Gibt es sowas wie "Phantomwehen"?

Hallo an alle,

ich weiss,die frage hört sich wohl im ersten moment ziemlich blöd an, aber mir gheht es gerade sehr sehr miserbal.

ich habe mich letztes jahr fü einen abbruch entschieden.ich hatte schlimme zukunftängste(habe schon zwei kinder,keine ausbildung und nur einen aushilfsjob),jeder hat mir abgeraten,fühlte mich allein und dann habe ich es getan.

danach bin ich fast innerlich verendet,wollte abends schnell einschlafen mit dem wunsch,nicht mehr aufzuwachen und morgens bin ich aufgewacht und habe mir gedacht, wärst du doch nie wieder aufgewacht.

erst als meine therapeutin mir zu antidepressiva geraten hat,konnte ich wieder ein halbwegs normales leben führen.

bis vor ein paar tagen.
ich hätte am 7.3. entbindungstermin und ich merke,wie krank mich das wiederalles macht.ich weine viel,kann kaum schlafen oder essen,ich hasse mich so ... ... und jetzt habe ich immer wieder unterleibsschmerzen,die kommen und gehen, wann sie wollen.
manchmal frage ich mich,ob das phantomwehen sind,weil ich mit dem verlust nicht klarkomme und niemals hätte abtreiben dürfen.

ich wünschte,ich könnte mein baby bald im arm halten.
ich wünschte,ich wäre stark geblieben.

ich bin so endlos traurig#schmoll

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Hey, #liebdrueck
du bist eine von sooooo vielen, die ihre Entscheidung, ihr Baby abgetrieben zu haben, zutiefst bereuen.

Ich kann verstehen und nachvollziehen, dass es dir elend geht. Und ich glaube auch, dass deine Unterleibsschmerzen psychischer Natur sind. Ob es nun wirklich "Phantomwehen" sind, weiß ich nicht. Aber ich denke schon dass es einen Zusammenhang gibt.

Wichtig ist, dass du wieder auf die Beine kommst. Du kannst traurig sein und du kannst weinen, das ist sogar sehr wichtig. Allerdings musst du auch wieder einen Weg aus deinem Loch finden. Du hast 2 Kinder, die eine gesunde Mama brauchen.

Ich würde mir an deiner Stelle wieder therapeutische Hilfe holen. Allerdings glaube ich nicht, dass es nur mit Antidepressivern getan ist. Du wirst die ganze Sache von vorn bis hinten aufarbeiten müssen. Das wird sicherlich nicht einfach aber es ist wichtig für dich.

Hast du jemanden zum Reden? Freundin? Mama? Oft hilft das einem das auch sehr.

Ich wünsch dir alles Liebe und Gute und hoffe dass es dir bald wieder besser geht. Wenn du magst, kannst du auch gern Pn schreiben.

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Hallo,

nun, was geschehen ist, ist leider geschehen. Nun gilt es, einen oder vielleicht den Weg zu finden, in Frieden weiterzuleben. Ich persönlich glaube, dass der einzige Weg zur wirklichen Heilung nicht eine Frage der geeigneten Psychotherapie sondern eine Frage von Schuld und Vergebung ist, z.B. im Rahmen einer geeigneten Seelsorge.

Vielleicht findest du auch hier Hilfe: www.rahel-ev.de

Kannst mich auch gerne anschreiben. Vielleicht kann ich dir ja auch ein wenig helfen#liebdrueck:

LG

Monika

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Du sagst die richtige Worte... Schuld und Vergebung. Sich selber zu vergeben, wäre das wichtigste.. Das gilt nicht nur für die TE.. sonden für einen sehr großen Teil psychisch kranker Menschen..

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