Wer hat schon abgetrieben?

Hallo,

mich würde es gerne interessieren wer von euch schon abgetrieben hat?
Ich meine damit aber nicht wer "musste" abtreiben wegen Krankheit des Kindes, sondern wirklich wer hat er gemacht weil er nicht konnte oder wollte. Ich selbst habe es leider auch gemacht und mich interessiert es wie ihr damit umgegangen seid und was er Ihr jetzt fühlt.

Ich bitte euch hier keinen unnötig anzugreifen oder "fertig" zu machen.

Ganz #herzlich Grüße,
T.

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Ähm...sorry, ich glaube, Du bist absolut im falschen Forum.

Es kann sein, dass es gleich heftig Kritik hagelt....
Muss mich auch ein wenig zusammen reißen. In diesem Forum schreiben Frauen, die ihr geliebtes Kind durch eine Fehl- oder noch schlimmer Totgeburt VERLOREN haben!

Bitte wende Dich doch mit dem Anliegen an das "Ungeplant schwanger"-Forum und lese Dir bitte beim nächsten Mal die Überschriften der Foren durch.

Trotzdem alles Gute....

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Huch ach du mist - Tut mir wirklich leid. Ich hab das völlig falsch verstanden weil ich die beiträge gar nicht durch gelesen!

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Nein. sie ist nicht im falschen Forum!! ;-)
Lies du lieber mal die Überschriften!!#cool

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hi,

lass deinen beitrag besser ins "ungeplant schwanger" von urbia verschieben. ich glaube, hier ist es etwas unpassend.

alles gute
#blume

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Ich habe es noch nie gemacht, stehe aber leider jetzt kurz davor....Bei ProFamilia war ich schon, jetzt muss ich nur noch den Termin machen für den Abbruch, wobei ich noch nicht weiß welche Methode ich nehmen soll!!!

Diese Schwangerschaft ist absolut ungeplant, bin trotz Verhütung (Pille) schwanger geworden.

Meine Beweggründe sind: habe in den letzten 3 Wochen starke Rheumatabletten genommen und Antibiotika, habe am Montag einen Arbeitsvertrag unterschrieben!

Auch wenn viele denken, dass das keine Gründe sind, für mich sind es Gründe!

Im Moment stehe ich absolut hinter meiner Entscheidung, weil die Arbeit für mich im Vordergrund steht.......ich weiß nicht wie es danach aussieht....

Viele Grüße

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Das Danach ändert nichts daran, dass Du es JETZT für den richtigen Weg hälst und dass es JETZT diese und jene Gründe für diesen Schritt gibt. Halte Dir das vor Augen, denn egal was noch kommt, es ändert nichts am JETZT und jetzt ist es anscheinend richtig für Dich.

Niemand kann in die Zukunft sehen, Du kannst nur für JETZT entscheiden - und wenn es jetzt richtig ist, kann so gesehen nachträglich nichts dazu kommen, was es falsch macht. Du gehst den Schritt ja nicht weil Du nicht gut genug informiert bist oder dazu gezwungen wirst (denke ich).

Du mußt nicht nur im Moment, sondern voll und ganz, auch später noch hinter der Entscheidung stehen, denn diese Entscheidung kannst Du nunmal nur jetzt treffen.

Ich wünsch Dir viel Glück und dass Du zu der Entscheidung wirklich stehen kannst, denn wie gesagt, nachträglich kann man nichts an einer Situation und dem derzeitigen Wissensstand ändern (gibt ja leider Frauen, die erst danach von diesem und jenen erfahren und nicht abgetrieben hätten, wenn sie es vorher gewußt hätten - weißt Du was ich meine?)

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Wie kann man eine Arbeit dem eigenen Fleisch und Blut vorziehen?

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Hallo T.,

hatte vor 4 Jahren einen Abbruch machen lassen.

War und ist für mich in der damaligen Situation die richtige Entwscheidung gewesen. Aber deshalb keinesfalls einfach.

Die ersten Tage und Wochen waren schlimm! Hatte und habe Goot-sei-Dank meinen Lebensgefährten, der immer hinter mir stand und steht, an meiner Seite. Er hat nach einiger Zeit gesagt, dass wir das nächste Kind auf jeden Fall bekommen, da er mich nie wieder so leiden sehen will.

Ca. 10 Monate später war ich wieder schwanger und nun bin ich Mama einer süßen Tochter!
Durch die Schwangerschaft, einer mobbenden, schwangeren Chefin und nach der Geburt dann durch das Baby hatte ich dann erstmal nicht mehr so viel Zeit, darüber nachzudenken. Habe als Erinnerung ein schönes Bild von Thomas Kinkade im Schlafzimmer hängen, was mich immer an unser kleines erinnert.

Anfang des Jahres traf mich dann aber alles wieder mit voller Wucht und ich fing das erste Mal seit dem Eingriff an, alles aufzuarbeiten. Denn ich wußte nicht mal mehr, in welcher Woche ich damals war oder wann der ET gewesen wäre. Nun geht es mir wieder besser.

Kann Dir diese Seite sehr empfehlen, da hab ich mich kurz nach dem Eingriff angemeldet:

http://www.nachabtreibung.de

Alles Gute

Susanne + Emily Fiona *05.08.05 und Krümelmaus im #herzlich

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Hi Buzzlemaus,

Ja oft ist das wirklich so, dass alles erst später auftritt und man die ganze Vergangenheit verdrängt. So ist es bei mir, glaub ich, auch immer noch oft. Als würde mich die ganze Sache gar nichts angehen.

Es freut mich wirklich sehr das du deine kleine Maus jetzt hast.
Sag mal war es bei dir auch so das du einen Kinderwunsch nach dem Schwangerschaftsabbruch hattest???

Bei mir ist das nun so. Und nach meiner Ausbildung und etwas Berufserfahrung wollen wir auch eine kleine Familie "gründen".

Es ist immer sehr schön wenn der Partner dann auch noch hinter einem steht. Das war bei mir auch so.Mein Freund war immer für mich und ist es auch immer noch. Er versteht mich und hat auch nie daran gezweifelt das wir das packen. Ohne ihn wäre ich wohl aufgeschmissen.

Die Internetadresse kenne ich, danke! Ich war dort auch angemeldet und habe sehr viel gelesen. Sie tut einem gut, da man weiß man ist nicht alleine.

Es gitb ja oft Frauen die dann wirklich alleine da stehen und das tut mir vom ganzen Herzen leid.

Liebe Grüße #stern,
Talisa

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Hallo Talisa,

ja, es tut immer gut zu wissen, dass man nicht alleine ist!

Ein halbes Jahr vor der ungeplanten SS und dem Abbruch haben wir über Kinder gesprochen und ich konnte es mir zum damaligen Zeitpunkt gut vorstellen, Mama zu werden.
Als es dann aber passiert war, war die Situation beruflich ohne Spielraum. Und das schlimme ist, dass ich völlig panisch war und gar nicht schwanger sein wollte. Hab geheult, als ich den positiven Test in der Hand hatte. Konnte es einfach nicht war haben!

Nach dem Abbruch war ich dann erstmal erleichtert, aber auch an meiner Seele verletzt. Die körperlichen Schmerzen vergehen irgendwann wieder. Aber die Seele behält immer eine Narbe zurück. Und ab und zu tut sie noch weh. Man muss lernen, damit umzugehen.

Einen direkten Kinderwunsch hatte ich nach dem Abbruch nicht. Wir wollten immer Kinder. Aber zu diesem Zeitpunkt war es einfach ... ein sehr, sehr ungünstiger Moment.
Schlimm war für mich nur, dass ich 4 Monate nach dem Abbruch aus meinem neuen Job (für den ich mich gegen das Kind entschieden habe) rausgemobbt und rausgeschmiessen wurde.

Auch wenn es Quatsch ist, aber der Gedanken 'Das ist nun die Quittung für Deine Entscheidung!' war schon ab und an mal da. Aber wie gesagt, dass war und ist Quatsch. Ich wäre so oder so rausgeschmissen worden - auch ohne Abbruch.

Wie schon geschrieben hat mein Lebensgefährte mir nur nach einigen Monaten gesagt, dass er nie mehr zuläßt, dass ich das machen lasse. Das Ergebnis ist unsere Prinzessin!

Frauen, die alleine sind oder zum Abbruch gedrängt werden, tun mir auch sehr, sehr leid. Wie schlimm muss das sein, wenn man mit sicherem Halt schon sehr leidet.

LG Susanne

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"Ich meine damit aber nicht wer "musste" abtreiben wegen Krankheit des Kindes"


Aha - man MUSS kranke Kinder also abtreiben?

Verwunderter Gruß
Claudia mit behindertem Kind, das jetzt "versehentlich" (???) auf der Welt ist.....

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Nein, das meine ich nicht liebe Clazwi,

ich selbst lebe auch mit meiner schwerkranken Mutter zusammen und habe rein gar nicht gegen Behinderungen an einem Menschen, egal ob körperlich oder Geistlich.

Sondern was ich meinte wenn zum Beispiel das Kind selbst nicht überleben könnte weil es von Anfang an im Mutterleib nicht wächst etc. und es von vorne rein schon keine Chance hätte zu überleben. Verstehst du?

Tut mir leid wenn du das so Aufgenommen hast, war nicht meine Absicht.

Liebe Grüße,
Talisa#blume

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