Ich habe mich für einen Abbruch entschieden!

Hallo ihr,

heute bin ich mal im richtigen Forum! Und wollte von euch wissen. Wie lange hab ihr gebraucht, um euch zu entscheiden? Und wie war das mit der Beratung? Und was hat eurer Frauenarzt dazu gesagt? Und Kosten? Klinik?
Ihr seht ich habe sehr viele Fragen!

Es war nicht sehr einfach für mich die richtige Entscheidung zu treffen. Aber ich bin mir jetzt sicher, das es der richtge Weg ist. Ich habe ein sehr schweres Wochenende hinter mir. Und der heutige Tag war auch nicht besser. Da ich auch nicht länger warten möchte, ihr versteht bestimmt warum. Ich habe viele Beratungstellen bei uns angerufen. Die Caritas darf diesen Schein nicht mehr ausstellen. Und eine andere kirchliche Familienberatungsstellte stellt sie auch nicht aus. Da gibt es noch Donum Vitae, die Hauptstelle ist in einer anderen Stadt. Und in meiner Stadt sind sie nur Donnerstag.

Habe jetzt mal ihnen eine lange Mail geschrieben, auch um Vergabe eines Termins gebeten. Werde aber morgen auch noch dort anrufen. Und zu guter letzt hat mein FA, Urlaub.

Es tut mir leid, das ich hier um leben und tot entscheiden muss. Und andere Frauen sich ein Kind wünschen, und es verlieren oder es nicht klappt.
Glaubt mir ich denke an euch, gerade auch an meine Schwester, die dieses erlebt hat.

Ihr könnt mir auch gerne persönlich Mail schicken!

Ich bin über jede antworten dankbar!

Liebe Grüße
verwirrt

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Hallo, liebe Verwirrte,
ich finde es gut, daß Du verschiedene Beratungstellen anrufst und anschreibst. Ich persönlich kann Dir auch noch kostbare.kinder.de empfehlen, dies hat den Vorteil, daß sie auch anonym möglich ist und sie sich sehr viel Zeit nehmen.
Ich kann Dir nur die Frage über die Kosten einer Abtreibung beantworten. Und dabei geht es in erster Linie gar nicht um den finanziellen Aspekt. Das 1. Opfer der Abtreibung ist das kleine Kind, das in Dir heranwächst. Ihm wird die Möglichkeit genommen zu Leben und zu erfahren was Leben heißt: Lachen, Weinen, Lego bauen, Teesorten durchprobieren, nach Malorka fliegen, durch die Führerscheinprüfung zu rasseln und ihn beim 3. mal dann doch zu bestehen...
Das 2. Opfer einer Abtreibung ist immer die Mutter. Denn ein Kind ist das Innerste der Mutter, es ist ein Teil von ihr. Darum kann eine Abtreibung viele körperliche und psychische Nebenwirkungen haben, die Dein Leben sehr belasten können. Was dies konkret heißen kann habe ich gerade vor wenigen Minuten hier einer Frau geschrieben, die wissen wollte, wie es anderen nach einer Abtreibung geht. Sollte Dich dies interessieren, kannst Du ja dieses Mail aufsuchen.
Du hast die Tragweite Deiner Entscheidung sehr gut formuliert. Was treibt Dich den in diese Verzwiflung hinein? Warum möchtest oder kannst Du das Kind den nicht bekommen?
Bitte laß Dich nicht von der Zeit unter Druck setzen, diese so wichtige Entscheidung zu treffen, Das Kind in Dir wird nicht erst zum Kind, auch wenn es jetzt noch sehr klein und wehrlos ist, es ist bereits Kind.
Gerne darfst Du Dich bei mir melden.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

2

Hast Du Dir den Betreff von der TE durch gelesen nein scheinbar nicht hier nochmal damit Du es mal raffst
Ich habe mich für einen Abbruch entschieden!*
Das hat sie geschrieben also warum versuchst Du Ihr ein schlechtes Gewissen einzureden von wegen
***Das 1. Opfer der Abtreibung ist das kleine Kind, das in Dir heranwächst. Ihm wird die Möglichkeit genommen zu Leben und zu erfahren was Leben heißt: Lachen, Weinen, Lego bauen, Teesorten durchprobieren, nach Malorka fliegen, durch die Führerscheinprüfung zu rasseln und ihn beim 3. mal dann doch zu bestehen...***
BlaBla Bla mehr kommt bei Dir nicht raus wenn Du unbedingt eine Deinen Senf dazu geben musst dann hör Doch auf den Frauen ein schlechtes Gewissen zu machen und es heisst Mallorca und nicht Malorka
Und ja habe absichtlich meinen richtigen Nick angebeben, weil ich mich vor so scheinheiligen Frauen nicht verstecken muss und zu meiner Meinung stehe. Dein Seelenwischiwaschi nervt langsam aber sicher gewaltig.

3

Hallo Wolfsblume,

ich lese hier hin und wieder recht still mit. Einfach, weil es mich interessiert. Ich bin weder für noch gegen Abtreibung, weil ich denke, dass jeder in seiner Situation das Recht haben sollte, selbst eine Entscheidung zu treffen, auch wenn diese Entscheidung sehr schwer fällt und nicht jedem gefallen wird.

Aber jetzt, warum ich antworte... Mir ist auch aufgefallen, dass solida-del-sol (oder so ähnlich - nicht böse sein, wenn der Nick falsch ist) hier oft antwortet. Und auch oft Mut macht.

Auch wenn sich jemand scheinbar schon entschieden hat, ist es wichtig, auch zu merken, dass es noch eine andere Seite gibt. Grad in der Anfangszeit einer Schwangerschaft hauen einen doch die Hormone dermaßen um, dass man oft nur noch schlecht sieht. Selbst Frauen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, fragen sich dann oft, wie sie alles schaffen sollen. Dann ist Hilfe in beide Richtungen gefragt. Nämlich auch, dass jemand mal ernstgemeint nachfragt, warum man sich so entscheiden möchte und den Blick auch wieder in eine andere Richtung lenkt.

Am meisten bewegt mich der Satz von Dir: "warum versuchst Du Ihr ein schlechtes Gewissen einzureden" Man kann niemandem ein schlechtes Gewissen einreden. Es entsteht in einem selbst. Wenn man sich seiner Entscheidung sicher ist, dann nimmt man die andere Seite wahr und wägt ab, könnte derjenige Recht haben und ich war zu voreilig mit meiner Entscheidung, oder habe ich die Argumente alle miteinbezogen und stehe trotzdem zu meiner Entscheidung. Das hat nichts mit schlechtes Gewissen einreden zu tun!!!

Das wollte ich nur mal loswerden.

Liebe Grüße
Jana

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Hallo Verwirrte,

Du hast Dir Deine Entscheidung nicht leicht gemacht, insofern, kann Dich keiner verurteilen.
Ob eine Krankenkasse, die Kosten übernimmt, kann ich Dir nicht sagen, ich habe damals für eine ambulante Behandlung 750DM bezahlt, die Krankenkasse übernahm keinen Cent. Allerdings habe ich nun schon öfter gehört hier, dass dies nicht mehr so sein soll.

Ich kann ja nur von meinem Gespräch in der Beratungsstelle ausgehen, das schon eine ganze Weile her ist. Man hat mich damals nzu nichts gedrängt, hat mir für und wider vor Augen geführt, die Hilfsangebote dargelegt, die es gäbe, wenn ich das Kind doch zur Welt bringen würde. Alles in allem fühlte ich mich wohl und nicht unter Druck gesetzt.

Meine Frauenärztin hat mir eine Ambulanz empfohlen. Für meinen FA war dies kein Beinbruch, sie sagte wörtlich, es ist nicht ausgeschlossen, dass Sie noch einmal ein Kind zur Welt bringen werden, unter besseren Umständen, mit mehr Ruhe. So kam es ja letztlich auch. Ich habe sogar noch zwei weitere Kinder bekommen.

Was Du aber nur alleine mit Dir selbst ausmachen musst, ist das was sich in Deinem Herzen und Kopf abspielt. Ich habe mich leider danach immer wie ein Mörder gefühlt. Aber mit dieser Schuld muss ich leben. Ich habe es auch kein zweites mal zugelassen. Einige stecken es besser weg als andere. Darüber musst Du Dir absolut im klaren sein.
Ein weiteres Kind hebt keine Schuldgefühle auf. Aber vielleicht bist Du ja auch aus härterem Holz geschnitzt als ich.

Ich hoffe Deine Fragen weitestgehend beantwortet zu haben.

Liebe Grüße
Twig

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Ich hatte am 13.Juni eine Abtreibung.
Ich bin trotzt Spirale ss geworden und habe am 3.Juni positiv getestet,das war ein Montag.Donnerstags war ich beim FA und der hat mir die Papiere für ProFamilia mitgegeben,für die Schwangeren Konfliktberatung.Dort bekam ich Montags darauf einen Termin ,wo mir der Beratungsschein ausgestellt wurde.
Mit dem Schein und der Bescheinigung von meinem FA bin ich dann Dienstags zur Krankenkasse wegen Kostenübernahme.Die KK hat die Kosten übernommen,weil mein Mann ein niedriges Einkommen hat,musste Nachweise darüber vorlegen.Gleiches gilt auch wenn man Hartz IV bezieht...
Und Freitags hatte ich meinen Termin zur Abtreibung bei meinem FA der Termin wurde als erstes gemacht)
Also vom psitiven Test bis zur Abtreibung vergingen 10 Tage.
Ich wünsche Dir alles Gute #liebdrueck

LG Veronica mit 4 Kids
15,10,5 und Stillkind Leandra Oktober'05

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