Abbruch erst möglich nach "Feststellung der Schwangerschaft"?

hallo,

habe positiv getestet, will das Kind nich behalten. Frauenarzt sagt, ne Schwangerschaftsbestätigung bekomme ich erst, wenn er im Ultraschall was sieht. und erst wenn er mir die Bestätigung ausgestellt hat, kann ich einen Abbruchtermin vereinbaren. kann das so sein?! was, wenn man erst in der siebten Woche etwas sieht?!! ich würde es gerne schnell hinter mich bringen.

vg
habdamalnefrage

1

Geh zu nem anderen Arzt.

Lass die SS mit einem Bluttest feststellen. Geh dann zur Beratungsstelle und dann kannst du die Abtreibung machen lassen.

Alles gute #blume

2

Hallo!!
Ja, es muss natürlich erst bestätigt werden!
Denn was soll man "abtreiben" wenn nichts da ist?
Ebenso muss man auch ausschließen können, dass es z.B. Eine Eileiterschwangerschaft ist.
Gruß

3

Hallo

Ich hatte positiv getestet bin zur Beratung gefangen und hab dann sofort Ben Termin vereinbart. War vorher nicht beim FA weil es genau über die Feiertage war und niemand war da. Vor dem Abbruch wurde aber noch ein US gemacht um alles zu überprüfen.
Es geht also auch ohne Bestätigung!!

Alles gute für dich undf viel kraft

4

Hallo,
ja leider , du brauchst um einen Abbruch machen zu lassen eine Bestätigung über die Schwangerschaft. Das war bei mir auch so . Ich wollte es auch so schnell wie möglich hinter mich bringen. Ich hatte im Sommer einen Abbruch . Wenn du die Bestätigung hast musst du zum beratungsgespräch und erst 3 tage danach kannst du den Abbruch machen lassen . Wenn du fragen hast kannst du mich gerne fragen. Ich wünsch dir alles gute.

5

Hallo du

hm...an was das wohl liegt. Ich brauchte keine. Die Beratungsstelle hat gesagt muss nicht unbedingt sein.
Kommt aber wahrscheinlich auf die stelle an.

Ich Schick dir liebe grüße

7

Dann war die Beratungsstelle sehr unkompetent.

3 tage sind eig. Pflicht, arbeite auf einer Gyn Station und wir schicken die Frauen IMMER nach hause wenn wir sehen dass die 3 Tage noch nicht rum sind.

Was eig. auch richtig ist, denn dafür ist das Beratungsgespräch ja da, man soll seine Entscheidung gut bedenken.

weiteren Kommentar laden
6

Das ist Richtig ,die Schwangerschaft muss erst an der richtigen Stelle gesehen werden ,vorher gibt es keinen Abbruch ,da eine Eileiterschwangerschaft und eine Bauchhöhlenschwangerschaft ausgeschlossen werden muss !

VG

8

Nachtrag

Zum Beratungsgespräch kannst Du aber vorher schon gehen und Dir die Bescheinigung geben lassen ,dann geht es sobald der Frauenarzt im Ultraschall die Schwangerschaft feststellt auch sehr schnell mit dem Abbruch !

VG

10

hallo und guten tag dir!
welche woche hat denn der frauenarzt gemeint? sicher hat er dir einen neuen termin gegeben. machst du dann derweil einfach schon die beratung?
du möchtest alles so schnell wie möglich hinter dich bringen ... belastet natürlich alles ziemlich ... wäre es dein erstes?
ich hoffe, du kommst erstmal gut durch die kommenden tage bis sich etwas geklärt hat! hast du sonst auch noch eine stressige zeit?
liebe grüße von

kyra #liebdrueck

11

Hi,

Erstmal: dir alles Gute, egal wie du dich entscheidest.

Zur Frage: ich brauchte bei ProFamilia (Mainz) weder Bestätigung der Schwangerschaft, noch eine Überweisung (obwohl mir mein Frauenarzt das mitgegeben hat).

Das eigentliche Gespräch dauerte keine 1 1/2 h, war, finde ich, "Wischiwaschi". Vielleicht ging es auch darum, das ich dort mit dem Vorsatz hin bin: "ich will nur den A-Schein haben und mich voll 'denen' nicht überreden lassen...."
Also, kurz und knapp, bekam ich einen Din-A4 Zettel, wo drauf stand: "Frau ... wurde dann-und-dann von Herrn ... Gemäß Paragraf XY beraten und aufgeklärt."

Das war es also: meine "Legitimation" um in frühestens 3 Tagen meinen Abbruch straffrei durchführen lassen zu können. Natürlich über "Risiken und Nebenwirkungen" aufgeklärt und - praktischer Weise - mit Empfehlung und Hinweis über die unabhängige, durchführende Ärztin, im selben Haus, die "es" dann machen könnte.

Zum ersten Mal schwankte ich danach innerlich und haderte mit mir selbst. Das war das erste Mal, seit dem Schock-Tag, an dem ich den pos. Schwangerschaftstest in der Hand hielt, das ich unsicher wurde, ob dieser Weg das richtige für MICH sei. Das erste Mal, wo die Bedenken über diesen kommenden Schritt aufkeimten und meine ablehnende Haltung etwas verdrängten.

Ich nahm mir vor, mir selbst mehr als die drei Tage Bedenkzeit einzugestehen. Die Entscheidung war einfach zu bedeutend, als das drei Tage genug seien, um wirklich ernsthaft alles nochmal zu überdenken. Ich wollte beide möglichen Lösungs- und Lebenswege ein weites Mal gedanklich durchgehen, soweit meine Vorstellungskraft reichte.

Wie würde es sich anfühlen und wie würde es sein, heute, morgen, in einem Jahr, in zehn wenn ich diese oder jene Entscheidung träfe?
Könnte ich hinter dieser Entscheidung stehen? Was würde sich verändern?

Nun,
Den einzig wirklich ernst gemeinten Rat meinerseits: nutze nicht nur die drei gesetzlich vorgeschriebenen Tage, die Frist in der du abbrechen kannst, ist sicherlich noch viel länger (weiß nicht, in welcher Woche du bist).

Hol dir den Schein, wenn du willst. Dann hast du ihn zu Hause liegen. Aber gestehe dir zu, beide Szenarien durchzuspielen. Und zwar solange deine Zeit reicht.

Ich brauchte mehrere Wochen, bis ich mich entschied. Emotionales Chaos, hin und her...
Bin selbst dankbar dafür, dass ich mir die Zeit gegeben habe und versuchte, nüchtern nachzudenken, den Schock soweit möglich bei Seite zu schieben.

Viel Glück und alles Gute!
LG Bonnie

17

hallo liebe bonnie,
was du hier erzählst – das hat mich jetzt richtig gefesselt. ich hab mich dann gefragt, und, wie ist es ausgegangen ... auf deiner vk steht: ... ich bin in der 25. woche schwanger. du, das erleichtert mich ja schier als „außenstehende“ und macht mich froh ;-)
schade, dass das beratungsgespräch nur wischiwaschi für dich war. aber wie gut, dass dich gerade das ins nachdenken und abwägen gebracht hat – das war also die gute seite daran - du hast gemerkt: um soooo wenig kann es ja nicht gehen!
so, wie es dir ging, das kennen glaub ich ganz viele frauen. erstmal ist man im schock und will nur raus aus dem problem – danach kommt erst die zeit, wo man wieder klare gedanken fassen kann und sich imstande fühlt, so richtig an der situation zu arbeiten. 3 tage sind da wirklich zu wenig... deshalb ist dein hinweis, dass man sich zeit geben soll, ganz klasse #pro

du hast beide möglichen wege durchgespielt – wie kamst du dann eigentlich zu Deinem weg? man braucht ja ein angebot von möglichkeiten, wie es überhaupt gehen könnte und dann kann man sich erst richtig entscheiden. wie gut, dass du dich nicht mit dieser einmaligen beratung zufrieden gegeben hast! das abwägen und hin und her – gedanklich und emotional – kostet ja auch unheimlich kraft. wie hast du es geschafft, Deine entscheidung zu treffen, für die du heute so dankbar bist - würde mich als „außenstehende“ ;-) interessieren.
ich grüß’ dich ganz #herzlich und wünsch’ dir eine weitere schöne kugelzeit,

hanna

19

Hallo Hanna,

Erstmal danke für deine Antwort. Ich las sie gestern Abend bereits, war aber zu müde zum antworten. Es ist nämlich leider nicht mit ein paar kurzen Sätzen erklärt: alleine die Vorgeschichte, wie es zur Schwangerschaft kam, ist komplex und ein wesentlicher Hintergrund, warum ich in Schwierigkeiten deshalb geraten bin.

Ich versuche es kurz zu fassen, insgesamt wird es dennoch bisschen Zeit in Anspruch nehmen.

Ich habe bereits zwei Kinder, bin also über das, was, rein aus dieser Hinsicht, auf mich zu kommt an Verantwortung, Mehrbelastung, ect. mir darüber im klaren. Mit der Geburt meines zweiten Kindes, vor fünf Jahren, war meine Familienplanung abgeschlossen, es war schon immer meine Idealvorstellung, dass ich genau zwei Kinder haben wollte - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Daran hatte sich auch bis zum jetzigen positiven SS-Test nichts geändert. Alleine deshalb war ich schon nicht sehr erfreut darüber, egoistisch gesehen war ich nämlich gerade wieder in einer Phase des "Aufatmens" angelangt. Die Kinder waren soweit selbstständig, es hätte mich, rückblickend, so viel Kraft und Nerven gekostet, sie alleine so groß zu bekommen. Denn trotz Ehe fühlte ich mich all die Jahre von meinem Mann alleine gelassen, als Singlemutter - aber auch als Frau!

Und das war schon das nächste Problem: dieses Kind, jetzt noch unter meinem Herzen tragend, ist nicht von ihm.

Letztes Jahr hielt ich die häusliche Situation nicht mehr aus, hatte einen Nervenzusammenbruch und erkannte, dass mein schlimmes Essverhalten (Esssucht), mit meiner partnerschaftlichen Vereinsamung und meiner ganzen ehelichen Situation zusammen hing. Es dauerte lang, mir das selbst einzugestehen und die Bereitschaft zu finden, etwas zu unternehmen. Nicht nur, dass ich 35 kg abnahm, in dieser Zeit fand ich selbst kleinere Hobbys wieder und ging sogar abends mal wieder weg. Es tat gut und ich war erschrocken über die Tatsache, das ich nicht wusste, wo ICH all die Jahre gewesen war - ich habe mich irgendwann, irgendwie unterwegs selbst verloren. Weiß nicht, ob es halbwegs nachvollziehbar ist. Aber ist an dieser Stelle auch zu komplex zu beschreiben.

Jedenfalls, im Dezember letzten Jahres reichte es mir endgültig. Ich erklärte meinem Mann, dass ich die Trennung und Scheidung wolle. All die Jahre war dieser Schritt nicht mal in meinen kühnsten Überlegungen gewesen. Hätte mich nicht mal getraut an sowas zu denken. Doch ich war so enttäuscht über die Entwicklung unserer Ehe und so erstaunt darüber, wie ich plötzlich aufblühte, ohne ihn, das ich mich kraftvoll genug fühlte, diesen logischen letzten Weg konsequent zu Ende zu bringen. -Kurzfassung ;) -
Im Frühjahr, diesen Jahres, lernte ich diesen Mann kennen. Wir waren beide einsam, verstanden und gut, gingen freundschaftlich (ohne Hintergedanken) ein paar mal aus, hatten Spass miteinander. Auch meine Kids mochten ihn: er schenkte auch ihnen Aufmerksamkeiten und Zeit, de sie von ihrem Vater nicht gewohnt waren. Schwimmbad oder Kino oder Stadtbummel - alles war toll, tat gut und ließ, besonders mich, für diese Momente Alltag und Sorgen vergessen. Es war unglaublich und unbeschreiblich das Gefühl, wenn ich morgens schon eine Nachricht erhielt, wo jemand wirklich wissen wollte, ob ich gut geschlafen habe und wie es mir geht.... Naja, eins kam zum anderen, und es war nur noch ein "kurzer Weg" dahin, bis wir auch im Bett landeten und Zärtlichkeiten austauschten, die ich ebenso lange vermisst habe.

Dennoch war ich stets offen gewesen und sagte ihm, das es rein freundschaftlich bleiben solle. Ich befand mich schließlich noch in einer Ehe, wenn auch in Trennungsphase. Obwohl er es oft ansprach, sagte ich ihm, das ich erstmal alleine klar kommen will wenn meine Ehe geschieden ist. Weder will ich momentan zusammenziehen (er suchte heimlich Wohnungen, fand ich später heraus), noch wollte ich wieder heiraten, noch wollte ich eine Patchworkfamilie (von der er träumte), noch einen anderen "Papa" für meine Kinder, noch zusätzliche Kinder, noch sonst irgendwas festes in naher oder künftiger Zukunft planen mit einem anderen Mann, einer neues Beziehung, ect. Ich war nicht soweit und für das alles bereit. Das wusste er.

Nun, ich wurde von ihm schwanger. Fahrlässig unvernünftig verhütet, gestehe ich ein. Habe mit ihm die ersten drei, vier Tage, direkt nach meiner Periode geschlafen. Mal mit, mal ohne Kondom. Mein Zyklus ist immer sehr lang, mindestens 30 Tage, meist eher 35-40 Tage. War mir relativ sicher deshalb - eine beschissene Fehleinschätzung, brauchen wir nicht weiter darüber zu reden. ;/

Im ersten Moment war da natürlich der Schock. Und Panik. Erstens wegen dieser Situation, von einer Affäre schwanger zu sein. Zweitens, weil ich doch keine Kinder mehr wollte. Drittens, weil es mich echt verzweifelt machte von dem Gedanken her, mit einem Neugeborenen wieder neu anfangen zu müssen. Wie sollte ich das schaffen, hatte ich doch gerade erst selbst wieder ein bisschen "zu Leben" gelernt, nicht nur Mutti, Putzfrau und Köchin zu sein. Tatsächlich auch endlich mich selbst wieder gefunden zu haben, neue Lebensfreude schöpfend... Das brach mit dem positiven Test alles über mich herein und ich zusammen.
Nix! Es konnte nur eine Lösung geben: Abtreibung!
Ich wollte weder dieses Kind, noch das damit unsichtbar verbundene "Verhältnis" zu diesem Mann, der in dem Moment also automatisch ein Teil meiner Zukunft sein würde (zumindest wenn er sein Kind sehen wollte, eine Beziehung war für mich dennoch kategorisch ausgeschlossen.), noch die Peinlichkeit und die Schande, offen zugeben zu müssen, dass ich schwanger von einem anderen Mann bin, noch die daraus resultierende familiäre wie auch gesellschaftliche Ächtung und Gerede, was ich künftig ertragen müsste - noch sonst irgend ein zusätzlich, daraus resultierendes Problem, was ich nicht in der Lage war zu überdenken oder zu überblicken.

Ich war wütend. In erster Linie auf mich selbst. Was mir anfänglich so gut getan hatte, diese Affäre, diese Möglichkeit, aus meinem Alltag zu entfliehen, meinen Kummer stückweit zu vergessen, brach mir jetzt das Genick! Ich fand es sooo unfair, das ich, blöd gesagt, einfach so und ungefragt schwanger geworden bin. So gemein, das mir mein Leben auf diese Weise neu diktiert wurde und ich keine Chance haben sollte, mein Veto einzulegen, kein Recht auf Selbstbestimmung hierzu, wie in den anderen Schwangerschaften. Ich wollte schreien und weinen und toben deswegen. Ich war so dumm gewesen!
Doch... Es gab eine Möglichkeit diese "Sache" zu beheben, alles auf Anfang zu bekommen, meine neugewonnenen Freiheiten behalten zu können. Mir selbst das Leben nicht noch schwieriger machen zu müssen, als es ohnehin war: sogleich der FA die Schwangerschaft bestätigte, sagte ich ihm, dass sie nicht erwünscht sei. Er nickte schweigend und stellte mir, anstatt den Mutterpass, die Überweisung zur ProFamilia aus. Und den Hinweis, dass er mich, wenn "es" getan ist, gerne zwei Wochen später zur Nachsorge sehen wolle...

----

Nach dem Besuch dort, ging ich also nochmals in mich. Versuchte all meine neg. Gefühle beiseite zu schieben. Nochmals vernünftig an die Entscheidung heranzugehen.

Es gab so viel zu Bedenken.

Alle Gedankengänge bekomme ich sicherlich nicht mehr zusammen.

Die intensivsten waren:
- erstmal die Angst wegen der Stigmatisierung, die auf mich zu kommen würde wenn ich meinen Seitensprung und meine Schwangerschaft öffentlich zugeben müsste bei Familie, Freunden, Bekannten, Nachbarn... meinem Mann, meiner Schwiegerfamilie.

- die resultierenden Reaktionen darauf, die sehr vielfältig, doch meist negativ sein würden.

- Existenzängste, und zwar ganz massiv.

- Ängste, was meine Kinder betrifft, wie sie in dieser Situation zurecht kommen werden.

- Ängste in aller möglichen weiteren Form, viele weitere Themen.

- der Gedanke, das ich ja selbst Schuld an der Situation war und die Frage, ob ich, wenn ich abtreibe, alles nicht noch schlimmer mache. Aus einem großen Fehler einen noch größeren, sozusagen. Ich bin nicht religiös. Aber ich glaube fest daran, das ich nicht das Recht habe über Leben und Tod zu entscheiden. In der Vergangenheit war ich immer gegen Abtreibung - wenn ich auch Verständnis hatte, wenn andere Frauen das manchmal tun müssen, aus ihrer verzweifelten Situation heraus.

- Ich musste mich ernsthaft fragen, was für mich schwerer zu ertragen sei: die Schwangerschaft zu erhalten, alle Konsequenzen tragen zu müssen, als Strafe für mein Verhalten, sozusagen. Und mich meinem Schicksal zu ergeben, was ein schwerer Weg werden würde. Oder ob ich diese zehn Minuten Absaugung hinter mich bringen sollte. Zehn Minuten - dann war alles wieder Sonnenschein und das Leben "schön"!
Augenscheinlich... Denn: eigentlich auf einer Lüge und Vertuschungen basierend.

- konnte ich die nächsten Jahre dann aufrecht in den Spiegel schauen?!
- könnte ich die nächsten Jahre fröhlich m e i n e n Geburtstag feiern, in dem Wissen, dass nur 2 (!) Tage später mein drittes Kind seinen Geburtstag gehabt hätte?!
- Wie würde ich es schaffen, meine anderen Kinder liebevoll und wohlwollend aufwachsen zu sehen, ihnen täglich ins Gesicht zu schauen und mich nicht zu fragen, wie es dem Dritten wohl ergangen wäre? Ja: diese ersten beiden Kinder waren und sind absolute Wunschkinder! Und mein Leben würde ich für sie geben... Aber, nur weil das Dritte Kind nicht wie in einem Bilderbuch entstand, war ich wirklich unfähig, es auch lieben zu können und konnte ich es wirklich nicht annehmen?

- und wenn ich es annehmen würde, würde ich es nur stets als "gerechte Strafe" ansehen oder könnte sich mir nicht als Geschenk ergeben? Ein wundervolles, wenn auch unerwartetes und erst ungewolltes Geschenk?
- wusste ich nicht insgeheim, dass sich alles mit vorbeifließender Zeit relativiert? Alle Sorgen und Nöte von heute in ein paar Jahren nichtig sein würden? In ein paar Jahren hätte ich entweder die Möglichkeit, ungewiss meine Zukunft mit "nur" zwei Kindern zu leben. Aber mit der Gewissheit, das ich eines Töten ließ. Oder ich könnte, auch wenn es noch so schwierig bis dahin sei, künftig drei lachende, fröhliche, manchmal auch traurige, aber immer geliebte, Gesichter vor mir sehen - und selbst mitlachen/mitleiden.

- ebenso kannte ich so viele Paare, in naher Bekanntschaft, die ungewollt Kinderlos waren. Gerade ein paar Test nach meinem pos. Test, erfuhr ich, dass die Frau eines engen Freundes ihr 2. Sternenkind betrauert. Ja, es war unfair: sie wünschten sich sehnlich eines und mir wurde quasi eines "aufgezwungen". So dachte ich anfangs erst in meiner Wut. Dann überlegte ich, welcher Hohn es für sie sein müsste, wenn sie erfuhren, dass sie keines bekommen durften und ich meines "entsorgen" ließ. Ich kam zu dem Entschluss, das ich besser dankbar dafür sein sollte und es auch ein Stück weit in "Ehren" gebären und großziehen sollte für alle stellvertretend, die keine Kinder bekommen können. Mag verrückt klingen, aber der Gedanke beruhigte mich ein wenig, gab mir kraft und ich fand ihn schön.

Seither ist bereits einiges passiert, nachdem ich mich für das Kind entschied. Emotional wie auch in meinem Leben. Viele schwere Dinge, die mich oft Bäche heulen ließen. Aber, zu meiner Verwunderung, auch schöne, positive Reaktionen und Handlungen, die mich in meiner Entscheidung bestärkten - für das Kind!
Schön wäre es, besonders für mich, erzählen zu können, dass alles im Happy-End endete. Und wieder Friede und Eitel-Sonnenschein in meinem kleinen Lebenskosmos herrschen würde. Dem ist allerdings nicht so. Leider. Es gibt noch fiele Probleme, die nach wie vor ungewiss und ungeklärt sind. Nach wie vor befinde ich mich in mancher Hinsicht in Schwebezuständen, weiß nicht, wie es dort weiter gehen wird. Das wird nur die Zukunft zeigen. Und ich weiß auch, dass lange nicht alle Schwierigkeiten überwunden sind - ja, manche fangen sogar erst an wenn das Kleine auf der Welt ist.

Doch eines weiß ich ganz sicher: für mich hab ich richtig entschieden. Ich schaue aufrecht in den Spiegel, bin zufrieden, freue mich sogar sehr auf das Kind. Unverhoffter Weise. Und unter nicht ganz so idealen Umständen, wie es bei den anderen war. Aber, Mensch! Bald bin ich nochmal Mama... :)

Soweit,
Alles Liebe.

Bonnie

weiteren Kommentar laden
12

Die Antworten sind hier widersprüchlich. Liegt daran, dass das unterschiedlich gehandhabt wird. Es ist so, dass im Prinzip

1. Ein Abbruch erst durchgeführt werden kann, wenn eine intakte Schwangerschaft bestätigt worden ist. Da es gesetzlich die Möglichkeit eines "Eventualabbruchs" nicht gibt.
2. Im Prinzip kann eine Konfliktberatung auch nur durchgeführt werden, wenn die Schwangerschaft feststeht, da es keine Beratung "auf Vorrrat" gibt.

Punkt 2 ist aber interpretationsbedürftig. In Der Regel verlangen die Beratungsstellen keinen ärztlichen Nachweis der Schwangerschaft, die Aussage, dass der Test positiv war, reicht in der Regel. Kann je nach Beratungsstelle verschieden sein, aber die wenigsten verlangen echt einen Nachweis.

Bis den Termin bei der Beratung hat, die 3 Tage Wartefrist und und der Abbruch dann durchgeführt wird, lässt sich die Schwangerschaft klar nachweisen.

13

ja,die ss muss auf jedenfall bestätigt sein.
ich bin jetzt nicht auf den neusten stad
also bitte nicht steinigen wenn es jetzt anderst ist.
aber vor kurzen war es noch so das du bei einen abbruch mit op und auschabung sogar das ergebnis einer intackten ss abwarten muss dh bis das schlagende herz zusehen ist.
und die fruchthöle muss eine gweisse grösse haben weil sonst die gefahr zu gross ist das teile zurück bleiben,

bei einen abbruch mit dsr pille reicht es eine mini fruchthöle zu sehen um auszuschliessen das es eine einleiter ss ist

das ist oft schon in der 5ssw der fall.

aber vieleicht kannst du dich bei pro,.test schon mit der beratungsstelle auseinander setzen und diesen termien schon machen?!das weiss ich aber nicht so genau

l,.g alles gute

14

Das schlagende Herz muss NICHT zu sehen sein. War es bei mir auch nicht. Und eine Feststellung der Schwangerschaft PER ULTRASCHALL vor dem Termin ist auch nicht nötig. Lediglich die Feststellung der Schwangerschaft (Blut, Urin).

Direkt vor dem Eingriff hat der operierende Arzt dann noch ein US gemacht.

15

mir wurde es damal so gesagt und meiner freundin vor kurzen-schulterzuck.
wie es jeder fa oder kh für sich handhabt weiss ich nicht,
ich disskutiere jetzt auch nicht rumm,ich schreibe nur was ich aus erster bzw 2hand weiss

weitere Kommentare laden
Top Diskussionen anzeigen