medikamentöser oder besser operativer Abbruch?

Hi,

ich bräuchte einen Ratschlag von denjenigen die damit Erfahrung haben... Nehmt bitte ausschließlich Bezug auf meine Frage.

Wie oben geschrieben stehe ich vor der Entscheidung eine medikamentöse Austreibung oder eine operative Absaugung vornehmen zu lassen. Die Gynäkologin hat mir zur operativen Variante geraten, da schneller und akkurater.

Persönlich finde ich aber die medikamentöse Lösung eigentlich besser. Falls diese nicht klappen sollte, und danach eine Ausschabung gemacht werden müsste - zahlt man dann doppelt??? Ich bin gerade #kratz ratlos.

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Aus medizinischer Sicht wird meistens zu einem Operativen Abbruch geraten

Vorteile;
-Die Behandlung dauert nur einige Minuten
-Die Frau bekommt MEISTENS, nicht immer eine Vollnarkose und bekommt nichts von dem Eingriff mit
-selbst mit der örtlichen Betäubung hast du keine Schmerzen während des Abbruchs

Nachteile
-es ist halt eine OP
-selbst da können Reste verbleiben und es bedarf einer weiteren Op

Zum medikamentösen Abbruch haben wir unseren Patientinnen nie geraten da wir der Meinung sind es sind nur Nachteile

-Man hat starke Schmerzen da die Gebärmutter kontrahiert und Wehen entsteheh
-der Abbruch zieht sich über Tage hinaus
-die Frau blutet enorm viel aber Tampons sind VERBOTEN
-Die Frauen, die ein med. Abbruch hatten, erleiden häufiger einen psychischen "Zusammenbruch" da sie den ganzen Abbruch und Abgang des Embryos mitbekommen.,
-es muss viel öfter operativ was hinterher ausgeschabt werden als wenn man direkt eine Op macht

Ich selber arbeite in einer Gyn Praxis, die keinen Abbruch vornimmt, aber wir überweisen die Patientinnen weiter und erhalten somit immer ein Bericht daher meine Auskunft.

Lg und Alles Gute

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Achja
du brauchst übrigens für die weitere OP, falls da Reste zurück bleiben, nichts dazu bezahlen. Das ist ein Risiko und ist in den Kosten mit enthalten.

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Huhu

Ich musste letztes jahr auch einen Abbruch machen lassen wegen Problemen am baby Mein fa hat mir zu den Tabletten geraten. Es War der absolute Horror. Ich hab nach den Tabletten mich erstmal nur übergeben und dann hatte ich schmerzen das War der Wahnsinn. Das ging schon im Auto los und niemand konnte mir helfen. Angeblich geht alles ganz schnell Sturzblutung und das Würmchen ist raus. Ich hab 2 Tage nur geblutet und dann kam es erst. Entschuldigung der Verdeutlichung. Ich musste 2 Tage später wieder arbeiten gehen und bin zusammen gebrochen. Es wurde gleich der rtw gerufen ab ins kh und ne Ausschabung gemacht.

Ich war total alle und fertig da es eine enorme Belastung g War. .

Wenn sowas gemacht werden muss oder soll aus bestimmten gründen empfehle ich die op...

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Hallo,

Vorteile operativ steht ja schon oben. Allerdings soll das Fehlgeburt Risiko danach steigen.

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Hallo

Ein operative Abtreibung hat keinerlei Einfluss auf Fehlgeburten, das ist wissenschaftlich bewiesen.

Lieben Gruss

tm

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Hallo tm,

das ist wissenschaftlich bewiesen? Das wäre mir neu. Lasse mich aber gerne überzeugen.

LG Andrea

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Ich hatte vor einem Jahr eine Medikamentöse Abtreibung, weil ich panische Angst vor Medikamen habe.

Bei mir ging es gut, schmerzen hatte ich sogut wie keine und was ich gut fand das ich alles bewusst mitbekommen habe, so konnte ich alles bewusst verarbeiten. Ich würde, wenn ich nochmal vor der Wahl stehen würde mich wieder für die Medikamente entscheiden

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Ich frag mal ganz vorsichtig,in welcher SSW bist du? Und bis zu welcher geht ein Abbruch mit Medikamenten?

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Hi sasa33, Tag 41 laut Gynäkologin. Medikamentös soll möglich sein bis Tag 49.

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Hallo

Wenn Du eine medikamentöse Abtreibung möchtest, dann wähle diese. Viele Frauen haben damit gute Erfahrungen gemacht (für einige war es nicht die richtige Wahl). Ein medikamentöser Abbruch ist bis zur 9. Woche möglich. Was die Kosten betrifft bei einer evtl. folgenden Ausschabung (möglich, aber nur in 5% der Fälle) hat Pinka schon geantwortet.

Wünsche Dir alles Gute.

Lieben Gruss

tm

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Hi, ich danke euch allen für eure Antworten!

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Hoffe du triffst für Dich die richtige Entscheidung und dass alles gut verläuft.
Du kannst ja gerne danach berichten.

Finde es im übrigen sehr toll, wie einfühlsam alle hier miteinander umgehen und jeder offen auch seine schwierigeren Fragen stellen darf, ohne dafür verurteil oder fertig gemacht zu werden.

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Beide Methoden haben Vor- und Nachteile, sonst hätte sich in der Zeit wo man noch Wahl hat, eindeutig eine Methode durchgesetzt.

Als erstes würde ich die medizinischen Fragen stellen:

Gibt es medizinische Gründe die gegen eine Operation sprechen oder solche, die gegen einen medikamentösen Abbruch sprechen?

Hast weiter die Wahl, dann ist es eine Gefühlssache. Lieber kurze OP oder ein Abgang über Stunden? Auch hier nehmen das Frauen unterschiedlich wahr. Einige empfinden die medikamentöse Methode als eher natürlich, andere als absoluter Horror.

Nachteil der medikamentösen Methode, in sachlicher Hinsicht, die ist Unberechenbarkeit. Es kann sein, dass der Abgang einer starken Regelblutung gleicht und nicht viel schmerzhafter ist. Es kann sein, dass man sich über Stunden vor Schmerzen windet. Es kann sein, dass der Abbruch fehlschlägt und dennoch eine Operation angeordnet werden muss. Bei einem operativen Abbruch ist es kalkulierbarer, vielleicht kann es in 1% der Fälle komplizierter werden, aber man kann im voraus zu 99% sagen, was die Patientin genau erwartet.

Bei einem operativen Abbruch würde ich darauf achten, dass er ohne Vollnarkose gemacht wird. Die Vollnarkose ist ein größeres Risiko als die Operation zum Abbruch selbst. Lokal können die Schmerzen sehr gut mit einer Lokalanästhesie ausgeschaltet werden und der Eingriff nimmt sehr kurze Zeit in Anspruch. Aus medizinischer Sicht ist eine Vollnarkose dabei Humbug. Aus finanzieller Sicht für den Arzt nicht immer, der kann es anders sehen, weshalb es immer schwieriger wird Ärzte zu finden, welche die Lokalanästhesie anbieten.

Vielleicht sehe ich es zu sachlich, kann auch nicht anders als sachlich argumentieren wenn ich dich nicht kenne. Aber ich meine Präferenzen wären bei einer Schwangerschaft bis 7 Wochen:

1. Abbruch unter Lokalanästhesie
2. medikamentöser Abbruch
3. Abbruch unter Vollnarkose

Bei einer Schwangerschaftsdauer von 7-9 Wochen würde ich eher raten:

1. Abbruch unter Lokalanästhesie
2. Abbruch unter Vollnarkose
3.Medikamentöser Abbruch.

Mifegyne ist bis zur 9. Woche, 63. Tag zugelassen. Früher nur bis zur 7. Woche und viele Ärzte weigern sich, Abbrüche nach der 7. Woche medikamentös vornehmen zu lassen. Weil erstens die Schmerzen stärke sind. Und zweitens der Embryo bereits größer. Bei einem medikamentösen Abbruch findet der Abgang häufig zu Hause statt (entweder so geplant, oder weil in den 4 Stunden in der Praxis nach Gabe von Prostaglandinen er noch nicht erfolgt ist). Somit steht die Frau da alleine mit dieser Situation. Das kann seelisch sehr belastend sein.

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Nein, das stimmt nicht. Mein Baby wurde bei 8+1 medikamentös weggemacht. Weil ich zu feige war dieses Kind ( bei uns währe es das vierte ) anzunehmen. Aber das tut hier nix zur Sache.

Ich wurde frühs in die Praxis bestellt, nach 2 Tabletten Mifegyn (irgendwie so heißen die) die ich unter Aufsicht von Arzt und Arzthelferin nehmen musste, wurde ich nach Hause geschickt. Es passierte gar nix.Zwei Tage später musste ich wieder zum Fa. Ich musste dann 2 Tabletten nehmen die die Wehen auslösen. Nach einer 3/4 Stunde passierte nix und ich fragte ob ich spazieren gehen darf um das ganze anzuregen. meine Idee fanden sie gut, ich durfte, aber nur in der nähe. Nach 2 - 1/2 Stunden kamen die ersten Bluttröpfchen. Nach vier Stunden war das Baby draußen, das spürt man deutlich. Zwischendurch wurde immer wieder kontrolliert wie alles voran geht. Zum Ausruhen hatte ich ein Wehenzimmer ganz für mich allein.

Ich muss sagen das ich gar keine Schmerzen dabei hatte.

Jedenfalls wurde mir gleich beim betreten der Praxis gesagt das sie mich erst gehen lassen wenn das Baby da ist. Ich durfte auch auf keinen Fall eher raus.
Wo ich gespürt habe das das Baby draußen ist (war ein Riesen Klumpen, sorry), sagte ich Bescheid.es wurde nochmal kontrolliert, erst dann bekam ich das okay vom Fa und durfte gehen. Zwei Wochen später musste ich noch mal zur Kontrolle hin.

Soviel zu meiner Geschichte, die Entscheidung liegt bei dir

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Kann so bei dir gewesen sein. Viele Praxen machen es aber so, dass die zweiten Pillen man mit nach Hause bekommt, sie dann schluckt und auf den Abgang wartet.
Selbst wenn die Frau aber in der Praxis ist, es ist nicht gesagt, wie schnell es dazu kommt. In der Regel sind es 2-4 Stunden, dananch lässt man sie gehen, auch wenn nichts kommt. Kommt ja auch häufiger vor, dass es erst nach 12 Stunden oder am nächsten Tag so weit ist, da müsste die Praxis ja direkt eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten.
D.h. es ist wahrscheinlich, dass man es in der Praxis noch schafft, ist aber gar nicht so selten, dass es erst viel später zum Abgang kommt. Soviel zur Unplanbarkeit, man kann im voraus nie genau sagen, wie es mit den Pillen sein wird.

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hallo #blume

eigene erfahrungen kann ich dir keine schildern. ich lese nur grade so mit und muss dir jetzt einfach sagen, dass ich echt richtig herzklopfen bekommen hab’. - es scheinen beide methoden nicht ganz einfach zu sein und wird natürlich auch von frau zu frau sehr unterschiedlich empfunden. ich kann nur erahnen welche belastung es für die betroffenen frauen ist/war und die du jetzt auch grade aushalten musst... #gruebel

deine situation kenne ich nicht. offensichtlich bist du fest entschlossen dein baby nicht zu behalten. - mir geht das aber echt ans herz. ich hoffe, dass du dir deiner entscheidung bei aller schwere ganz sicher bist.
hattest du denn eine gute beratung? ich meine, wo du auch alle möglichkeiten erfahren konntest, wie dein leben auch mit diesem kind gehen kann!? für mich wäre es eine schwere vorstellung, dass du durch die „nächsten tage“ hindurchgehst und danach erst klären kannst, was du vorher für dich schon gewinnen könntest.
deshalb möchte ich dir die internetseite von profemina oder vorabtreibung empfehlen. wenn du die kostenlose hotline anrufst, hast du gleich eine beraterin dran wo du direkt alle fragen stellen kannst die dich beschäftigen. das ist eine beratung, die echt viele gute tipps gibt, auch hilfe und unterstützung anbietet und wo es einfach guttut, dass man reden kann. hast du denn jemanden an deiner seite, der dich stützt und begleitet?

ich würde dir von herzen wünschen, dass du nicht nur für die frage „wie“ antworten findest, sondern dass du auch entdecken kannst, was es für andere wege geben könnte. damit du dir diesen, egal mit welcher methode, so oder so schmerzhaften weg der abtreibung ersparen könntest.

ehrlich, ganz liebe gadankengrüße von emilia

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Hallo Emilia,

danke für deine einfühlsamen Worte.
Meine Familienplanung ist abgeschlossen, und ich habe mit meinen Kids bereits alle Hände voll zu tun. Was Tipps, Hilfe und Unterstützung angeht, habe ich mehrfach erfahren müssen, das warme Worte oftmals wirklich nur Worte bleiben. Im Endeffekt steht man doch alleine da.

Schmerzhaft wird es in jeden Fall, aber das muss dann ja nicht zu Lasten eines unschuldigen Kindes gehen, da lasse ich die kleine Seele lieber weiterziehen :) Ganz lieben Gruß an dich.

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hey #liebdrueck

danke für deine rückmeldung.

es tut mir leid, dass du, was hilfe und unterstützung betrifft, offensichtlich enttäuscht worden bist... was bräuchtest du? was würdest du dir wünschen? was könnte dich entlasten?

jedenfalls wäre es doch ein versuch wert, alles was es an unterstützung und hilfe gibt, in erfahrung zu bringen! oder?
wenn du die hotline von vorabtreibung anrufst, wird mit dir zusammen ganz konkret deine situation durchleuchtet und wirklich geholfen wo es nötig ist! die beraterinnen sind sehr einfühlsam, kompetent und kennen sich richtig gut aus!

probier’s! es gibt ja nichts zu verlieren. ganz im gegenteil! ;-)

du, ich mein’s dir echt nur gut. denn ich hab' sorge, dass dir die kleine seele danach einfach sehr fehlt weil sie vielleicht nicht weiterzieht sondern tief drin, in deinem herzen hängenbleibt.

gib auf dich acht,
emilia

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