Kann mich jemand über Fieberkrampf und Fieber allg. aufklären?

Hallo,

wir waren zwar noch nie in der Situation das meine Tochter einen Fieberkrampf hatte - dreimalaufholzklopf- aber ich mach mir immer wieder Gedanken weil ich keine Ahnung habe.

Was mich beschäftigt ist folgendes:

Wenn meine Tochter oder allg. ein Kind nachts Fieber bekommt, dann wacht es doch auf und ruft oder heult etc. oder? Also jedenfalls war es immer so bei uns. Nur hab ich z.B. Angst das meine Tochter mal zu schnell zu hohes Fieber bekommt gleich mit Fieberkrampf nachts und keiner bekommt es mit!

Muss ich mir da Gedanken machen oder ist sowas unwahrscheinlich?

Vor allem, wenn ich meiner Tochter schon am Abend vorm schlafen gehen Paracetamol gegeben habe, könnte man dann trotzdem sowas bekommen?

Momentan ist sie wieder erkältet, seit Mittwoch bekam sie gerade für abends Paracetamol. Mi vor dem schlafen gehen 39,5 und nach 5 Std. wurde sie wieder wach, also wieder messen und es war bei 38,5 da hab ich ihr vorsichtshalber wieder gegeben.
Gestern abend 38,5 vorm schlafen gehen und ich hab ihr was gegeben, aus Angst - Unsicherheit- und das sie auch ruhiger schlafen kann.
Sie wurde zwar nachts mal wach aber hatte Durst, Tempi war bei 37,7 und auf dem anderen Ohr 38,1 also haben wir es mal gelassen.

Jetzt hatte sie auf beiden Seiten 38,0 war top fit und gut drauf. Also hab ich gedacht lass ich erst mal mit Paracetamol.
Hättet ihr dann gleich was gegeben? Ich hab auch Sorge das ich ihr eher schade wenn ich ihr immer zu früh und zu oft was gebe.

LG Sabrina

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Hallo!

Also gegen einen Fieberkrampf kann man eigentlich nichts machen, er kann auch kommen wenn dein Zwerg 38,5 hat. Kommt auf deinen Zwerg drauf an wie es so mit ihrer körperlichen Kontitution steht.

Aber mach dir nicht zu viele Sorgen bringt nichts.
Ich hatte bis zum erstenmal -Krampf noch nie was davon gehört, war im Urlaub und mit unserer Tochter ganz alleine.
Sie fiel damals einfach vom Töpfchen.

Und nun zur gabe von den Zäpfchen, bitte nur alle 8 Stunden und höchstens drei am Tag.
Schreiben die Hersteller ja nicht umsonst in die Beilage.
Wenn du dir nicht sicher bist ruf lieber nen Arzt an. Ist eh immer am besten.

Also mach dir nicht zu viele Gedanken drum, der eine bekommt diese krämpfe der andere nicht.

Im übrigen hatte unsere Tochter nur 37,9, sie hat bis vor ca 6 Monaten nie hohes Fieber gehabt, jetzt fängt sie immer mit über 40 an und Gott sei s gedankt, hatte seid dem keine FieberKrämpfe.
LG:-D

2

Hallo, danke für die Antwort. Bei dem Fiebersaft steht alle 4-6 Std. oder so. Der KiA meinte auch mal wenn es in der Zeit nicht runter geht kann ich Ibuprofen - Kindersaft geben.

Aber hab ich noch nie gebraucht.

Ich habe immer nur Angst wenn es um die Nacht geht das sie halt nicht richtig wach werden würde oder so.

LG Sabrina

5

Hallo!

Paracetamol und Ibuprofen kannst Du im Abstand von 6 Stunden geben. Im eEchsel sogar nach 4-5 Stunden (sollte das Fieber nicht runtergehen oder die wirkung früher nachlassen), da es unterschiedliche Wirkstoffe sind. Wurde mir vom Arzt bestätigt.

LG

curlysue

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hallo,
also wenn du dir nicht sicher bist mit tempi unter 39,0 dann gib ihr zum besserem schlafen VIBURCOL!
das ist ein homöopathisches zäpfchen und wirkt toll bei unruhigen kindern und leichten schmerzen mit fieber.gibts in der apotheke.
fieber braucht der körper um infekte abzuwehren.deshalb ist es immer besser erst ab 39,0 paracetamol zu geben.und vorm schlafen ab 38,5!aber bitte nicht bevor nicht 6 std. um sind!besser 8!das sonst zuviel für die kids!!!
lg nana;-)

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Hallo Sabrina!

Mein Sohn hatte schon zweimal einen Fieberkrampf. Jungs sind da auch doppelt so oft betroffen wie Mädels.

Ersteinmal vorweg: Fieber ist in der Regel nichts Schlimmes. Es ist eine Abwehrreaktion des Körpers. Er geht damit aktiv gegen Krankheitserreger an und wenn man kein KRampfkind hat, sollte man da auch nicht zu früh eingreifen und das Fieber senken. Meist reicht es, wenn man ab 39°C anfängt. Bei einigen viell. auch erst ab 39,3 usw. Das kommt darauf an, wie fit das Kind ist und auf das Fieber reagiert. Du kannst auch ersteinmal versuchen mit Wadenwickeln usw. zu helfen (aber nur, wenn die Beine auch warm sind). Nachts zum schlafen kannst du dann natürlich Zäpfchen geben.

Zum Fieberkrampf:

Auch wenn er für die Eltern schlimm aussieht (ich wünsche es keinem), ist es ein allg. "harmloser" Krampf. Er entsteht wenn das Fieber zu rasch ansteigt. Steigt es sehr schnell an, kann auch manchmal die Eingabe von fiebersenkenden Mitteln nicht helfen, da diese langsamer wirken als das Fieber steigt. Also 100% verhindern kann man einen Fieberkrampf demnach nicht. Es gibt und gab Kinder (lt. unserem KH und KiA) die auch nachts einen Krampf hatte ohne dass die Eltern es gemerkt hatten. Du kannst Dir einen fieberkrampf so vorstellen wie bei einem Kurzschluss. Durch die große Hitze fallen einige sicherungen (also das Gehirn) aus und wird anschl. nach und nach wieder hochgefahren. Nach einiger Zeit funktioniert dann alles wieder normal (So haben wir es im KH erklärt bekommen).
Bei uns war es so, dass Linus beide Krämpfe tagsüber bekommen hat. Beim 1. hatte er einen Virusinfekt mit hohem Fieber und wir waren zuhause, als er plötzlich nach dem Schlafen die Augen verdrehte, Arme und Beine anfingen zu zucken und er ganz steif wurde. Habe dann sofort den RTW und eine Nachbarin gerufen. Während des Notrufs lief er auch noch blau an und ich war richtig in Panik. Habe aber instinktiv alles richtig gemacht. Aber das wußte ich erst hinterher. In dem Moment hatte ich das Gefühl wie im Traum zu wandeln. Und dabei habe ich eine Ausbildung, da ich bei der freiw. Feuerwehr bin. Kann auch in diesem Zusammenhang einen erste-Hilfe-Kurs für Babys und Kleinkinder empfehlen, den habe ich im letzten Jahr auch gemacht. Aber zurück zum Krampf: der Rettungswagen war auch sofort da, mit Notarzt. Linus war inzwischen wieder bei BEwußtsein und fast normal. Nur noch etwas geschaftt. Trotzdem wurden wir mit in die Kinderklinik genommen wo wir drei Tage zur Beobachtung bleiben mussten. Dort wurde dann auch Blut abgenommen, EKG usw. gemacht. Am zweiten Tag wurde dann noch ein EEG gemacht und als das unauffällig war durften wir wieder gehen. Ein Fieberkrampf wird erst dann bestätigt, wenn allle andern Krampfarten (Epilepsie usw.) ausgeschlossen werden.
Beim zweiten Krampf ein halbes JAhr später saßen wir dann schon in der Notaufnahme (wg. leichter Kehlkopfentzündung) und so waren wir schon vor Ort und durften gleich dableiben. Das war jetzt vor einem guten JAhr und bis jetzt war es (Holzklopf) ruhig.

Wir senken das Fieber bereits bei ca 38,2°C . Nachts bekommt er schon ab 38. Aber hätte Linus keine Fieberkrämpfe würde ich die Medikamente erst später geben.

Hoffe ich habe nicht zu wirr geschrieben und konnte Dir etwas helfen.

LG

curlysue

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Lieben Dank für die ausführliche Beratung. Also ich dachte Fieberkrampf wäre gefährlich das es wirklich lebensbedrohlich ist auch grad nachts wenn man es vielleicht nicht mitbekommt weil die Kinder nicht schreien oder so.

Einen Erste-Hilfe-Kurs für Kleinkinder besuche ich gerade. Nur kam ich beim letzten mal nicht dazu all meine Fragen zum Thema Krampf zu stellen.

Ich weiß nur das man alles aus dem Weg räumen soll das man sich nicht verletzen kann, krampfen lassen und danach trösten weil sie fertig sind und nach dem Krampf eben falls Bewusstlos auf stabile Seitenlage sowie halt gleich 112 rufen.

LG Sabrina

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Hallo sabrina,

also wenn unser Kleiner Fieber hat, d.h. ca 39,4, dann geben wir ihm erst Paracetamol oder Ibuprofen. Es sei denn natürlich wenn ich das Gefühl habe, dass er Schmerzen hat und weint, dann erhält er natürlich auch vorher etwas. Manchmal reicht auch ein homoöpathische Mittel gegen das Unwohlsein. Mein Sohn hatte schon öfters Fieber, ab 39,4 aufwärts, und meistens war es bei 'ner Erkältung, bis 39,4 habe ich es auch oft fiebern lassen und ihn nur mit einem Body neben mir ins Bett gelegt und da gings es ihm meist am nächten Tag schon besser. Der kleiner Körper braucht es um gegen die Erkältung anzukämpfen (so sein KIA). Ich denke nicht, dass es jetzt schlimm ist, wenn man ihm/ihr mal zu früh bzgl. des Fiebers gibt.

Gute Besserung

LG Fatma:-)

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hallo,
meine tochter hatte mit 14 monaten eine foeberkrampf, das fieber war bei 38,5 grad und ich hatte ihr gerade ein zäpfchen gegeben, weil sie zum mittagschlaf sollte. da fing es an, sie verkrampfte, warf den kopf nachhinten, arme und beine zuckten, sie verdrehte die augen und wurde total blau. ich dachte meine tochter stirbt in meinen armen. mir laufen jetzt schon wieder die tränen, weil ich an diesen tag denke. mein freund schrie nur, steck sie unter die kalte dusche, das tat ich auch und sie kam kurzzeitig wieder, sie krampfte aber noch 4,5,6 mal, keine ahnung wieviel es waren, jedesmal wurde sie bewusslos, ich hab mir das schlimmste ausgemalt, mein freund rief mittlerweile das zweite mal bei der 112 an, und man verdröstete uns wieder. am ende haben wir 15 minuten auf den krankenwagen und 20 minuten auf den notarzt gewartet. in der zwischen zeit war unsere kleine wieder bei bewusstsein, nur noch etwas steif und blau. sie bekam dann sauerstoff und wir sind in die klinik. es wurden dann noch ne menge tests gemacht um epilepsie auszuschließen und konnten dann nach vier tagen wieder nachhause. die ärzte dort sagten uns, dass fieberkrämpfe bis zum alter von vier jahren bis zu 10x vorkommen können, das wäre nicht unnormal und auch nicht schädlich für die kinder. ist halt immer nur ein schreckliches bild für die eltern. weiterhin sagte sie uns, dass die meidten krämpfe tagsüber passieren. meine tochter hatte heute auch wieder fieber und es stieg innerhalb eine stunde von 37,7 auf 39,6 grad. ich hab dann auch wieder angst bekommen und gleich das diazepan in meine nähe gelegt. sie bekommt jetzt von uns fiebersaft ab einer tempi von 38,5 außer abends, da geb ich ab 38,0. ich möchte diesen anblick nie wieder erleben. ich hatte todesangst, ich hatte wirklich gedacht meine tochter stirbt in meinen armen.
ist etwas lang geworden, aber so konnte ich es wieder etwas verarbeite, gerade wenn meine tochter fieber hat, denke ich sehr viel daran. muss auch jetzt gleich nochmal fühlen.
alles gute
susan

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Hallo Susan!

Das ist ja heftig. Mit einem krampfenden Kind 15 Min. warten zu müssen:-(. Wo kommt Ihr denn her? Weil in der Regel müssen die innerhalb weniger Minuten da sein. Manchmal klappt das allerdings nicht, wenn gerade viele Notrufe eingehen und es stehen ja nicht unbegrenzt RTW zur Verfügung.

Diese Unruhe bei Fieber kenne ich dann auch. Ich kann dann auch Nachts nicht mehr richtig schlafen und achte auf jedes Zucken. Obwohl es inzwischen etwas besser geworden ist. Beim zweiten Krampf war ich auch schon viel ruhiger, weil ich ja jetzt wußte was los ist. Das allerwichtigste in diesen Situationen ist, dass man (zumindest äußerlich) ruhig bleibt, denn jede Panikreaktion unsererseits steigert auch das Unwohlsein der Kleinen. Ist allerdings leicht gesagt... Doch inzwischen habe ich es ganz gut unter Kontrolle. Wenn etwas ist, zwinge ich mich zur Ruhe. Zusammenbrechen kann ich hinterher auch noch. Allerdings haben wir letzten Herbst sogar eine WE-Tour mit unseren Kameraden nach Berlin abgesagt. Die sieben/acht Stunden Fahrt waren uns dann doch etwas zu riskant ohne Junior (zumal er auch noch Krupp hat und er beim letzten Krampf innerhalb von einer Std. von jetzt auf gleich krank wurde). Er hätte zwar bei meinen Eltern übernachten können, aber wir wollen doch schnell da sein, falls mal was ist. Wären wir ein oder zwei stunden entfernt gewesen hätten wir die Tour auch gemacht. Nur leider hat es nicht jeder verstanden. Eine Bekannte von uns hatte dann vornerum zu uns gesagt: Nein, das wäre ja verständlich, sie wäre ja sooo froh, dass sie mit so was verschont bliebe usw. Und hintenrum haben wir dann von mehreren unabhängig voneinander gehört, dass sie dann laut tönte, das wäre ja sowas von übertrieben, sie und ihr Mann wären trotzdem gefahren. Fand ich nicht so toll... Ich glaube, man kann unsere Angst auch nur verstehen, wenn man so was schon mal erlebt hat.

Auch für mich war der Anblick bei dem Krampf am schlimmsten. Da liegt der kl. Schatz, man kann nicht viel machen und dann hat man auch noch das Gefühl man verliert sein Kind. Vor allem als dann auch noch die Lippen und die Zunge blau anliefen war dann der blanke Horror. Ich wünsche das keiner Mutter / Vater.


Enstchuldige, dass ich Dich jetzt hier zugetextet habe, so viel sollte es gar nicht werden#hicks

Liebe Grüße und daumen drück, dass Ihr von weiteren Krämpfen verschont bleibt.


curlysue

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hallo curlysue,
wir kommen aus leipzig, der rtw war in einem anderen bezirk und kamen nicht durch den verkehr. (laut aussage der sanitäter)
das mit deiner freundin ist doch das allerletzte. ich würde auch auf alles verzichten, wenn ich wüsste es geht um mein kind, vorallem wenn immer was sein kann. die vorwürfe die man sich dann macht wenn wirklich was ist, müssen wir uns ja machen und nicht andere. ich finde du bzw ihr habt die richtige entscheidung getroffen. das mit dem krupp kennen wir auch nur zu gut. wir haben in den ersten zwei jahren mit unserer kleinen soviel mitmachen müssen, von einem arzt zum anderen, weil sie dauernd bronchitis hatte und angehende lungenentzündungen. nix half. mussten blut aus dem kopf ziehen lassen, wegen eines allergietests, mussten lunge röntgen. dabei wurde meine tochter in eine art röhre gebunden und festgeschnallt und dann noch angehangen. sie hat so nach mir geschrien, ich konnte mir meine tränen nicht verbergen, als ich sie da hängen sah und sie mich ansah und nach mir schrie. so ein schrecklicher anblick. grausam. mussten auch den test wegen mukoviszitose (schreibt man das so?) über uns ergehen lassen. das abwarten bis sie tests dann kamen waren auch immer ganz schlimm. jetzt haben wir es "dank" kordison in den griff bekommen.
ich wünsche euch alles gute
achso, meine tochter ist auch im juli 2004 geboren
liebe grüße
susan mit #baby - hanna 22+0 inside

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