Enttäuscht von Patentante - bin ich zu empfindlich?

Hallo,

mich würde einfach mal interessieren, ob ich überreagiere, oder ob Ihr auch so empfinden würdet.

Also, mein Kleiner ist am 06.03.06 ein Jahr alt geworden.
Wir haben als Patentante für ihn ein Freundin aus der Clique ernannt. Sie hat sich eigentlich sehr über diese Ehre gefreut und ihn, in seinem ersten Lebensjahr auch schon einige Male besucht. Ich habe jedoch in diesem Jahr auch schon ein paar mal bemerkt, dass sie eigentlich mit Kindern nicht so viel anfangen kann und dass sie sehr schnell genervt ist. (sie ist vom Typ her eher sehr auf sich selbst fixiert - an erster Stelle sie, danach alle anderen) Naja, das hat mich schon etwas gestört; ich habe mir aber halt einfach gedacht, dass das mit der Zeit schon noch kommt und da sie ja selber keine Kinder hat....

Nun hatte der Knirps also Geburtstag. Sie hat sich an dem Tag überhaupt nicht gemeldet. Am folgenden Tag kam ein gestresstes SMS - sie hätte keine Zeit gehabt dem Kleinen zu gratulieren - Sie habe halt immer viel zu tun und sei sehr eingespannt (sie ist ja so erfolgreich #augen) Naja, und ich solle ihn halt grüssen von der gestressten Patentante. Das wars - seither habe ich nix mehr gehört in puncto Patenkind, Geburtstag oder so.....

Irgenwie hat mich das verletzt und ich bin auch etwas enttäuscht und sauer - wie seht Ihr das?

Sorry, musste das hier einfach mal in den Raum stellen - merke gerade, dass es mich doch immer noch ab und zu beschäftigt.

LG
Schlumpfine

Heya #blume

Ja ich verstehe dich schon. Immerhin erwartet man als Eltern von den Paten ja Interesse dem Kind gegenüber. Das scheint bei euch ja nicht gerade der Fall zu sein #gruebel Allerdings frage ich mich, wieso ihr diese Dame dann als Patentanter auserwählt habt? Sie scheint ja nun nicht erst seit gestern so zu sein sondern es war abzusehen oder?#kratz

Liebe Grüße und hab #sonne,
Katrina mit Jule*14.12.03, Jascha Joan & Jerra Joy*21.07.06, die ganz wundervolle Paten haben #freu

Hallo schlumpfine,
ich würde es ihr nicht übel nehmen , unsere deutsche Mentalität ist so . Sie meinen es nicht böse. Ich bin selber deutsche bin aber " italienisch " verheiratet. Da ist es schon anderer Bedeutung Pate zu sein . Eine große Ehre. Meine Patin ( Schwägerin) wird krank wenn sie die Kleine 3 Tage nicht sieht. Das ist das andere Extrem. Ein Mittelweg wäre nicht schlecht.#liebdrueck
LG Petra & Noemi *27.11.06

Hallo!
Ich denke, sie ist von Deiner Erwartungshaltung schlichtweg überfordert. Denn Deine Erwartungen scheinen ja sehr hoch -und auch sehr konkret- zu sein. Ich kann sehr gut verstehen, daß sie da erst mal lieber einen Rückzieher macht.
Laß Ihr doch einfach mehr Zeit und nimm sie so, wie sie ist, ohne bestimmte Dinge von Ihr zu erwarten. Dann läuft das bestimmt irgendwann von selbst! Als Person scheinst Du sie ja schon zu schätzen, sonst hättest Du sie auch nicht als Patentante ausgewählt. Darum würde ich zunächst nichts vorschnell in Frage stellen!
Was mich wirklich sehr stört ist Deine Bemerkung "sie hat sich über die Ehre gefreut". Es geht bei einer Patenschaft nicht um Ehre, Ansehen oder ähnliche Dinge, sondern darum, für jemanden da zu sein, wenn er es braucht.
Pate sein kann auch sehr schwer sein (siehe Deine Erwartungshaltung). Da würde ich persönlích nicht mehr von Ehre, sondern eher von Last sprechen.
Ist nicht böse gemeint, aber der erste Gedanke beim Lesen Deines Beitrags.
LG Anne

Hallo Schlumpfine!

Wir haben 3 Kinder und die Patentanten der beiden Großen sind wirklich wundervoll. Der Pate (männlich - vielleicht liegt´s daran) der Kleinsten ist leider auch sehr gestresst. Allerdings ist er Unternehmer und das auch noch unter der Fuchtel seiner Eltern - stelle ich mir auch nicht so einfach vor!

Ich handhabe es so, dass ich geraume Zeit vor einem bestimmten Anlass anrufe oder ihn im Geschäft besuche und ihn zB zum Geburtstagskuchenessen einlade, oder zum Kaffeetrinken. Oder ich bringe ihm zum Nikolaus/zu Ostern ein Sackerl/Osternest vorbei. Es kommt dann zwar schon mal vor, dass ihm das peinlich ist, weil er vergessen hat, aber bei uns bekommen alle Paten eine Kleinigkeit zu den verschiedenen Anlässen - also auch der Pate unserer Jüngsten.

Also ganz nach dem Motto:

"Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt - muss eben der Prophet zum Berg wandern!"

Bitte nicht ärgern - ich weiß es von mir (sind auch selbständig) - man vergisst oft wirklich wie schnell die Zeit vergeht - vor allem wenn man keine Kinder hat. Denn durch diese bekommt man den Jahreskreis einfach durch die Schule, den Kindergarten mit bzw. will man ihnen halt auch, wenn sie noch klein sind die verschiedenen Stadien den Jahres näherbringen!


Liebe Grüße

Petra und 3-Mäderl-Haus

Hallo,
wir haben ähnliches auch schon mit einer Patin einer unserer Mädels erlebt. Inzwischen haben wir miteinander einfach mal geredet und uns gegenseitig ganz konkret gesagt, welche Vorstellungen wir von dem Patenamt haben. Da kam sehr schnell heraus, dass sich die Patin recht überfordert gefühlt hat und sich selbst sehr unter Druck gesetzt hatte, alles "richtig" zu machen - das hat sie dann dermaßen gestresst, dass sie sich erstmal komplett zurückgezogen hatte. Nun sind die Dinge viel klarer und wir wissen umeinander. Außerdem mache ich auch immer wieder Schritte auf sie zu: erzähle ihr von ihrem Patenkind und gebe ihr ab und zu Fotos. Es ist ja auch wichtig, von Elternseite aus ihr die Gelegenheit zu geben, irgendwie Anteil am Leben des Patenkindes zu nehmen - gerade, wenn man sich nicht so viel sehen kann; aus welchen Gründen auch immer.
Vielleicht könnt Ihr auch einmal so offen miteinander reden? Immerhin habt Ihr sie als Patin ausgesucht und hattet dazu Eure Gründe.
Alles Liebe und frohe Ostern
Claudia

Ich muß gestehen ich verstehe dich nicht. Warum hast du sie denn als Patin ausgewählt wenn sie doch so ich zitiere: " vom Typ her eher sehr auf sich selbst fixiert - an erster Stelle sie, danach alle anderen". Wollte sie es von sich aus oder hat man ihr das "auf´s Auge gedrückt" Was erwartest du von ihr sag ihr doch klar du erwartest ein Geschenk, du erwartest ihre Anwesenheit usw. hast du ihr das schonmal klar gesagt? Wenn nein woher soll sie es denn wissen. Wir haben auch ein Patenkind, wir sehen es ca 1-2 Mal im Jahr weil wir einfach weit auseinander wohnen, das Gleiche ist auch mit den Paten von unserem Sohn. Wir erwarten aber auch nichts warum auch es ist doch eine freiwillige Sache oder sehe ich das falsch. Du sagst ja selber die Patin ist wohl beruflich sehr angagiert das steht bei ihr halt an erster Stelle für sie hat vielleicht ein Kind im Moment keine wirkliche Priorität. Ich hab mich vor der Geburt von Lukas auch nicht wirklich für Kinder fremder Leute interessiert oder besser es hat mir gereicht sie mal kurz zeitig zu sehen ( und zu höhren;-)) es war mir einfach nicht wichtig da ich in der Zeit ganz andere Interessen hatte.
Also kurz gesagt sprich mit ihr frag sie was sie sich unter dem "Paten sein" vorstellt und sag was du von ihr erwartest, ich denke wenn ihr das nicht klärt wird es immer wieder zu Mißverständnissen kommen ( ich denke nicht das sie böswillig deinen Sohn nicht zum Geburtstag besucht hat).

LG
visilo+Lukas (16.11.04)

Hallo,

ich kann Dich verstehen.
Uns gehts ähnlich#heul
Sie kommt zwar zum Geburtstag, auch Weihnachten und Ostern mit ner Kleinigkeit.#paket
Aber ansonsten, wenn wir telef.fragt sie auch nicht gross nach der kleinen Maus.#schock
AM Anfang war es anders. ABer jetzt lässt das Interesse stark nach.
SIe wohnt grad eine Strasse weiter und es passiert, dass sie Ihr Patenkind 3 Monate lang nicht sieht-vielbeschäftigter Single#kratz
Schade, aber so ist.#schmoll

WIr waren vor kurzem essen, die PAtentante, ich und noch 2 Freundinnen. Dann meinte sie: "DAs war mir heute zu viel Kindergequassel".:-[
Sie ist die einzige, die noch kein Kind hat von uns 4. Aber der Spruch hat mich wahnsinnig enttäuscht.

LG MAriandl#liebdrueck

Hallo,

ich stimme visilo zu: Mir leuchtet überhaupt nicht ein, warum Du Dir ausgerechnet diese "Freundin" als Patin ausgesucht hast. Eine echte Freundin scheint es ja eigentlich nicht zu sein - jedenfalls würde ich persönlich von meinen Freunden niemals behaupten, dass sie nur auf sich selbst fixiert sind, denn dann wären es wohl kaum meine Freunde...

Abgesehen von ihrem Egoismus ist sie laut Deiner Beschreibung auch noch ein Typ, der nicht viel mit Kindern anfangen kann: Na, das sind ja wirklich beste Voraussetzung für eine mislungene Patenschaftsbeziehung!

Fazit: Du hast eigentlich keinen Grund enttäuscht zu sein, denn diese Freundin verhält sich genauso, wie es von Anfang zu erwarten war.

LG
lilas

Hallo Schlumpfine,

lad sie doch das nächste Mal einfach direkt ein zur Feier, Kaffee & Kuchen oder whatever. Oder Du sagst Ihr, was Du von Ihr erwartest.

Ich bin Patentante von meinem jüngerem Neffen (mittlerweile 14) und habe auch total versagt in dieser Beziehung. Die ersten 2 Jahre bin ich noch gerne hin und hab auch oft Babygesittet, danach hat das rapide nachgelassen. Einerseit mangels Interesse von mir (war 18 als mein Neffe geboren wurde, Weggehen und Urlaub waren da halt noch wichtiger, später war ich dann auch "beruflich sehr eingespannt"), andererseits war ich mir auch nicht sicher, wie ich mich verhalten soll. "Einladungen" wie "Komm doch mal vorbei" "Hast mal Lust zum Kaffee zu kommen" oder "Kannst Du mal babysitten" kamen nicht und unaufgefordert einfach besuchen, ja das sah ich irgendwie nicht ein, wußte nicht, ob das gewünscht ist. Heute sag ich dazu, war ich blöd, ich hätts einfach machen sollen. Jetzt tut es mir wahnsinnig leid diese Chance am Leben meines Neffen teilzunehmen verpaßt zu haben. Ich hab gar keinen Bezug mehr zu meinem Neffen. Und heute - seitdem ich selber ein Kind habe - weiß ich, wie mangelndes Interesse des Paten die Eltern kränken kann.

Also mein Rat, nicht hier im Forum "meckern", sondern mit der Patin reden, sie mal einladen ... Wenn das dann nichts bringt, ok, dann schreib sie ab.

Viele Grüße,
Karin

Hallo,

also ich kann dich schon verstehen. Ich wünsche mir auch, daß die Paten sich fürs Kind interessieren - tun sie auch, zum Glück. Andererseits weiß ich auch noch ganz genau, wie mein Leben so lief als ich noch keine Kinder hatte. Da war der Job auch suuuper wichtig und da passierte es schon mal öfter, daß 1-2 Wochen umgingen bevor ich gemerkt habe, daß ich wichtige Geburtstage usw. einfach vergessen habe. Außerdem hatte ich da noch überhaupt keinen Draht zu Kindern..
Ich könnte mir vorstellen, daß es leichter wird, wenn das Kind redet und die beiden miteinander spielen können. Dann können die beiden eine ganz eigene Beziehung aufbauen. In der Zwischenzeit würd ich einfach mal mit ihr reden. Und vielleicht sagen: "Ich würde mir wünschen, wenn du ihm ein Geschenk zu Geburtstag machst" oder "Ich fänd's total schön, wenn du mal mit ihm in den Zoo gehen würdest" oder was auch immer. Ich glaube mit klaren Ansagen kann man als kinderloser Aussenstehender viel mehr anfangen. Ansonsten würd ich vorschlagen, du suchst einen anderen Paten aus. Klar kann der nicht mehr bei der Taufe dabei sein, aber wenigstens in den Augen des Kindes kann derjenige Pate sein..

Grüße,
Maria & Emma (14 Mon)

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