Wie sage ich es unsere Kinder?

Guten Abend zusammen,

ich weiß nicht ob ich hier im richtigen Forum bin! Also entschuldigt mich, wenn ich hier verkehrt sein sollte!

Ich weiß garnicht wie ich unsere Situation hier kurz beschreiben muß! Sonst war hier immer meine Frau, aber leider ist sie ja schwer Krebskrank. Bei ihr wurde vor knapp 3 wochen eine Astrozytom festgestellt. diese Diagnose wurde bei der Biopsie am Donnerstag auch bestätigt. Die zwei Tumore wurden mit gleicher OP am Hirnstamm entfernt.

Meine Frau lag bis Samstag im künstlichen Koma, nun sollte sie am Samstag wieder aus dem koma zurück geholt werden (ich weiß nicht wie ich sonst nennen soll) doch sie ist in ein s.g. "Wachkoma" gefallen. Sie liegt in einer Klinik die 350 km von uns entfernt ist. Die Kinder haben Sehnsucht nach ihrer Mutter und möchten sie gerne sehen. Sie wissen das ihre Mutter krank ist, wissen aber nicht was sie hat. Jetzt wo sie auch noch im Wachkoma liegt, weiß keiner wann sie zurückverlegt wird. Ich bin völlig fertig, habe schweste Schuldgefühle, das ich nicht bei ihr sein kann. Wir haben doch auch noch drei kleine Kinder, für die ich ja auch dasein muß.

Ich weiß nicht mehr weiter, wie soll ich es bloß den Kinder sagen, daß Mama nicht ansprechbar ist!

Was meint ihr, soll ich es den Kindern überhaupt sagen? Wenn ja, wie?

Liebe Grüße

Georg

Hallo Georg,

leider kann ich Dir keinen guten Rat geben. Euer Schicksal ergreift mich, da ich zumindest die Situation Deiner Frau etwas einschätzen kann (arbeite in einer Universitätsklinik mit Neurochirurgie).

Hast Du familiäre Unterstützung durch Eltern, Schwiegereltern oder Geschwister?

Du solltest zu den Kindern von Beginn an ehrlich sein - also auch sagen, dass die Mutter schwer krank ist und eventuell nicht wieder aufwacht.

Ich hoffe Du kommst mit dieser schweren Situation zurecht. Du bist derjenige, den Deine Kinder jetzt brauchen.

LG, Andrea

Hallo Georg!

Habe mir gerade die VK durchgelesen. Der letzte Satz klingt nach "Bitte bring mir die Kinder wenn es mir auch noch so schlecht geht"
Da müssen die Kinder jedoch zuerst darüber bescheid wissen. Wie du es ihnen sagen kannst ist wirklich schwierig.

"Mama schläft mit offenen Augen, kann dich aber hören und spüren, kann aber nicht antworten."

Vielleicht ist das ein Satz, der dir hilft?

Lies dir noch mal die Visitenkarte von deiner Frau durch.

Ich wünsche dir viel Kraft

Liebe Grüße
#sonnegirl

Hallo,

oh mein Gott, das ist wirklich eine mehr als beschissene Situation.
Laut VK sind eure Kinder 8,6 und 1.
Dem Kleinen kann man es ja schlecht erklären. Er vermisst seine Mutter, läßt sich aber sicherlich noch leicht ablenken(war bei meiner Tochter so und sie ist 2).
Sebastian und Carolin mußt du es erklären so gut es geht. Sie wissen ja auch sicherlich das es Mama nicht gut ging/geht.
Das sie im Krankenhaus ist und gesund werden muß, deshalb schläft sie, ihr Körper sehr wenig Kraft hat.
Du mußt auch wissen ob es deinen Kindern zuzutrauen ist die Mama zu besuchen. Können sie das verkraften?
Sie können ja auch nicht helfen und ihre Mama so liegen zu sehen weckt sicherlich noch mehr Ängste.

Ich wünsche dir viel Kraft und das deine Frau gesund wird.

Liebe Grüße
Dani

lieber georg!

leider kann ich dir bei deinem problem nicht weiterhelfen aber ich verspüre das dringende bedürfnis, dir ein paar liebe worte zu schreiben!

ich habe gerade mal die VK deiner frau angeschaut und steckt so voller überlebenswillen und lebensfreude! und dann so eine diagnose - die welt ist ungerecht! aber das alles hilft euch nichts! ich möchte dich, deine frau und auch eure kinder einmal herzlich virtuell drücken und euch alles gute wünschen #liebdrueck

ich meine, euren zwei "großen" musst du das schon irgendwie erklären, sie sind schließlich schon etwas älter und merken ja auch, dass mama eben nicht einfach nur "krank" ist!
nur wie? das ist natürlich die frage! aber wenn deine frau im wachkoma liegt, könnte es ihr und auch den kindern vielleicht helfen, wenn sie sie sehen und mit ihr reden könnten?
oh gott, das klingt jetzt alles so furchtbar abgeklärt aber man kann das einfach als außenstehender nicht einschätzen geschweige denn, sich in die situation hineinversetzen!

vielleicht sprichst du einmal mit einem arzt in dem krankenhaus wo deine frau liegt, wie sinnvoll es ist, die kinder mit einzubeziehen und vor allem bis zu welchem punkt! es ist natürlich eine belastung für die kinder (sie gehen vermutlich auch zur schule) - so oder so!

oder du wendest dich an den kinderarzt der kinder oder an eine stelle, wo andere betroffene eltern sind, die dir vielleicht raten können!? das alles nimmt natürlich zeit in anspruch, die in deiner situation sehr wertvoll ist.

aber wenn die situation des wachkomas noch länger anhalten sollte, kannst du deine kinder nicht mehr raushalten! außerdem würde auch der spagat zwischen den kindern und deiner frau noch mehr an dir reißen!

es tut mir sehr leid, dass ich dir nicht mehr raten kann - eventuell findest du hier qualifiziertere user, die dir helfen oder mit rat und tat zur seite stehen können!

auf jeden fall solltest du versuchen, eine betreuung für die kinder zu finden, entweder aus der familie (was natürlich am optimalsten wäre) aber du bekommst bestimmt in deiner situation auch hilfe gestellt (krankenkasse, jugendamt), wenigstens jemand, der die kinder vielleicht bei hausaufgaben betreut und fröhlich und unbeschwert mit ihnen spielen kann (was du wahrscheinlich in dieser situation nicht kannst) außerdem solltest du eben so oft wie möglich bei deiner frau sein, hoffentlich kann sie bald verlegt werden!

ich wünsch euch alles liebe dieser erde!
bianca

Hallo Georg,

ich denke, deine Frau braucht ihre Kinder, vielleicht helfen sie ihr aus dem Wachkoma zu erwachen. Ich würde mit ihnen darüber sprechen und ihnen irgendwie versuchen zu erklären was mit ihrer Mama los ist, die beiden Großen werden es bestimmt schon ein stückweit verstehen können, wichtig ist, dass sie ihre Mutter sehen können. So würde es mir gehen, keine Ahnung ob das psychologisch richtig ist.

ich wünsche euch alles erdenklich Gute und hoffe deine Frau wird bald wieder wach sein #liebdrueck#liebdrueck

GLG

Happy

Hallo Georg,

ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an, wenn die Kinder das verkraften, erzähle es Ihnen mit einfachen Worten. Dann zusammen zu Mama fahren und mit ihr sprechen, sie streicheln, vorsingen. Einfach das Gefühl geben: Wir sind alle für Dich da, werde schnell wieder wach!

Ich bin erschüttert und ich hoffe, daß Deine Frau wieder ganz gesund wird und denke an Euch.

LG Steffi

Hallo Georg

Es tut mir sehr leid das es deiner Frau und dir so schlecht geht. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich wüsste nicht wie ich es mein Kind erklären würde.
Ich habe einen Satz meiner vorschreiberin gelesen den ich vielleicht auch sagen würde: "Mama schläft mit offenen Augen, kann dich aber hören und spüren, kann aber nicht antworten."
Werden eure Kinder die Mama im Krankenhaus besuchen?
Es tut mir leid das ich dir nicht´s weiter sagen kann als das es mir so leid tut.
Ich hoffe das deine Frau bald wieder aus dem Wachkoma erwacht und schnell wieder gesund wird!!!

Liebe grüße Sabrina #herzlich

Hallo Georg,

tut mir sehr leid für Euch, dass Deine Familie sowas mitmachen muss. Ich bin nicht vom Fach, aber auch ich denke, wenn es Deine Kinder verkraften, ( das musst Du entscheiden, Du kennst sie ja mit am Besten), dann würde ich sie zur Mama bringen. Ich habe soeben beim Lesen Deiner Zeilen gedacht, dass dies Deiner Frau vielleicht enorm helfen könnte, wenn sie vielleicht die Anwesenheit von Euch spürt. Man weiß ja nicht genau, was in einem Menschen im Koma vorgeht, aber der Gedanke an Besuch der Familie ist irgendwie tröstlich. Also wenn Deine Kinder es schaffen, dann bring sie hin. Ich würde es auch so erklären wie die Vorrednerin, dass die Mama schläft weil ihr Körper sich jetzt ganz doll ausruhen muss und dass sie diese Ruhe unbedingt braucht. Vielleicht kannst Du Dir auch in Kürze noch ein paar Tipps bei den behandelnden Ärzten einholen oder findest im Netz noch nützliche Hinweise.

Viel Glück und alles Gute für Deine Frau!!!!!!!!!!!! und für Deine Kinder natürlich.
Maja

Lieber Georg,

auch wenn wir uns nicht kennen, so nimmt mich euer Schicksal sehr mit. Von ganzem Herzen möchte ich dir alle Kraft der Welt wünschen und das sich alles zum Guten wendet #liebdrueck.

Was deine Fragen betrifft, so kann ich dir auch keinen wirklich guten geben. Ich kann dir nur erzählen, wie wir es mit meiner Oma machen. Sie liegt seit ca. einem JAhr auch in einem Wachkoma und ich besuche sie mit unserem Sohn regelmäßig. Ich erkläre ihm dann immer, dass die Oma ganz tief schläft und wenn sie sich bewegt, oder auch die Augen öffnet (wie es beim Wachkoma eben ist), so sage ich ihm dann das die Oma gerade träumt.

Das hilft dir mit euren Kids nicht wirklich weiter, aber meine Cousine (ihre Kinder sind 10, 8, 5 und 2) macht es ähnlich und sie nimmt die Großen auch ab und zu mal mit. Mittlerweile fragen sie sogar ob sie mitdürfen. Die Ärzte rieten uns, sofern die KInder es verarbeiten können (und das mussten wir entscheiden) so oft es eben geht ihre Enkel mitzubringen, weil keiner sagen kann, was sie wirklich mitbekommen. Wir haben viele Bilder aufgehängt und auch ein Bild genau über ihr, und ich glaube ganz fest daran, dass sie uns spüren kann.

Deiner Frau wird es gut tun, ihre Kinder zu spüren.

Wie oben schon gesagt, suche dir Hilfe bei Profis die dir helfen können deine Kinder darauf vorzubereiten und dir lieber Georg alle Kraft der WElt und ich hoffe du hast viel Unterstützung und ganz viele liebe Menschen die auch dir zuhören, dich Unterstützen oder einfach nur für dich da sind. Und bitte nimm alle Hilfe die du bekommen kannst an.

Ein dickes Kraftpäckchen für dich!!!!

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