schwanger von (ex)junky

ist jemand in der selben situation wie ich?
mein freund war auf den härtesten drogen.
hat mehrfach therapie gemacht.
bei der letzten hat sich etwas in ihm geändert, er redet offener über seine probleme und bedenken, wegen denen er vor ein paar jahren noch zu drogen gegriffen hätte.
er ist ca 4 monate aus der therapie raus, hatte seitdem 2 einmalige rückfälle.
jetzt bin ich schwanger.
er sagt, er freut sich und steht dahinter.
aber ein kind ist auch eine sehr große belastung.
ich traue ihm nicht.
ist so ein kind nicht zum scheitern verurteilt?
ich weiß nicht, was ich tun soll, stecke im studium.
ich liebe diesen mann, aber er ist nicht der ideale vater für mein kind.
wer hat ähnliches erlebt, oder steckt in einer solchen situation?
ich danke euch für eure antworten.

1

ùnd wie siehst mit geld aus?
er ist ein junky und du eine studentin.
da ist nicht viel auf dem konto, oder?

jaaaa, geld ist nicht alles, aber eben auch wichtig!!! ein kind ist teuer!

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Hallo Nazugtaa,
Dein Kind ist nicht zum Scheitern verurteilt, weil es eine Mutter hat. Eine mutter die sich ganz offensichtlich viele Gedanken um das Wohl ihres Kindes macht. Bleibe dabei und schütze Dein Kind.

***

Du traust dem Vater Deines Kindes nicht so ganz. Kann ich gut nachvollziehen. 4 Monate ist keine Ewigkeit und 2 Rückfälle sind auch kein Pappenstiel. Aber was sich sehr positiv anghört:
1. er freut sich über das Kind 2. er kann nun über seine Probleme reden. Vielleicht solltest Du ihm vorschlagen, daß er aus Liebe zu Dir und seinem Kind noch mal eine Therapiezeit dranhängt. Wenn er noch nicht älter ist als 25 könnte ich Dir da eine Adresse nennen, wo ihm sicher gut geholfen wird: www.help-center-ev.de

Wie sehen eigentlich Deine Eltern die Sache, oder hast Du ihnen noch gar nichts erzählt. Wirst Du bis jetzt von ihnen unterstützt, oder erarbeitest Du Dir das Geld fürs Studium?
Klar ein Kind kostet Geld. Aber daran soll es nicht scheitern. Ich kenne eine Seite da ist unter Hilfen ganz gut aufgelistet, wo man bei Schwangerschaft staatliche Hilfe erwarten kann. Ich schreibe Sie Dir mal , dann kannst Du sie bei Bedarf anschauen. www.vor-abtreibung.de
Dort kannst Du Dir auch mal alle Sorgen und Fragen die Dich bewegen von der Seele reden. Da wird man gut beraten.
Vielleicht bringt Dir jetzt eine Schwangerschaft manches durcheinander, aber es lohnt sich. In wenigen Monaten wirst Du einen kleinen Zwerg in Händen halten, der Dir ewig dankt.
Sei ganz lieb gegrüßt von
leuchtvogel

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Man gibt viel weiter , an seine Kinder und auch das sucht verhalten.
Aber warum solltest du das Kind nicht kriegen von dem mann den du liebst,
du solltest aber aran denken das es ziemlich böse enden kann , bei einem rückfall verschätzen sich einige schon mal, was böse enden kann, aber so hast du noch was von dem mann den du liebst.

Ich würde das Kind kriegen
Jenny

16

So ein schwachsinn
Meine Eltern hatten kein sucht problem.
Ich hab aber eins, sucht erkrankungen sind nicht vererbar.

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*stimme den zwei posterinen über mir zu*

bekomm das baby, viell gibt das seinen leben einen neuen sinn:-)

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Hallo,

Ich kenne die Szene seit vielen Jahren, war lange in einer Initiative für User engagiert und habe vieles mitbekommen. Therapien, Rückfälle, Neustarts und Tote.

Mein Mann (ebenfalls ein Ex-User, seit 7 Jahren clean) und ich haben bewusst 2 Kinder in die Welt gesetzt. Ich halte ihn für gefestigt (wenn man das so sagen kann) und bodenständig. Er hat einen guten Job, hat sich ein gutes soziales Umfeld aufgebaut und hat Struktur in sein Leben gebracht. Er ist sehr konsequent mit sich und zieht sich zurück, wenn es für ihn brenzlig wird. Aber die Gefahr, dass er möglicherweise rückfällig werden kann, wird uns immer begleiten. Auch nach so langer Zeit bekommt er immer wieder Suchtdruck. Es wird NIE der Zeitpunkt kommen, ab dem die Gefahr vorbei sein wird.

Wer allerdings nach 4 Monaten gleich 2 Rückfälle hinter sich hat, bei dem ist absehbar, dass er bald wieder ganz in die Sch.... schlittert. Das kann ich Dir, ohne ihn persönlich zu kennen, zu 100% versichern.

Rechne also nicht damit, dass Du wirklich die Unterstützung von ihm bekommst, die er Dir verspricht. Ich glaube ihm, dass er sich freut und dass er wirklich die besten Vorsätze hat, aber er wird es so nicht packen und muss ganz bestimmt noch die eine oder andere Runde drehen, bevor er wirklich begreift, was für ihn zu tun ist.

Aber Du kannst es auch ohne ihn schaffen. Du kannst Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt beantragen, wenn er nicht zahlen kann; dem Kind steht, im Gegensatz zu Dir, Wohngeld zu; es gibt ggf. den Alleinerziehendenmehrzuschlag von der Arbeitsagentur; Kindergeld und Erziehungsgeld.

Warum, glaubst Du, sollte das Kind zum Scheitern verurteilt sein? Es kommt doch nicht auf die Vergangenheit des Vaters an, sondern auf die Erziehung und auf das Umfeld, oder sehe ich das falsch?

Der einzig wirkliche Rat, den ich Dir geben kann ist, dass Du diese Entscheidung nach Deinem Gefühl treffen solltest. Wenn Du ein Gefühl zu dem Kind hast, dann behalte es, ohne auf die Finanzen oder den süchtigen Vater zu gucken. Es wird sich, spätestens wenn das Kind da ist, alles einspielen.

Viele Grüße von einer "Leidensgenossin", die im Moment auch mit einem Halbrückfälligen in der Luft hängt.

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Eins noch: Ein Kind wird ihn nicht zur Vernunft bringen oder ihn ändern. Das zu glauben ist ziemlich naiv und bürdet dem Ungeborenen außerdem eine ziemlich schwere Verantwortung auf, weil das Wohlbefinden des Vaters damit von ihm abhängig ist.

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Mein Mann ist auch ein EX Junki, war Jahrelang auf Heroin, auch wo ich ihn kennenlernte.
Da ich selber auch mal auf Drogen war, zwar niemals Heroin, aber Drogen eben, war das für mich kein Problem. Er hat eine Entgiftung hinter sich. Aber clean ist er heute noch nicht. Er ist seit 6 Jahren im Metadonprogramm. Er dosiert sich halt runter. Aber dennoch nimmt er schon mal wieder diesen Mist, durch die Nase.:-[
Ich habe ihn damals vertraut, das er sich um uns kümmern wird, das macht er ja auch zum Glück
Wir haben 2 Kinder, er ist ein fürsorglicher Vater, er hat Arbeit, wir ein geregeltes, geldsorgenfreies Leben. Wäre da nicht dieser Streit um das Metadon.
Er ist jetzt davon abhängig, aber sag das dem mal. #augen
Ich mein, das geht jetzt seit 6 Jahren wielange will er denn das noch nehmen?
Willst du denn das Kind nur für ihn oder mit ihm bekommen, oder auch notfalls alleine? Warum soll es zum scheitern verurteilt sein? Würdest du sagen ich bin auch drauf, könnte ich es verstehen.

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<<meine meinung: Treib ab. es ist für alle besser so <<


Ist das jetzt ernst gemeint???

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ja

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Am besten fährst du, wenn du von ihm NICHTS erwartest!

Vielleicht wird alles gut, dann ist es schön, wenn nicht, ist auch okay.

Aber sei dir dessen von herein bewusst.

Wie schaut es mit Infektionen aus? Hat er eine Hepatitis?

Unbedingt abklären, dir und dem Baby zuliebe.


Ich wünsche euch alles Gute#klee

Simone

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nein, zum glück ist er gesund.er ist 30jahre alt und es war mittlerweile seine 4. therapie.
heut war ich beim arzt.
ich bin in der 5. woche.
es ist noch gar nichts zu sehen.
ich werde nicht mit meinem vater reden. meine mama ist klug. aber sie ist in kur.
wenn sie zurückkommt, rede ich mit ihr.
ich danke euch für euren zahlreichen antworten.

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Hallo!

Ich war nicht in der selben Situation, bin aber die Tochter eines Junkies, der an den Folgen seiner Sucht vor 13 Jahren verstorben ist.
Die wenigen JAhre die ich mit ihm unter einem Dach verbracht habe waren die Hölle auf Erden und geprägt von bitterer Not.
Die Erinnerungen an meinen VAter sind von Gewalt geprägt, von Befragungen eines Kindes bei der Justiz, von Polizeirazzien mitten in der Nacht, Menschen im Rausch die meinen unbesiegbar zu sein, Gefängniss, gescheiterten Entzügen und vielen anderem mehr.
Ich bin meiner Mutter zu tiefst Dankbar, dass sie es geschafft hat diesen Mann zu verlassen und dafür gekämpft hat dass ich ab einem gewissen Zeitpunkt ohne dieses Umfeld aufwachsen durfte.

Ich will nicht jeden Drogensüchtigen in einem Topf werfen, nicht jede Therapie zum Scheitern verurteilen und nicht jedem Kind eines Junkies eine miserable Zukunft hervorsagen, aber ich muß aus meiner eigenen Erfahrung heraus an dich appelieren, dir das gut zu überlegen und realistisch zu sein und nicht blind vor Liebe.

Geliebt haben sich meine Eltern auch und geliebt hat mein Vater auch mich, aber seine Drogen liebte er mehr.
Und eins kann ich dir mit Sicherheit sagen, Drogen sind kein Umfeld für ein Kind.

LG MElanie

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