Mal Gedanken zu Schuldgefühlen nach Abtreibung

Hallo

eben bin ich im Forum Medienwelt über diesen Artikel gestolpert wo der kleine Junge vom Zug überfahren wurde. In einer Antwort hieß es:

"die Mutter muß ihr Lebenlang mit dem Schuldgefühl leben nicht genug aufgepasst zu haben"

Jetzt stellt sich mir folgende Frage. Ich hatte selber vor wenigen Monaten einen Schwangerschaftabbruch in der 6.woche und hab auch seitdem mit Schuldgefühlen zu kämpfen.

Kann man diese art von Schuldgefühlen vergleichen bzw. hat eine "solche" Mutter mehr versagt als eine Frau die sich nach sorgfältiger abwägung dazu entscheidet einen Abbruch machen zu lassen?
Ich mein, indem ich eine Schwangerschaft abbreche, handel man ja meisten aus dem Aspekt das man sorgen hat dem Kind nicht genug bieten zu können. Eigentlich ja meistens aus Liebe und nicht als Notfallverhütung. Bei mir jedenfalls.

Keine Ahnung, wirre gedanken, aber fakt ist, Frauen die Abtreiben werden in der Gesellschaft oft bzw fast immer angegriffen das sie nicht das nötige verantwortungsbewusstsein haben. Was aber mit den Müttern die Kinder kriegen aber kein Verantwortungsbewusstsein haben bzw entwickeln.

Schlagt mich wenn ich falsch denke....

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Oh dear, oh dear....mit deinem Posting wirst du sicher wieder einen Stein in rollen bringen.;-)

Aber nein, ich denke nicht, daß du sowas mit einem Abbruch vergleichen kannst.
Ich bin der Meinung, daß solange man den As sorgfälltig überlegt hat und zu dem Entschluß gekommen ist, es ist einfach das "beste" in dieser Situation in der man sich befindet ist, sollte man sich keine Vorwüfe machen sollte.
Auch wenn viele Leute anderer Meinung sind.
Natürlich ist eine AS nicht toll....besonders für die Person die es erlebt muß.
Aber wieviele Leute gibt es, die das Kind nicht wollen, es aber dann bekommen und im Endefekt sich nicht um das Kind kümmern?
Natürlich gibt es viel die einfach nicht verhüten und dann eine AS haben.....nicht sehr verantwortungsvoll.
Man sollte halt vorher an verhütung denken.
Doch dann gibt es noch die anderen, die aus anderen Gründen ss wurden (trotz Verhütung, etc) und so verantwortungsvoll sind, für sich zu entscheiden, das sie im Augenblick nicht diese Verantwortung auf sich nehmen können ein Kind groß zu ziehen.
Es gibt immer 2 Seiten....und bevor man urteilt sollte man auch immer beide betrachten!!

Ich wünsche dir all das beste und das es dir bald wieder besser geht.

#liebdrueck
Maria, die schon mal den Kopf einzieht *lol*

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Hallo!
Als erstes denke ich, dass man kein Leid miteinander vergleichen kann.
zweitens denke ich, dass jede Frau ihre Gründe für die Entscheidung hat. Natürlich können andere diese Gründe nicht immer nachvollziehen, weil sie Prioritäten woanders legen. Eine Frau mit großem Kinderwunsch wird sicherlich kein Verständnis dafür aufbringen, das ist ja klar. Aber ich denke, dass niemand einen anderen dafür verurteilen soll, der sich Gedanken dazu macht und mit Verantwortung an diese Entscheidung heran geht.
Anders denke ich aber, wenn Frauen oder Mädchen die Abtreibung als eine Art Verhütung ansehen! Sowas macht mich sehr traurig.

Letztlich möchte ich noch sagen, dass eine Frau, die abgetrieben hat, sehr unter dieser Entscheidung leiden kann und das auch noch nach vielen Jahren. Vorallem, weil diese Entscheidung so endgültig ist.

Ich wünsche dir alles Gute und dass du sowas nicht mehr durch machen musst!
Sabine

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Ich denke, eine Abtreibung ist letztendlich eine (gesetzlich legale) vorsätzliche Tötung.

Ein Unfall wegen Unachtsamkeit ist wiederum etwas ganz anders und wohl kaum vergleichbar.

Und Kinder gebären und dann vernachlässigen, misshandeln, ihnen keine Perspektive geben usw. ist wiederum eine gänzlich andere Problematik.

Letztendlich hält das Leben für jeden soviele Facetten bereit, vielleicht sollten wir lernen, nicht alles in Schubladen einordnen zu können, nicht ständig (ver-), (be-)urteilen.....

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hast du dir schon mal überlegt, was du hier von dir gibst?
Also eine Frau, die von z.B einer Vergewaltigung schwanger ist, soll nach dir die Todesstrafe erhalten, wenn sie das Kind NICHT behalten will?
ist die arme nicht schon "gestraft" genug?
Bitte, bitte immer mal auch auf die andere seite schauen!!

In meinen augen ist deine einstellung sowas von engstirnig..sorry


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Und was kann das Kind dann dafür ? Soll es ermordet werden,
weil sein Vater ein Verbrecher ist ?

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Ich bin der Meinung, dass heute keine Frau mehr schwanger werden muss, die es nicht möchte. Die Verhütungsmöglichkeiten sind vielfältig und zum überwiegenden Teil einfach. Von daher kann ich leider dieses Argument, man habe aus Verantwortung heraus abgetrieben, nicht akzeptieren. Ich fänd es verantwortungsbewusster, dafür zu sorgen, dass gar nicht erst ein Kind entsteht...

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Aber möchtest Du Dich immer enthalten?
Denn es gibt kein Verhütungsmittel, dass 100%ig vor einer Schwangerschaft schützt. Klar gibts noch andere Optionen, als einen Abbruch vornehmen zu lassen, aber schon die Schwangerschaft wäre wohl für einige Frauen nicht tragbar, auch wenn sich das viele nicht vorstellen können.
Ich selbst wurde nach unserem 2. Wunschkind trotz 3-Monatsspritze schwanger. Und normal ist diese ja wirklich sehr sicher, aber so war es nun mal. Ich war erst total geschockt, aber eine Abtreibung kam für mich nicht in Frage, in keinen Moment. Ich hatte dann aber allerdings einen Abgang und muss ehrlich gestehen, dass ich irgendwie erleichtert war. Traurig war ich auch, aber die Erleichterung hat überwogen. Und manchmal ist es für die Kinder "besser", auch wenn es viele nicht hören wollen. Hab ja schon beim letzten Thema über Abtreibung heftig mit diskutiert, aber man muss auch mal der Realität ins Auge blicken.

Liebe Grüße

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Hallo ,

So ganz stimmt deine Aussage aber auch nicht !
Was ist mit den Frauen die trotz Spierale,Spritze und Stäbchen schwanger werden??

Es gibt auch Frauen die Regelmäßig ihre Pille nehmen und schwanger werden !

Viel Glück noch bei deinem Kinderwunsch

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Es ist ein unterschied ob ein Kind durch einen unfall verstirbt oder durch absichtliche Vernachlässigung.

Es ist ein unterschied ob man ein Leben in der 4-11 ssw beendet oder mit x Lebensjahren / Monaten.

Es ist ein unterschied ob eine Mutter ihr Kind verliert, welches sie Im arm gehalten, auf die Welt gebracht, beschmust, geküsst und umsorgt hat, oder ob sie es nur auf dem Ultraschall gesehen hat

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erstmal, ich glaube nicht, dass du die mutter des verunglückten buben mit "müttern ohne (entwickeltes) verantwortungsbewusstsein" gleichsetzen kannst. in die kategorie fehlendes verantwortungsbewusstsein fallen eher mütter, die sich nicht um kinder kümmern (und nicht jene, die mal einen moment nicht aufgepasst haben).

jene kategorie der mütter, die ihre kinder vernachlässigen, werden vermutlich deswegen auch nicht wirklich schuldgefühle haben (weil ihne eine reflexion ihres verhaltens und der auswirkungen vermutlich auch gar nicht möglich ist).

ich glaube aber auch nicht, dass du die schuldgefühle der mutter eines verunglückten kindes mit jenen einer frau die abgetrieben hat, gleichsetzen kannst.

einer ist ein unglück passiert, die andere hat vorsätzlich so gehandelt. beide haben schuldgefühle, aber auf ganz anderen ebenen. gemeinsam ist sicher, dass die "entscheidung" unwiderruflich ist. trotzdem - einmal wurde die entscheidung vorsätzlich getroffen, das andere mal war es eben ein unfall.

ich möchte allerdings dazu sagen, dass ich das argument, "aus angst, dem kind nicht genug bieten zu können, abtreiben" nicht ganz nachvollziehen kann. wenn ich will, geht es immer. ich finde es aber trotzdem legitim, abzutreiben- es ist einzig die entscheidung einer frau. nur obiges argument ist halt doch ein bisschen eine ausrede ...

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Ich denke, man kann es nicht wirklich vergleichen. Denn wenn eine Mutter ihr geborenes Kind verliert, ist das schon durch Erinnerungen und Bilder wohl eine ganz andere Trauer.
Ich sags jetzt mal so.
Vorne weg, ich hatte noch keinen Abbruch.
Als ich mit unseren 2. Kind schwanger war, war das Risiko hoch, dass wir den kleinen Wurm verlieren. Ich liebte ihn ja von Anfang an, aber für mich wäre es viel schlimmer gewesen, wenn ich mein schon geborenes Kind verloren hätte. Aber wir hatten Glück und unser Sohnemann kam ohne große Komplikationen zur Welt. Ich find jetzt meine Worte zwar irgendwie selbst sehr hart, aber so fühlte ich damals, denn ich machte mir logischerweise Gedanken, wie es ist, wenn man ein Kind verliert. Und daher denke ich eben auch, dass es einen Unterschied gibt. Wobei es bei einem Abbruch wohl auch wieder ganz anders ist, weil man dies ja selbst wollte. Schuldgefühle deshalb zu haben, ist meist ja mehr, als normal. Ich kann es schlecht beurteilen, aber einen Menschen zu verlieren, den man kennt und vor allem den man von Herzen liebt, ist höchstwahrscheinlich anders, als ein noch ungeborenes Leben zu beenden.
Im Übrigen rate ich Dir, Hilfe zu suchen. Und schau Dich doch mal auf der Internetseite www.nachabtreibung.de um. Da kannst Du Dich mit Frauen austauschen, die das Gleiche wie Du durchgemachtt haben.

Liebe Grüße

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...ich geh jetzt off und danke euch fürs entertainment -

http://uk.youtube.com/watch?v=U0kJHQpvgB8

hier , was für euch #kuss und gn8

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