Mein Freund möchte das Baby nicht

Hallo ihr lieben Leute :-)

Ich habe eine große Sorge und ich hoffe ihr könnt mir mit euren Erfahrungen und Meinungen vielleicht etwas helfen.

Erstmal das Thema:
Ich bin schwanger, 37 Jahre alt und habe eine Tochter von 10. Eigentlich hatte ich mit dem Thema Kinderkriegen abgeschlossen, nehme deshalb auch seit Jahren schon die Dreimonatsspritze.
Wie das Leben so spielt...bin ich jetzt trotzdem schwanger geworden. Es mußten soviele Zufälle aufeinander treffen, das es dazu kommen konnte, es ist unfassbar.
1.Ich nehme die Dreimonatsspritze
2.Mein Partner und ich (wir kennen uns erst seit 4 Monaten) sehen uns nur am Wochenende
3.Mußte genau zu dem Zeitpunkt einen Eisprung gehabt haben
4.Mein Partner hat es schwer IN MIR zu kommen, hat das erste Mal funktioniert
Also viele Faktoren mußten erfüllt werden...aber wie gesagt jetzt bin ich schwanger in der 7 Woche.
Das Problem:
Als wir den positiven Schwangerschafttest in den Händen hielten sind wir aus allen Wolken gefallen, waren echt geschockt. Jetzt ist die Situation sooo....
Wir haben uns natürlich etliche Gedanken gemacht.Hin und her was wir jetzt tun sollen.Mein Partner ist ein ganz toller Mann und er steht wirklich hinter mir, egal was jetzt wird.Aber ich war von Anfang an der Meinung das auch er die gleichen Rechte hat zu entscheiden wie ich. Ich weiß viele Frauen denken, mein Bauch gehört mir,aber ich sehe das etwas anders. Es ist auch zu 50% sein Kind,also hat er die gleichen Rechte.Und eigentlich möchte ich keinen Mann zum Vater machen der das nicht möchte.
Jetzt ist es folgendermaßen....in den letzten zwei Wochen hat sich jeder von uns so seine Gedanken gemacht.Natürlich haben wir auch viel geredet. Bei mir hat sich immer mehr der Wunsch gefestigt das Baby zu behalten.Was natürlich auch an den Schwangerschaftsymptomen liegt, die mich vollkommen im Griff haben. Und den Untraschallbildern.Außerdem stehen wir uns finanziell ganz gut, so das ich denke das wir das alles schaffen werden.
Er aber...so wie ich das mitbekomme,steht eher auf der Seite gegen das Kind.Er hat große Angst vor den Veränderungen und sieht halt das es alles ohne das Baby einfacher wäre.
Ich weiß nicht was ich tun soll.....einerseits möchte ich zu meinem Wort stehen das ich einen Abbruch mache wenn er das möchte,andererseits habe ich halt schon

ein Bezug zu diesem Kind aufgebaut.Und ich weiß nicht wie er reagieren würde,wenn ich doch gegen seinen Willen entscheide...weil unsere Beziehung bisher auf absolutem Vertrauen basiert.
Was soll ich tun???
Ich bin für jede Meinung dankbar

1

also, du willst einen abbruch machen wenn er das will?

oben schreibst du noch von 50%

Männer kommen oft am Anfang nicht klar damit. Er wird, wie dein Bauch auch, mit der Zeit damit wachsen. Ihr müsst da dringend nochmal reden.

2

Hi,

Ich teile deine Einstellung, allerdings BEVOR die Schwangerschaft eingetreten ist.
Wenn eine Frau das schwanger ist, finde ich dass es zu spät ist, den Wunsch des Mannes zu berücksichtigen.
Du willst das Kind. Wenn du es abtreiben lässt, zerstörtst Du Dich als Frau, als Mutter deiner Tochter und als Freundin bzw. Partnerin.
Möglicherweise wirst du das niemals verkraften und verständlicherweise deinem Freund die Schuld geben.

Ich kann verstehen, dass dein Freund (und auch du)total geschockt ist. Das ist sicher auch eine normale Reaktion, wenn man eine Schwangerschaft nicht plant und auch wirklich nicht damit rechnet. Es ist ja wirklich Schicksal dass das passiert ist.
Spreche nochmal mit ihm und sage ihm, wie es dir geht, so wie du es hier aufgeschrieben hast.

Man(n) wächst mit seinen Aufgaben. Wenn der erste Schreck überwunden ist, freut er sich vielleicht und wird ein toller Vater.
Gib ihm ein bisschen Zeit, aber teile ihm bald mit, dass du es nicht kannst. Sag ihm, dass es "Millionen" Selbsthilfegruppen von Frauen gibt, die abgetrieben haben und ein Leben lang darunter tierisch leiden! Zeige ihm Artikel o.ä. und zeige ihm, dass man "sowas" nicht mal eben wegmachen kann. Für Männer ist es leider sehr abstrakt und sie können sich das Leid was danach über einen kommt, nicht im Geringsten vorstellen.
Mache es auf KEINEN FALL!! Egal was er letztenendes sagt.
Schon beim kleinsten Zweifel sollte man es lassen und du zweifelst ja noch nicht mal mehr!
Würde sich dein Freund freuen, wärest du wahrscheinlich die Glücklichste überhaupt!

Er hätte auch ein Kondom benutzen können, ok er hat dir da vertraut, aber trotzdem.
Dass er nicht in dir kommen kann, ist ja vielleicht auch nochmal ein Indiz dafür, dass er wirklich ein Kind wollte. Aber nun ist es doch so gekommen. Und du kannst nicht jetzt ihm zu Liebe abtreiben und dich gegen "gegen seinen Willen" entscheiden. Du kannst aber auch nicht gegen deinen Willen abtreiben. Soll er sich dir zu Liebe zu dem Kind bekennen. Es sollte in diesem Fall echt anders herum laufen.
Für ihn geht nach der Abtreibung alles normal weiter. Du hingegen wirst wahrscheinlich daran zerbrechen. Und damit auch eure Beziehung.

Sprich mit ihm, in aller Ruhe.

Alles Gute.

*Z

3

Hallo insorge,

du hast Recht das es auch zu 50% sein Kind ist. Wenn er aber von Anfang an gegen ein Kind war hätte er auch verhüten müssen.

Du hast dich wie ich sehe schon für das Kind entschieden. Wie denkst du das du mit einem Abbruch umgehen kannst. Die Folgen des Abbruchs musst du zu 100 % selbst tragen.

Könntest du ihm nach einen Abbruch verzeihen das er sich gegen euer Kind entschieden hat?

Du solltest genau abwägen welche Endscheidung du triffst. Ein Abbruch aus Liebe zum Partner obwohl du das Kind gern möchtest kann weitreichende Folgen haben.

Setzt euch noch einmal in Ruhe zusammen und versucht eine für euch beide geh bare Lösung zu finden.

FG blaue-rose

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Hallo!

Bitte bedenke, dass Du auch die körperlichen und seelischen Folgen eines Abbruchs tragen musst - alleine. Schon alleine die Hormonumstellung von schwanger auf nicht-schwanger ist eine heftige Sache, mit der Du erst mal klar kommen musst. Insbesondere, wenn Du das Kind haben willst.

Menschen die große Probleme mit Veränderungen haben - also manchmal muss man sie auch zu ihrem Glück zwingen. Eine Freundin von mir ist auch ungeplant schwanger geworden, ihr Freund war eigentlich auf dem Standpunkt keine Kinder zu wollen - und heute ist er der tollste Papa den man sich nur vorstellen kann, absolut Liebevoll und total vernarrt in seinen Sohn. Trotz Dreimontaskoliken, Zähnen und Schreien in der Nacht.

Vielleicht ist es nicht nur Deine letzte Möglichkeit zu einem Kind, sondern auch die letzte Chance für Deinen Freund. vielleicht würde ihm dabei ja auch ein ganz wesentlicher Teil seines Lebens entgehen?

5

als ich ungeplant schwanger war, war es für uns auch ein totaler schock. vollkommen unpassend und mein freund wollte echt noch keine kinder! ich war da prinzipiell nicht 100% gegen, aber es war halt zeitlich SOSOSOO schlecht!! job im ausland usw...

wir hockten beide vor dem positiven test, da sagte mein freund (jetzt ehemann) :
aaaach du schande, hmmmmm naja... aber man kann das ja auch wegmachen, ne?
meine antwort war darauf nur ganz ruhig, dass er mich mit so einem schwachsinn bitte gerade mal lieber in ruhe lassen solle...
4 tage später war ich im krankenhaus wegen eileiterschwangerschaft.
ER sass da, klein mit hut und fragte den arzt ob er "das" nicht entweder durchdrücken oder aber rausnehmen und unten wieder reinschieben könne #augen

also lange rede kurzer sinn:
erst sind die meisten männer bei so einer ungeplanten ss vollkommen geschockt, ihr leben kommt ins wanken, sie haben angst etc etc. und nach einer weile stellen sie sich ihrer verantwortung und fangen auch an sich zu freuen.

mein freund war nach der op auch sehr niedergeschlagen und jetzt ist er derjenige, der drängelt und ein kind haben will.

ich drücke dir feste die daumen, dass dein freund sich bald auch freut.

6

Offensichtlich willst du das Kind - behalte es! Sorry, aber wenn dein Freund keine Kinder will, dann muss er sich eben ein Kondom über ziehen! Willst du dein leben " zerstören" nur damit ER glücklich ist?? Was ist mit dir?!? Versteh mich nicht falsch, ich bin grundsätzlich keine abtreibungs-Gegnerin, aber so wie ich das aus deinem Text raus lese wirst du einen Abbruch wohl kaum verkraften!

7

kann ich euch beide. Und ich finde nicht, dass der Mann das Recht auf Entscheidung verliert, wenn die Frau schwanger ist. Es ehrt dich, dass du trotz deiner eigenen Freude über dieses Kind noch daran denkst, dein moralisches Versprechen an ihn einzuhalten.

Was tun? Das ist schwierig zu raten. Ihr seid gerade erst 4 Monate zusammen und du siehst ihn (vielleicht) noch durch die rosarote Brille. Natürlich kann sich seine Meinung ändern und ihr werdet tolle Eltern, heiratet und seid auch noch in 30 Jahren glücklich. Doch was, wenn nicht? Dann zahlt er die nächsten 20 Jahre Unterhalt für ein Kind, dass nicht geplant war. Und das bei seinem einzigen echten Schuss entstanden ist ... Soll er darüber jubeln? Wohl kaum. Ja, er hätte zusätzlich verhüten können, blablabla ... Hand aufs Herz - welches Paar in einer Beziehung hat ständig Sex mit doppeltem Boden. Das ist fern der Realität.

Ob du einen Abbruch verkraften könntest, weißt nur du selbst. Nicht jede Frau zerbricht daran, auch wenn sie danach traurig ist. Aber manchmal gibt es keinen anderen Weg.

Ich wünsche dir alles gute und vor allem die Kraft, um die für dich und euch richtige Entscheidung zu treffen.

8

abgesehen von der gesamtsituation:

das ist das problem bei 50%entscheidungen die 2 leute treffen ... einer sagt ja und einer sagt nein ... und dann?????

dann sind wir wieder beim thema dass es letzten endes dein bauch und deine entscheidung ist.

was ich an deiner stelle jetzt tun würde: klar stellen wie es mir geht und warum ich dafür bin. und alles daran setzen durchzukommen. denn du hast ihm 50% angeboten - und dir damit eine grube geschaufelt. was wirklich wenn er nein sagt? gegen deinen willen abtreiben - das macht dich kaputt. entgegen deinem versprechen nicht abtreiben - das macht die beziehung kaputt. ihr(du!) werdet irgendwie die kurve kriegen müssen ...

9

Hallo, für mich ist der Punkt: Du hast ihn nicht hintergangen!
Insofern ist deine SS kein Vertrauensbruch.

Ein Mann, der definitiv keinen Nachwuchs will, sollte doppelt verhüten oder sich zur Vasektomie begeben, ganz einfach!

Ein "Versprechen", im Falle des Falles das Ungeborene abzutreiben, ist ohnehin sittenwidrig und nichtig.

Ich würde niemals gegen meinen Willen jemand anders zuliebe abtreiben, nie!

Er sollte es sich nicht so einfach machen, sondern seiner Verantwortung stellen und in seine Rolle hineinwachsen!
Er wäre nicht der erste, der dafür viel Zeit braucht!
Männer sind oft so!

ER muss das alles nicht durchmachen, sondern DU!
Und du hast dich doch eher für dein Kind entschieden, also würde ich es ihm so sagen und auch, dass du darüber nicht mehr diskutieren möchtest.

Alles Gute!

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