total am ende - doch lieber abtreiben?

Hallo ihr, ich brauche Rat und will einfach ein paar Meinungen hören.
Bin 22 Jahre, ungeplant schwanger, weiß es seit dem 18.12, da war es laut FA höchstens 2. Woche. Obwohl es erstmal ein ziemlicher Schock für mich war, da der Zeitpunkt nicht der beste ist (habe erst im Juli/August meine Prüfungen, dann bin ich erst mit der Ausbildung fertig), habe ich mich dennoch drauf eingestellt, also sofort aufgehört zu rauchen, mich mit der SSW allgemein befasst und mich eigentlich auch schon richtig gefreut. Mein Freund freut sich auch und will das Kind. Aber jetzt merke ich, eigentlich schon seit Weihnachten, dass es mir einfach zunehmend beschissener geht, es sind weniger Stimmungsschwankungen, sondern mir geht es nur noch schlecht, bin total depressiv. Dazu muss ich sagen, dass ich aufgrund traumatischer Kindheitserfahrungen generell psychisch sehr instabil bin.
Ich wollte immer unbedingt Kinder haben (vielleicht 2/3 Jahre später aber naja), deswegen hab ich anfangs auch überhaupt nicht an Abtreibung gedacht, hätte viel zu viel Angst unfruchtbar zu werden oder so. Aber jetzt realisiere ich, was da auf mich zukommt und inzwischen bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob ich überhaupt Kinder will und vor allem ob ich das kann. Wenn ich ehrlich bin, kann ich momentan nicht mal Verantwortung für mein eigenes Leben übernehmen, für ein Kind erst recht nicht. Habe in den letzten Tagen auch richtig oft Selbstmordgedanken bekommen (hört sich jetzt vielleicht schrecklich an, aber für mich eher normal, habe ich mal mehr mal weniger seitdem ich denken kann), aber nun mehr als jemals sonst, weil ich glaube eine Abtreibung nicht übers Herz bekommen würde. Ich fühl mich zu allem komplett unfähig, vor allem um Entscheidungen zu treffen. Bin einfach total am Ende. Auch körperlich bin ich mit der SSW ganz schön überfordert, bekomm kaum noch nen Bissen runter, mir ist nicht übel, hab einfach keinen Appetit und keine Lust zu gar nichts. Mein Baby ist wahrscheinlich auch schon total gestört, es bekommt ja meine Gefühle und Gedanken mit. So wie ich mich grad fühle, glaube ich mittlerweile dass ne Abtreibung das beste für mich und vor allem fürs Kind wäre, unter den Umständen sollte es vielleicht einfach besser nicht sein, auch wenn es schrecklich wäre. Oder was meint ihr?

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Hallo,
Ich fühle ähnlich wie du. Erst Freude und dann diese Gedanken. Liegt auch an meiner Kindheit.
Aber ich glaub eine Abtreibung macht die suizid Gedanken am Ende schlimmer.
Ich hab durch mein erstes Kind damals erstmal gelernt Verantwortung zu übernehmen.
Das ist ein lernProzess.

Und ich kenne einige junge Frauen die ihre Prüfungen nachgeholt haben.
Wende dich an die Caritas esperanza. Die unterstützen recht gut.
Überlege es dir nochmal.

Ganz toll das dein Freund dahinter steht.
Da du noch jung bist steht dir die Welt trotzdem noch offen. Heute gibt es viele Hilfen.

Ich wünsche dir das du eine richtige Entscheidung triffst.

Alles gute.

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Hallo,

es ist schwer dir eine Rat zu geben. Mir fällt aber auf das du dich am Anfang auf deine Schwangerschaft gefreut hast und sogar mit dem Rauchen aufgehört hast. Du schreibst von traumatischen Erfahrungen in deiner Kindheit. Kann es sein das deine traumatischen Erlebnisse durch deine Schwangerschaft wieder aufgewühlt werden und daher deine Probleme verstärkt werden?
Du solltest keine vorschnelle Endscheidung treffen und die verbleibende Zeit nutzen um zu einer Entscheidung zu kommen.

Darf ich fragen ob du Unterstützung bei der Verarbeitung deiner traumatischen Erfahrungen hast und ob du aktuell noch in Therapie bist?

Ein Abbruch kann dich genauso belasten wie eine Schwangerschaft zu der du nicht bereit bist.

Freundliche Grüße blaue-rose

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Ja, war eigentlich echt happy, aber nun das. Dachte auch gleich, dass es zwar schwer wird, aber dass dieser natürliche Lernprozess schon irgendwie stattfinden wird, dass ich mich dadurch vielleicht auch mal weiterentwickel. Aber auf einmal hab ich nur noch Angst. Denke auch, dass da grad einiges hoch kommt, vor allem bin ich dann gezwungen wieder mehr Kontakt zu meiner Familie zu haben, die werden ja ihren Enkel sehen wollen. Bisher bin ich dem immer ausm Weg gegangen, habs mir halt so einfach wie möglich gemacht.

War schon öfter in Therapie, hab aber nie eine zu Ende gemacht, bin immer "geflüchtet". Ich glaube davor hab ich am meisten Angst, wenn ich ein Kind habe kann ich nicht mehr vor allem davon laufen, so wie ich es bisher immer am liebsten gemacht habe.
Aber habe auch so Angst, dass ich nach ner Abtreibung noch nen Knacks mehr weg hab und das nicht verkrafte.

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Könntest du dir vorstellen eine erneute Therapie zu beginnen. Die Schwangerschaft wird dein Leben verändern egal wie du dich entscheidest.

Gehe bitte zu einer Beratungsstelle und lass dich dort beraten. Es gibt Unterstützung wenn du dich für dein Kind entscheidest
Ich denke wenn du keinen Kontakt zu deiner Familie möchtest sollte es auch Wege geben diesen Kontakt zu vermeiden. Sie haben jedenfalls keinen Anspruch Kontakt zu ihrem Enkel zu haben.
Vielleicht kann eine Mutter- Kind-Einrichtung eine Alternative für dich sein.

Ich denke auch das es dir helfen kann deine Vergangenheit aufzuarbeiten. Es ist ganz bestimmt nicht einfach, kann dir aber helfen damit umzugehen.

Wichtig ist auch das du jemand hast mit dem du über alles reden kannst.

Fg blaue-rose

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Hallo!

gerade zu Beginn einer Schwangerschaft gehen die Hormone ziemlich durch die Decke, da ist alles durcheinander geraten. Manchen Frauen wird davon schlecht, andere werden sehr müde, und wieder andere werden depressiv und können sogar an Selbstmord denken.

Daher solltest Du vor allem zum Arzt gehen und Dir Hilfe holen, es gibt Medikamente die Dir helfen.

Gerade weil es am Anfang als die Hormone Dich noch nicht im Griff hatten noch ein Grund zur Freude war, vermute ich stark, dass die gerade alles an Ängsten auslösen.

Und nein, wegen ein paar schlechten Tagen hat das Baby keinen Schaden. Was denkst Du denn, wie Du Dich fühlst, wenn Du Dich wieder normal fühlst?

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Dachte auch zuerst, dass es vor allem die Hormone sind, aber irgendwie steigere ich mich dann immer mehr in meine Gedanken hinein und dann fühl ich mich, als wenn gleich die Welt untergeht. Weiß auch nicht, wie ich mich "normal" fühle, bin halt auch im Bezug auf meine Gefühle immer sehr verwirrt, schon immer.

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Naja, so richtig psychisch gesund warst Du wohl auch schon lange nicht mehr, oder?

Es gibt aber Medikamente die Dir helfen, Du musst nur mit einem Psychiater zusammen genau sie Medikamente finden, die bei Dir persönlich am besten helfen. Wenn es die falschen Mittel sind kann es sogar schlimmer werden.

Viele Medikamente darf man sogar während einer Schwangerschaft nehmen, die gehen nicht in die Plazenta über.

Lass Dir Zeit, diese Hormon-Chaos-Phase dauert bis zur 20. Schwangerschaftswoche, erst danach beruhigt es sich wieder.

Und ihr seid zu zweit, Dein Freund wird ja auch Vater und hilft Dir bestimmt.

Solltest Du dann Dein Kind zur Welt bringen und merken, dass es wirklich nicht geht, dann besteht da auch immer noch die Möglichkeit, es zur Adoption frei zu geben. Und es gibt auch viele Abstufungen davor, von einer Tagespflege für ein paar Stunden bis zu einer Pflegefamilie, bis Du Deine psychischen Probleme im Griff hast - selbst wenn es Jahre dauern sollte.

Du bekommst alle Hilfe, die Du brauchst, Du schaffst das.

Und Du bist auch nicht so wie Deine Eltern, Du bist ein ganz eigener Mensch.

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Hallo,
für mich hört es sich so an,dass eine Abtreibung dir nicht helfen würde,denn die Wurzel deiner Probleme liegt nicht in der Schwangerschaft.
Ich kann dir auch nur dringend raten mit einer Beratungsstelle oder deinem FA über deine Depressionen zu sprechen und dir damit Hilfe zu suchen.
Wenn du im Übrigen Probleme mit deiner Familie hast, musst du auch momentan keinen engeren Kontakt haben, wenn es dich noch mehr runterzieht.
Ich wünsch dir, dass du deine Probleme bald einigermaßen in den Griff bekommst und dich dann auch auf das Kind freuen kannst.
Wenn du jetzt nicht für dein Kind alles tust um gesund zu werden, wann dann?!
LG,Anja

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Ja, du hast recht, eigentlich wäre das genau der Grund um was zu ändern, mehr oder weniger gesund zu werden, falls das geht...

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Ich weiß aus meinem engsten Familienkreis wie schlimm schwere Depressionen sein können, darum ist mir ich klar, wie wichtig psychotherapeutische Hilfe ist, im Ernstfall auch passende Psychopharmaka.
Kämpfe für dein Kind und dich.Du kannst das schaffen!

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Ich kann dich gut verstehen, da ich auch schon vor meiner Schwangerschaft Depressionen hatte und ich auch Bedenken hatte, dass ich mit einem Kind überfordert bin. Ich hatte mir daher jahrelang überlegt, ob ich überhaupt schwanger werden soll, da ich auch Antidepressiva eingenommen habe. Bei mir war die Ausgangssituation aber natürlich ein wenig anders, da ich letztendlich gewollt schwanger geworden bin. Während der ersten SSW ging es mir psychisch auch nicht gut, da ich meine Medikamente zuvor abgesetzt habe. In der 8. SSW habe ich dann in Absprache mit meinem Psychiater wieder eine geringe Dosis eines Antidepressivums genommen. Eigentlich wollte ich während der SS keine Medis nehmen, aber es ging einfach nicht anders. Während der gesamten SS war ich recht stabil, habe allerdings nach der Entbindung eine leichte Wochenbettdepression bekommen. Ich habe dann sofort wieder mit der Medikamenteneinnahme angefangen und einige Wochen später wieder meine Therapie fortgeführt.

Bei dir sprechen die Lebensumstände aber doch gar nicht unbedingt gegen ein Kind. Positiv finde ich, dass sich dein Partner über die Schwangerschaft freut und gerne Vater werden möchte. Wichtig wäre eben, dass er dich dann nach der Geburt des Kindes auch wirklich unterstützt und du nicht alleine dastehst. Außerdem wäre es wichtig, dass du baldmöglichst eine ambulante Psychotherapie machst, um deine traumatischen Erlebnisse aufzuarbeiten. Da du bereits Selbstmordgedanken hast, würde ich den Psychiater auch auf Antidepressiva ansprechen. Es gibt nämlich auch Medikamente, die man in der Schwangerschaft durchaus nehmen kann. Hier kann ich dir Embryotox in Berlin sehr empfehlen, da sich die Mitarbeiter dort im Gegensatz zu den meisten Frauenärzten sehr gut mit dieser Problematik auskennen.

Was das Thema Schwangerschaftsabbruch angeht, denke ich, dass das nicht der richtige Weg für dich wäre. Ich hätte nämlich die Befürchtung, dass du dann noch tiefer in die Depression reinrutschen würdest und dass dir das psychisch noch den Rest geben würde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du das dein Leben lang bereuen würdest und das psychisch auch nicht verkraften würdest.

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Antidepressiva hab ich nur einmal vor Jahren kurz genommen, da gings mir dann so schlecht, dass ich mich wirklich fast umgebracht hätte. Hab dann diesbezüglich ein bisschen geforscht und rausgefunden, dass es unzählige Selbstmorde aufgrung von Antidepressiva gab/gibt und das echt der letzte Scheiß ist, den uns die Pharmaindustrie andreht. Bin gegenüber der Pharmaindustrie und Medikamenten daher generell sehr skeptisch. Hatte in den letzten Jahren öfter mal für kurze Zeit Benzodiazepam genommen, das hat zumindest gegen Angst und Panikattacken immer gut geholfen, aber inner SSW geht das halt gar nicht. Also wenn dann muss ichs ohne Medis durchstehen.
Dass ich nachm Abbruch noch tiefer reinrutsche, ist auch meine größte Befürchtung.

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Es tut mir sehr leid, dass es es dir unter der Einnahme von Antidepressiva noch schlechter als zuvor ging. Vielleicht hast du aber auch einfach die falschen Medikamente genommen oder die Dosis hat nicht gestimmt. Darf ich fragen, welche Medis du schon ausprobiert hast (gerne auch per PN) ? Es gibt mittlerweile ja unzählige Präparate auf dem Markt, was die Sache natürlich nicht einfacher macht. Meines Wissens sind Suizidgedanken ironischerweise eine mögliche Nebenwirkung von Antidepressiva. Ich kenne aber ehrlich gesagt niemanden, dem es unter der Einnahme dieser Medikamente psychisch schlechter ging als zuvor. Dafür habe ich aber eine Bekannte, die wegen Kinderwunsch ihre Medis abgesetzt hat. Leider ist sie aufgrund dessen vor kurzem wieder in ein tiefes Loch gefallen und sie musste sich stationär in der einer Psychiatrischen Klinik behandeln lassen. Natürlich lässt sich das aber nicht verallgemeinern, da jeder Körper auf Medikamente anders reagiert.

Hast du schon einmal Johanniskraut eingenommen? Das wirkt bei manchen auch ganz gut, aber leider sollte man das in der Schwangerschaft nicht einnehmen.

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Das hauptproblem was dein Körper grad hat,sind die extrem vielen Hormone.Die machen grad den Menschen aus dir der du nicht sein willst. Weisst du,ich hab vor vier Monaten meinen Sohn bekommen.Er war ein ansolutes Wunschkind... Als ich schwanger wurde hab ich mich anfangs total gefreut... Bis die hormone immer mehr wurden... Ich hab meine entscheidung plötzlich total bereut und wollte das Baby nicht mehr.alles in mir hat sich dagegen gewehrt.ich war mir sicher das ich dem Zwerg nicht mehr gerecht werden kann...
Erst gegen mitte der schwangerschaft wurd es wieder besser.. Ich konnte mich endlich wieder freuen.Und seit der kleine da ist,ist er unser aller Sonnenschein.Ich bin sooooo glücklich darüber das ich mich damals noch ein letztes mal für ein Baby entschieden habe.er ist gaaaaaaaaanz fest in meinem Herzen verankert :-)

Auch du wirst es schaffen.Du kannst ganz sicher eine ganz tolle Mama werden :-)

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Ach, gut zu hören, dass das auch bei Wunschkindern und ganz "normalen" Menschen so umschlagen kann. Wenns einem schlecht geht, ist es halt immer so schwer, sich vorzustellen, dass es einem auch wieder gut gehen kann. Danke für den Zuspruch. :)

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Ja ich konnte mir in dem moment auch nicht vorstellen das ich mein baby so annehmen kann wie es es verdient hätte...auch wenn es so sehr gewünscht war,war es in der zeit genauso unerwünscht.. Ich hab mich dafür gehasst weil ich plötzlich so dachte. Aber mir wurd dann später klar,als es besser wurde und ich begann mich zu freuen,das es wirklich an den hormonen lag . So nen baby ist und bleibt etwas ganz wundervolles :)

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ich bin gerade auch in einer ähnlichen lage... ich bin 28 geschieden habe schon drei kinder...mein freund oder besser noch freund hat selber zwei kinder die alle zwei wochen bei ihm sind. wir wohnen nicht mal zusammen (gerade mal 8 monate zusammen)

mein freund war so geschockt das es gleich in richtung abtreibung ging als ich es ihm sagte...ich mein ich komm super mit meinen 3 kindern alleine klar und hab nun schon durch die kinder von meinem freund viel übung darin 5 kinder zu hüten. ich liebe meinen freund sehr und versteh auch das er keine mehr möchte aber abtreibung ist mord für mich. aber so sehr ich meinen freund liebe...die angst diesen schritt zu bereuen überwiegt so sehr. hab ich das recht gott zu spielen und ein kind zu töten egal wie klein es nun ist.aus dem schock heraus musste ich mir dann noch sagen lassen das es ja meine schuld wäre und was für ein mist. für ihn ist es das zweite ungeplante kind.... denke mir einfach wenn er mich und meine kinder jetzt nicht mehr will...in ein paar jahren werde ich drüber weg sein...sein kind zu töten...das wird ein leben lang present sein. morgen hab ich einen termin beim frauenarzt und dann muss ich mir irgendwie hilfe suchen. ein glück leben wir noch nicht zusammen...hab ihm schon gesagt ich halte ihn aus allem raus :(

ich weiß das ich das schaffen werde. die liebe von einem kind bleibt ein leben lang...und man wächst nach und nach in die mutterrolle rein. meine 3 waren alle geplant nur das 4te jetzt nicht ....alleindarzustehen und meine große liebe wahrscheinlich zu verlieren...es ist so schrecklich für mich :(

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Ja, glaube auch, dass einem das ein Leben lang verfolgen wird. Aber wenn das Kind da ist, ist es ja auch für immer da, auch wenn man es dann nicht will. Habe Angst, dass ich vielleicht nicht automatisch in die Mutterrolle reinwachse, obwohl mir schon gesagt wurde, dass nicht eigentlich nicht passieren kann, weils ja ein ganz natürlicher Vorgang ist.
Find das so schön, dass du so optimistisch bist und weißt, dass du es schaffst. Das ist wahrscheinlich der erste Schritt, der Glaube daran. Den muss man erstmal finden...

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ich hab mir unzählige berichte und bilder zum thema abtreibung angesehen...ich könnte das nicht. mein freund steht jetzt wenigstens hinter mir. keine ahnung wie es aussieht wenn ich am freitag nächste woche zum dr. muss um zu gucken ob sich das weiter entwickelt hat oder oder oder...
meine anderen kinder stammen aus erster ehe und waren alle geplant..mein letzter kam als früchen und war sehr krank. sie ss verlief nicht gerade schön weil mir immer zu schlecht war. ein sattes jahr konnte ich nicht druchschlafen und musste ihn auch 1 jahr stillen weil er so probleme hatte endlich mal ein fläschchen zu nehmen.
muss jetzt abwarten die eine woche.

ich vermute mal das wird sich alles normal entwickeln und dann wird mein freund sich sicherlich nochmal zurückziehen :(

ich meine er hätte dann drei kinder und die waren alle nicht von ihm gewollt.

die zwei die er mit seiner exfreundin hat, da war nr.1 ein unfall und den 2. wollte sie unbedingt haben und um die familie nicht kaputt zu machen weil sie es so wollte hat er zugestimmt...
diesen sylvester werd ich nie vergessen.

positiver ss, meine scheidung rechtskräftig geworden und noch ne nette nebenkostenabrechnung im kasten. ach ne ...aber irgendwie geht es weiter ...

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Ach Mädel :)
Das kenne ich. Ich kann dir nicht versprechen alles wird gut.

Aber ich kann dir sagen, in deiner Situation, mit dem was du hinter dir hast, psychische instabilität ist dein Gedankenchaos, absolut normal.

Ging mir ähnlich.

Ich hatte hier sogar geschrieben, dass ich nicht weiß ob ich dieses Kind überhaupt lieben könnte, obwohl sich mein Herz schon lange lange in dieses klopfende Ding auf dem Ultraschall verliebt hatte.

Ich hatte oft Panik, wirklich nackte Angst, nicht gut genug zu sein als Mutter, Ich hatte Angst ihne genauso kaputt zu machen, wie ich kaputt gemacht wurde.

Einfach nur nackte und schiere Angst.

Heute ist Bub 4 Jahre alst. Ja, ehrlichweise es ist nicht alles gut. Ich neige dazu ungeduldig zu sein, und mein sohn neigt dann dazu noch mehr aufzudrehen und noch weniger das zu machen, was ich will (manchmal hat er ja recht, das muss ich ihm sagen) wir haben da aber einen guten Kompromiss gefunden. Wenn gar nichts geht, geh ich eine rauchen.. zugegeben nicht ideal. aber besser als alles andere.

So langsam wird die schwangerschaft real. Das merkst du. und jetzt kommt die angst. Aber hast du mal darüber nachgedacht, ob deine PSyche einen Abbruch verkraftet? was es mit deiner Seele macht?

und hast du mal darüber nachgedacht, was passiert, wenn du dieses wunderbare kleine Wesen bekommst, und du es schaffst. Du eine super Mutter bist..? Schon mal einen Gedanken daran verschwendet, dass es funktionieren kann?

Gehe in dich. Du musst dich nicht sofort entscheiden. Schreibe mich an wenn du magst. Ich wurde vor vielen Jahren als Mensch mit einer instabilen Persönlichkeitsstörung diagnostiziert und davon ist fast nichts mehr übrig geblieben. Ne ganz lange zeit hatte ich keinen Sinn im Leben gesehn. Und inzwischen... Mein sohn ist nicht mein Lebensinhalt, aber das Rädchen, das den Wunsch nach dem Leben zum laufen gebracht hat. Er ist Teil eines großen Ganzen ;)

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Genau das dachte ich auch schon, das ich es vielleicht auch gar nicht lieben kann, das ich irgendwie keine Liebe in mir hab oder so, obwohl das wahrscheinlich auch Quatsch ist. Ich will auch auf keinen Fall so versagen wie meine Eltern, das wäre das schlimmste, die selben Fehler machen. Habe mir auch schon vorgestellt wie schön es sein könnte, aber das scheint dann in manchen Momenten soo weit entfernt...

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Hallo
Ich kenne das aus eigener Erfahrung.

Und deine Bedenken ob du es mit Kind schaffen kannst,würde ich sehr ernst nehmen.
Es kann gut gehen oder auch nicht..wenn nicht dann leidet ein kleiner Mensch sein Leben lang darunrer.
Wenn du abtreibst musst nur du damit fertig werden.
Mutterliebe kommt halt nicht immer auf.
Gerade wenn nan eine Wochenbettdepression entwickelt wird es echt hart.

Ich hab trotz schwerer psychischer Probleme ein Kind ausgetragen..ich hatte Zweifel die ich zu leichtfertig beiseite geschoben habe.
Ich hatte Therapien. Jede Menge.

Das Kind blieb mir fremd.
Es hat gespürt dass ich es nicht 100prozentig annehmen konnte.
Dadurch hat sich mein Gefühl zu versagen und nicht normal zu ticken noch verstärkt.

Die schlaflosen Nächte sind da auch nicht gerade hilfreich wenn man instabil ist.
Mein Kind ist heute auch ziemlich kaputt.

Es gibt halt auch die Möglichkeit, dass du es kriegst und es eben nicht funktioniert.

Was dann?

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Du schreibst "ich kann keine Verantwortung für mein Leben übernehmen, erst recht nicht für ein Kind". DAS ist in meinen Augen der wichtigste von dir geschriebene Satz. Ich an deiner Stelle würde mich fragen "WILL ich Verantwortung übernehmen?". Wenn ich die Antwort auf diese Frage wüsste, dann wüsste ich was zu tun ist.

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Ach, ehrlich gesagt ist genau das das Problem. Ich weiß so oft nicht, was ich will. Ich bin so unsicher meinen Gefühlen und Wünschen gegenüber, fühlt sich dann an, als hätte ich nur Brei im Kopf. Bisher wollte ich nie Verantwortung übernehmen, bin halt immer nur weggelaufen, wenns brenzlig wurde. Aber andererseits weiß ich auch, dass das ja nicht ewig so gehen kann, dass ich irgendwann "erwachsen" werden muss und mich den Dingen stellen...

Vielen Dank erstmal für die ganzen lieben Antworten.

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Wenn ich Single war , hab ich auch kaum Verantwortung für mich übernommen .

Mit einem Partner wars immer schon besser und seit dem unserer Sohn da ist viel besser ! Sogar vorbildlich .

Ich hatte auch bedenken kann ich dieses Kind lieben ?
Ich dachte auch immer ich möchte unbedingt Kinder und trotzdem war ich mir aufeinmal nicht mehr sicher !
Was soll ich dir sagen , ich liebe meinen Sohn heute 22 Monate über alles !

Jeden Tag mehr ! Ich trage ihn auf Händen , und stecke gerne für ihn zurück !
Mutterliebe ist sowas großes , ich konnte mir das vorher nicht annähert vorstellen !

Vielleicht musst du es einfach wagen !

Hilfe kannst du dir immer holen !

Wünsche euch alles liebe !!!!

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