinen Schein, aber hier ist die Adresse der Uniklinik".
Und ganz ehrlich - würde eine solche Regelung eingeführt, dann würden die Frauen in dieser Situation halt einen anderen Grund erfinden.

Aber was hier wieder vom hohen Ross herunter geurteilt wird, ist echt der Hammer.

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1. Bitte lies noch mal meinen Ausgangsthread und die dazugehörige Frage.
2. Du bist bisher die Erste, die sich so imens aufregt

Weißt du, wie Diskutieren funktioniert? Kurze Erklärung: Jemand wirft eine Frage (Hier: FINANZIELLE Probleme Grund für einen Abbruch?), der andere Antwortet - entweder: ja, auch FINANZIELLE Probleme sind ein trifftiger Grund,weil...oder: Nein, kein Grund, weil....

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

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Und ich meine: Wenn man damit anfängt - also, einer Frau in einer solchen Lage zu erzählen, dass ihre Probleme objektiv nicht ausreichend sind - dann ist die logische Folge, auch andere Problemlagen nach dem Schema zu bewerten. Denn warum sollte man es bei der finanziellen Frage belassen?
Die Alternative ist, sich nicht anzumaßen, Problemlagen allgemeingltig nach "ausreichend" oder "nicht ausreichend" zu bewerten.
Was du anführst, ist im Übrigen keine Diskussion. In einer Diskussion diskutiert man üblicher Weise. Man setzt sich kritisch auseinander. Du wolltest offenbar ein bloßes Frage-Antwort-Spiel.

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